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Empfohlene Beiträge

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  • 5.0 Sterne
    4.3.2014

    Wenn man Shakespeares "König Lear" nicht gleich als Trost für Angehörige von Demenzkranken entmythologisiert, was ein Teil der Sekundärliteratur ja tut, bleibt ein schaurig-schönes Märchen zurück. Es erzählt davon, dass die Chance, überhaupt etwas zu verstehen, sich möglicherweise erst dann auftut, wenn man die Welt nicht mehr versteht.
    Dieses Märchen am Wiener Burgtheater mit Brandauer und seinem Regisseur Peter Stein von zwei Darstellern der Theatergeschichte erzählt zu bekommen, die mit einer erheblichen Lebensleistung auf dem Buckel einem deutlich veränderten Betrieb gegenüber stehen, erschien reizvoll. Zwei neugierige Alte in einer Branche, in der sich im schnöden Alltag frühvergreiste Mittdreißiger tummeln, die ihr Bescheid wissen schon für Aufklärung halten? Ach wie schön wär' das gewesen!
    Die Aufführung affirmiert die Würdelosigkeit und die Infantilisierung alter Menschen in der gegenwärtigen Gesellschaft mehr als ihr lieb sein kann.
    Klaus Maria Brandauer muss sich irgendwann dazu entschlossen haben, Lear, den alten Mann, der ihm doch ans Herz gelegt war, einfach nur zu lieben. In ritterlicher Treue nimmt er alle Demütigungen seiner Figur auf sich, einschließlich der, ausstaffiert wie ein alter Druide der ernsten Arbeit eines Schauspielers nachzugehen. Der dramaturgische Ansatz ist nicht verhandelbar, doch kommt Brandauer damit weiter als man es den müden Füßen Lears je zugetraut hätte.

  • 5.0 Sterne
    16.2.2011
    1 Check-In

    Der feuchte Traum eines jeden Schauspielers ist es wohl, bei einer Premiere im Burgtheater die Hauptrolle zu spielen. Spielt man hier, dann hat man es geschafft, das Burgtheater ist auch weit über die Grenzen Österreichs hinaus ein äußerst renommiertes Spielhaus.

    Allein das Betreten des Gebäudes ist ein festlicher Akt: gegenüber das Rathaus, daneben das Landmann, die Universität in Sichtweite, nach einem letzten Blick zurück auf den Ring tritt man ein in die große Welt des Theaters.

    Momentan wird das Burgtheater von Matthias Hartmann geführt, der mit einer Inszenierung von Goethes Faust I und II seinen Einstand gab. Ich habe nur den ersten Teil gesehen und war ziemlich begeistert, auch wenn Tobias Moretti in der Rolle des Faust nicht zu 100% zu überzeugen wusste, entschädigte der grandiose Mephisto für alles. Den zweiten Teil habe ich leider verpasst, obwohl der eigentlich ja viel spannender ist und Goethes Ruf als Visionär, der seiner Zeit um gute 100 Jahre voraus war, viel deutlicher unterstreicht.

    Zurück zum Burgtheater, doch viel gibt es nicht mehr zu sagen, jeder der sich nur ein bißchen für das Medium Theater interessiert muss hier regelmäßig vorbeischauen und den Zauber der alten und neuen Klassiker genießen.

  • 4.0 Sterne
    12.9.2010

    Direkt am Ring gelegen, gut zu erreichen egal mit Straßenbahn oder U-Bahn, eines der meist besuchten Theater Wiens.

    Von Shakespeare bis Handke wird fast alles gespielt, teils mit Neuinszenierungen.
    Die Führungen des Burgtheaters haben mir sehr gefallen, da es hier viel über die Architektur und Malerei zu hören und sehen gibt. So wurde zum Beispiel die Deckengemälde der Feststeige von den Gebrüdern Klimt gemalt.

    Wichtig zu wissen: Der Kartenvorverkauf beginnt am 20. Des VORMONATS. Ermässigungen gibt es so wie überall für Studenten, Schüler, Senioren, etc. und Wahlabonnements. Es gibt auch Rollstuhlfahrerkarten.

    Mir hat besonders die Führung gefallen.

