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  • 5.0 Sterne
    9.4.2013

    Das Münster, die Perle der norddeutschen Backsteingotik", ist die im späten 13. Jahrhundert erbaute
    hochgotische Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters. Das Kloster, welches 1171 gegründet wurde, hatte als erstes mecklenburgisches Kloster bereits im Mittelalter höchste politische und historische Bedeutung.
    Das Kloster war damals, wie auch heute das Münster, von einer 1400m langen Klostermauer umgeben, die noch fast vollständig erhalten ist. Eingebettet in einen wunderschönen und gepflegten Park mit noch vorhandenen Ruinen auf dem Gelände, einem Beinhaus direkt am Münster, kleinen Flüssen und Brücken.
    Leider konnten wir die Schönheiten nicht so sehr bewundern, da alles voller Schnee war. Aber auch im zugeschneiten Zustand, wirkt der Park wie ein kleines Paradies. Vorher allerdings betraten wir das Gelände durch ein altes Torhaus in dem sich auch der kleine Klosterladen befindet, der u.a. Kunsthandwerk und Schmuck anbietet und gleichzeitig noch ein Cafè beherbergt. An diesem vorbei bietet sich sofort der grandiose Blick auf den riesigen Backsteinbau. Der Eintritt liegt hier bei EUR 2,00 pro Person ohne Führung.
    Wer zu Besuch in Bad Doberan ist, sollte hier unbedingt einmal anhalten und den Park und das Münster
    auf sich wirken lassen.

    • Qype User FRank8…
    • Sanitz, Mecklenburg-Vorpommern
    • 26 Freunde
    • 179 Beiträge
    5.0 Sterne
    26.1.2010

    Doberaner Münster ist für mich eine herrliche Kirche, in Backstein Gotik in einer wunderbaren Umgebung des alten ZISTERZIENSER Klosters. Die Anlage und das Kloster sind immer einen Besuch wert. Das Doberaner Münster ist umgeben von den ehemaligen Anlagen des Zisterzienserklosters. Das für den Besucher augenscheinlichste sind die heutige Parkanlagen mit dem wunderbaren alten Baumbestand, den Wasserläufen, den kleinen weißen Holzbrücken und Bänken. Hier lassen sich wunderbare Motive finden, entweder Ansichten vom Münster oder anderes

    Es gibt wuderbare Ecken in dem Park zum verweilen und spazieren. Im Sommer gibt es bei der Klostermauer einen wilden Garten mit Hecken und Mohn hier sind mehrere Bilder von uns entstanden.

  • 1.0 Sterne
    20.9.2009

    Ja, ja, ja ich weiß, das Bad Dobeaner Münster ist kulturgeschichtlich ein Juwel, was ich gar nicht bestreite. Mir geht es hier um ganz was anderes:

    Ich bin extra dort hingefahren. Das erste, was man wahrnimmt, sind Baugerüste am Münster und Hinweisschilder auf gebührenpflichte Parkplätze vor dem Objekt. Toller Empfang!

    Geht man voller Erwartung in das Münster hinein, ist das erste, was man wahrnimmt, eine 3-plätzige Kassenanlage IM Münster (!). Das heißt, dort sitzen Kassierer/innen, die erstmal BARES sehen wollen. Für all jene, die das "normal" finden: Für einen Zirkus zahle ich gern Eintritt. Aber für ein Kirchengebäude, was dem Steuerzahler, also dem VOLK gehört, nicht. Ich spende auch gern was für den Kirchenerhalt, aber EINTRITT, sowas gibt's aus guten Gründen noch nicht mal im Kölner Dom. Man hat angeblich dort jeden Cent nötig, baut aber in den Kirchenraum Absperr-Anlagen und Kassenboxen. Das ist geradezu ein Beweis, dass es grenzenlose Gier nicht nur bei Investment-Bankern gibt, sondern dass es auch im klerikalen/kulturellen Bereich skrupellose Raffkes gibt, die dem Volk das verkaufen wollen, was ihm sowieso gehört.

    Hier wird ein ehemaliges Gotteshaus zum Geldhaus pervertiert. Die Verantwortlichen sollten sich schämen.

