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    • Qype User Mentiz…
    • Wiesbaden, Hessen
    • 1 Freund
    • 5 Beiträge
    5.0 Sterne
    13.10.2010

    Ich arbeite bei der DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in Langen.

    Und kann nur sagen: Top Firma, mit einer tollen Aramark Kantine! ;-)

  • 5.0 Sterne
    10.6.2009
    Erster Beitrag

    Über den Wolken soll die Freiheit angeblich grenzenlos sein. Als Ex-Privat-Pilot kann ich diese Aussage nur teilweise bestätigen.

    Der Luftraum über Deutschland ist durchweg stark reglementiert. Oder sieht das hier wie grenzenlose Freiheit aus?

    (Siehe Foto unten)

    Außerhalb von so genannten Kontrollzonen, die um die größeren Flughäfen und Militärplätzen bestehen, wird grundsätzlich schon ab einer Flughöhe von 2500 Fuß über Grund die Freiheit kontrolliert. Teilweise reicht dies sogar hinunter bis 1000 Fuß (rund 300 Meter). Für Flüge nach Sichtflugregeln ist sowieso bei rund 3000 Meter Schluss. Diese Beschränkung geht über die ganze Republik und wird erst im Alpenvorland aufgehoben, damit auch die kleineren Flieger die ausreichende Höhe für den Alpenflug (z.B. Überquerung) erreichen können.

    Aber damit nicht genug. In der Grafik sind weitere Kontrollzonen und Verbotszonen eingezeichnet, die strikt zu respektieren sind. Dies ist schon bei der Flugvorbereitung bei der Routenplanung zu berücksichtigen und in den Flugplan einzubauen.

    Die besungene Freiheit gibt es aber teilweise trotzdem. Im Kontrollierten Luftraum E ist man zwar an Regeln gebunden, aber man kann mit einem kleinen Flugzeug dort auch unkontrollierte Flüge nach Sichtflugregeln durchführen.
    Damit das alles so klappt und eingehalten wird, dafür sorgt die Deutsche Flugsicherung. Hauptsitz der DFS ist Langen bei Frankfurt. Hier sitzen also die Sheriffs der Lüfte und beobachten, weisen an, sorgen kurz gesagt einfach dafür dass alles möglichst reibungslos läuft.

    Schon 1953 wurde die damalige Bundesanstalt für Flugsicherung gegründet. Daraus wurde 40 Jahre später dann die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH. Privatwirtschaftlich aber dennoch mit Hoheitsaufgaben betraut.

    Aber neben Koordinierung, Lenkung und Leitung von Zivil- und Militärflügen besteht aber ein weiteres Schwergewicht der Arbeit in der Errichtung von Funkanlagen, Navigationsanlagen und deren Instandhaltung.
    Die DFS erprobt neue Verfahren und Gerätschaften für die Flugsicherung.
    Veröffentlichungen für Piloten wie z.B. die NOTAMs (Notice to Airmen), mit denen aktuelle und temporäre Änderungen bekannt gemacht werden.
    Wenn Sie einen Massenstart von den derzeit oft gesehenen Skylaternen oder Luftsballons planen, werden im so genannten AIS-C (Aeronautical Information Service Centre) bearbeitet. Vielfältig sind die gesamten Arbeitsgebiete, die von der DFS in Langen oder einer der insgesamt 16 Flughäfen und 19 sonstige Standorte wahrgenommen werden.
    Wenn man als Passagier in seinem mehr oder minder bequemen Sessel im Ferienflieger sitzt, macht man sich keine Gedanken darum, wie viel Menschen damit befasst sind, dass der Flug reibungslos verläuft. Ihr Pilot hat lange bevor er seine Maschine bestiegen oder gecheckt hat, schon ausführlich mit den Leuten der AIS gesprochen und seinen Flugplan abgegeben. Der Kontakt zur DFS beginnt also schon vor dem Flug und endet für den Piloten erst mit der hoffentlich weichen Landung am Zielort. (sofern sich dieser in Deutschland befindet. dfs.de/dfs/internet_2008…
    Die Damen und Herren an den Radarschirmen, mit der Befugnis Anweisungen zu erteilen, werden übrigens ebenfalls in Langen ausgebildet. Dort befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Flugsicherung nämlich auch die Flugsicherungsakademie. dfs.de/dfs/internet_2008… ist die Homepage, die sich direkt an Interessierte wendet, die sich für eine Ausbildung zum Und sie machen Ihre Aufgabe sehr gut. Dafür gibt es ein dickes DANKESCHÖN.

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