  • 5.0 Sterne
    30.8.2010

    Ich kenne jemanden, der im Burgtheater arbeitet....welch glückliche Fügung. So ergab es sich, dass ich eines nachmittages gefragt wurde, ob ich am Abend zur Vorstellung von Shakespeares KING LEAR kommen will.
    Ich saß in der zweiten Reihe und beobachtete viereinhalb Stunden eine hervorragend gespielte Tragödie. Es war wirklich tragisch, aber das Stück hatte auch seine wohlpointierten lustigen Momente: Den Ausspruch des Vaters gegenüber der verhassten Tochter "Ihre säuerliche Mine zeugt von Schnee zwischen ihren Beinen" fand ich z.B. sehr lustig.
    Neben mir saß ein Paar, das sich über "die nackten Schwänze und herumfliegenden Glubschaugen" mockierte. "Das sei ja ein neu-modischer Scheiß!". Als das Stück endete war die Frau nebenmir dann doch völlig euphorisch und rief mit ihrem pink-leuchtendem Mund "Bravo! Bravo!".

    Also ein kontroverses Stück in wunderbarer Umgebung. Sehr empfehlenswert!

  • 4.0 Sterne
    17.9.2010

    Damals als der Peymann noch Direktor des Burgtheaters war, gab es eine Zeit, da war es um die Beliebtheit der Produktionen eben diesens nicht so gut bestellt. Tatsächlich haben Peymann und seine Protegés doch einige Diskussionen ausgelöst, was denn im Burgtheater erlaubt sei und was nicht.

    Das Burgtheater zählt zu einem der Prunkbauten der Wiener Ringstraße. Für alle Ökofreaks unter uns - das Burgtheater gehört bautechnisch zu einem der ersten Niedrigenergiehäuser Österreichs. Im 19. Jahrhundert hat man sich nämlich punkto Energieversorgung auch schon seine Gedanken gemacht. So auch beim Burgtheater, das man mit einem unterirdischen Rohrsystem ausgestattet hat. Das sorgt nun für eine perfekte Temperierung und Belüftung in Sommer und Winter.

    Das war der kleinen Irene mit ihrem Theater der Jugend Abo ziemlich wurscht. Mehr kam es ihr und ihrem Vater so vor, als hätte man ihr die Karten ins Abo reingemangelt (weil man sonst nicht so viele Karten angebracht hätte). Den Teil, wo Erich Schleyer als Engerl oder ich weiß nicht was dann von der Decke geschwebt ist, haben ja dann die meisten auch gar nicht mehr miterlebt. Ich konnte es jedoch genau sehen. Denn in der zweiten Hälfte des Stücks (keine Ahnung wie es hieß), hatten die meisten in den vorderen Reihen das Theater schon verlassen. Der Blick war frei.

    Aber die Zeiten sind schon lang vorbei - also die des Theaters der Jugend. Und seitdem Peymann weg ist, kommt es mir vor, als würde auch nicht mehr so übers Burgtheater geredet. Oder vielleicht hat man sich einfach schon an das Kontroversielle gewöhnt.

    Und wieso ordne ich das Burgtheater in den Wissensdurst ein. Na ganz einfach. Weil ich mittlerweile ins Burgtheater wegen der Standardgespräche gehe - eine Veranstaltungsreihe zu verschiedensten Themen der Politik. Da werden dann immer die Kapazunder eingeladen, die dann dazu was sagen. Sehr interessant. Und für den Eintritt von sieben Euro bekam ich immer einen netten Logenplatz. Das Ganze fand allerdings am Sonntagvormittag statt (nix für Langschläfer). Im November gibt es sie wieder unter dem Überthema Europäische Debatte mit der ersten Veranstaltung zu Democracy and Media unter anderem mit dem Chefredakteur der NY Times (Details zu finden auf der Homepage des Instituts für Wissenschaft vom Menschen).

  • 5.0 Sterne
    23.9.2010

    Die Burg. Alles andere ist Zierrat, unnötig, wo Vergleichbares doch ohnehin nicht zu finden sei. Meint der Wiener. Und hat nicht ganz Unrecht. Das größte Sprechtheater des deutschsprachigen Raums ist es, das Haus am Ring, und das zweitälteste Europas. Die Subventionen fließen, nach wie vor, und das in Millionenhöhe. Eine Ausnahmeerscheinung will erhalten werden.

