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  • 5.0 Sterne
    27.1.2013

    Gedenkstätte Plötzensee

     
    Kürzlich war ich nach über 40 Jahren wieder einmal in der Gedenkstätte  Plötzensee. Ich glaube das ich damals mit der Schulklasse dort war und heute das war eher zufällig. Ich war eigentlich unterwegs zum Westhafen und habe den kleinen Wegweiser oben am Satwinklerdamm/Seestraße entdeckt, also entschloss ich mich spontan zu dem Besuch der Gedenkstätte.

    Etwas versteckt liegt sie dort auf dem Gelände der JVA-Plötzensee, ziemlich am Ende des Hüttigpfades. Man läuft etwa 5 Minuten entlang der vier Meter hohen Mauer der Haftanstalt und hinten links befindet sich der Eingang zur Gedenkstätte.
    Es ist ein Ort der dem stillen Gedenken dient, ohne Führungen und Laugenbrezelverkäufern. Bei freiem Eintritt ist immer von 9-16 Uhr geöffnet.

    Dieser Ort wurde zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945 errichtet. In dieser Zeit wurden Tausende Menschen auf Grund der Urteile der NS-Justiz hingerichtet. In dem heutigem Gedenkraum fanden einst die Hinrichtungen statt, es ist ein Raum mit weiß getünchten Wänden und einigen schmalen Rundbogenfenstern die nur einen begrenzten Lichteintritt ermöglichen dennoch fand die Sonne heute ihren Weg in den Raum und verursachte einige Lichtkegel die diesem ehemaligen Hirnrichtungsraum etwas unwirkliches verliehen.

    Vor der Fensterwand am Ende des Raumes befindet sich in etwa 3 Metern Höhe ein mächtiger Vierkantbalken der rechts und links seitlich in den Wänden eingelassen ist, an der unteren Balkenseite befinden sich 5 S-förmige Haken in Abständen von etwa 1 Meter, an denen wurden die Opfer nach den Unrechtsurteilen der NS-Richter, erhängt.

    In einem weiteren Raum befinden sich Dokumente welche über die Praxis der NS-Zeit Auskunft geben. Normalerweise sind an einem EDV-Gerät die Daten der in Plötzensee ermordeten abrufbar, war aber heute defekt das Gerät.

    Ich fand es für mich selbst völlig in Ordnung nochmals diesen Ort aufgesucht zu haben und dort auch im Gedenken an die Opfer verweilte.

    PS Die Sterne stellen keine Bewertung dar!

  • 3.0 Sterne
    10.4.2013

    Ein sehr bedrückender Ort. Ein Ort des stillen Gedenkens, den man zu jeder Zeit besuchen kann und den jeder mal gesehen haben sollte.
    Die Ausstellung gibt die Geschichte und Geschehnisse an diesem Ort meines Erachtens vollständig wieder.
    Besonders unheimlich ist natürlich die Kontinuität des benachbarten Gefängnisses, die leider nicht wirklich thematisiert wird. Das ist schade, denn irgendwie steht diese Kontinuität auch symbolhaft für die fehlende Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit in den Jahren nach dem Krieg.
    Ich hoffe, die Deutschen lernen aus den Dingen die hier geschehen sind und wählen sich nicht wieder solch eine Barbarei.

    • Qype User nydong…
    • Köln, Nordrhein-Westfalen
    • 171 Freunde
    • 202 Beiträge
    5.0 Sterne
    23.1.2009

    Die Gedenkstätte Plötzensee befindet sich im Bezirk Charlottenburg zu Berlin, nebenan besteht heute schon seit vielen Jahren eine Justizvollzugsanstalt. 1952 wurde die Gedenkstätte durch das Land Berlin eingeweiht.

    Die Gedenkstätte ist schlicht und doch gewaltig. Viele Gedanken kreisten in meinem Kopf.

    Zentralpunkte sind wohl der Gedenkraum mit Hinrichtungsbalken sowie der Innenhof mit Gedenkwand Den Opfern der Hitlerdiktatur 1933-1945. Etwa 3.000 Menschen mussten hier ihr leben lassen, darunter viele Kämpfer gegen die Hitlerdiktatur, Menschen, die sich dafür eingesetzt haben das unbegreiflich große Leid dieses Regimes zu begrenzen.

    Zuerst wurden Hinrichtungen auf dem Innenhof vollstreckt, später dann mit der Guillotine im heutigen Gedenkraum, in dem später auch noch Hinrichtungsbalken zum Erhängen angebracht wurden.

