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  • 5.0 Sterne
    23.3.2013

    Heiligen-Geist-Hospital zu Lübeck

    entstand wahrscheinlich laut vorhandener Urkunden noch vor 1234 vor dem Hintergrund des Verlusts der sozialen Versorgung in den Großfamilien durch das Anwachsen der Städte. Die Stadt sah sich also gezwungen für ihre Armen, Kranken und Alten in diesem entstandenem Hospital zu sorgen.

    Durch den Stadtbrand von 1276 kam es zu einer Zerstörung und nach einem Wiederaufbau soll das Hospital im Jahre 1286 wieder nutzbar gewesen sein.

    Die Gebäude bestehen aus der dreischiffigen Hallenkirche und der Hospitalhalle.
    In der Hallenkirche befinden sich unter Anderen die Kanzel von 1778, Rosettenfenster mit spätgotischer Glasmalerei und ein Sterngewölbe im westlichen Mittelschiff. In den Jahren 1979-1984 wurden Restaurierungsmaßnahmen an den Altären, der Empore und der Kanzel sowie an Einzelfiguren durchgeführt.
    An das Mittelschiff der Kirche schließt sich die Hospitalhalle an (Langes Haus). In der Halle befinden sich hölzerne Kammern in vier Reihen gesetzt in den Kabäuschen befindet sich je ein Bett und ein Nachttisch. Früher einmal, bis etwa 1820, standen die Betten frei in der Halle. Die Kabäuschen im Langen Haus sind etwa 6 qm groß und haben eine Tür mit Fenster sowie ein Klappfenster in der Kammerdecke, das auch zur Lüftung diente. Die Kammern sind noch heute erhalten.

    Von Interesse sind auch die alten Kellergewölbe, Archive und der Kreuzgang mit seiner Matthäustür.
    Im Kircheninneren kann ich eine genauere Betrachtung der Wandmalereien an der Nordwand, zwischen 1315 und 1325 entstanden, oder auch im westlichen Bogenfeld nur empfehlen. In den Fenstern befinden sich Wappen einiger Vorsteher des Heiligen-Geist-Hospitals. In der Kirchenhalle befinden sich zurzeit zwei Altare die reich verziert sind.

    Auch heute ist noch ein Altenheim im Heiligen-Geist-Hospital untergebracht, es wird von der Stadt Lübeck betrieben und entspricht natürlich inzwischen den Anforderungen unserer Zeit.
    Unter dem Hospital befindet sich übrigens ein Historischer Weinkeller und im Inneren findet alljährlich ein Weihnachtsmarkt statt welcher sich zunehmender Beliebtheit erfreut.
    In der wärmeren Jahreszeit erfreut man sich besser an der Ruhe und dem Schatten im Frauenhof  den man vom Kreuzgang aus erreicht.

    Zu erreichen ist auch das Ausflugsziel recht leicht, es befindet sich am Koberg  in Lübecks Altstadt. Vom Hauptbahnhof  benötigt man ca. 15 Minuten Fußweg.

  • 4.0 Sterne
    30.11.2009

    Gestern haben wir es endlich geschafft und waren auf dem Kunsthandwerkermarkt im Heiligen-Geist-Hospital.
    Die lange Schlange hatte uns zuerst abgeschreckt, doch letztendlich waren es nur 10 bis 15 Minuten, die mit frischen, warmen Mutzenmandeln ganz schnell vorbei gingen.
    Das Gebäude hat mich noch mehr beeindruckt, als die Petri-Kirche in Lübeck.
    Die Aussteller haben wirklich schöne Sachen da, teilweise die typischen Dinge, die jetzt in Mode sind, also Walktstoff, Filz in allen Formen und Ledertaschen, aber eben doch jeder anders, jeder mit seiner eigenen Note. Teilweise sahen wir aber auch Dinge, die wir bisher noch auf keinem solchen Markt gefunden hatten.

    Besonders gut gefielen uns dreidimensionale Puzzle mit Tieren, da natürlich besonders die mit den Delphinen und Bilder aus Schafswolle.

    Die Waffeln rochen sehr lecker, der Glühwein war angenehm würzig und die Atmospähre gemütlich und freundlich.

    Einigen Ausstellern konnte man direkt bei der Arbeit zusehen. Ein paar Frauen saßen an Webstühlen, einer nähte an einem Lederportemonaie, eine Frau filzte gerade etwas....

    Wir haben diesen kleinen bummel abseits der üblichen Weihnachtsmärkte sehr genossen und zwei Euro Eintritt fand ich auch nicht zu viel, die sind eine direkte Spende!

