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  • 4.0 Sterne
    4.3.2012

    Wieso heißt die Bösebrücke so? Die Bösebrücke konnte so heißen, da sie als böse fürs Auge gelten könnte. Sie ist nämlich die erste genietete Stahlbrücke Berlins und sieht irgendwie  ganz unverschnörkelt  auch so aus. Natürlich könnte sie den Namen auch aufgrund ihrer geringen Breite von 31m bekommen haben. Dieses führte nämlich nach der Wende zu Verkehrsproblemen: Wie sollen sowohl Fußgängerwege, vierspurige Straßenführung und eine Tram, die in beide Richtungen fahren muss über diese paar Meter verteilt werden? Böse Brücke solche Aufgaben den Stadtplanern zu stellen! In der allgemeinen Abreißfreude nach dem Mauerfall wurde natürlich erstmal ein Neubau der Brücke diskutiert. Aber die Bösebrücke steht unter Denkmalschutz.. Das Problem wurde also so gelöst, dass nur immer eine Tram in eine Richtung die Brücke überqueren kann und die Fahrbahn ohne Fahrstreifen angelegt wurde, da sie nicht den Normbreiten für zwei Fahrspuren entsprechen kann. Vielleicht kommt aber auch der Name noch von den letzten Atemzügen der DDR-Regierung: Schließlich wurde hier der erste Grenzübergang geöffnet.. Wieso heißt die Bösebrücke nun wirklich Bösebrücke? Bereits am 5.7.1948 wurde aus der Hindenburgbrücke die Bösebrücke.
    Der Namensgeber war ein Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime: Wilhelm Böse, welcher 1944 hingerichtet wurde.
    Da die Brücke sich zwischen den Bezirken Prenzlauer Berg und Wedding befindet, passt dies sehr gut, da Böse KPD-Führer im Prenzlauer Berg war und seine Kindheit in Mietskasernen im Berliner Norden verbrachte. Besonderheiten der Bösebrücke: Von der Bösebrücke kann man bei gutem Wetter zum Fernsehturm schauen. Besonders schön ist es Silvester hier, da es möglich ist, dass Feuerwerk in Mitte anzuschauen. Um die Gleise des Verkehrsknotenpunktes Bornholmer Straße wurden ein paar Gartenlauben gebaut. Wenn man von oben in diese schaut, sieht man das ein oder andere Tierchen durch die Kleingärten huschen. Auch die Menschen auf der Bornholmer Brücke zeigen interessante Bezirkseigenheiten:
    Steigt eine Fahrradfahrerin mit ihrem Kleinkind aus, fährt diese sicherlich in den Prenzlauer Berg. Ebenso die durchgestylten Hipster oder der junge Selbstständige, welcher mit schwäbischen Dialekt in sein I-Phone spricht. Nach Wedding richten sich eher der junge afrikanische Mann, die türkischstämmigen, schickgemachten Teenager oder die Studenten mit Chucks und kaputten Taschen. Nicht zu vergessen: Vor dem Eingang zu den S-Bahnen steht ein oranges Ungetüm. Dieses soll eine Bank sein. Das Besondere an ihr ist, dass sie Wahnsinn ruft und damit als Kunstwerk an den Mauerfall erinnern soll. Kleiner Tip: Natürlich findet man um die Bornholmer Brücke eine Gedenktafel zu Wilhelm Böse und auch eine Tafel, welche weitere Informationen zum Mauerfall bietet. Erreichbarkeit: S-Bahn 1, 2, 25, 8, 85 oder 9 zur Bornholmer Straße (häufig wird die Bösebrücke fälschlich auch Bornholmer Brücke genannt) Tram 13 oder 50 bis Björnsonstr. (Ost/Prenzlauer Berg) oder S Bornholmer Straße (West/Wedding)

  • 3.0 Sterne
    2.3.2013
    1 Check-In hier
    Aufgelistet in 100er Challenge

    Obwohl die Brücke wirklich nicht schön ist, geht es mir oft so, das ich beim Überqueren dieser, doch an die Geschichte denken muß, und mir die Fernsehbilder von `89 ins Gedächtnis kommen.

  • 5.0 Sterne
    7.4.2013

    Der Ausblick von hier ist wirklich toll. Die Kleinen gucken auf die Gleise und Bahnen, die Großen genießen die Sicht Richtung Fernsehturm. Zudem ein geschichtsträchtiger Ort. Super für einen Spaziergang!

  • 3.0 Sterne
    26.6.2010
    Erster Beitrag

    Die Bösebrücke ist so unscheinbar - man könnte fast sagen, sie wäre hässlich.
    Ganz anders ihre Geschichte, die zwar auch hässlich, aber durchaus spannend und wissenswert ist.
    Erstmal ist die Bösebrücke die erste genietete Stahlbrücke in Berlin und wurde 1916 eingeweiht. Dann machte sie eine nationalsozialistische Geschichte durch- wurde Hindenburgbrücke genannt und überstand den Krieg nur knapp. Nach dem Krieg bekam sie ihren jetzigen Namen "Bösebrücke" nach dem Widerstandskämpfer Wilhelm Böse.
    Ihren größten Tag hatte die Bösebrücke wohl am 9.November 1989, als, nachdem sie fast 30 Jahre als Grenzeübergang zwischen West (Wedding) und Ost (Prenzlauer Berg) herhalten musste, die ersten Ostdeutschen in den Westen liefen und die Mauer endlich Geschichte war.
    Heute erinnern immer wieder öffentliche Veranstaltungen an diese Ereignisse. Im letzten Jahr kam sogar Angela Merkel zur Bösebrücke und eröffnete die Jubliäumsfeier des Mauerfalls. In diesem Jahr missbrauchten Nazis die Brücke als Startpunkt für ihre Demonstration  und wurden erfolgreich daran gehindert.
    Die meiste Zeit ist die Bösebrücke aber einfach nur eine Brücke und bietet einen schnellen Weg über Seestr. auf die Stadtautobahn, verbindet Ost- und Westberliner zu einem freudigen Nhetto-Shoppen und überdeckt den Mauerweg, auf dem Jogger, Fahrradfahrer und Fußgänger voll auf ihre Kosten kommen.

    • Qype User superg…
    • Berlin
    • 11 Freunde
    • 77 Beiträge
    3.0 Sterne
    13.11.2008

    Schöner Platz um einen urbanen Blick auf den Fernsehturm zu bekommen. Morgens besonders schön, abends sind die Gleise ein kleiner Lichteffekt.

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