    Lange Jahre dem Kaiserhof verbunden, liegen die Ursprünge der Einrichtung im Lustgarten der Hofburg, dem heutigen Michaelerplatz, wo Mitte des 18. Jahrhunderts das Theater nächst der Burg eröffnete. Joseph II. hatte es wenig später zur deutschen Nationalbühne erklärt, praktikabel eingestellt, wie er war. Die Wege waren kurz, nicht zuletzt für ihn, dessen Gemächer direkt in die Hofloge des Zuschauerraums führten. Bis 1888, als man, mit Sack und Pack, an den Ring zog. In den von Semper und Hasenauer entworfenen, Renaissance und Barock zitierenden Prunkbau, der heute vor uns steht. Hinter dem Halbrund des Mitteltrakts der kuppelbekrönte, als Logentheater konzipierte Zuschauerraum, daran anschließend die ungewöhnlich langen Seitenflügel mit ihren Treppenaufgängen und Deckengemälden der Brüder Klimt und Franz Matschs.

    Über dem Gebäude thronend Apoll, zu seinen Seiten Portraitbüsten großer Dichter. Calderon, Shakespeare, Molière, Schiller, Goethe, Lessing, Halm, Grillparzer, Hebbel. Was haben sie hier erlebt. Auftrittsverbote jüdischer Burgschauspieler, den Besuch Hitlers, schwere Kriegsschäden, die Wiedereröffnung mit Mozarts Zauberflöte und Grillparzers König Ottokar, den Brecht-Boykott der Fünfziger und Sechziger Jahre, Bernhards und Peymanns Heldenplatz, Nitschs Orgien-Mysterien-Theater, die Toten Hosen. Es ist nicht totzukriegen, das Burgtheater.

    Kaum angekommen, ziehen wir schon wieder von dannen. Die Uhr tickt und das Leben ist kurz. Bedauerlich kurz. Wir wollen die Zeit also nutzen. Es wird uns in guter Erinnerung bleiben, das schöne Burgtheater. Als ein strahlender Glanzpunkt historistischer Baukunst in Wien. Der viertstrahlendste, befindet unsere kleine Redaktion nach eingehender Beratung. Und gratuliert herzlich.

    (Dieser Beitrag ist Teil der Serie "Wo in Wiens mit historistischen Bravourstücken überreich dekorierter Architekturlandschaft finde ich die gelungensten, eindrucksvollsten und überhaupt schönsten historistischen Profanbauten der Stadt?". Nähere Infos und Hintergründe unter yelp.at/list/glanzpunkte…).

  • 4.0 Sterne
    29.1.2013

    Die tolle Außenkulisse des Burgtheaters hat natürlich schon 4 Sterne verdient.

    Auch habe ich hier schon die ein oder andere nette Theateraufführung erlebt.

    Nun wollte ich einmal "Hinter die Kulissen" des Burgtheaters schauen, wobei ich an einer gleichnamigen Führung teilgenommen habe. Viel Neues dabei habe ich jedoch nicht gesehen, zuerst wurde im Publikumsraum etwas über die Geschichte des Burgtheaters erklärt, danach ging es auf die Bühne und dann endete die Führung bei den zwei verschiedenen Feststiegen des Burgtheaters. Leider konnten wir aufgrund der Größe der Gruppe weder ins Untere der Bühne, noch eine der Garderoben besichtet, dies war bei einer ähnlichen Führung im Raimundtheater alles möglich, wobei man dazusagen muss, dass wir damals nur eine sehr kleine Gruppe waren. Die Führerin wirkte auf mich auch etwas eintönig, auch wenn sie bemüht war. Man durfte Fotos während der Führung machen, jedoch nicht vom Bühnenbild. Einiges Neues habe ich über das Burgtheater schon erfahren, z.B. dass bis in die 1980er Jahre im Burgtheater noch das Vorhangverbot galt, damit war gemeint, dass nach den Stücken nicht mehr der Vorhang aufgegangen ist, damit sich die Schauspieler vor dem Publikum verbeugen können. Der Grund war, dass ein Theaterbesuch früher mit SEHEN und GESEHEN werden verbunden war, dies stand damals viel mehr im Vordergrund, als das Theaterstück selber und deswegen haben die Schauspieler verzichtet sich zu verbeugen. Wenn das Stück sowieso nicht so gewürdigt wurde, wie das GESEHEN werden, dann haben die Schauspieler auch keine Lust gehabt, dem Publikum mit einer Verbeugung für das Kommen zu danken.