  • 5.0 Sterne
    5.12.2010

    Das Gebäude selbst wurde von meinen Vorrednern ja schon ausführlich und mit wunderschönen Fotos beschrieben. Die Historie kann ich leider nicht auswendig herunterschreiben, Fakt ist, dass es offenbar die erste heimartige soziale Einrichtung in Deutschland gewesen ist. Später wurde es als Altenheim genutzt, und nach wie vor befindet sich im Anbau ein Alten- und Pflegeheim der Stadt Lübeck. Daher ist beim Besuch des Weihnachtsmarktes und auch der Gartenanlagen im Sommer Respekt geboten, hier wohnen immer noch Menschen. Einen Besuch wert ist das schöne und eindrucksvolle Gebäude das ganze Jahr hindurch, nicht nur für Geschichtsinteressierte.

    Ein alljährliches Highlight ist für mich jedoch der Kunsthandwerkermarkt. Er findet jedes Jahr um die erste Adventswoche statt, und Ausstellungsort sind die kleinen Kammern, die früher den Alten und Armen als Behausung dienten. Das macht das Ambiente insgesamt schon sehr interessant. Leider ist der Markt ein Touristenmagnet und ist deswegen auch immer extrem überlaufen und tagsüber oft mit Schlange stehen verbunden

    Ich weiß allerdings nicht, warum sich grade die Lübecker darüber beschweren, man kann dem doch super entgehen, indem man kurz vor 18 Uhr erst hinein geht, dann ist es angenehm leer - hat bislang immer geklappt. Dann hat man noch eine Stunde Zeit zu bummeln, und wenn die nicht reicht, kommt man eben nochmal wieder - die 2 EUR sind für einen guten Zweck das Ambiente ist es auf jeden Fall wert.

    Es gibt eine Menge Kunsthandwerk aus allen Sparten zu Besichtigen und natürlich auch zum Kaufen. Von einer lokalen Handarbeitsgruppe mit erschwinglichen Stoff-Weihnachtsbaumschmuck und super Stricksocken, über Kunst- und Kleiderkostbarkeiten für den exklusiven Geschmack bis hin zu den üblichen etwas öko-esoterisch angehauchten Filz- und Lederarbeiten (mein Lieblingsfundstück: eine Art Lederutensil für Homöopartiekugelröllchen - entschuldigt mein Unwissen, aber für mich sah es auf den 1. Blick nach Designverpackung für Drogen aus). Ich könnte noch 100 weitere Beispiele bringen - aber kurzum: Alles in Allem der richtige Ort, um ein Weihnachtsgeschenk für eine liebe Person mit exklusivem Geschmack zu suchen - oder sich selbst was Gutes tun zu tun.

    Zuletzt sei noch die Gastronomie erwähnt: Sie wird übernommen von ehrenamtlichen Organisationen oder dem Altenheim selbst, man wird auf jeden Fall herzlich und preiswert bewirtet. Es gibt einen Cafebereich mit warmen Speisen, da war ich allerdings noch nie.

    Aber an der Weinbar im Kellergewölbe ein Käsebrötchen knabbern, einen Weißwein genießen, der so gut war, dass wir direkt nach der Visitenkarte des Händlers fragten - bessere Eingenwerbung geht gar nicht - und uns von den netten alten Damen hinter der Theke einen Plattdeutschen Wandbehang übersetzen lassen, ist der wohl schönste Weg, einen Weihnachtsmarktabend ausklingen zu lassen!

    By the way.. wenn ich schon so langeTexte schreibe, sollte ich demnächst auch mal Fotos einfügen

  • 5.0 Sterne
    1.12.2006

    Der Weihnachtsmarkt im Heiligen-Geist-Hospital ist alljährliche Anlaufstelle für zig Touristen.

    Aber auch als Lübecker muss man mal dort gewesen sein.
    Es ist jeodch noch voller als auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Kohlmarkt

  • 5.0 Sterne
    10.11.2008

    Auch dieses Jahr lädt der Verband Frau und Kultur e.V wieder zu dem weit über Deutschland hinaus bekannten Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt, der jährlich mehr als 50.000 Besucher aus aller Welt anzieht und seit 1968 im Heiligen-Geist-Hospital stattfindet, ein.

    Der Weihnachtsmarkt beginnt stets am Freitag vor dem 1. Advent und dauert 11 Tage - in diesem Jahr vom 28.11.2008 bis 8.12.2008.

