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  • Am Dom
    19055 Schwerin
  • “Der Schweriner Dom ist im Mittelalter um 1245 fertiggestellt worden, seinen Glockenturm erhielt er erst vor ca. 100 Jahren.” in 2 Beiträgen

  • “Sich selbst und seinen beiden aufeinander folgenden Gattinnen setzte er ebenfalls steinerne Denkmäler im Innenraum.” in 2 Beiträgen

  • “Doch diese Restaurierung ist absolut nötig, denn die gute Außenwirkung des Doms geht bei einer Besichtigung im Inneren schnell verloren.” in 2 Beiträgen

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  • 5.0 Sterne
    17.1.2014

    ( Dieser Beitrag wurde 2011 auf Qype geschrieben - irgendwie ist er aber bei Umzug zu Yelp dem Schloss von Güstrow zugeordnet worden. Daher nun an richtiger Stelle: )

    In der verwinkelten Altstadt von Güstrow ist er gar nicht so einfach zu finden, der Dom St. Maria, St. Johannes Evangelista und St. Cäcilia, denn er steht erstaunlicherweise gar nicht im heutigen Zentrum der Altstadt, wo man ihn eigentlich erwarten würde, sondern ohne großen Vorplatz etwas seitlich gelegen, durch einige Gassen vom Schloß aus in zwei oder drei Minuten zu erreichen.

    Der Dom ist ein typischer Bau der Norddeutschen Backsteingotik und wurde ab ca. 1225 auf Betreiben der Fürsten Heinrich Borwin I. und II. ursprünglich als Kollegiatstiftskirche erbaut. Vorbilder waren beispielsweise der Dom von Ratzeburg.

    Der Güstrower Dom zeigt typische Elemente aus der Übergangszeit von der Romanik zur Gotik. Wahrscheinlich stand an der Stelle ein kleinerer Vorgängerbau, der in den Neubau einbezogen wurde, der eher schräg liegende Grundriß lässt das vermuten. Der gesamte Mittelteil, das Kreuzschiff, die Wandsäulen im Innern und Anteile des Chores sowie der nördliche Giebel des Querschiffes sind bis auf die Ausformung der Fenster im romanischen Stil gebaut. Die beiden Kapellenreihen sind um das Ende des 14. Jahrhunderts fertig gestellt geworden. Der alte Altarraum wurde in der heutigen Form erst im 15. Jahrhundert konzipiert.

    Das Stift wurde durch die Reformation im Jahr 1552 aufgehoben- der Dom stand daraufhin lange Zeit leer und verfiel langsam. Herzogin Elisabeth, ließ schließlich die Kirche im 16. Jahrhundert restaurieren und zu einem protestantischen Kirchbau umwidmen. Ihr Ehegatte Herzog Ulrich stiftete viel Denkmäler, darunter das große Epitaph für Heinrich Borwin II. mit dessen Sarkophag sowie einen neuen Taufstein und eine neue Kanzel. Sich selbst und seinen beiden aufeinander folgenden Gattinnen setzte er ebenfalls steinerne Denkmäler im Innenraum.

    Man betritt die Kirche durch einen Seiteneingang und ist eher durch die einzelnen Elemente der Innenausstattung als die Gesamtwirkung des Raumes fasziniert, der doch sehr stark durch die Zierelemente unterbrochen scheint.

    Sehenswert ist vor allem der spätgotische Hauptaltar, ein Wandelaltar mit mehreren beweglichen Flügeln. Hier gibt es drei Seiten, die abwechselnd zu sehen sind - eine Werktagsseite, eine Passionsseite und eine Festtagsseite. Die Passionsseite enthält in Darstellungen die wichtigsten letzten Stationen im Leben Jesu vom letzten Abendmahl bis zur Aussendung des Heiligen Geistes. .Die Werktagsseite zeigt Maria mit dem Kind, Johannes den Evangelisten, sowie die Schutzheiligen des Domes, Cäcilia und Katharina. Die Festtagsseite enthält eine große Menge nicht zusammen hängender Darstelllungen. Unter anderem sind hier gleich mehrfach die Stifter des Altars zu sehen (nicht gerade unbescheiden), dazu eine Kreuzigungsgruppe, die die zwölf Apostel (als große, stehende Figuren) und viele Heilige. In der Mitte Christus.

