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  • 5.0 Sterne
    24.11.2013

    Diese Woche hatte ich die Gelegenheit endlich einmal das citizenM Hotel in Amsterdam anzusehen.  Schon sehr, sehr viel davon gehört, bin ich mit einer großen Erwartungshaltung ins Hotel gekommen und wurde nicht enttäuscht.  Die außergewöhnliche Lobby lädt wirklich ein, ob alleine oder mit Geschäftspartnern, jeder findet hier seinen Platz.  Die Bar und ein grab-and-go in der Mitte sind perfekt ausgestattet und positioniert, alles wirkt lässig, wie ein cooler Coffee-Shop mit Lounge.  Ehrlich gesagt, hier könnte ich es wirklich aushalten und auch gut arbeiten, da die Atmosphäre sehr kreativ ist.  Die Zimmer sind klein und wenn man alleine reist mehr als ausreichend.  Das Bett ist klasse, die Dusche super, allerdings würde ich persönlich jetzt nicht zu zweit in dem Zimmer übernachten, dazu ist mir die Toilette zu sehr mitten im Zimmer platziert.  Ansonsten aber alles wirklich, wirklich top, Daumen hoch und ich kann das Hotel nur jedem empfehlen ein erfrischendes Produkt in einer Zeit, in der die meisten Hotels langweilig und ohne Profil sind.

  • 3.0 Sterne
    7.12.2013
    1 Check-In hier

    Ein aussergewöhnlicher Aufenthalt. Citizen M (wobei das M für Mobile steht) hat eine völlig neue Hotelkultur geschaffen, die laut eigenen Angaben Luxushotellerie für alle erschwinglich machen möchte. Für mich war es auf der einen Seite faszinierend, auf der anderen Seite bin ich vielleicht doch mehr old style. Ich schreibe diese Bewertung auch um herauszufinden, wie ich es selber fand. Generell spricht Citizen M eher junge, mobile und liberale Menschen an, so das eigene Credo.

    Nun, ich würde es so beschreiben: Die wohl niederländischen Konzeptväter haben sich alle Kostentreiber eines Hotelbetriebs vorgenommen und an denen gespart, damit der Stay günstig bleibt. Alle einfachen Dinge, die das Leben angenehm machen (WiFi {das schnellste Hotel WiFi, das ich gesehen habe}, TV) sind im Preis inkludiert. CheckIn geht mit leichter Hilfe selber. Die Zimmerschlüssel sind auch Kofferanhänger. Es gibt wenig Personal, eine kleine Lobby, die direkt in den Bar-/Essbereich übergeht. Neben dem Lobby/Barraum sind zwei Aufenthaltsräume mit bequemen Sofas.

    Das Amsterdamer Citizen M ist ein Flughafenhotel im Amsterdamer Airport, kein Hotel für einen Besuch der Stadt, eher für Stopovers.

    Ich kam mit dem Auto, was der erste grosse Fehler ist. Das Hotel, ein architektonisch gesehen sehr simpler Blockbau inmitten des Flughafens, liegt verkehrsmässig zwar in einem der grössten europäischen Flughäfen, aber man kommt auch am besten mit dem Flieger zum Hotel. Einen Parkplatz hat das Citizen M nur für zehn Minuten vor der Türe, danach muss man in das Flughafenparkhaus, was zwei Nachteile hat: Erstens kostet OverniteParking hier 30,--€ (was den ansonsten günstigen Stay wieder extrem verteuert) und zweitens muss man vom Parkplatz 10-15 Minuten Fussweg einkalkulieren. Man kann auch die ShortCut-Variante nehmen, die braucht auch 10 Minuten, aber geht über Wiese, Schotter und Ausfallstrassen, so dass mich nachher die Polizei fragte, wo ich denn hinwolle. So hatte ich schon üble Laune, als ich das Hotel betrat, schlechte Voraussetzung.

    Man benötigt ein paar Informationen zum Hotel, die man einfach wissen muss. Das alles selber zu lernen, das benötigt Zeit - eben bis der Wohlfühlfaktor einsetzt. Mit einer besseren Erklärung der Handhabung der Zimmer, des Essens und des Parkens ginge es schneller - das habe ich vermisst. Alle Servicekräfte waren keine Fachkräfte, was manchmal locker und O.K. ist, doch mit ein wenig mehr Kommunikation hätte ich mich schneller wohl gefühlt.

