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  • 4.0 Sterne
    12.2.2012
    Erster Beitrag

    Bei meinem letztem Beitrag über das Brooksfleet: qype.com/place/2263629-B… habe ich schon erwähnt, das ein Entlangbummeln direkt am Fleet nicht möglich ist. Ich hatte mich ja entschieden, der Sraße Brook zu folgen, die parallel zum Brooksfleet verläuft. (Siehe Foto unten) Zwischen der Kibbelstegbrücke und der Brooksbrücke befindet sich der Block E, dessen Straßenfront wir auf unserem Weg bewundern können. (Siehe Foto unten) Die Kriegsschäden an diesem Speicher wurden getilgt, der Unterschied zwischen Original und Rekonstruktion, ist der Fassade kaum anzusehen. Das Konsulat von Sri Lanka hat hier seinen Sitz. (Siehe Foto unten) (Siehe Foto unten) Block E ist inzwischen fest in der Hand der Teppichhändler.
    Die Lieferung der Ware über die Fleete ist entgültig passe, keine Schutenschubser und Schauerleute mehr, die hier ihrer Arbeit nachgehen. Heutzutage kommt die Ware mit dem LKW. (Siehe Foto unten) Die alten Winden sind aber immer noch der einzige Lastenaufzug der Speicher, dank Denkmalschutz wurden nie Fahrstühle eingebaut.
    Rund die Hälfte aller Speicher der gesamten Speicherstadt, wird inzwischen als Teppichlager genutzt. (Siehe Foto unten) Im Laufe der letzten Jahrzehnte, ist hier das größte Teppichlager Europas entstanden. (Siehe Foto unten) Es handelt sich zumeist um edle Orientteppiche, die meisten aus dem Iran, aber auch aus Indien, Pakistan und Afghanistan. Über den Wert dieser kostbaren Ware, läßt sich nur spekulieren. Die letzte Meldung die ich darüber lass, sprach von 80 Millionen Euro, aber wer weiss das schon so genau. (Siehe Foto unten) (Siehe Foto unten) (Siehe Foto unten) Die traditionelle Ware, die hier gelagert wurde, waren natürlich keine Teppiche. Eines der bedeutensten Umschlaggüter in Hamburg, war von jeher der Kaffee. Heute wird er meist in Containern angeliefert, nur einige wenige Partien Kaffee werden immer noch in Säcken geliefert und gelagert. Der Anteil Hamburgs am Welthandel beträgt immer noch rund 20%. Weitere typische Waren ,die auf den Böden der Speicher gelagert wurden:
    Tee, Tabak, Getreide, Kautschuk, Kakao und natürlich Gewürze. Uns fehlt heute die Vorstellungskraft, wie gefragt und kostbar Gewürze in früheren Zeiten waren.
    Die Ernte, der Transport, die Lagerung. All das war aufwendig und nur wer es sich leisten konnte, hatte so exotische Gewürze im Haus, wie Pfeffer. Pfeffer wurden im Sprachgebrauch übrigens alle scharfen Gewürze genannt. Der Handel mit Gewürzen war ein sehr lukratives Geschäft (nicht erst seit dem Bau der Speicherstadt) und die Bezeichnung dieser wohlhabenden Gewürzhändler als Pfeffersäcke nur allzu verständlich. (Siehe Foto unten) Noch heute wird gerne von den Hamburger Pfeffersäcken gesprochen. Dieser Begriff wurde auf alle wohlhabenden Hamburger Kaufleute ausgedehnt. Er wird zwar meist in abfälliger Weise gebraucht (man sagt dann z.B.: das ist ja mal wieder typisch, für diese Hamburger Pfeffersäcke)., aber im eigentlichen Sinne ist Pfeffersack kein Schimpfwort, sondern eine dieser Hamburgensien, die nur schwierig zu übersetzen ist. Bei uns in Hamburg hat der Handel und die Wirtschaft immer eine herausragende Rolle gespielt. Herzöge, Fürsten, Bischöfe, sie kamen und gingen, ohne in Hamburg viele Spuren zu hinterlassen.
    Hamburg wurde von den Kaufleuten regiert, den Pfeffersäcken und diese waren es auch, die als Mäzene ihren Einfluss gelten ließen, und soziale und kulturelle Projekte förderten. Daher wird sich auch kein echter Hamburger Pfeffersack beschimpft fühlen, wenn man ihn so nennt.

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