    Das Burgtheater bleibt aber einer der schönsten Gebäude für mich am Ring.

    • Qype User Irmgar…
    • Bad Honnef, Nordrhein-Westfalen
    • 39 Freunde
    • 41 Beiträge
    4.0 Sterne
    21.10.2007

    Burgtheater

    Das Gebäude wurde nach dem Vorbild der Dresdner Semperoper von 1874 bis 1888 gebaut. Die Fassade ist ganz im Stil der Renaissance gestaltet und mit Verzierungen und Portraitbüsten der Dichter Calderon, Shakespeare, Molière, Schiller, Goethe, Lessing, Halm, Grillparzer, und Hebbel versehen, sowie Figurenpaare, welche Inbilder darstellen von Liebe und Hass, Heroismus und Egoismus, Demut und Herrschsucht.

    Besonders sehenswert ist das prunkvolle Treppenhaus mit architektonisch künstlerischem Überfluss. Der bekannte Wiener Maler Gustav Klimt schuf gemeinsam mit seinem Bruder Ernst Klimt und mit Franz Matsch zwischen 1886 und 1888 die Deckengemälde in den beiden Stiegenhäusern.

    1897 musste das Theater bereits umgebaut werden, da die Akustik äußerst schlecht war.

  • 5.0 Sterne
    19.2.2010
    Erster Beitrag

    Ich war im November 2009 im Burgtheater und habe dort eine Inszenierung von Goethes Faust II gesehen. Eigentlich wollte ich nur einen Abend lang mal die Atmosphäre von Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler und Co schnuppern und hatte von der Inszenierung selbst nicht viel erwartet, da das Stück eher unaufführbar ist.
    Ich muss aber sagen, dass dies (obwohl ich sehr kritisch bin) eines der besten Theaterstücke war, die ich jemals gesehen habe. Die Inszenierung war eine gelungene Interpretation des Stücks und setzte brilliant Technik (6 transparente Leinwände und Videokameras) und Musik ein.
    Die Karten waren nicht teuer, da wir sie an der Abendkasse geholt haben, das Theater selbst ist sehr luxuriös ausgestattet und lohnt sich sogar für ein schlechtes Stück ;-)

  • 5.0 Sterne
    18.12.2011

    Ein sehr schönes Theater!!! Hab Peter Pan gesehen!!! Sehr lustig!!!
    Aber das Gebäude alleine ist ein Besuch Wert!!!

  • 5.0 Sterne
    30.10.2011

    Leider hört und sieht man in Hamburg über das Burgtheater meist nur die Demos während des Opernballes -
    aber mich hat es beeindruckt mal live davor zu stehen.
    Reingegangen bin ich nicht - das lässt mein Geldbeutel nicht zu.
    Das Burgtheater begleitet mich schon viele Jahrzehnte, da es ja soo viele Burgtheater Schauspieler gab und gibt.

  • 5.0 Sterne
    22.8.2010

    Das Burgtheater ist eine Institution. Nicht nur in Österreich, sondern auch international ist das Burgtheater sehr angesehen und gilt als eine der wichtigsten Bühnen Europas und im deutschsprachigen Raum. Von daher gehört es natürlich zum Pflichtprogramm jedes Touristen, wird aber auch von den Wienern sehr geschätzt. Hier spielen angesehene Schauspieler und es inszenieren berühmte, internationale Regisseure. Wen es hierher bringt, hat es sozusagen geschafft.
    Seit Matthias Hartmann der leitende Direktor ist, ist der Spielplan noch dichter geworden und bietet eine gute Mischung aus Klassikern und Uraufführungen.
    Von einem prächtigen, repräsentativen Gebäude wie dem Burgtheater erwartet man sich naturgemäß teure Eintrittspreise. Dem ist aber nicht so!
    Ab dem 20. jedes Monats kann man vor Ort oder online Karten für die Vorstellungen im nächsten Monat vorbestellen, hier gibt es z.B. auch Sitzplätze für 5 Euro und Stehplätze für 1,50 Euro! Empfehlenswert ist es, eine Stunde vor Vorstellungsbeginn hinzugehen und auf Restkarten zu spekulieren, die es dann um den halben Preis gibt. Großes Theater für einen kleinen Preis, perfekt.

