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  • 5.0 Sterne
    23.8.2013
    Erster Beitrag

    Bei unserem Besuch in Sao Paulo gehörte auch ein Besuch des legendären Bourbon Street Music Club zum Programm. Eigentlich stehe ich weder auf Jazz noch auf die dazugehörigen Clubs und von uns aus wären wir da auch nie hingegangen, aber, entgegen aller Vorurteile war es ein wundervoller Abend und das lag nicht nur an der tollen Sängerin des Abends!

    Der Club befindet sich im Stadtteil Moema, südlich des Stadtzentrums und nicht allzu weit vom Stadtflughafen entfernt. Wir sind mit dem Auto angereist, da wir aus Sao Paulos Norden kamen, Parkplätze sind dank des hauseigenen und Sao-Paulo-typischen Parkservices keine Probleme, da man einfach nur das Auto offen bei den Servicemitarbeitern abgibt und eine Nummer bekommt, das Parken übernimmt der Service und über diesen ist das Auto auch versichert.
    Bushaltestellen gibt es einige in der Nähe, die U-Bahn kann man aber leider nur mit dem Taxi oder Bus erreichen. Allerdings sollte man vor allem nachts eher auf die sichereren Taxis zurückgreifen.

    Wir waren ein kleines bisschen zu früh da und reihten uns in die zu dem Zeitpunkt noch kurze Schlange an der Eingangstür. Der Eingangsbereich wirkte angenehm und wurde warm von gelblichem Licht angestrahlt, direkt darüber zeigte das Logo des Clubs an, das wir richtig waren.
    Pünktlich um 21 Uhr öffneten sich die Türen und hinter uns war eine mittlerweile gut 50 m lange Schlange Wartender entstanden. Ohne Probleme gelangten wir am Türsteher vorbei (man sollte als Mann keine kurzen Hosen tragen und auch Turnschuhe sind verpönt)und nannten unsere Namen für die Reservierungsliste. Für die Abrechnung bekam jeder Besucher eine kleine Karte, auf der sich unsere Vornamen befanden und auf der die Kellner im weiteren Verlauf des Abends die Getränke und Speisen eintrugen. Am Ende des Besuches gab man die Karte an der Kasse ab und bezahlt, typisch Sao Paulo!

    Wir gingen in den Saal und bekamen von einem Kellner eine Auswahl an verschiedenen Sitzmöglichkeiten (der Saal ist komplett mit Tischen und Stühlen ausgestattet) und entschieden und für einen Tisch mittig im Raum in der dritten Reihe, von dem aus wir eine sehr gute Übersicht über den Saal und die Bühne hatten. Sofort nach dem Setzen bekamen wir die Karten und orderten unsere Getränke und Snacks. Die Caipirinha war vorzüglich, nur das Einschenken von Weißbier klappte noch nicht so richtig und erzeugte jede Menge Schaum. Dafür waren die Nüsse und Früchte zum Knabbern allerbester Qualität und im Rest des Abends war der Service sehr bemüht, wenn auch zum Teil ein wenig langsam.
    Vorne befand sich die Bühne, dahinter folgte der mit Möbeln versehene Saalboden und an den Seiten gab es Ränge, die ebenfalls mit Tischen und Stühlen versehen waren. Im hinteren Bereich sowie an der linken Seite gab es Bars und Barhocker. Auch die Toiletten und die Kasse waren im hinteren Bereich.
    Binnen kurzer Zeit hatte sich der Club gefüllt und erwartungsvoll schaute jeder dann und wann zur Bühne, die in warmes Licht getaucht war. Nach einer kurzen Werbung ging es los, und Mariana Aydar betrat die Bühne. Das Konzert selber war toll, die Sängerin und ihre Band hatten eine immense Bühnepräsenz und auch die Musik selber war stilistisch sehr vielseitig und mitreißend. Die Qualität des Sounds und der Lichteffekte war beeindruckend und von unserem Tisch aus hatten wir eine tolle Sicht auf die Bühne und ein absolutes Hörvergnügen. Am Ende wurden alle begeistert vom Publikum gefeiert und es gab noch eine wunderbare Zugabe, um diese zu erreichen wurde aber nur geklatscht und nicht wie hier gerufen.

    Die Promidichte war bei dem von uns besuchten Konzert sehr hoch. Dank der brasilianischen Cousine meines Freundes lernten wir im Handumdrehen, in welch illustrer Mitte wir dort saßen. Die Leute fielen aber alle nicht weiter auf, sondern verschmolzen in der lauschenden Menge, fast wie ganz normale Fans.
    Ansonsten war das Publikum bunt gemischt, aber eher der gehobenen Mittelschicht angehörend und jünger, relativ trendy und sehr angenehm.

    Der Club gehört zu dem Besten, was Sao Paulo musikalisch zu bieten hat, daher ist ein Besuch leider nicht ganz günstig. Neben dem Eintritt von rund 30 Reals (etwa 13 Euro) fiel durch Getränke und Verzehr so viel an, das wir für den Abend für uns beide rund 50 Euro bezahlt haben. Für das Gebotene war es für uns ok, für brasilianische Verhältnisse ist es aber wohl schon recht teuer, woher auch das eher gehobene Publikum stammt.
    Kreditkarten werden aber akzeptiert, vor allem Visa ist kein Problem.

    Also, wenn man in Sao Paulo ist, Musik mag und Zeit hat, dann sollte man sich einfach vorher auf der Homepage über die Konzerte und Musikabende informieren und sich einen passenden Abend reservieren. Eine Reservierung ist unbedingt empfehlenswert, um sofort hineinzukommen und einen guten Sitzplatz zu erhalten.
    Der Club ist toll, hat eine wunderschöne Atmosphäre und bestechend guten Sound, netten Service und bietet alles, um einen gelungenen musikalischen Abend bester Güte und Qualität zu verbringen.

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