Qype Logo Bei Yelp registrieren

Qype hat sich Yelp angeschlossen um dir noch mehr Beiträge, Community und Geschäfte zu bieten. Weitere Infos.

Empfohlene Beiträge

×
Dein Vertrauen ist unser Hauptanliegen, daher können Unternehmen nicht für Änderungen oder Löschungen von Beiträgen bezahlen. Mehr darüber
    • Qype User ariell…
    • Krauschwitz, Sachsen
    • 6 Freunde
    • 9 Beiträge
    5.0 Sterne
    20.7.2008

    Eine der wehmütigsten Liebesgeschichten des 19. Jahrhunderts endete in Muskau. 1836 kaufte Fürst Pückler eine junge Abessinierin, Machbuba, auf dem Sklavenmarkt in Kairo. In den nächsten 5 Jahren zog er gemeinsam mit ihr durch die Landen. Ägypten, Jordanien, Syrien, sie besuchten Istanbul, Griechenland, Bulgarien und Wien. Auf dieser Fahrt entdeckte der Fürst sich selbst  und was ihm bislang fehlte: Ein bedingungsloses Gefühl der Liebe. Europäische Etikette, der Standesverkehr, das Eingebundensein in seine Welt hatten sein Herz bisher in Schranken gehalten. Machbuba mit ihrem von all dem unberührtem Geist, die Ferne zu seiner Heimat und ihren reglementierenden Bedingungen schafften für ihn den Freiraum, diese Gefühle zuzulassen. Es sollte eine Beziehung voller Spannungen und Überraschungen sein. Zur besseren Verständigung lehrte er sie italienisch, und sie schufen sich dabei ihre eigene Sprache, mit den Wörtern, die sie mit einbrachte. Im dolce far niente, im süßen Nichts, ließen sie sich treiben. An eine Rückkehr nach Bad Muskau dachte der Fürst lieber nicht. Denn dort wartete seine zwar formell geschiedene und elf Jahre ältere Frau, mit der er aber immer noch ein engstes Verhältnis pflegte.
    Sie drängte ihn auf jede erdenkliche Art zur Rückkehr in die alten Verhältnisse. Die neue Reisebegleiterin hatte ihre Eifersucht entfacht, und sie setzte alles in Bewegung, um Machbubas Ankunft auf Schloss Muskau zu verhindern.
    Aber Pückler ließ sich nicht mehr reinreden. Mit seiner sterbenskranken Pflegetochter erreichte er 1840 seinen Heimatort. Ihr letzter Wunsch war, dass Pückler bei ihre wäre, wenn sie von dieser Welt scheiden würde. Doch Lucie hatte sich all ihre Hoheiten zurückerobert. Sie wurde krank in Berlin. Pückler blieb bei ihr. Machbuba starb allein.
    Diesen Grabstein bekam sie 47 Jahre nach ihrer Beisetzung von den Muskauern gestiftet.

  • 5.0 Sterne
    21.8.2012
    Erster Beitrag

    War zwei Mal da, und jedes Mal bedrückt in Kenntnis der Geschichte, machteich traurig

Seite 1 von 1