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  • 5.0 Sterne
    16.2.2014

    Gute Gedenkstätte zu einer Konferenz mit schrecklichem Inhalt. Am Wochenende gibt es kostenlose einstündige Führungen (ohne Anmeldung), die Ausstellung an sich ist aber auch gut gemacht und selbsterklärend. Broschüren in verschiedenen Sprachen und eine Internetseite voller Informationen. Gut war auch der Hinweis auf die entsprechenden Verfilmungen, die in voller Länge online zu finden sind.
    Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

  • 3.0 Sterne
    20.1.2012

    Heute vor 70 Jahren fand in diesem Gebäude die sog. Wannseekonferenz statt. In dem Konferenzsaal sollten an diesem Tage die Vernichtungsaktionen koordiniert und beschlossen werden. Auch wurde beschlossen wer ab welchem Verwandschaftsgrad zu jüdischen Vorfahren überleben durfte und wer nicht.
    Leiter der Veranstaltung war Reinhard Heydrich, ein geschasster Marine-Funker. Eingestellt wurde er unter seltsamen Bedingungen von dem Hühnerzüchter Heinrich Himmler.
    Die Herren waren damals in einem Alter, der bei der FDP Boygroup genannt wird. Das Damenprogramm in den Vorzimmern soll aus Musik hören und Tee trinken bestanden haben. Drei Sterne: Die Villa kann nichts dafür.

  • 5.0 Sterne
    23.7.2010 Aktualisierter Beitrag

    Eine wirklich gelungene Gedenkstätte mit einer sehr guten Ausstellung. Die Räume sind zwar durch die Nutzung während des kalten Krieges nicht mehr alle original erhalten, aber die gut konzipierte Ausstellung lässt einen das schnell vergessen.

    Im Rahmen einer Berlinreise sollte man die Gedenkstätte mit einplanen, auch wenn diese ein wenig außerhalb ist.

    5.0 Sterne
    18.1.2010 Vorheriger Beitrag
    Eine wirklich gelungene Gedenkstätte mit einer sehr guten Ausstellung. Die Räume sind zwar durch die… Weiterlesen
  • 5.0 Sterne
    6.4.2007

    Ich hatte auch schon eine Weile überlegt, dieses Haus mit der traurigen Geschichte, in dem am 20.01.1942 die sog. "Endlösung der Judenfrage" während einer Konferenz entschieden wurde sowie die Dauerausstellung vorzustellen. Als ich dies heute nun in Angriff nehmen wollte, stellte ich fest, dass dies inzwischen geschehen ist. So berichte ich nur über einen persönlichen Besuch.

    Eine Freundin von uns arbeitet im Haus der Wannsee-Konferenz und mein Mann macht öfters mit ihr Pause, hierzu kann man schön in dem circa 25.000 qm großen Garten, der nur während der Öffnungszeiten zugänglich ist, direkt am Wannsee spazieren und am Wasser sitzen. Dies kann ich bei einem doch bedrückenden Besuch dieses Hauses mal für zwischendurch und hinterher auch nur empfehlen.

    Das Haus und seine Dauerausstellung haben wir vor der Umgestaltung der Ausstellung vor fast zwei Jahren besucht. Unser Besuch, eine Warschauerin, die Deutsch studiert, benötigte auch Material für ihre Diplomarbeit in Geschichte, so dass wir mit ihr dorthin fuhren und die Ausstellung besuchten. An der Rezeption bekamen wir dann auch für unseren seinerzeit 10-jährigen Sohn die Zimmer genannt, die er schon besuchen konnte und welche, in die er lieber noch nicht gehen sollte (er war durch gelesene Bücher schon zu diesem Thema sensibilisiert). Die Mädchen gingen mit unserer Freundin in ihr Büro. Jeder von uns drei Erwachsenen ging dann auch andere Wege und informierte sich.

    Im Herbst 2005 war die Ausstellung dann für mehrere Wochen geschlossen und wurde umgebaut sowie modernisiert, denn die Ausstellung wird international viel besucht.

    Mich berührten besonders die vielen Fotos sowie Briefe von Überlebenden, die ihre Erinnerungen der Anfangszeit des Holocaust niederschrieben und den Repressalien, denen sie ausgesetzt waren, bevor sie geflüchtet sind. Einige von ihnen lebten hier in meiner unmittelbaren Friedenauer Umgebung, was einen gleich noch betroffener macht.

    • Qype User Drag…
    • Berlin
    • 24 Freunde
    • 89 Beiträge
    5.0 Sterne
    8.3.2008

    Ich war da 2007 in einer Gruppe. Die Gegend dort ist sehr schön: viel Natur und Aussicht zum Wannsee.

    Es gibt unten Räume, in denen man seine Sachen einschließen kann, damit man sie nicht mit sich rum tragen muss. Und es gibt einen kleinen Pausenraum.

    Normalerweise bin ich nicht so gut in Geschichte, aber dort habe ich mal etwas schneller gelernt.

