Qype Logo Bei Yelp registrieren

Qype hat sich Yelp angeschlossen um dir noch mehr Beiträge, Community und Geschäfte zu bieten. Weitere Infos.

Bearbeiten
  • 5.0 Sterne
    8.1.2009
    Erster Beitrag

    Sich im kalten Winter den öffentlichen Verkehrsmitteln anzuvertrauen, ist Abenteuer pur. Bis auf eine halbe Stunde zusätzlicher Wartezeit ist aber alles gut gegangen. Ich nutzte diese Zeit, um am Rhein stimmungsvolle Winterbilder aufzunehmen. In einem parkähnlichen Garten an der Haltestelle habe ich mehr Vögel (sogar Kernbeißer) beobachten können als später auf der ganzen Strecke.

    In meiner Sportwanderzeit bin ich immer von Königswinter (56m) zu meinen Siebengebirgszielen gelaufen. Heute bin ich sehr dankbar, den Bus bis zur Margarethenhöhe (323m) nutzen zu können. Es ist zu jeder Jahreszeit eine wunderschöne Fahrt  mit Aussichten auf die Gipfel, in kleine Nebentäler, einem schmalen Bach. Meine Augen registrieren unbegangene Wandervarianten . .

    Irgendwie hatte ich mir eingebildet unter der Woche allein im Siebengebirge zu sein  weit gefehlt. Alle Kids der Umgebung sind mit ihren Schlitten oder Plastikschalen unterwegs. Die Eltern durften teils zum Ziehen mitkommen. Alle ansteigenden Wege wurden zu Rodelbahnen umfunktioniert. Mit Geschrei und Getöse geht es hinauf und hinab. Erfolgserlebnisse werden den Eltern über Kilometer hinweg mitgeteilt . . . Nun gut! Rasch beschloss ich, mich nicht zu ärgern sondern mich mit den Kids zu freuen. So oft gibt es im Rheinland kein Rodelwetter.

    Ich nahm den schneebedeckten Fahrweg, der sich in gemächlichen Kurven nach oben schraubt. Er ist nicht steil genug zum Rodeln. So kam ich ohne allzu große Anstrengung zum Gipfel des Großen Ölberges (461m). Am Vortag hatte Petrus uns eine 20cm dicke Schneedecke beschert, die Bäume sind heute bereits wieder schneefrei. Schade! Der Ausblick vom Ölberg über das Siebengebirge ist atemberaubend schön.

    Im Internet hatte ich gelesen, dass das Gasthaus (gasthaus-oelberg.de) auf dem Ölberg erst wieder am 17.01.09 öffnet. Mancher Wanderer stand nach dem Aufstieg sehr enttäuscht vor der verschlossenen Tür.

    Auf der Terrasse waren die Gartenstühle nicht weg geräumt. Einige Leute hatten Platz genommen, um die Aussicht in Ruhe zu genießen. Ich tat es ihnen gleich, packte meinen heißen Tee und ein Butterbrot aus, ein Stück Eierlikörkuchen hatte ich auch dabei. Ich liebe solche Pausen.

    Den Abstieg nahm ich hoch konzentriert vor  steile Stufen unter Schnee wollen genau beachtet werden. Wie immer geben mir die Wanderstöcke Sicherheit. Über den Rheinhöhenweg wanderte ich am (geschlossenen) Einkehrhäuschen vorbei, Richtung Kloster Heisterbach (142m). Hier war endlich Ruhe im Wald.

    Die Klosterruine steht verlassenen auf dem Gelände, normalerweise tummeln sich hier viele Besucher. Ich gehe am abgeernteten Maisfeld vorbei, zur Bushaltestelle. Oh, ich bin drei Minuten zu spät. Egal, dann warte ich eben die halbe Stunde, laufen mag ich nicht mehr. Nach zehn Minuten biegt der Bus unverhofft um die Ecke  der Schnee machte es möglich!

    ps: entgegen der Info des Qypers Georg W. kann der Ölberg nicht mit dem Auto befahren werden. Nur den Gasthaus-Betreibern ist die Autonutzung gestattet. Für alle anderen gilt: Parken auf der Margarethenhöhe. Die angegebenen 20 Minuten bis zum Gipfel sind nur von Sportwanderern über den Steilanstieg einzuhalten. Wer den gemächlichen Weg nimmt, benötigt ca. 40 Minuten.

    • Qype User geow…
    • Bergisch Gladbach, Köln, Nordrhein-Westfalen
    • 43 Freunde
    • 30 Beiträge
    5.0 Sterne
    4.5.2007

    Noch ist das Wetter gut, also schnell ein Wandertipp in meiner Siebengebirgsreihe.

    Der Weg von der Magarethenhöhe hinauf auf den Großen Ölberg ist zwar nicht der allerschönste im Siebengebirge, aber er führt schnell auf die mit 460 Meter höchste Erhebung im Siebengebirge. Weghinweise finden sich unter der angegebenen Website, dort unter Nummer 10 auch eine anspruchsvolle Tour über die wichtigsten der sieben Berge.

    Die Sicht von der Spitze des Ölbergs aus ist jedenfalls grandios - sowohl über das Siebengebirge hinweg über den Rhein als auch nach hinten hinaus aufs flache Hinterland. Bei gutem Wetter kann man die Eifel, den Taunus und den Westerwald sehen - und bei Nacht auch die Lichter Kölns.

    Richtig nett ist der Ölbergasthof mit einer wunderschönen Terrasse und einer urigen Gaststube. Spezialität ist Wild "direkt vom Jäger", aber auch die anderen deftigen Speisen der Region sind nicht zu verachten.

    Man kann aber auch über die Terasse hinaus bis in die Spitze des Ölbergs klettern und sich auf den Felsen in prekärer Lage zum Picknick niederlassen. Hier ist die Aussicht unschlagbar.

    Ein Tipp für die fußfaulen Liebhaber der Natur: der Gipfel ist auch per Auto erreichbar.

    -------
    Hier weitere Tipps für das Siebengebirge:
    qype.com/place/37105
    qype.com/place/37136
    qype.com/place/37788

Seite 1 von 1