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  • Charitéplatz 1
    10117 Berlin
    Mitte
  • Transit Information Route berechnen
  • Telefonnummer 030 45050
    • Qype User Pfulli…
    • Berlin
    • 35 Freunde
    • 119 Beiträge
    3.0 Sterne
    10.9.2012

    Weniger ist oftmals mehr.
    Dieses Jahr gab es fast am laufenden Band Highlights für mich.
    Über Silvester im Harz gewesen, dann Winterurlaub in der Türkei, auf Rügen, die Dokumenta besucht und die Events hier in der Stadt. Das ist doch wunderbar.
    Das wäre alles nicht möglich gewesen, wenn ich der Empfehlung der Ärzte gefolgt wäre. Jetzt mache ich wieder meinen eigenen Stiefel und das ist gut so.
    Kylie Minogue tat's,
    Sylvievan der Vaart, die schöne Frau vom holländischen Fußballer tat's,
    meine Kollegin Marion tat's
    meine Chorfreundinnen taten es,
    Oskar Lafontaine, er jetzt auch eine schöne und kluge Freundin hat, tat's,
    Wolfgang Bosbach tat's
    Jetzt tue ich es auch.
    Vorher, so vor drei vier Monaten habe ich dazu immer die Angelegenheit gesagt.
    Bei Bosbach und auch bei den anderen, vielleicht nicht bei allen, geht es ja um die Gegenwart, warum eigentlich?
    Es ist doch nach einer Operation, wie auch immer sie ausgefallen ist, Vergangenheit.
    Also ich sage jetzt: Ich hatte Brustkrebs.
    Als ich von der Frau Brückner hörte: Sie können sich eine zweite Meinung einholen, habe ich das selbstverständlich getan. Meine Kollegin Marion organisierte einen sehr schnellen Termin in der Charite und dort hörte ich dann, daß das bei der Charite nicht vorgekommen wäre.
    Das habe ich dann auch meiner Hausärztin erzählt, die hat mehrmals nachgefragt, bis sie dann schließlich meinte, daß das die Folgen der Frauenbewegung seien, denn diese hätte ja gefordert, daß man brusterhaltende Operationen durchführt. Welche Frau will denn das nicht? Keine Frau will aber, daß dann zwei Tage später gesagt wird. Wir müssen nochmal operieren.
    Nachdem ich die zweite Meinung hatte, habe ich mir noch eine weitere und noch eine vierte und fünfte eingeholt und jetzt mache ich das, was ich für richtig halte. Und manchmal spreche ich mit einem Arzt, der wirklich mein Vertrauen hat und sogar noch jung ist, aber wir haben gemeinsame Interessen, z.B. stapelt der auch sein Papiere, er findet Kanada und Alaska auch gut, er wandert in der Türkei, was auch nicht jedermann tut. Also mit ihm spreche ich und er verschreibt mir auch manchmal etwas, daß ich dann in der Saint Charles Apotheke in der Pariser Straße mir besorge.
    Wenn ich also alles das was mir sozusagen empfohlen wurde, von Ärzten, die mich weder kennen noch sonstwie mit mir zu tun hatten, getan hätte und wie ein Lamm zur Schlachtbank getrottet wäre, dann könnte ich jetzt hier nicht meinen 100. Beitrag schreiben, ich hätte nicht nach Rügen düsen können, die Dokumenta hätte ich auch nicht besuchen können und über die Sonne mich nicht freuen, So aber freue ich mich über jeden Tag und genieße ihn. Ist das nicht super.
    I

  • 5.0 Sterne
    21.11.2007
    Erster Beitrag

    Ich brach mir dereinst, es war am heurigen 30. September, einen meiner Zehen, der vierte rechts, wie man mich später fachjargonal informierte. Also begab ich mich, da in unser aller Republikhauptstadt weilend, auf den Olymp der Volksgesundheit bzw. -krankheit, in die Charité.

    Im Foyer der im Hochhaus befindlichen Notaufnahme lief auf einem grossen Bildschirm die Lindenstrasse, mehrere Morgenbemäntelte kauerten davor. Ich, da sich mir der, in etlichen Restaurants umhegte Magen zu revoltieren drohte, humpelte weiter in mein Wartezimmer, wo ich dann vier Stunden meines somit kürzer werdenden Lebens verbrachte.