  • 5.0 Sterne
    24.5.2013

    Absolut sehenswertes Münster, dass man zunächst einmal auf sich wirken lassen sollte, in dem man durch das Münster streift und die unglaublich opulenten Werke betrachtet. Danach empfehle ich eine Führung, bei der man das eben Gesehene vertiefen kann. Umgekehrt erschlägt es einen fast, wenn man nicht gerade Kunstgeschichte studiert hat.

  • 5.0 Sterne
    25.11.2008
    Erster Beitrag

    18 Jahre später  in Doberan war ich genau im Jahr, nachdem die Mauer gefallen war, und ich erinnere mich an einsame, verfallene Mauern, verblassende Malereien, Staub und Steine, morbide Stimmung. 2008 ist das alles anders: Das Münster von Doberan ist  vermutlich mit allerlei wohlberechtigten Fördermitteln  restauriert und dahin zurück befördert worden, wo es kulturgeschichtlich hingehört. Von außen ahnt man angesichts der Ziegelfassade und der Türme nicht sofort, welche Schätze im Inneren des Kirchbaus auf einen warten. Doch gleich nach Betreten (Eintritt 2 Euro) ahnt man, dass es großes sein muß:

    Der Innenraum ist präzise restauriert worden, auffällig sind die bunten Bemalungen in grün und rot, die sich girlandenartig um die Pfeiler und Säulen ziehen, die zusammen die überaus hochragenden drei Schiffe des Innenraums bilden  Raum, viel Raum, und gleichzeitig viel Inhalt, der sich an jeder Ecke neu erschließt und für den man am besten das am Eingang erhältlich Faltblatt zu Rate zieht  so erfährt man, dass man hier den ältesten europäischen Flügelaltar sieht, vergoldete Schnitzereien des 14. Jahrhunderts, dessen Besonderheit darin besteht, dass ungewöhnlich viele weiblich Figuren auftauchen, allesamt Schutzheilige. Gleich daneben steht der älteste und größte Sakramentsturm (1368, 11 Meter hoch!), der in Deutschland noch erhalten geblieben ist, ein gewaltiges nadelförmiges goldenes Objekt, das sich in den Himmel zu bohren scheint, überzogen mit fein durchbrochener Arbeit und so filigran, dass er vor der wuchtigen Säule zunächst gar nicht so auffällt. Auffällig hingegen sind die zahlreichen Schnitzereien an Bänken, Giebeln und Kanzeln, die klösterlichen Grabplatten aus der frühesten zeit, die allesamt erstaunlich gut erhalten geblieben sind, was auf ihre hervorragende Qualität schließen lässt, weiterhin die einzelnen Kapellen im Apsis-Bereich, in dem sich unter anderem eine dänische Königin (Margarethe, gest. 1282) aus frühester Zeit und ein schwedisches Königspaar (Albrecht und Richardis, um 1390) befinden  lustigerweise sind die Grabmäler der lokalen Herrscher aus späterer Zeit weitaus prunkvoller ausgeführt  zu beachten sind auch hübsche alte Bodenkacheln mit Verzierungen und ornamentale Gitterwerke  die Schönheit steckt hier ganz oft im kleinsten Detail, man sollte unbedingt länger hier umherstreifen, denn vieles übersieht man zunächst. Unübersehbar ist das 15 Meter hohe Triumphkreuz auf dem Lettner im hinteren Kirchenabschnitt  fast kitschig sieht das grüne Blattwerk aus und man argwöhnt katholischen Übereifer im Design, bis man erfährt, dass das Blattwerk nicht aus Glas sonder aus kunstvoll mit Kupferoxid überzogenen Metallplatten gebildet wird und aus der Zeit vor 1360 stammt, so alt hätte ich es nie geschätzt! Es gibt also viel zu bestaunen hier  genug für ein paar Stunden, in denen beispielsweise das Wetter an der Ostsee einmal nicht so gut ist und man in Kühlungsborn vom Strand geweht wird  dann empfiehlt sich ein Kurztrip mit der Kleinbahn, die einen hier in Doberan abliefert

