Qype Logo Bei Yelp registrieren

Qype hat sich Yelp angeschlossen um dir noch mehr Beiträge, Community und Geschäfte zu bieten. Weitere Infos.

Karte
Bearbeiten

Empfohlene Beiträge

Dein Vertrauen ist unser Hauptanliegen, daher können Unternehmen nicht für Änderungen oder Löschungen von Beiträgen bezahlen. Mehr darüber
  • 5.0 Sterne
    27.5.2008
    Erster Beitrag

    Warum wartet der Sekundenzeiger der Bahnsteiguhr??

    Nun wissen wir es.

    Kennt doch jeder, der feuerrote Sekundenzeiger setzt zur Runde an. An der 12 angekommen bleibt er erst mal stehen.
    Wartet exakt 2 Sekunden darauf, dass der Minutenzeiger sich bequemt einen kleinen Step zu machen, und hoppelt dann leichtfüßig weiter.
    1000x gesehen, und keinen Kopp drum gemacht.
    Es ist nämlich so, dass die Zeit, obschon sie uns zwischen den Fingern zu entrinnen scheint, in Wirklichkeit gar nicht fließt.
    Irgend jemand zerlegt sie in Parzellen, da machen mechanische Elektronen, oder Sprünge von Hemmungen, oder umgekehrt.
    Es gibt da offenbar Niveaus von Energien, da wird kräftig rumgesprungen.
    Ich habs nicht verstanden, als man es mir erklärt hat.

    Aus unseren Küchen kennt man ja Mikrowellen, und mit vermutlich genausonen Mikrowellen arbeitet die Atomuhr, ( Atomuhr ? Nein Danke ! ) in dem sie diese Energiesprünge provoziert.
    Der Rest ist ganz einfach.
    Wir müssen nur noch die Frequenzen messen, die den Mikrowellen anhaften, und zack, wissen wir, wie spät es ist, oder vorhin war.

    Die Deutsche Bahn nimmt es da sogar noch genauer. Sie holt sich die Uhrzeit direkt vom Hersteller.
    In Mainflingen, bei Mainhausen, OT Zellhausen, bei Seligenstadt, wo es die vielen tollen Eisdielen gibt, habe ich mich schon immer über die vielen hohen Sendemasten im Wald gewundert.
    Dort sitzt die Physikalisch-Technische Bundesanstalt ( PTB ) mit ihrer Arbeitsgruppe Zeitherstellung- und Übertragung
    Dort wird die Zeit gemacht.
    Sekundengenau.
    Ach, was sage ich.
    Millisekundengenau.
    Atomgenau.

    Und wenn die Zeit dann fertig ist, wird sie durch die Luft an alle die Funkuhren geschickt, die sie abonniert haben.
    Hochverschlüsselt und langwellig.

    Bei der Übertragung kann es aber zu allerlei Störungen durch elektrische Felder und Wiesen kommen.
    Wenn z.B. kleine Rabauken mit Magneten durch die Gegend laufen, oder wenn irgendwo mal ein Fernseher an ist.
    Ganz doll störend wirken sich aber Elektrolokomotiven auf die Übertragung der Zeit aus.

    Oh je, denkt jetzt schon der Mitdenker, hat doch die Bahn in Gestalt von Hartmut Bahnchef Mehdorn, die vollflächige Elektrifizierung seit Jahren weit voran getrieben, und dabei nicht an die Übertragung der Zeit im Raum gedacht. ( Die Auswirkungen hat ja wohl jeder oft genug zu spüren bekommen )

    Um die Bahnsteiguhren am Laufen zu halten, wurde in allen Bahnhöfen, tief in den Kellern, gut abgeschirmt von den Loks, die oben laufen gelassen werden, sogenannte Mutteruhren aufgehängt.
    Nur diese kennen das Passwort, um die online bestellte Zeit auch zu empfangen.

    Per Kabel wird die Zeit dann exakt zu jeder vollen Minute an alle angeschlossenen Bahnsteiguhren und Funkhäuser weitergeleitet.

    Um ganz sicher zu gehen, dass dann auch alles synchron läuft, und der rote Sekundenzeiger wirklich schon bei der 12 angekommen ist, wenn der Minutensprungimpuls per Kabel kommt, läßt derBahnhofsuhrzeitmaster den Sekundenzeiger etwas schneller laufen.

    So entsteht tatsächlich eine zweisekündige Zeitlose Zeit, in der die Zugabfertiger in ihren lustigen Uniformen dann dem ICE-Piloten das Abfahrsignal ungehetzt zuwinken können.

    Mit was für einem gewaltigen Aufwand in den Atomuhrkraftwerken die Zeit in Multimillisekunden zerlegt wird, damit die Bahn sie dann per Hand wieder vergröbert.


    Fazit:
    Wenn die Uhr auch steht, die Zeit vergeht.

  • 5.0 Sterne
    26.1.2012
    1 Check-In

    Aber schön is trotzdem

    • Qype User Atzenb…
    • Berlin
    • 4 Freunde
    • 47 Beiträge
    5.0 Sterne
    22.2.2012

    Sehr gut und genau!!!

Seite 1 von 1