    Der Arzt begutachtete und exhumierte... äh, examinierte mich. Abschliessend sagte er etwas, worauf ich auf meine, von Allen so geschätzte, verschmitzte Art antwortete: "Schon dafür hat es sich gelohnt, den Zeh zu brechen!" Er sagte: "Herr ... (Name von der Redaktion geändert), ich kann Ihnen leider keine Krücken mitgeben, denn heute war Berlin-Marathon!"

    Der nette Mann, der mit mir das Wartezimmer zu später Abendstund' teilte, lachte sich zum Oberhafenkantinenhäuschen, also krumm und schief - für alle Nichthamburger. Ich erwiderte durch herabfallende, schwer wegwischbare Freudentränen: "Noch in zehn Jahren werde ich diese Geschichte auf Parties und während Dates zum Besten geben und Frauen werden denken, Mensch, watten interessanter Kerl, und werden allein deswegen mit mir schlafen wollen.

    Danke Charité.

  • 4.0 Sterne
    3.12.2012

    Termin Forschung Neurologie bei Dr, Paul, kompetente ruhige Aufkläung über Krankheitsbid, den Verlauf der Krankheit u die Behandlungsmöglichkeiten, sehr ruhig u entspannt, trotz Diagnose bin ich etwas entspannter,

    • Qype User lammba…
    • Berlin
    • 0 Freunde
    • 80 Beiträge
    2.0 Sterne
    22.10.2008

    Die Charité ist ein modernes Großkrankenhaus und daher ein guter Anlaufpunkt für Notfälle zu außergewöhnlichen Zeiten. Die Wartezeiten für nicht-akute Notfälle sind allerdings zum Teil sehr lang und behandelndes Personal und vorhandene Ausstattung nur gut.

    Ein Praxisarzt meinte einmal zu mir: Die Charité WAR mal das Zentrum der Weltmedizin.

    Wer eine Alternative hat, sollte nicht in die Charité gehen.

  • 1.0 Sterne
    9.8.2010

    Ich habe heute meinen kompletten Tag in der Rettungsstelle der Charité verbracht und bin immer noch pape satt.

    Aufnahme um 12.07 Uhr, das Haus verlassen um 18Uhr. Ich glaube das sagt schon alles. Und denkt bitte nicht ich habe solange gewartet, weil so viele Untersuchungen gemacht wurden. Ich habe selbst beim gehen noch mit keinem Arzt gesprochen gehabt!!!!

    Den Stern gibt es für die nette Schwester beim Blutabnehmen und für den Herren der den Ultraschall machte. Hätte der mir nicht gesagt das bei mir alles I.O. ist würde ich da wahrscheinlich immer noch sitzen.

    Nie wieder!!! Ich weiß nicht was man haben muss um schneller dran zu kommen, aber der Herr mir gegenüber mit starken Schmerzen saß schon seit 8 Uhr morgens. Also kann es das auch nicht sein um schneller dran zu kommen.

    Ich habe vollstes Verständnis wenn Notfälle etc. vor einem dran kommen, alles kein Problem, aber das man nach 4 Std erst zum Ultraschall geschickt wird, danach nochmal 2 Std wartet und nur nach mehrmaligem Nachfragen seine Unterlagen erhält, will mir nicht in den Kopf.

    Sparmaßnahmen hin oder her. Ein Arzt in der Rettungsstelle ist einfach zu wenig!!!

    • Qype User fladen…
    • Cottbus, Brandenburg
    • 1 Freund
    • 20 Beiträge
    5.0 Sterne
    14.1.2009

    Die Charité ist die wohl modernste UniKlinik Berlins!

    nicht nur für studenten zum wohlfürhlen sondern auch für die patienten.

    die charité ist mit modernsten geräten ausgestattet, somit ist eine exzellente medizinische versorgung gewährleistet!

  • 1.0 Sterne
    22.2.2011

    Ja stimmt, vor 20 Jahren war die Charite ein TOP-Krankenhaus. Heute ist die Charite nur noch zu bedauern, aber auf gar keinen Fall (!) zu empfehlen.

    Habe dort vor kurzem eine OP gehabt. Die Schwestern auf der Station hatten einen Ton, wie in einer Kaserne, fürsorgliche Einfühlung ist was anderes. Bevormundung an allen Ecken - und ich war da noch als Privatpatientin (da möchte ich nicht wissen, wie die Kassenpatienten behandelt werden).