    Ein Ort, an dem man kaum spricht. Die Eindrücke verbieten es beinahe. Dem Schweigen folgen die Gedanken an die Opfer.

    Hier sind die viele wahre Helden der Diktatur ermordet worden.

    Schweigen.

    Gedenken.

  • 5.0 Sterne
    21.7.2012
    Erster Beitrag

    Ein stiller Ort, der zum Nachdenken anregt. In zwei Räumen werden sowohl die Fakten dargestellt als auch Menschen portraitiert, die hier ihr Leben ließen. Man hört oft nicht mehr als das Rascheln des Laubs. Beruhigend und etwas ungeheuerlich zugleich.
    Ein Jahr später besuchte ich auch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand und ich bin froh, dass sich die Gesellschaft mit diesen schwierigen Themen auseinander setzen darf.

    • Qype User Fuldan…
    • Dublin, Irland
    • 158 Freunde
    • 37 Beiträge
    5.0 Sterne
    31.8.2012

    Ich kann nicht in Worte fassen , was ich beim Besuch der Gedenkstätte empfand, aber es schnürt mir noch jetzt den Hals zu, wenn ich daran zurückdenke
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    In stillem Gedenken an all diejenigen, die als Opfer einer Unrechtsjustiz hier ermordet
    wurden:
    Liselotte Herrmann
    Galina Romanowa
    Herrmann Stöhr
    Musa Dshalil
    Karlrobert Kreiten
    Zdenek Hajek
    Arvid und Mildred Harnack
    Claus Schenk Graf von Stauffenberg
    ..
    Photo link: i49.tinypic.com/2e0kcc2.…
    Die Strafanstalt Plötzensee - ein Gebäudekomplex für ca. 1200 Inhaftierte - wird von 1868 bis 1879 vor den Toren Berlins errichtet.
    Bald nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verschärfen sich die Haftbedingungen.
    Proklamierte Ziele des Strafvollzuges sind Vergeltung, Abschreckung, Ausmerzung Minderwertiger.
    Die Haftanstalt wird auch zum Untersuchungsgefängnis für politische Strafverfahren, die insbesondere vom Volksgerichtshof und weiteren Sondergerichten in zunehmender Zahl durchgeführt werden.
    Zwischen 1933 und 1945 fallen 2891 Menschen justizförmigen Tötungen zum Opfer.
    1936 entscheidet Adolf Hitler auf Vorschlag des Justizministers Gürtner, dass die Hinrichtungen künftig mit dem Fallbeil zu vollstrecken sind.
    1942 wird im Hinrichtungsraum ein Stahlträger eingezogen, an dem acht Eisenhaken befestigt sind. An diesen Galgen werden Erhängungen vorgenommen  zunächst an den Mitgliedern der Roten Kapelle, später an den an dem Umsturzversuch vom 20. Juli 1944 beteiligten Widerstandskämpfern.
    Auf der Luftaufnahme oben ist das Gebäude III zu erkennen, in welchem die zum Tode Verurteilten inhaftiert sind. Links daneben erkennt man den Hinrichtungsschuppen, der teilweise erhalten und Teil der Gedenkstätte ist.
    Das Haus III wird nach Kriegsende abgerissen.
    1951 beschließt der Senat von Berlin die Gedenkstätte zu errichten.
    Seitdem ist Plötzensee ein Ort der Erinnerung und des stillen Gedenkens an alle Opfer der nationalsozialistischen Diktatur.

    NIE WIEDER !

    • Qype User dinter…
    • Berlin
    • 0 Freunde
    • 5 Beiträge
    5.0 Sterne
    8.3.2012

    Die Gedenkstätte in Plötzensee ist ein sehenswerter Ort und ein Ort des stillen Gedenkens an all diejenigen, denen hier ihr Leben genommen wurde. Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus. Hier wird die Geschichte dem Besucher verdeutlicht anhand von Gedenktafeln. Ob es das Strafgefängnis oder die Blutnächte sind in den Jahren von 1933 bis 1945. Ein Gedenkraum in dieser Gedenkstätte erinnert an die Hinrichtungen von damals. Geschichte in Bildern erinnert in einem weiteren Raum an die nationalsozialistische Justiz von damals. Die Gedenkstätte ist immer geöffnet in der Woche. Ich selbst war auch mit der Schulklasse mal da und es war sehr interessant und man hat sehr viel über die Geschichte erfahren.

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