    Sehenswert ist weiterhin die Innenausstattung aus dem 15. und 16. Jahrhundert mit meisterhaften Apostelfiguren von Claus Berg und dem Flügelaltar von Hinrik Bornemann (ca.1495), dazu Das Ulrich-Monument, der Dorotheen-Epitaph und der Borwin-Epitaph von Philipp Brundin, Bernd Berninger und Claus Midow aus dem mittleren 16. Jahrhundert.

    Viele Touristen kommen hierher um Barlachs Skulptur Der Schwebende zu bewundern, eine Art Engelsfigur die in einer Seitenkapelle schwebend aufgehängt ist und ein Güstrower Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs darstellt. Ich persönlich bin kein rechter Barlachfan, da seine Darstellungen mir persönlich zu depressiv wirken (aber diese Aussage oder Ansicht gilt in vielen Kreisen als politisch unkorrekt, dennoch bin ich der Meinung, dass Kunst am besten auch positive, ermunternde Aspekte aufzeigen sollte).

    Viel eindrucksvoller fand ich persönlich das alte Taufbecken, das in einer Seitennische an einem Seiteneingang steht und nur noch als Kerzenstand genutzt wird. Es stammt anscheinend aus der romanischen Zeit und ist aus hellem Marmor, der sehr verwittert von den Jahrhunderten ist. Von dem grob aber schön behauenen Steinwerk geht eine wirklich gute Ausstrahlung aus  man fühlt regelrecht die Unmengen von Kinderseelen und Kinderkörpern, die sich an diesem Stein eingefunden haben. Ein guter Ort, dessen Besuch mich sehr ruhig stimmte.

  • 3.0 Sterne
    27.7.2014
    1 Check-In

    Satz mit X... Im Dom waren wir auf Grund der sehr Touristen unfreundlichen Zeiten leider nicht, sehr Schade und enttäuschend. Man sollte sich zuvor genau informieren wann der Dom geöffnet ist und wann eben nicht. Auf gut Glück und wie meistens möglich um 18 Uhr mal vorbei schauen bringt leider nichts, man steht vor verschlossenen Türen und hat man nun als Schwerin Tourist ein gewissen Programm geplant und ist eben zu den kurzen Öffnungszeiten nicht im Stadtkern, dann hat man, so wie wir, einfach Pech gehabt.

    Verstehe die kurze Zeit nicht, hätte gerne den Dom besichtigt, aber daraus wurde eben nichts...

  • 3.0 Sterne
    14.11.2013
    Aufgelistet in Schwerin

    Bei dem Schweriner Dom handelt es sich um einen evangelischen Dom, welcher zur Zeit die einzige echte Kathedrale in Mecklenburg-Vorpommern ist.
    Der Dom wird derzeit aufwendig restauriert, was fast ein skurriles Bild abgibt, da neben den Gräbern und der heiligen Schrift ein Baugerüst im Innenraum steht. Doch diese Restaurierung ist absolut nötig, denn die gute Außenwirkung des Doms geht bei einer Besichtigung im Inneren schnell verloren. Man sieht mehr als deutlich, dass die Wände gestrichen werden müssen. Trotzdem lohnt sich eine Besichtigung, da er eine sehr beeindruckende Orgel besitzt und auch das das Triumpfkreuz beeindruckt von der Große und der Farbe. Apropos Farbe: Ein definitiv sehr wichtiges Thema in diesem Dom. Es gibt nur wenige Fenster, welche aufwendig farbig gestaltet sind, dafür wurde aber die Decke farbig in rot-grün gestaltet, um die Architektur sichtbarer zu machen. Für mich persönlich wirkte diese Farbgestaltung etwas kindisch.