    Die OP selber wurde fachlich korrekt ausgeführt, die Anästhesie war die reinste Katastrophe. Kurz vor Ende der OP aufgewacht und nach der OP waren beide Arme zwei Tage später mit grün blauen Einstichstellen übersät. Das war meine 16. OP, ich hab also reichlich Erfahrung wie das eigentlich funktionieren sollte - hierher komm ich nie wieder.

    Und die Empfindungen mit der Kälte kann ich ebenfalls bestätigen. Ich jedenfalls habe fürchterlich gefroren und mir im Aufwachraum erst einmal zwei weitere Decken geben lassen müssen.

    • Qype User EmilyW…
    • Berlin
    • 43 Freunde
    • 38 Beiträge
    2.0 Sterne
    6.10.2012

    Ein grauer Freitag im November, 15:33 Uhr. Ich sitze im Büro und verspüre
    ein leichtes Ziehen im Unterleib. Irgendwas stimmt nicht. Mein weiblicher
    Instinkt sagt: Eine beschissene Blasenentzündung. Seit Jahren nicht mehr
    gehabt. Aber dieses minimale Gefühl, ganz am Anfang bis heute nicht vergessen. Jemand, der das noch nie gehabt hat, hätte dieses Ziehen niemals bemerkt.
    Aber ich ahne Böses. Ich sehe das Übel kommen. Eine Arztpraxis aufsuchen an einem späten Freitag? Vergiss es! Meine Kollegin schlägt mir vor, in die Charité zu gehen, quasi bei uns um
    die Ecke. Wirklich? Ja. Ich war da vor ein paar Wochen auch, das ging recht schnell. Ich überlege, ob der Aufwand lohnt. Krankenhaus? Hm. Aber aus dem Ziehen wird allmählich ein leichter Schmerz. Das kann nicht
    gut enden. Ich überlebe dieses Wochenende auf keinen Fall ohne Antibiotika!
    Mit verzogener Miene dackel ich zur Charité. Ambulanz. Notaufnahme? Hm. Ich bin in Not und die nehmen mich auf. Hier bin ich dann
    wohl richtig.
    16:01 Uhr Anmeldung. 10 Euro rausrücken.
    Aber es kann etwas länger dauern, sagt der Zivi, während er meine
    DAK-Karte in das DAK-Karten-Lesegerätdingens steckt. Urinprobe. Platz nehmen.
    Die Schmerzen werden schlimmer. Und schlimmer. Und schlimmer. Toilette. Warteraum. Ich trinke ununterbrochen. Cola aus dem Automat. Fanta aus dem Automat.
    Fanta leer.
    Sprite aus dem Automat. Jetzt nimm die scheiß 10-Cent-Münze an! Ich
    rubbel das messingfarbene Bildnis des Brandenburger Tors energisch über das
    Getränkeautomatengehäuse. Auch wenn die bei Gallileo auf Pro7
    gesagt haben, dass das überhaupt nichts bringt. Endlich: Aiman
    Abdallah kann nach Hause gehen! Der Automat hat die Kröte geschluckt! Mit einem Zischen
    drehe ich den blauen Deckel. Und trinke. Wenn ich nicht bald
    einen Arzt sehe, bekomme ich noch einen Zuckerschock Toilette. Warteraum. Unbequeme Sitze. Schmutz. Der Mann gegenüber
    liest die BILD. Ich lese auf der Rückseite mit.
    Verdammt, er schiebt die Hand
    über Kylie Minogues Hintern und den kleinen Text dazu. So wird das nichts. Toilette. Warteraum. Ich schaue auf mein Handydisplay. Dieses Wochenende fahren alle
    irgendwohin. Zu Mutti. Nach Braunschweig. An den Bodensee. Mir fällt niemand