    Wir haben eine Führung durch das Haus gemacht, es wurde überall etwas Geschichte erzählt und man konnte auch Fragen stellen. Es wurde erzählt, was alles in dem Haus war aber überwiegend haben wir über das Thema Wannsee-Konferenz gesprochen. Nach der Führung haben wir uns in kleinere Gruppen aufgeteilt und haben (für unseren Klassenraum) Plakate gemacht. Meine Gruppe war das Thema Verbote für Juden. In dem Haus ist eine Bibiothek, woher wir die Informationen geholt haben. Wenn wir was nicht gefunden haben, konnten wir einfach nachfragen.

    Auf dem Grundstück - nicht weit vom Haus entfernt - ist auch eine kleine Cantine. Ich habe da eine Pizza gegessen - war lecker. Man kann da sich auch was zum Trinken holen.

    Wer etwas Geschichte lernen will, ist hier genau richtig. Die Leute hier kennen sich gut mit der Geschichte zur Kriegszeit aus.

    • Qype User nydong…
    • Köln, Nordrhein-Westfalen
    • 171 Freunde
    • 202 Beiträge
    5.0 Sterne
    4.10.2008

    Am 20. Januar 1942 verhandelten in der Villa am Wannsee in Berlin 15 hohe Tiere des NS-Staats über die Entscheidung, die Juden Europas in den Osten zu deportieren und zu ermorden.

    Diese Villa kann am schönen Berliner Wannsee besichtigt werden, der Bus 114 bringt den Besucher direkt vom S-Bahnhof Wannsee zum Ort dieser schrecklichen Entscheidung.

    Das Haus in in Form einer Ausstellung zu besichtigen, in dem auch über den Holocaust berichtet wird, zusätzlich ist ein Raum zur Recherche geeignet, in dem sich viele Informationen heraussuchen lassen.

    Von der Ausstellung kann auch für 5 Euro ein Ausstellungskatalog erworben werden, was ich dringend empfehlen würde um den Besuch zu späterer Zeit auch noch einmal Revue passieren zu lassen.

  • 5.0 Sterne
    6.9.2011

    Man, ich tue mich schwer! Erben heißt: Guthaben und Schulden erben, oder ausschlagen!

    Aber wer hat mich gefragt, als ich das Erbe meiner Elterngeneration antrat?

    Niemand!

    Trotzdem weiß ich eines genau: Nur wer über die Vergangenheit Bescheid weiß, kann für die Zukunft handeln, in seiner eigenen Gegenwart!

    Da habe ich in meiner Schulzeit sehr viel versäumt. Doch der Innere Führungsunterricht bei der Bundeswehr hat mir die Augen geöffnet. Zugegeben, es sind schon 40 Jahre her, aber die Nachwirkungen sind noch da. Immer, wenn ich auf Zeugnisse der unsäglichen Machenschaften während der Zeit der Judenverfolgung treffe, lese ich mich ein, mit Gänsehaut und Würgeanfällen.
    (Siehe Foto unten)
    So auch während unseres Besuches im Haus der Wannsee-Konferenz vom 20. Januar 1942. Es wurden Beschlüsse und Vorgehensweisen zur Endlösung der Judenfrage unter der Leitung von Reinhard Heydrich gefaßt. Wer die Protokolle der Sitzung und der folgenden Jahre ließt, stellt die Kaltblütigkeit, unglaublich Arroganz und unbeschreibliche Akuratess bei den Berichterstattungen der beteiligten Behörden in der Vollstreckungsphase fest.

    Doch auch in den Erlassen und Gesetzen der Nationalsozialistischen Zeit spiegelt sich

    der menschenverachtende Rassenwahn der braunen Brut wieder.

    Ich stelle einige Fotos von der Ausstellung hier ein. Damit will ich aufrütteln und betroffen machen und einer möglichen Wiederholung entgegenwirken.
    Die Bibliothek hält viele Bände bereit und die Unterstützung durch geschultes Personal ist gegeben.
    Jedem Bürger der Bundesrepublik sei diese Dokumentation ans Herz gelegt.

    Auch wenn es manchmal schwer zu ertragen ist.
    Fundstücke im Netz:
    Wikipedia (de.wikipedia.org/wiki/Wa…)
    Haus der Wannsee-Konferenz (ghwk.de)
    Protokoll der Wannsee-Konferenz (dhm.de/lemo/html/dokumen…)

  • 5.0 Sterne
    20.3.2007
    Erster Beitrag

    Idylle eines namenlosen Schreckens...: Die Wannsee-Villa. Bezaubernd und schaurig, makaber. Hier haben sich die Fachleute des Holocaust, der Endlösung, über die Maßnahmen und die technischen Details des millionenfachen Völkermords an den europäischen Juden verständigt. Die meisten Schreibtischtäter wurden nie angeklagt und viele der hochqualifizierten (oft promovierten) Teilnehmer der Wannseekonferenz starben Jahrzehnte später einen ruhigen, bürgerlichen Tod, anders als die Opfer des industrialisierten Tötens. Dankenswerter Weise wurde dieses Haus, an dem das Verhängnis beschlossen wurde, zur Dokumentations- und Gedenkstätte umgewidmet. Für nachdenkliche Menschen ist das hier sehr besuchenswert. Das Protokoll der Konferenz von 1942 wird im Wortlaut in vielen Sprachen als PdF auf der Web-Site angeboten. Bitte unbedingt lesen !

