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    • Qype User aarp6…
    • Nürnberg, Bayern
    • 1119 Freunde
    • 915 Beiträge
    5.0 Sterne
    24.6.2011

    Den Alten Kanal zwischen Neumarkt und Nürnberg abzulichten stand schon seit längerem auf meiner ToDo-Liste, zumal ich im Internet gelesen hatte, dass hier seit einigen Jahren einige Kunstobjekte am Fuß- und Radweg zu bestaunen sind. Die Gelegenheit ergab sich an einem Sonntag mit sehr gemischtem Wetter, sogenanntem Aprilwetter, als sich gefühlte zehnmal heitere Perioden mit Regengüssen abwechselten, was mich aber nicht davon abhielt, mit meinem Rennrad den Weg nach Neumarkt anzutreten. Am Tag davor hatte ich zum ersten Mal meinen Fahrradschlauch am Rennrad gewechselt (bisher habe ich dies immer einem Fahrradhändler überlassen) und ich wollte mit dem Schlauch eine längere Probefahrt unternehmen, wozu sich die etwa 35 km lange Strecke nach Neumarkt anbot. Zuletzt bin ich diese Strecke im Januar 2008 gefahren. Seitdem ist ein durch Hangabrutschung gefährdeter Abschnitt des Kanals, der bei meiner letzten Fahrt noch gesperrt war, durch Schaffung einer neuen Böschung stabilisiert worden und jetzt wieder passierbar. In Neumarkt konnte ich noch den letzten Tag des Altstadtfestes erleben, auf dem Rückweg habe ich mich dann intensiver mit dem Kanal beschäftigt und auch das Informationsangebot durch Schautafeln wahrgenommen, auf denen zum Beispiel die Funktion der Sicherheitstore und der Leitgräben verständlich beschrieben wurde. Unterwegs habe ich dann natürlich die Kunstwerke, einige Wasservögel (Enten, Gänse), die Kanalbauwerke und die umgebende Natur fotografiert. (Siehe Foto unten) (Siehe Foto unten) Einige Wasservögel ließen sich von meinen Annäherungsversuchen mit der Kamera nicht stören. (Siehe Foto unten) Die Himmelsleiter (2005) wurde von Hubert Maier aus Granit geschaffen, sie ist 4,20 m hoch und 8 Tonnen schwer. (Siehe Foto unten) Die Erde ist keine vollkommene Kugel (2007) heißt diese aus drei Eisenkugeln bestehende Skulptur von Hans Thurner und Ute Lechner. (Siehe Foto unten) Das Boot (2010) ist der schlichte Name dieser Betonskulptur von Professor Claus Bury, welche das jüngste der bisher fünf Kunstobjekte am Alten Kanal ist. (Siehe Foto unten) Das Projekt mit dem Namen Kraftfeld (2004) besteht aus 20 gekrümmten Stelen aus Eichenholz und wurde von slowenischen Künstler Samo Skoberne geschaffen. (Siehe Foto unten) (Siehe Foto unten) Sogenannte Sicherheitstore wurden an den beiden Enden von Dämmen eingebaut, um im Falle eines Dammbruches die Menge des ausfließenden Wassers zu begrenzen. Sie waren in der Zeit des Kanalbetriebes geöffnet und leichtgängig und wurden im Falle eines Dammbruches durch die entstehende Strömung selbsttätig geschlossen und verhinderten ein Nachfließen von Wasser aus den benachbarten Kanalabschnitten in den betroffenen Dammabschnitt. Sie wurden während der Jahrzehnte der Nutzung von 1846 bis 1944 nur im Winter geschlossen, heute sind sie permanent geschlossen und ein Wassertransport zwischen benachbarten Kanalhaltungen findet nur über die Schütze statt. (Siehe Foto unten) An einigen Sonntagen im Hochsommer können Touristen mit dem Treidelschiff Elfriede lautlos über den Kanal gleiten. Gezogen wird das Boot von einem auf dem Treidelpfad laufenden Kaltblüter. (Siehe Foto unten) (Siehe Foto unten) Ein technisches Problem bestand in der Wasserversorgung des Kanals, besonders im Bereich der Scheitelhaltung, dem höchstgelegen Kanalabschnitt (417 m üNN). Da eine Mindestwassertiefe von 1,17 m für den Fahrbetrieb erforderlich war, wurde über teilweise kilometerlange gepflasterte Leitgräben Wasser aus benachbarten Bächen zum Kanal geleitet. (Siehe Foto unten) Ein von einem Verein an diesem Sonntagnachmittag veranstaltetes Kanalfest schien zumindest während der Entstehung dieses Fotos eher schlecht besucht zu sein. (Siehe Foto unten) Die Kanalwege sind als Rad- und Fußwanderwege für Ausflüge mit der Familie heute noch eher ein Geheimtipp und kaum überlaufen.

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