    ein, der in Berlin sein könnte und JETZT Lust hätte, mit mir gemeinsam hier
    abzuhängen. Naja, ich bin bestimmt bald dran. Die große Bahnhofsuhr hängt bedrohlich über mir. 17:51 Uhr. Toilette. Warteraum. Ich male Herzchen auf einen Kassenzettel. Der Kugelschreiber schmiert blau
    vor sich hin. Ich könnte auch Bläschen malen Aber wie sieht so eine Blase überhaupt aus?
    Ich male krumme Kreise. Der magere Zivi an der Anmeldung sitzt konzentriert vorm PC. Ob der wohl
    Papier hat? Haben Sie Papier? Hm? Papier, zum Malen. Ich sitze hier schon über zwei Stunden Ich bekomme dünnes DIN A4 Papier, chlorfrei gebleicht. Ich male die Bahnhofsuhr ab. 18:26 Uhr. Sie wirft einen langen Schatten. Toilette. Warteraum. Mein Handy blinkt. Akku fast leer. Grummel. Toilette. Warteraum. Ich lese Kassenzettel. Sortiere die Bonbonpapiere aus meiner Handtasche
    heraus. Entferne abgelaufenen Rabattblödsinn aus meinem Geldbeutel. Sehe mir
    meinen Führerschein an. Mein Gott, hatte ich komische Haare mit 18 Toilette. Warteraum. Schmerzen. Hunger. Im Automaten nur noch Twix. In meinem Geldbeutel nur
    noch 80 Cent. Passt. Geld alle. Immer noch Hunger. Akku leer. 19:00 Uhr. Zehn Euro bezahlt. Drei Stunden gewartet. Wenn ich JETZT gehe, war alles
    umsonst. Und dann muss ich morgen früh schon wieder ins Krankenhaus. Oder zu
    einem Niedergelassenen. Und wieder lange warten. Und die ganze Nacht lang DIESE Schmerzen? Nein, ich bleibe! Müsste ja jeden
    Moment dran kommen. 19:43 Uhr. Herr Werner, bitte! Herr Werner steckt die BILD in seinen Leinenbeutel und humpelt zur
    Schwester. Ich starre an die weiße Wand. Ah. Ein grüner Fleck. Spannend. Toilette. Warteraum. Ich frage die dicke Frau neben mir, ob sie Zigaretten hat. Da sie nach
    Rauch stinkt, sollte sie es jetzt bloß nicht wagen, mich anzulügen. Ich qualme draußen in die Dunkelheit hinein. Ursula, so heißt die Dicke,
    erzählt mir von ihrem stark eiternden großen Zeh. Ich muss husten. Ich spitze
    die Ohren, ob drinnen jemand meinen Namen ruft. Aber drinnen vegetieren nur
    neun Leidende vor sich hin. Wie lange wartest Du schon, Ursula? Ich muss an die Meereshexe von Arielle,
    die Meerjungfrau denken. Eine Mischung aus Brigitte Nielson, Gina-Lisa Lohfink
    und Reiner Calmund. Seit fünf Stunden. Toilette. Warteraum. Drei junge Männer schieben hastig eine Bahre herein. Der Verletzte trägt
    ein Basketballtrikot. Ich kann Blut sehen Und ich kann doch kein Blut sehen! Oh je, der Arme. Der hat natürlich Vorrang. Ganz klar. Wenn ich jemals selbst so einen Unfall haben sollte, möchte ich bestimmt
    nicht auf eine Tussi mit Blasenentzündung warten müssen Hm. Aber 4,5 Stunden Wartezeit? 21:00 Uhr. Frau Augustin, bitte! Ich schlürfe zum Zivi. Haben Sie Aspirin? Er spricht mit einem Arzt. Ich
    kralle mich am Türrahmen fest. Es tut mir leid, aber wir können Dir kein