    Formal zur Geschichte:
    Bereits um 1171 wurde nahe bei Doberan ein Zisterzienserkloster gegründet, das nach kurzer Zeit wieder zerstört und um 1186 schließlich in Doberan angesiedelt wurde, wo es durch reiche Schenkungen rasch an Bedeutung gewann. Die ursprüngliche romanische Klosterkirche wurde in einer Rekordbauzeit zwischen 1280 und 1300 durch das Münster ersetzt. Mit der Reformation wurde das Kloster in Doberan aufgelöst  im Münster wurden zahlreiche Reliquien zerstört, die Kirche aber unverändert belassen und ab 1564 als evangelische Pfarrkirche genutzt. Nachdem die Säkularisation also relativ glimpflich überstanden worden war, konnte man das vom Dreißigjährigen Krieg nicht sagen: Es wurde fleißig geplündert und marodiert, ein Teil der Klostergebäude wurden abgetragen. Die erste umfassende Restaurierung gab es erst am Ende des 19. Jahrhunderts, als Großherzog Friedrich Franz II. das Bauwerk im neogotischen Stil renovieren und umgestalten ließ. Zwischen 2002 und 2008 wurde schließlich im ursprünglichen Stil restauriert.

    Architektonische Vorbilder sind die Nikolaikirche in Stralsund, die Lübecker Marienkirche und die Marienkirche in Rostock. Mit 26 Meter Höhe und 11 Metern Breite wirkt das Mittelschiff relativ eng, die Seitenschiffe sind jeweils 13 Meter hoch. Alles wirkt entsprechend der Zisterzienserregeln recht streng im Aufbau  und man hat bei der Restaurierung auch darauf geachtet, den Zustand von 1350 relativ exakt abzubilden, allerdings sind natürlich einige Neuerungen nicht rückgängig zu machen wie etwa das Hauptportal aus dem 19.Jahrhundert.

    Neben den bereits erwähnten Kunstschätzen werden im weiteren noch ein Kelchschrank mit Relieffiguren aus der Zeit um 1300, das Mönchsgestühle aus der Zeit um 1400 und der im Presbyterium hängende Marienleuchter (um 1500) hervorgehoben.

    Also, zusammenfassend: Hier findet man ein echtes Juwel, das die meisten Kirchenbauten in Norddeutschland weit hinter sich lässt.

  • 5.0 Sterne
    3.1.2013

    Schönes Bauwerk, sehr beeindruckend. Ein Besuch lohnt sich, kostet aber Eintritt. Die Anlage drumherum ist auch gepflegt.

  • 4.0 Sterne
    3.9.2010

    auf dem weg nach heiligendamm haben wir hier angehalten.
    das es ein münster gibt wusste ich aus der backsteinroute.
    wir haben den weg genossen und kamen durch ein altes tor in den klostergarten.einiges ist immer noch eingerüstet doch man sieht wieviel schon getan wurde.alle winkeln konnten begangen werden nur die einzelnen stationen wie kloster münster brauchen geld --
    besser würde wie auch in anderen kirchen die zahlungen durch spenden erhoben denn jeder hat keine zeit lust eine ganze tour zu gehen und jedes stück einzeln zu zahlen ??ob da mehr bei rum kommt??denn die kassenwarte müssen ja auch geld bekommen...

    aber egal uns hat der spaziergang auch im klostergärtchen gefallen

    + wenn die zeit mal länger ist komme ich zur stadtführung

    • Qype User Black_…
    • Ludwigslust, Mecklenburg-Vorpommern
    • 8 Freunde
    • 55 Beiträge
    5.0 Sterne
    1.12.2008

    Das Bad Doberaner Münster ist eine wunderschöne Kirche eines ehemaligen Zisterzienserklosters. Die Ausstattung hat die Kriegswirren und Bilderstürmen gut überstanden. Besonders beeindruckend sind der Flügelaltar sowie der Kreuzaltar. Das Münster besteht aus Backstein und die Konstruktion ist überwältigend. Jedes Jahr findet dort ein Mittelalter-Spekatel mit Rittertunier, Mittelaltermarkt und mittelalterliche Live-Musik statt.

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