  • 5.0 Sterne
    31.8.2010

    Ein Muss auf jedem Wien-Trip! Das Burgtheater und seine Schauspieler sind nämlich nicht umsonst weltbekannt und geschätzt. Sowohl Klassiker als auch neuere Stücke werden dargeboten und die Bühne immer wieder neu in Szene gesetzt. Und mal abgesehen davon ist das Gebäude von außen wie auch von innen mehr als sehenswert.
    Besonders die Preise hauen mich jedes Mal wieder aufs Neue um: Für wenige Euro kann man wenn man Glück hat schon relativ gute Plätze ergattern. Wenn man spontan ist, lohnt es sich auch nach Restkarten zu fragen, die werden nämlich vor Vorstellungsbeginn noch echt günstig an den Mann bzw. die Frau gebracht. Und mit ein bisschen Glück sieht man dasselbe Stück für viel weniger Geld als sein Nebensitzer.
    Nach der Vorstellung ist das Irish Pub Molly Darcys, das ja nur weniger Schritte entfernt ist, meine erste Wahl um den Abend mit einem köstlichen Bier in der Hand Revue passieren zu lassen.

  • 5.0 Sterne
    31.8.2010

    Wiens wohl bestes und schönstes Theater, das Burgtheater. Der Monumentalbau gegenüber des Rathauses und direkt am Ring ist nicht nur für Touristen, sondern auch für Einheimische ein beliebtes Ziel, finden hier doch einige der besten Theaterinszenierungen des deutschsprachigen Raumes statt. Die Schauspieler sind, mit wenigen Ausnahmen, genial, die Inszenierungen changieren zwischen klassisch-werktreu und hochexperimentell, da ist sicher für jeden etwas dabei.

    Worüber ich aber in erster Linie schreiben will ist das Gebäude selbst. Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, aber jedes Mal, wenn ich das Burgtheater betrete, fühle ich mich, als würde ich die Schwelle zu einer anderen Welt überschreiten. Einer anderen, phantasievolleren Welt, in der Ästhetik der wichtigste Wert zu sein scheint, die mehr Schein als Sein ist und gerade deshalb so wunderbar. Das Burgtheater, das ist für das Theater schlechthin, das Theater an sich möchte man fast sagen. Die Bühne wie auch der Zuschauerraum sind immer wieder beeindruckend in ihrer Größe wie auch in ihrer Schönheit.

    Für gute Karten zahlt man nicht wenig, das leiste ich mir dann doch eher selten. Stehplätze hält mein Rücken auf die Dauer nur schwerlich aus, aber glücklicherweise gibt's eine weitere günstige Alternative: Bei so gut wie jeder Vorstellung gibt's günstige Restplatzkarten, für die sollte man allerdings eine Stunde vor Vorstellungsbeginn schon hier sein.

  • 5.0 Sterne
    25.9.2010

    Gleich gegenüber vom Rathaus springt einem das imposante Gebäude vom Burgtheater regelrecht ins Auge. Würde Sisi im nächsten Moment in einem Fiaker vorbei fahren, es würde einen nicht wundern, denn es erinnert an eine Zeit, in der es noch Kaiser gab.
    Neben dem Volkstheater gehört das Burgtheater zu den altbekannten Theaterhäusern, in das man auf jeden Fall einmal gegangen sein sollte, wenn man Theater mag.
    Wenn nicht gerade Sommerpause ist, laufen hier sowohl altbekannte Stücke als auch hin und wieder Inszenierungen (die sind hier jedoch eher selten). Karten kann man sowohl an der Tageskassa kaufen, als auch an der Abendkasse, dann kann man sogar noch richtige Schnäppchen landen, wenn die Karten kurz vor der Aufführung noch heraus gehauen werden.
    Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall, denn nicht nur von außen kann das Gebäude beeindrucken. Auch der Saal ist noch genauso, wie man sich einen Theatersaal vorstellt. Mit viel Geschnörkel und Klimbim. Einfach großartig.