    • Qype User Janna…
    • Berlin
    • 69 Freunde
    • 153 Beiträge
    2.0 Sterne
    28.6.2010

    Meine Mutter musste sich hier 2008 einer Knie- OP unterziehen (Austausch des Kniegelenkes). Im OP- Saal hat sie furchtbar gefroren, Körpertemperatur nach Op 35'C. Man musste sie mit angewärmten Infusionen und Wärmedecken wieder aufwärmen. Auch andere Patienten berichteten von dieser Erfahrung. In der Nacht nach der OP Wahnsinns- Schmerzen. Nette, verständnisvolle Anästhesisten, aber ignorantes Stationspersonal, die diese erst beim 10ten mal betteln riefen. Bei der Visite am Morgen nach der OP: "Das ist Frau Z., die kommt mit ihren Schmerzen nicht klar".
    Lediglich die männlichen Pflegekräfte waren immer sehr nett, hatten stets ein freundliches Wort und noch Scherzchen auf den Lippen.
    Essen ...ist zwar zweitrangig, doch fragten wir uns schon, ob es vielleicht von der Berliner Tafel gesponsort wird (abends 1 Stulle mit Margarine, 1 Scheibe Wurst, 1kl. Joghurt). Alle hatten Hunger und ließen sich Verpflegung von ihren Besuchern mitbringen.
    Nach der Entlassung und Reha häuften sich die Beschwerden mit dem Knie, insbesondere war es instabil. Laufen so gut wie unmöglich. Auf diesbezügl. Hinweise und erneute Vorsprache in der Poliklinik der Charité, wurde meiner Mutter immer wieder erklärt, dass doch alles ganz super sei. Erst ein Termin beim Prof. XY. persönlich, auf den wir schließlich drangen, brachte die Erkenntnis, dass ein gänzlich ungeeignetes Kniegelenk eingesetzt worden war. Dieses wurde in einer 2. OP anfang 2010 wieder ausgetauscht.
    Von der Charité wurde im Folgenden versäumt, sich um die erneut erforderliche Anschluss- Reha zu kümmern, man behauptete aber, dass alles laufen würde. Es ging dem Krankenhaus nur darum, so schnell wie möglich zu entlassen.
    Jetzt ist endlich alles gut, Reha absolviert, sie kann wieder laufen. Was für ein großes Glück! Doch wie viele Schmerzen musste meine Mutter vollkommen unnötig aushalten.
    Wegen der erneuten Kosten für OP, Klinik und Reha hat die Krankenkasse inzwischen alle Unterlagen von behandelndem Orthopäden und Klinik angefordert und ermittelt.

    Noch etwas: Die Personalsituation unter den Schwestern scheint wirklich mehr als angespannt, es ist vielleicht kein Wunder, dass diese nur noch gestresst sind. Ich denke, da ist langsam genug gespart.
    Ich möchte die Charité lieber nicht weiter empfehlen.

  • 4.0 Sterne
    26.10.2011

    Ich hatte jetzt zum zweiten Mal ein Zimmer im Bettenhaus der Charité gebucht. ;-)
    Das erste Mal nach spontanem Handgelenksbruch durfte ich auch die Notaufnahme miterleben. Jaaa, da wartet man dann teils schon sehr lange. Aber das ist  denke ich  in keiner Notaufnahme anders. Wenn man Pech hat und es gibt viele Notfälle, ist es halt so. Dass an Ärzten gespart wird, dafür kann ja die Notaufnahme nix. Nach der Warterei wurde ich aber gut versorgt und ein OP-Termin angesetzt.
    Bei Aufnahme in die Station musste ich nicht allzu lange warten, dann war mein Bett frei und ich konnte mich ausruhen und auf die OP warten. Die verlief super, die Ärzte, die Anästhesisten alle sehr nett. Auch die Schwestern auf der Station  bis auf eine, die mir nicht sooo sympathisch war  waren die alle super. Lag in einem 4-Bett-Zimmer, was auch sehr nett war. Konnte man sich ein bissl unterhalten, während der langen Rumliegerei. Nach 4 Nächten durfte ich wieder heim und konnte sagen: Gerne wieder (sagt sich natürlich nicht so leicht nach einem Krankenhausaufenthalt, aber ich war halt grundsätzlich sehr zufrieden mit eben diesem).
    Nun also wieder. Diesmal ohne Notaufnahme, weil es eine länger geplante OP war. Die Voruntersuchungen gingen recht rasch, nach 4 verschiedenen Stationen bei Ärzten, Schwestern und Anästhesisten zur OP-Vorbereitung war ich nach 2,5 Stunden wieder raus. Ist halt wirklich viel Papierkram, aber für die Bürokratie können ja die Personen da nichts. Die nervt es glaube ich teilweise auch ganz schön.
    Am nächste Tag Aufnahme auf der Station. Ich war wieder in einem 4-Bett-Zimmer, diesmal aber nur für eine Nacht. Und war wieder sehr zufrieden. Es sind so Kleinigkeiten, die einem vielleicht auffallen, aber nichts Wichtiges. Das Personal war jedenfalls ausnahmslos sehr nett und ich habe mich (wieder) sehr gut gepflegt und umsorgt gefühlt. Auch im OP-Bereich die Ärzte und Anästhesisten: Alle waren gut gelaunt, da wurde einem auch mal die Schulter gestreichelt zur Beruhigung, es wurde gescherzt  sehr nette und lockere Atmosphäre. Da lässt man sich beruhigt einschläfern. ;-)
    Speisen und Getränke sind auch ok. Ich bin da aber auch nicht sonderlich anspruchsvoll und erwarte kein Galadinner. Wasser, Säfte, Tee und Kakao werden gebracht bzw. gibt es in der Selbstbedienung; was man essen möchte, wird vorher gefragt  da kann man selbst entscheiden, was einem lieb ist. Morgens und abends Brot & Belag & so Sachen wie Obst, mal ne Suppe oder so. Mittags diverse warme Gerichte.
    Natürlich hofft man immer, Krankenhäusern aus dem Weg gehen zu können, aber wenn es denn sein muss: Ich würde jederzeit wieder in die Charité gehen.
    Ein Pünktchen Abzug gebe ich für die Altbackenheit der Charité, ich finde das Gebäude von außen einfach furchtbar. Aber da fehlt wohl Geld. Außerdem ist es drinnen teilweise schwierig, irgendwelche Zimmer oder Stationen zu finden.
    Aber ansonsten finde ich die Charité top!
    Ich drücke dem Personal in ihrem Arbeitskampf für ein besseres Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen ganz fest die Daumen. Denn sicherlich sind auch die Patienten Nutznießer davon. Mögen eure/Ihre Streiks von Erfolg gekrönt sein!