  • 5.0 Sterne
    24.3.2009

    The horror, Das Grauen, so lautet der Höhepunkt des Romans Herz der Finsternis von Joseph Conrad, der von den grausamen Verbrechen, der Verstümmelung und der Ermordung von Einwohnern des Kongo durch die scheinbar so zivilisierten Europäer berichtet. Es ist ein Grauen fern im Dschungel, weit weg von den vertrauten Ansichten der Heimat, von dem dort erzählt wird. So kann sich der Leser eher mit dem noch einigermaßen vernünftigen Erzähler identifizieren statt mit dem durchgedrehten Mörder Kurz, der im Buch diese Worte vor seinem Tod spricht.

    Es gehört zur Geschichte Berlins, dass es ein Grauen dieser Art hier bei uns gibt, und da es gerade mal 65 Jahre her ist, kann man die gar nicht so ferne Umgebung, in der dieser Horror stattgefunden hat, heute in der ganzen Stadt immernoch gut sehen. Auffallen tut das jedoch nur an Orten wie dem Haus der Wannseekonferenz, die die Verbrechen des Dritten Reiches dokumentieren.

    Das Grauen, der Horror der Deutschen hat etwas Bürokratisches. In der Wannseekonferenz, über die wir dank eines Protokolls und weiterer Akten historisch gut informiert sind, ging es nicht um die politische Entscheidung, Millionen von Menschen nur aufgrund ihrer Herkunft umzubringen. Diese war längst vorher getroffen worden, und als Absicht sogar öffentlich von Hitler - zum Beispiel in einer Rede von 1939 - kommuniziert worden. Bei der Wannseekonferenz, die im Haus der heutigen Gedenkstätte stattfand, trafen sich Bürokraten, denen es in aller Gefühlskälte, die Beamte, Militärs und Juristen nur aufbringen können, um die Umsetzung der Vernichtung von Menschen ging. Über die Definition des Juden wurde hier gestritten, und über die wirtschaftlichen Folgen eines Verlustes von Arbeitskräften. Dass Mord nun einmal trotz allem Mord bleibt, das stand dagegen nicht auf der Tagesordnung. Aber immerhin hat man alles getan, um den Begriff Mord immerhin sprachlich zu vermeiden. Aber auch so wußte jeder der Anwesenden, was mit dem Begriff Endlösung gemeint war.

    Fast so spannend wie die vielen, hier ausgestellten Zeitdokumente finde ich die Villa selbst. Klassische Bildung, Geschmack, Reichtum strahlt diese aus. Hier kamen die Mörder nicht aus der Gosse, wie einige der führenden Köpfe des Reichs. Hier waren kompetente, gebildete, engagierte Erfolgsmenschen am Werk. Und ihr Erfolg war zum Glück nicht vollständig, aber leider immer noch schrecklich. Sieht man sich die Bilder und Biographien der Teilnehmer der Konferenz an, muss man sich leider doch fragen, ob man in den schrecklichen Zeiten des Dritten Reiches nicht doch einer von Ihnen hätte sein können. Man sollte vielleicht doch besser aufpassen, wo und mit wem man Karriere macht.

  • 5.0 Sterne
    16.4.2011

    Sehr beieindruckende und zugleich erschreckende Ausstellung mit vielen Zeitzeugenberichten. Auch der schriftl. Beschluss zur sogen. Endlösung der Juden ist hier ausgestellt - man kann sich nur an den Kopf fassen, wenn man so einen Schwachsinn liest.

  • 2.0 Sterne
    1.8.2008

    Na gut, der Eintritt ist fair! :-) Aber: was nix kost', ist nix. Schönes Ambiente. Könnte auch in einen Schöner Wohnen-Artikel passen, schöne Umgebung. Aber Moment: eigentlich sollte es ja ein Museum sein. Den Versuch, hier Geschichte sinnvoll zu vermitteln, möchte ich als ehrgeizig bezeichnen. Museumspädagogik vergangener Jahrzehnte. Aber vielleicht dauert es halt einfach bei kostenlosen Ausstellungen etwas länger. Mein Tipp: einfach ein paar Euro Eintritt nehmen und dafür mehr Interaktivität. Nicht falsch verstehen: ich möchte keine Fotostationen und Klimbim wie im Kommunikationsmuseum, aber etwas interessanter können selbst dunkle Kapitel der Geschichte vermittelt werden!!! Zwei Punkte gibts dafür.

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