  • 5.0 Sterne
    25.9.2010

    Das Burgtheater kann man nicht beschreiben.
    Ich denke es ist der Traum jedes Schauspielers einmal auf der berühmtesten Bühne Wiens zu stehen.

    Doch nur für 2 von 10 wird dieser Traum Wirklichkeit. Wenn überhaupt.
    Das Burgtheater ist wohl das professionellste Wiens und verlangt natürlich auch hohe Schauspielkunst- und Erfahrung.

    Meine Lieblingsmimin ist seit jeher Birgit Minichmayr.
    Diese Frau ist der reinste Wahnsinn, so ästhetisch und sexy, aber nicht sexy im Sinne von "billig" oder "schlampig".
    Über diese Meinung lässt sich streiten.
    Viele Menschen verstehen nicht warum die Schauspielerin mit oberösterreichischen Wurzeln beim Publikum teils so gut ankommt.

    In einer Kritik habe ich auch gelesen dass sie angeblich "Die schirchste Buhlschaft seit dem Mittelalter" ist.
    Tja die Meinungen sind eben verschieden wenn es um die Minichmayr geht.
    Wer sich selbst ein Bild davon machen möchte hat ja zum Glück immer wieder die Gelegenheit dazu

    • Qype User RedZor…
    • Hamburg
    • 73 Freunde
    • 42 Beiträge
    5.0 Sterne
    5.12.2007

    Das Burgertheater ist das österreichische Bundestheater. Es gab Romeo und Julia die Aufführung war sehr modern. Im Gegensatz zur Innengestaltung die sehr alt und schön ist. Die Kaiserstiege ist ein Aufgang innerhalb des Theater der sehr imposant ist. Die Logen war auch wieder sehr schön gestaltet mit einem Spiegel, Sitzbänkchen und einer Gardrobe.

    • Qype User chiemg…
    • Übersee, Bayern
    • 96 Freunde
    • 268 Beiträge
    5.0 Sterne
    3.3.2008

    Wenn wir nach Wien kommen, schauen wir immer erst mal, was im Burgtheater gegeben wird. Das Theater selber atmet schon Geschichte und es ist spürbar, dass es immer schon eines der bedeutensten Theaterhäuser des deutschen Sprachraums darstellt. Die Architektur reiht sich ein in die herrschaftlichen Prachtbauten des vorletzten Jahrhunderts in Wien, die deutlich darauf hinweisen, dass Wien die Hauptstadt eines Weltreichs war. Viele der Aufführungen konnten mich bislang auch begeistern. Letztes Wochenende sahen wir eine hinreißende Inszenierung von Shakespears Sommernachtstraum, sowohl Bühnenbild, Inszenierung und die Schauspieler begeisterten uns. Wirklich ein gelungener und vergnüglicher Abend, der keine Wünsche offen ließ.

    • Qype User emilil…
    • Wien, Österreich
    • 40 Freunde
    • 143 Beiträge
    5.0 Sterne
    23.5.2008

    Nachdem das Burgtheater bereits durch die Toten Hosen entweiht wurde, ist eigentlich schon alles Wurst. Man gibt sich schlichtweg die Kugel und baut die noble Spielstätte nach der am 4.Juni stattfindenden Vorstellung "Die Rosenkriege" (wie passend) in nur 72 Stunden ganz nach Opernballmanier, in eine Fußballarena um.

    Wie man zu Karten kommt? Bei Gewinnspielen mitmachen, oder Vitamin "P", denn die Telekom hat das Burgtheater für sage und schreibe 1 Mio Euro im Juni gemietet, um darin VIPs und Telekom Kunden mit Fußball zu umgarnen und umwerben.
    So können die Gäste in plüschig, staubigem Ambiente stilvoll jubeln und verhalten applaudieren, wenn die Kugel ins Out rollt. Und nicht nur das, sie werden sicherlich vorher wie nachher gut bedient/bewirtet.