    Ich war genervt vom Parken, das Zimmer hatte einen nicht sehr einladenden Eindruck gemacht, doch nun setzte langsam das Ankommen ein. Der Kracher: Ich stelle mich an die Bar und frage nach der Speisekarte - "Nein", so die Antwort "das wäre doch zu einfach !" Ich rege mich ein letztes Mal auf. Es gab nur ein Essen: Glasnudeln, darauf einen Schlag Hühnercurry, dann asiatisch scharf gebratenes Rindfleisch obendrauf und dann noch Röstzwiebeln und Kartoffelchips draufgepackt - alles in einer Schüssel. Dutch Diner. Überraschung: Es schmeckte gut. Dazu gab es ein Heinecken und meine Welt war in Ordnung. Preise sind O.K. (Essen 12,--€, 0,5 Liter Bier 5,--€). Man kommt dann in der kleinen Bar ins Gespräch und so verging der Abend mit Reisekommunikation und Fernweh. Nun ging es mir gut und ich fing an das Konzept zu mögen.

    Das Frühstück fällt dagegen in Qualität leider ab: Kaffee muss per Tasse geordert werden, Orangensaft gibt es in einer Plastikflasche (am Mülleimer gibt es dann eine Entschuldigung an die Umwelt für den Platikmüll), ein kaltes Ei und ansonsten alles aus der Verpackung - nur die frisch gebackenen sehr blassen Brötchen nicht. Das war nicht so mein Ding.

    Der Kracher sind die Zimmer: Irgendwer muss die Idee gehabt haben aus der Fläche eines normalen Hotelzimmers zwei zu machen und hat es durchgezogen mit vielen cleveren Gimmicks. Toilette und Dusche sind in vertikalen Glasröhren mitten im Zimmer aufgestellt. Dusche funktionert erst, wenn die Türe geschlossen ist - man fühlt sich wie beim Beamen im Raumschiff Enterprise. Die Regenwalddusche ist angenehm. Die Wascheinheit gibt es neben dem Bett auf einem Podest, das unten ein kleiner Schrank und oben nur Waschbecken ist. So steht alles verteilt im Zimmer und es benötigt einen Slalom um durchs Zimmer zu kommen an dessen Ende sich ein an drei Seiten schlüssig mit Wänden und Fenster stehendes grosses Bett befindet, in dem man in alle Richtungen schlafen kann - meint zwei Kopfkissen liegen da, Bettdecke liegt da und man kann sich legen, wie es einem gefällt. Die Steuerung der Elektrik (inklusive TV, Licht, Klima,Fenster, Wecker) findet mit einer Fernbedienung statt. Die AC ist ganz leise, aber monstermässig effizient. Es gibt keine Minbar, keinen Kaffeekocker, einen nur sehr kleinen Schreibtisch und einen Stuhl. Fertig, alles sehr klein eben. Aber auch wieder effizient gemacht und das Bett versöhnt.

    Eine ganz andere und neue Erfahrung, Hotellerie neu erfunden würde ich sagen.

  • 4.0 Sterne
    4.5.2013
    3 Check-Ins hier

    Die Woche hatte ich das Glück, eine Nacht in einem ganz besonderen Hotel zu verbringen, im CitizenM in Schiphol. Im Vorfeld wusste ich nur, dass es am Flughafen liegt und laut Aussage einer Kollegin "anders" wäre, aber für eine Nacht durchaus interessant.

    In 5 Minuten kam ich vom Hauptterminal Schiphol auf einem überdachten Weg bequem vom Terminal in die Lobby. Das Gebäude selber ist einfach ein Klotz, aber bereits im Vorbeilaufen sieht man, dass die Lobby sehr interessant gestaltet ist, Designmöbel unterschiedlichster Art laden dort zum Verweilen ein.

    Es gibt keine Rezeption, stattdessen Terminals, an denen man sich selber eincheckt. Steht man ein wenig ratlos im Raum, kommt sofort einer der Angestellten und hilft einem freundlich durch die Prozedur. Dabei fällt unweigerlich der Blick auf die 24 Stunden geöffnete Kaffeebar, an der man von Frühstück bis spätnächtlichen Cocktail bei nettester Bedienung Essen und Trinken bekommt. Abends war mein gewünschter Cocktail aus, mir wurde ein anderer empfohlen mit den Worten, wenn er mir nicht schmeckt, gibt es einen anderen, aber was soll ich sagen, der Tomas Estes mit Himbeeren und Tequila war ein Genuss!