  • 2.0 Sterne
    10.1.2012

    Ambulanz und ERSTE HILFE:
    Falls ich mal ein richtiger Notfall bin, möchte ich hier her nicht hin..
    Der Zustand des Äusseren der Ambulanz ist schon so dreckig, Inventar, Böden, Wände, das ich das Gefühl hatte die Bakterien könnte ich sehen.
    Ich geh mal davon aus, dass die Charite nicht die Charite waere wenn das Besteck usw auch in einem solchen Zustand waere.
    Aber da ich mich leicht von der äusseren Umgebung in einem Krankheitsfall beeinflussen lasse, waere ich persönlich hier nicht gut aufgehoben, Misstrauenszustände waere eher mein Zustand.
    Was für ein Image für Berlins Mitte, denn Image oder nicht. Charite ist ein Image für Berlin. Und das im Herzen Berlins. Jeder Tourist mag sich da so seine Gedanken machen, nach dem er das erlebt hat.
    Ich habe viele Krankenhäuser gesehen, auch in Berlin. Ich persönlich finde das wirklich am Furchtbarsten.
    Nicht nur das Aeussere auch der Empgang durch das Personal wirkt befremdent, anonym und was geht mich das an.
    Es wird Zeit, dieses Gebäude sanieren zu lassen.
    Jederzeit würde ich die anderen unter dem Begriff bekannten Charite Krankenhäuser wie Virchow und Benjamin Franklin vorziehen. Auch die Anonymität des Personals ist mir dort nicht so aufgefallen wie in der Charite Campus Mitte.
    Wenn ich in d Nähe waere würde ich aufjedenfall, die Ambulanz des Bundeswehrkrankenhauses vorziehen, was der Charite auch als Lehrkrankenhaus angeschlossen ist. Man arbeitet eng zusammen mit Campus Mitte.
    Positiv fand ich, dass vielen Patienten Blut abgenommen wurde, die glaubten einen (grippalen) Virusinfekt zu haben. In anderen Ambulanzen wird das meist aufgrund der Zeitaufwendigkeit kulant übergangen.
    Die Wartezeit ist sehr lang, eine Mitteilung auch nur ungeföhr, wann man dran sein würde, gibt es prinzipiell nicht.

    • Qype User DieFei…
    • Berlin
    • 0 Freunde
    • 4 Beiträge
    3.0 Sterne
    23.6.2009