    -Quelle Pressetext telekom-
    Wien, 28.04.2008 - Renommiertes Theaterhaus wird zur High-Tech Fußballarena  VIP Hotspot inmitten der offiziellen Host City Fan Zone  Täglich bis zu 600 geladene Gäste Moderiertes Programm  Alle Spiele live in HD-Qualität  Kunstrasen am Burgtheater Parkett, große LED-Wand und Projektorwände vermitteln Stadionatmosphäre  Stairway of Fame  Showacts an allen 19 Spieltagen mit Stars aus Pop, Klassik und Comedy  Clubbings mit bekannten DJs  Top-Catering von einem der führenden Event Hospitality Anbieter in Österreich - Magnum Football Ausstellung  Fußball Freestyle  Charity Wuzzler-EM zu Gunsten der St. Anna Kinder-Krebshilfe  Product Corner mit HD Mobile TV Demonstration von A1 und aonTV
    -Quelle Pressetext telekom (telekom.at/Content.Node/…) -

    Nach der EM, schließt die Burg dann einmal ihre Pforten um sich zu sanieren. Nicht finanziell aber in technischen Belangen. Bühnen- und Lichttechnik entspechen nicht mehr der neuesten Technik.

    Falls ich jetzt einen Fußball gewonnen habe, möchte ich diesen gerne einem Waisenhaus spenden.
    Was macht man bitte mit einem Langenscheid Fußball Deutsch/Deutsch Fußball? San de angsoffn, oder wos? Österreichisch/Schiizerdütsch soll es richtig heißen!

    Hoffentlich tagge ich auch richtig, sonst war alles für die Jetti-Tant.

  • 5.0 Sterne
    19.11.2011

    Die heutige Vorstellung war wahrlich kurzweilig und sehr unterhaltsam. Der Stoff war leider fast schon wieder zu aktuell

  • 3.0 Sterne
    19.12.2011

    Die modernen Aufführungen hier finde ich sehr fragwürdig, die klassischen sind hingegen großartig (Nathan der Weise). Ich persönlich gehe nach vielen Jahren nur mehr in vereinzelte und gut ausgesuchte Stücke. Die Architektur des Hauses hingegen ist atemberaubend, vor allem die Deckenfresken auf der einen Seitenstiege!

  • 5.0 Sterne
    10.9.2010

    Ich glaube ja, es gibt einige Österreicher, die noch nie im Burgtheater waren. Das gibt's nicht? Doch, das gibt's!! Und ich verstehe es nicht. Denn oft sind das genau diejenigen, die im Urlaub alles möglichen Sehenswürdigkeiten abklappern. Fragt man sie dann aber nach Sehenswürdigkeiten der eigenen Stadt, schwirren durch die Luft auf einmal viele viele Fragezeichen. Das Burgtheater ist ein MUSS. Und das nicht, weil es eine weltbekannte Wiener Sehenswürdigkeit ist, sondern weil hier einfach alles stimmt. Der Stil des Burgtheaters, die wunderbaren Stücke. Das ganze Feeling! Wirklich toll fand ich es daher auch, dass die Toten Hosen hier schon ein paar Mal Unplugged-Konzerte abgehalten haben. Weil sie anscheinend genau das so zu schätzen wissen, wie all jene die das Burgtheater so beeindruckend finden wie ich! Also, sollte jemand von euch noch nie hier gewesen sein: zusammenpacken und ab dorthin.

    • Qype User alikne…
    • Pforzheim, Baden-Württemberg
    • 2 Freunde
    • 294 Beiträge
    5.0 Sterne
    9.2.2012

    Ich war vor ein paar Tagen im Burgtheater in Endstation Sehnsucht. Mir gefiel die Aufführung sehr gut. Ich bin ja ein großer Anhänger der Südstaatenromantik, wiewohl die schon seit dem Bürgerkrieg und natürlich erst recht viel später wie hier im Stück von Tennessee Williams ja so vollständig am Ende und erledigt ist. Die arme Blanche Dubois, die arme Scarlett O'Hara! Ich möchte mal wieder gerne nach Memphis oder nach Chattanooga fahren. Stanley Kowalski und seine Poker-Freunde fand ich aber auch recht sympatisch.

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