    Beim Check-In konnte ich zwischen 1. Stock Straße und 2. Stock Blick auf den Flughafen wählen, ich entschied mich für den Flughafen, würde aber empfehlen, bereits bei der Buchung den Wunsch zu äußern, so weit oben wie möglich zu wohnen, denn sonst hat man vom Blick nichts und guckt nur auf graue Cargohallen. Für mich aber nicht wirklich wichtig, da ich eh nur zum Schlafen da war.

    Das Zimmer ist wirklich mal was anderes, ein länglicher Schlauch, ohne Kleiderschrank oder andere Ablagemöglichkeiten, dafür mit viel Design und besonderen Ideen. Am Fenster befindet sich ein riesiges Bett und wenn man alleine übernachtet, dann kann man sich da wirklich kreuz und quer rauflegen. Am Bett war bei mir links ein kleiner Schreibtisch mit Lampe und rechts ein Nachttisch mit Lampe. Im Gegensatz zu allen anderen Lichtern im Raum, die man per Moodpad (Fernbedienung, mit eigenem Einführungsprogramm auf dem TV) hell oder dunkel machen kann, funktionieren diese beiden Lampen doch tatsächlich mit Schalter. Am Schreibtisch stand ein sehr bequemer feuerroter Schreibtisch-Loungestuhl. Danach folgen links die spacige Duschkabine mit Regendusche sowie rechts die Toilettenkabine. Da beides frei im Raum steht sollte man sich schon echt gut kennen, wenn man hier zu zweit übernachtet. Außerdem steht auch ein Waschbecken im Raum und dazu gibt es ein paar kleine Ablagemöglichkeiten, Toilettenartikel (ganz tolles Duschgel!!!!) und einen Haarfön. WLAN gibt es im gesamten Hotel kostenlos, am Abend war es allerdings etwas problematisch (wer mag kann aber auch einfach die Computer in der Lobby nutzen). Sauberkeit war sehr gut, einziges Manko für mich, dass in einem Hotel, in dem Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit gelegt wird, die Dusche leckt und die Klospülung ein wenig Fingerspitzengefühl einfordert, um sie zu stoppen. Mein Highlight war, abends im Bett zu liegen und alles mit diesem Moodpad zu steuern, grünes Licht, blaues Licht, Jalousien hoch und runter, verschiedene Musikstile dazu, den Fernseher, die Klima und überhaupt, was für ein tolles Spielzeug, es sollte nur so langsam mal ein neuer Akku eingebaut werden.
    Schlafen kann man trotz flughafennähe wunderbar, es ist ruhig und auch von den anderen Bewohnern habe ich nicht viel gehört.

    Am nächsten Morgen hatten wir das Frühstück für knapp 11 Euro dazu gebucht. Dafür geht man an den Tresen, bekommt den gewünschten Tee oder Kaffee, Orangen- oder Erdbeersaft, nimmt sich, was man vom kleinen aber feinen Frühstücksbuffet haben möchte und sucht sich einen Platz in Tresennähe oder mit etwas mehr Privatsphäre in der riesigen Lobby. Erst denkt man, groß ist die Auswahl ja nicht, andererseits ist alles aber sehr lecker und man wird auch so mehr als satt, allerdings würde ich jemandem, der morgens in einem Hotel immer ein riesiges Brunchbuffet braucht, vom Frühstück im CitizenM abraten, da sonst Enttäuschung vorprogrammiert ist. Für mich war es aber perfekt, um gut in den Tag zu starten.

    Den Check-Out nimmt man wieder selber an den Terminals vor, natürlich bei Bedarf mit freundlicher Unterstützung durchs Personal. Braucht man aber eigentlich nicht wirklich, da die Terminals einem wirklich jeden Schritt kleinstmöglich darreichen. Auch die Rechnung für die Firma stellt kein Problem dar und wird einem bequem per Mail zugesendet, wenn man dies auswählt. Die Raumkarte kann man sich mitnehmen, wenn man möchte, und als Gepäckanhänger umfunktionieren.

    Ich denke, man merkt es, ich fand das Hotel toll und wirklich etwas anderes. Natürlich ist nicht alles perfekt, aber das Konzept, das Design, der freundliche Service und die sehr angenehme Atmosphäre haben mir einen sehr netten Aufenthalt mit Wohlfühlfaktor möglich gemacht.

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