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    • Qype User Höhlen…
    • Schwerte, Nordrhein-Westfalen
    • 279 Freunde
    • 574 Beiträge
    5.0 Sterne
    15.4.2010

    Die alten Tagebau- Stollen der ersten Kleinzeche Glückaufsegen sind längst zusammengefallen, haben Bäume und Wege mit sich in den Untergrund gezerrt, aber ein geniales, mystisches Bachtal hinterlassen! Was lange vor 1820 begann, wurde heute zu einem echten Biotop mit faszinierenden pflanzlichen Lebensgemeinschften. Der alte Grubenbach ist inzwischen an einigen Stellen oberirdisch zu sehen und auch zu riechen, denn das fast orangefarbene quirlige Wasser riecht streng nach Schwefel und verrät, dass es aus einem Berg mit Raseneisenstein- Vorkommen stammt. Dieses Erz war schon bei den Kelten Grund genug, an solchen Orten zu siedeln und Metallgießereien zu etablieren, Rennöfen (Vorgänger unserer Hochöfen) zu bauen und die gesamte Gegend mit Qualm und Asche zu überziehen. Heute sieht man nur noch üppige Natur, schillernde Tümpel und Libellen, Falter, Singvögel, Eichhörnchen. Aber dennoch ist Vorsicht geboten, denn neben den alle Jahre neu verlegten Spazierwegen lauert der Tod, dann nämlich, wenn man diese Wege verlässt und in die vermeintlich sicheren Grünflächen hineinwandert. Unter dem Bachtal befinden sich die alten, eingebrochenen Stollengänge, die immer wieder mal bis nach oben durchbrechen und alles in die Tiefe ziehen. Einzelne haben hier schon ihr Leben gelassen, manchmal auch, ohne je wieder aufgetaucht zu sein. Aber die neuen Wege sind bergamtlich geprüft und für die nächsten Jahre sicher. Ein Spaziergang hier führt in die Wiege des heutigen Ruhrgebiets, das vom Jahrtausende alten Erz- und Kohleabbau geprägt wurde: Glückauf, der Bergmann kommt!

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