    Ich habe den gestrigen nachmittag in der Rettungsstelle der Charite in Berlin-Mitte verbracht. Der Eingang ist über die Luisenstraße zugänglich.
    Gekommen bin ich um 17.30 Uhr, gegangen gegen 20.00 Uhr. Grund: gegen 17 Uhr durch Unfall in der Wohnung eine Platzwunde über der Oberlippe zugezogen, die nicht zu bluten aufhörte. Alle gewöhnlichen Ärzte hatten bereits geschlossen.
    Zunächst fiel mir auf, dass die 'Rezeption' nicht besetzt war und nirgendwo - auch im weiteren Verlauf- ordentliche Hinweisschilder aufgestellt waren. Man wußte also erstmal ziemlich lange nicht, wie gehts denn jetzt eigentlich weiter? Dieses Frage beschäftigte relativ viele Patienten wie mir weiterhin auffiel, die großteils recht orientierungslos umherirrten. Da die Patienten alle nicht grundlos da waren und von daher an sich etwas aufgewühlt, aufgeregt und mit sich selbst beschäftigt in die Notstelle kamen, kann man nachvollziehen dass es dann ganz besonders unangenehm ist, keinerlei Orientierung zu erhalten.
    Dabei wäre es nicht schwer, deutliche Hinweisschilder überall anzubringen! Natürlich ist es ein Großbetrieb, wie ich es von anderen großen Betrieben schon kannte (habe in München gelebt: die Notaufnahme des Schwabinger Krankenhaus und des Klinikums Bogenhausen kenne ich sehr gut). Aber in keinem war die Orientierungslosigkeit der Patienten so groß.
    Als endlich jemand kam, gab es einige ungenaue Auskünfte, wo man sich melden sollte, wurde von der dortigen Schwester dann jedoch wieder woanders hingeschickt, wo wiederum keine Anlaufperson war, die einem hätte sagen können, wo man nun genau warten sollte..Beschilderungen täten dort wirklich Riesendienste!
    Allgemeine Ratlosigkeit dann bei den Wartenden. Natürlich kamen, wie immer, erstmal die schweren Fälle dran. Einfache Verletzungen ganz am Ende. Und wie immer in solchen Betrieben gab es keinerlei Auskünfte darüber, wie lange man nun tatsächlich noch warten muss.
    Wartezeit also im Rahmen des üblichen. Bis zu 4 Stunden sollte man also ca. grundsätzlich mal einplanen, wenn man sich in ein Krankenhaus begibt. Eher unangenehm auf die sowieso bereits angespannte, ungewisse Warte-Atmosphäre wirkten sich dann noch Begebenheiten aus, wie ein alter Mann, der im Rollbett auf dem Flur abgestellt war und ständig in Abständen brüllte: Hilfe! Hallo! Wieso kommt den niemand? Ihr könnt mich doch hier nicht verrotten lassen! Der Pfleger kam dann irgendwann zu ihm, nachdem andere Patienten diesen geholt hatten und dann war gut. Vielleicht hätte man diesen Patienten einfach anfangs noch genauer informieren müssen.
    Als ich dann endlich nach 2,5 h beim Arzt im Behandlungszimmer saß war es dagegen erstaunlich nett. Hier ein deutlicher Unterschied wiederum zu anderen Großbetrieben dieser Art, bei denen im Gegensatz dazu dann doch recht fließbandartig abgefertigt wird: man nahm sich hier viel Zeit, keine Abfertigung, persönliche Anteilnahme, ein paar Späßchen..es blieb am Ende ein positives Gefühl.
    Das lange Warten wurde dann also durch viele Pluspunkte relativiert.
    Fazit: Mit einer ordentlichen Patienten-Beschilderung im Eingangsbereich und den weiterführenden Bereichen, sowie einer etwas strukturierteren Informationsweitergabe des Pflegepersonals würde die Charité-Rettungsstelle sich zu einer der besten mausern, die ich bisher gekannt habe. So allerdings ist sie nicht unbedingt empfehlenswert für Leute, die Krankenhausbetriebe nicht bereits gewohnt sind, außer im absoluten Notfall.

    • Qype User 4kate…
    • Berlin
    • 0 Freunde
    • 7 Beiträge
    2.0 Sterne
    1.9.2012

    Ich kann ausschließlich für die Gynäkologie sprechen: Angstpatientinnen werden hier vor einer Vollnarkose völlig allein gelassen und müssen die Wartezeit bis zur Operation selbst dann ohne fachlichen Beistand durchstehen, wenn sie kurz vorm Sprung aus dem Fenster sind. Das Beruhigungsmittel gibt es  ohne Ausnahme  eben erst kurz vor Beginn des großen Auftritts. Meine Unterleibs-OP ist allerdings gut verlaufen und die Angst vor der Nakose an sich war unbegründet. Die Anästhesistin war aber bei der Intubierung nicht besonders liebvoll mit mir, sodass mein gesamter Gaumen inkl. Zäpfchen derart verletzt war, dass ich eine ganze Woche kaum sprechen und absolut nichts essen konnte. Ein entsprechender Hinweis per Email an das Klinikum blieb unbeantwortet. Die zytolgischen Ergebnisse ließen übrigens fast zwei Wochen auf sich warten und mussten selbst erfragt werden  Man wird nicht vom Krankenhaus angerufen.

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