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  • 5.0 Sterne
    5.5.2011
    Erster Beitrag

    Es gibt viele Arten von Straßen. Ruhige kleine Wohnstraßen, lärmende Magistralen. Boulevards wie die Düsseldorfer Kö oder Unter den Linden in Berlin. Berühmte Straßen wie die Lombard Street in San Fransisco oder die New Yorker Fifth Avenue. Gemütliche Wege am Neckar oder dräuend volle Einkaufsstraßen wie die Hohe Straße in Köln. Und es gibt die Brunnenallee in Bad Wildungen.

    Auf 850 Metern Länge, ausgehend vom Stadtring, der die Altstadt umschließt, führt die Brunnenallee schnurgerade und stetig ansteigend in den Kurbereich und endet in Höhe des berühmten Fürstenhofs. Der Straßenverkehr ist auf Tempo 30 begrenzt, tut aber wegen der vielen querenden Fußgänger gut daran, nur etwa Schritttempo zu fahren.

    Parallel zur Autostraße führt separiert ein wenig tiefer gelegen der Fußgängerboulevard zum Fürstenhof hinauf. Dies ist die eigentliche Flaniermeile der Kurstadt. Wer gesehen werden will, schreitet hier auf und ab. Und wer sehen will, setzt sich auf eine der vielen Terrassen der Cafés, Eiscafés oder Restaurants. Und manchmal begegnen sie einem wirklich: Die fülligen Damen mit kleinem Hund und großem Hut, bei schlechtem Wetter liefen sie Gefahr zu ertrinken, so hoch recken sie ihre Nasen. Sie kleiden und schminken sich 20 und mehr Jahre jünger als sie sind, leider vergebens. Sie promenieren die Brunnenallee auf und ab, müssten eigentlich angesichts der Steigung Unmengen Kalorien verbrennen, würden sie nicht gleich wieder mit einem Stückchen Sahnetorte wieder gebunkert. Der alte Knabe Marke Jopi Heesters ist nicht etwa ihr Vater, sondern der um 2 Jahre jüngere Ehemann. Oder hier laufen kurz nach dem Abendessen die gemischten Grüppchen Kurgäste aus den vielen Kliniken laut schwatzend den vielfach angepriesenen Happy Hours entgegen, hier dürfen sie mal die Sau rauslassen, denn das Ehegespons ist ja weit weg. Oder die jungen Pärchen, die sich unbeschwert lachend verliebte Dinge ins Ohr flüstern.

    In Altstadtnähe befindet sich die zentrale Bushaltestelle Treffpunkt, an der alle drei Stadtbuslinien verknüpft sind. Nur wenige Meter davon entfernt ist der Kurschattenbrunnen, ein nettes Ensemble von einem im Brunnen badenden Herren, einigen Brunnennymphen, etlichen stattlichen badenden Herren und einer neben dem Brunnen kokettierenden Bronzedame. In der Osterzeit ist der Brunnen über und über mit Blumen und Ostereiern geschmückt. Überhaupt ist die Brunnenallee in diesen Tagen mit tausenden bunter Ostereier heraus geputzt, an den Gebäuden sind Osterkränze auf gehängt, so manche Pflanzskulpturen sind in der Form von Osterfiguren gehalten.

    Eigentlich das ganze Jahr über ist diese Vorzeigestraße auf der ganzen Lange mit Blumenbeeten und -schmuck bestückt, jetzt im Frühling und vor allem in den Ostertagen aber geradezu mit einer farbenfrohen Blütenpracht protzend. Alle paar Meter stehen Bänke, die auch gerne von zahlreichen Menschen besetzt werden.

    Die Villen entlang der Brunnenallee zeugen von einstigem Reichtum der Erbauer. Manche wurden vorsichtig renoviert, andere zeigen verschämt ihre dennoch würdige Patina, sich oft hinter alten Bäumen versteckend. Einige wurden von Investoren gekauft und zu Hotels, Gästehäusern oder Klinikanbauten ausgebaut. Hier auf der Brunnenallee gibt es fast alles zu kaufen, von Brillen über Bücher und Lebensmittel bis hin zu Juwelen, Salzmineralien oder einer hier so beliebten Baumelbank und alle 100 Meter wetteifert eine Apotheke mit der Nächsten. Allerdings kann man auch den langsamen Niedergang der Kurkultur spüren, stehen doch immer mehr Läden leer und finden keine Nachmieter.

    Restaurants findet man wie Sand am Meer, egal ob Thai, chinesisch, italienisch, deutsch oder sonst was, dazwischen tummeln sich Bars, Kneipen und Tanzlokale. Auf der ganzen Länge gibt es immer wieder die Möglichkeit, sich einmal (bergauf betrachtet) nach rechts zu wenden und in einen der Kurparks zu gelangen. Zu Anfang findet das Gartenschaugelände seinen Zugang, in Höhe des Fürstenhofes kann man dann in den Hauptkurpark mit seiner Wandelhalle abzutauchen.

    Die Brunnenallee bietet für jeden etwas, auf jeden Fall ist sie aber immer der Startpunkt für Wanderungen in den hiesigen Kellerwald.

  • 4.0 Sterne
    11.11.2012

    Schöne Gegend die man sich ansehen sollte wenn man schon in Bad Wildungen ist. Wollte schon immer mal beim Fürstenhof durch und mir das Zentrum ansehen. Heute auf dem Sonntag konnte man sogar in die Geschäfte, da viele geöffnet waren und man auch was Cafes angeht eine Menge Auswahl hatte. Schönes Hessen! Die wohl Vorzeigestraße im Kurort.

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