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    • Qype User Lakrit…
    • Saarbrücken, Saarland
    • 101 Freunde
    • 210 Beiträge
    5.0 Sterne
    22.7.2008

    Es ist ein erstaunlich vollgestopftes Geschäft, kurz hinter der Wasserscheide in der Neustadt. Zu den niedrigen Schaufenstern locken schöne Drucke und anatomische Schautafeln von Pflanzen und Tieren. Erst auf den zweiten Blick sieht man die Nadeln, Klingen und Haken: Hier handelt Dr. John Wilcockson mit wissenschaftlichen Antiquitäten; sein Fachgebiet ist das der Medizin.

    Das Handwerkszeug von Barbieren und Quacksalbern liegt einträchtig neben dem von medizinischen Kapazitäten, quer durch sämtliche Disziplinen. Schön sehen sie aus in ihren samtausgeschlagenen Köfferchen, die Zangen, Sägen, Skalpelle, Bohrer, mit gedrechselten Griffen aus Bernstein oder Elfenbein. Ihre Anwendung mag man sich nicht allzu genau ausmalen. Hat man Glück und das Geschäft ist offen, kann man sie sich von Dr. Wilcockson persönlich erklären lassen, im Detail, mit englischem Akzent.

    Auch allerlei Gläsernes aus Apotheken und medizinischen Kabinetten ist hier zu bestaunen, ausgestopfte und modellierte Tiere, Ladenschilder, schweres und filigranes wissenschaftliches Gerät; das reinste Museum (qype.com/place/102222) , nur nicht so übersichtlich ...

    Anatomische Tafeln, Lehrbücher und Kataloge repräsentieren die theoretische Seite der Naturwissenschaften. Draußen liegen meist Kinderbücher aus Zeiten, in denen man den Kleinen die Zähnchen noch ohne Betäubung zog.

    So ein ungewöhnliches Angebot hat natürlich seinen Preis. Für mich als Studentin waren Globen und Atlanten, Apothekergläser und kolorierte Stiche unerschwinglich. Es hat höchstens mal für einen Rechenschieber gereicht oder für ein Glasauge.

    (Die blauen sind seltener und teurer, deshalb war's ein braunes. Das hat dann ein paar Wochen lang in der WG gewohnt, in der Butterdose.)

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