    Nach dem Domrundgang, kann man für wenige Euro noch den Domturm (1 Euro ermäßigt, 2 Euro regulär) besuchen. Hier sollte jedoch eine Warnung an alle ausgesprochen werden: Der Aufstieg ist furchtbar. Das liegt jedoch nicht daran, dass man über 200 Stufen nach oben erklimmen muss, sondern über was für eine Treppe dieser Aufstieg ermöglicht wird. Es handelt sich um eine alte Steinwendeltreppe, deren Stufen so klein sind, dass nicht der gesamte Schuh hinaufpasst. Teilweise sind die Stufen auch abgetreten, sodass sie rutschig sind. Weiterhin ist der Gang so eng, dass der Aufstieg mit Tasche oder Rucksack unangenehm werden kann. Kommt einen jemand entgegen, steht man vor einem vermutlich nur schwerlösbaren Problem.
    Warum auch immer: Auf diese Schwierigkeit wird man vor dem Aufstieg nicht angesprochen. Das finde ich eigentlich nicht fair, da diese Treppen einem schon Angst machen können und man wirklich in einem körperlich gutem Zustand sein muss, um diesen Weg zu meistern.
    Um aber auch etwas Positives zu sagen: Die Aussicht von oben ist klasse. Man kann sich auch die Domglocken anschauen und im Rundgang sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in den verschiedenen Richtungen ausgewiesen.

    Ein weiteres Manko am Dom sind seine Öffnungszeiten: Von 11-15 Uhr ist ein Besuch möglich. Ein sehr knappes Zeitfenster für Touristen.

  • 4.0 Sterne
    22.5.2013

    Gerade in der kalten Jahreszeit ist der Schweriner Dom eine sehr eisige Angelegenheit. Mir hat gut gefallen, dass trotz evang.-lutherischer Pfarrkirche noch viele ursprüngliche Elemente erhalten sind. Die Bänke mit den Klappsitzen habe ich dazu in Erinnerung; denn sie wirken noch sehr authentisch - denn was ist hasse, das sind moderne Plastik-Stahlrohr-Stühle, die in solchen ehrwürdigen und alten Gebäuden keinen Platz finden sollten. Das war hier zum Glück nicht der Fall!

  • 3.0 Sterne
    25.12.2010
    Erster Beitrag

    Tja, das war leider ein kurzes Vergnügen. Als wir nach der ersten Hälfte unserer Runde durch den Dom wieder an der Eingangstür vorbei wollten wurden wir dort mit einem knappen "Ich lasse Sie dann mal raus." empfangen - mit anderen Worten: wir waren gerade noch so reingekommen und durften jetzt auch gleich wieder gehen.

    Schade eigentlich, ausser der Grabplatte der Bischöfe von Bülow bleibt mir so nur in Erinnerung, dass die Kirche um 15:00 Uhr schließt. Der Glockenturm war (verständlicherweise) witterungsbedingt ohnehin geschlossen.

  • 5.0 Sterne
    27.5.2013

    Zum geschichtlichen Hintergrund wurde hier bereits reichlich geschrieben, da kann ich nicht mithalten. Aber mich anschließen: Hingehen und staunen.

    • Qype User Nofret…
    • Buchholz in der Nordheide, Niedersachsen
    • 44 Freunde
    • 91 Beiträge
    5.0 Sterne
    30.7.2009

    Der Schweriner Dom ist im Mittelalter um 1245 fertiggestellt worden, seinen Glockenturm erhielt er erst vor ca. 100 Jahren. Der Standort ist ein uralter Kraftort, der auch heute noch erlebbar ist. Es gibt guterhaltene Deckengemälde, die eine ganz eigentümliche Ausstrahlung haben. Der Bereich um das Taufbecken hat eine sehr hohe Schwingung, hier sind sogar Orbs anwesend, die diesen Ort zu einem Tempel der Heilung machen. Wer seine Akkus aufladen möchte, sollte hier unbedingt mal ein paar Stunden seiner Zeit verbringen. Ein Aufstieg im Glockenturm ist nichts für klaustrophobische Gemüter: die Wendeltreppe ist sehr schmal, und wer Pech hat, muß entgegenkommenden Besuchern auf ca. 60 cm Breite auch noch ausweichen.
    Die Glocken schlagen alle 15 Minuten, man sollte unbedingt darauf vorbereitet sein, sonst kann der Aufenthalt in diesem Türmchen einen zu Tode erschrecken. Nichts für schwache Nerven!
    Dafür ist die Aussicht vom Turm aus einfach phantastisch. Erst hier wird deutlich, daß Schwerin eine Stadt im Wasser ist

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