Qype Logo Bei Yelp registrieren

Qype hat sich Yelp angeschlossen um dir noch mehr Beiträge, Community und Geschäfte zu bieten. Weitere Infos.

Bearbeiten
  • Hallenburgstrasse/Schloßstrasse
    98587 Steinbach-Hallenberg
  • Route berechnen
  • 4.0 Sterne
    13.2.2011
    Erster Beitrag

    Eine tolle Burgruine, von der man einen schönen Blick auf Steinbach-Hallenberg hat. Die Hallenburg ist das Wahrzeichen von Steinbach-Hallenberg.

    Laut Wikipedia gibt's hier einige historische Infos:

    Erbauung
    Von wem und wann die Hallenburg gebaut wurde, kann heute nicht mehr zweifelsfrei bestimmt werden. Die Erbauungszeit 909, die Johann Sebastian Güth in seiner Chronik der Stadt Meiningen angibt, ist umstritten, da jeglicher Beweis fehlt. Die dynastische Kleinherrschaft der Herren von Hallenberg könnte aber bis in die Anfänge des 12. Jahrhunderts zurückgehen, da der Grenzverlauf einer Reinhardsbrunner Klosterurkunden aus dem Jahre 1111 Rückschlüsse auf ein Herrschaftsgebiet um die Hallenburg zulässt. Die Hallenburg soll sich auch unter den von Kaiser Otto IV. im Jahre 1212 zerstörten Schlössern befunden haben, was die Vermutung nahelegt, dass die heutige Ruine Anfang des 13. Jahrhundert auf älteren Grundmauern von den Herren von Hallenberg errichtet wurde.

    Erste urkundliche Erwähnung
    1228 wird bei der Entvogtung des Klosters Rohr unter anderem Reginhald von Haldinberc als Handlungszeuge genannt. Mit dem Erwerb der Herrschaft Hallenberg durch die Grafschaft Henneberg endet 1232 die dynastische Kleinherrschaft. 1232 wird Reinhard von Hallenberg als hennebergischer Dienstmann genannt. Seit Mitte des 13. Jahrhundert war die Hallenburg Residenz, Amts- und Verwaltungssitz, Schutzburg und Zentgefängnis des mittelalterlichen Gerichtsbezirks Zent Benshausen. Während der gesamten hennebergischen Herrschaft wurde die Burg und das Amt Hallenberg von Burg- und Amtmännern verwaltet. 1268 wird die Hallenburg selbst erstmals als Castum Haldenberc in einer lateinischen Schenkungsurkunde erwähnt.
    Als sich das Henneberger Grafenhaus im Jahre 1274 in die Linien Henneberg-Hartenberg, Henneberg-Aschach-Römhild und Henneberg-Schleusingen auftrennte, fiel die Burg in die Hartenberger Linie. Die Hallenburg wurde Wohnsitz und Residenz der Grafen von Henneberg-Hartenberg. Diese verpfändeten die Hallenburg aus finanziellen Gründen 1374 an die Herren von Bibra. Am 13. März 1391 traten diese die Hallenburg an die Henneberg-Aschach-Linie ab, da die Hartenberger Linie ausgestorben war. 1549 wurde die Burg und das Amt Hallenberg aufgrund eines Erbfolgestreites (Aussterben der Aschach-Römhild-Linie) von Graf Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen mit Gewalt eingenommen.

    Niedergang
    Als 1583 das henneberger Grafenhaus ausstirbt steht die Burg im Mittelpunkt ständiger Erbauseinandersetzungen, Verpfändungen und Erbteilungen. Im Jahre 1584 geht das Amt Hallenberg aufgrund von Erbverbrüderung an das sächsische Herrscherhaus über. Aus dem Jahre 1584 sind ein Inventarverzeichnis und Baurechnungen der Hallenburg erhalten. Bis 1588 ist die Hallenburg Sitz des Burgvogts und Amtverwalters. Danach wohnte nur noch ein Hofmann in den unteren Gebäuden der Burg. Die Amtsverwaltung wurde Ende des 16. Jahrhunderts mit Kühndorf zusammen gelegt, was den Niedergang der Burg bedeutete. 1608 wurde per landesherrlichen Befehl das ruinöse Haus Hallenberg mit allen seinen Gebäuden niedergelegt. Seitdem war die Burg Ruine.
    In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges diente die Ruine den Talbewohner als Schutz vor den anrückenden Kriegshorden. 1624 wurde Steinbach-Hallenberg von kaiserlichen Reitern angegriffen. Damals noch erhaltengebliebenes Holzwerk wurde vermutlich verfeuert.

    Wiederentdeckung und Erhaltung
    Ruine Hallenburg um 1900
    Erst im 19. Jahrhundert bemühte man sich wieder um eine Erhaltung der Ruine. Grund war die mit der Romantik einsetzende Bewunderung des mittelalterlichen Lebens und der mittelalterlicher Kunst. Im Jahre 1850 wurde ein Etat für die Unterhaltung der Ruine in Höhe von 65 Talern bewilligt. 1866 wurden die kurhessischen Staatsforste mitsamt der Hallenburg an Herzog Ernst von Sachsen-Coburg-Gotha verschenkt.

    Felssturz von der Hallenburg (zerstörte Werkstatt), 1919
    Als am 20. August 1919 die an der Westseite hängende, steil hervorspringende Felskanzel abstürzt, wird das Gesamtbild der Burg zerstört. Das Unglück hatte sich allerdings schon lange Zeit vorher angekündigt. Auf verdächtige Sprünge in der Felskanzel reagierte man mit einem Warnschild und der Sperrung des Geländes. Der herabstürzende Porphyrfelsen riss eine Werkstatt im Tal mit sich und zerstörte diese vollständig. Wie durch ein Wunder wurde dabei niemand verletzt.
    1945 wurde die Ruine in die geschützten Denkmäler des Kreises aufgenommen. Es wurden erhebliche Geldmittel zum Erhalt zur Verfügung gestellt. Seit 1984 bekrönt wieder eine Dachhaube nach altem Vorbild den Turm.

    Anlage
    Die Gesamtanlage der Hallenburg lässt sich heute nicht mehr vollständig feststellen. Die Burg bestand vermutlich aus einer Vorburg und einer etwa zwölf Meter höher liegenden Kernburg mit Bergfried und herrschaftlichem Hauptgebäude. Auf der Vorburg, die mit etwa zwei Meter dicken Umfassungsmauern geschützt war, standen die Wirtschaftsgebäude, ein scheunenartiges Gebäude und zahlreiche

Seite 1 von 1