    Dort, wo einst bis Mitte dieses Jahrhunderts noch Senioren die winzigen Holzkabinen in der großen Hospitalhalle bewohnten, bestaunt heute die Besucherschar kunsthandwerkliche Produkte, geniesst das alte Gebäude, zieht Kerzen, schlendert durch die Gänge, kauft Waffeln, trinkt Glühwein und geniesst die Stimmung, die durch musikalische Gastdarbietungen von Chören und Instrumentalgruppen eine besondere weihnachtliche Stimmung in den festlich geschmückten Räumen vermittelt.

    Mehr als 150 Kunsthandwerker, die von einer Jury des Verbandes ausgewählt werden, stellen ihre Arbeiten aus und zeigen Ihnen alte und neue kunsthandwerkliche Techniken. Sie kommen aus ganz Deutschland, Skandinavien, dem Baltikum und vielen anderen europäischen Ländern. Das Angebot ist vielfältig und anspruchsvoll: man findet Keramik, Porzellan und Glas, Handwebearbeiten, Seidendesign, Hüte und Handarbeiten, Kinderkleidung und Puppen, florale Arrangements, Taschen und Rucksäcke aus Leder, Schmuck und Schmiedearbeiten, traditionelle Zinnverarbeitung, Holzspielzeug, Drechslerarbeiten, Krippen und Pyramiden aus dem Erzgebirge, Bücher, Kunstkarten und Aquarelle, Kerzen, Korbwaren, Besen, Bürsten und vieles mehr.

    Einige Aussteller sind seit vielen Jahren dabei, dennoch legen wir Wert darauf, daß jedes Jahr viele Plätze neu vergeben werden, um auch immer wieder jungen, nachstrebenden Kunsthandwerkern eine Chance zu geben und auch neue Trends im Kunsthandwerk zu präsentieren.

    Der Reinerlös des Verbandes kommt in voller Höhe kulturellen und sozialen Zwecken in der Hansestadt zugute.

    Eintrittpreise: Erwachsene 2,00 EUR (auch für Gruppen), Schüler und Studenten 0,50 EUR

    Öffnungszeiten: täglich 10.30 - 19.00 Uhr (am Eröffnungstag ab 12.00 Uhr bis 21.00 Uhr)

  • 4.0 Sterne
    18.8.2011

    Schon sehr, sehr lange heraber wir waren auch mal dort!

    Wir finden das ist einfach ein MUSS, wenn man sich für diese Dinge interessiert!

    Auch diese Bauart ist einfach gelungen und muss ewig erhalten bleiben!

    Heute würde man einen Glasklotz mit grau und weiß bauenmodern aber wenig schön  in den meisten Fällen!

    Es ist wie eine kleine Zeitreisedie automatisch passiert, wenn man drin ist!

    Zumindest war das bei uns so!

    Die kleinen Zimmer waren ziemlich erdrückendund allgemein kamen wir ziemlich ins grübeln, wie das damals wohl so war!

    Als wir alles angeschaut haben, konnte man sich ein echt gutes Bild machen.
    (Wir stimmen zu : Der Weihnachtsmarkt ist echt gelungen..allerdings brechend voll!)

  • 5.0 Sterne
    22.1.2011

    Ich schließe mich dem gut und richtig beschreibenden Bericht von KatharinaR an. Wer von diesem Hospital einen Eindruck gewinnen will und seine mittelalterliche Bedeutung sehen und spüren will, darf nicht zur Weihnachtszeit kommen.
    Er soll sich in der ruhigeren Sommerzeit hineinbegen und dieses Gebäude auf sich wirken lassen.

  • 5.0 Sterne
    3.12.2012

    Ich war zum 1. Advent hier, trotz ca. 20min in der Warteschlange hat sich der Besuch gelohnt. Mir ging es weniger um den Flair vergangener Tage, sondern um den besonderen Weihnachtsmarkt! Obwohl es draußen ungemütlich und kalt war, hier konnte ich bei angenehmen Temperaturen und in Ruhe die weihnachtliche Stimmung aufnehmen. Wer also in Lübeck nicht nur Bratwurst essen, Glühwein trinken und Karussell fahren will ist hier genau richtig!

  • 5.0 Sterne
    9.12.2006

    Ergänzend zu meinen Vorrednern muss ich sagen, so schlimm ist es gar nicht mit dem Geschiebe und Gedränge an Weihnachten. Ich war zwar auch in der "Rush-Hour" am Samstag Nachmittag dort, aber es ging. Die Wartezeit in der Schlange betrug ca. 15 min. Innen ist der Weihnachtsmarkt, der leider nur 10 Tage geht, richtig schnuckelig. Besonders gut gefallen hat mir, dass man Kunsthandwerker trifft, die man sonst fast nicht mehr zu sehen bekommt. Klasse statt Masse - das tut dem Markt hier richtig gut. Sehr zu empfehlen ist die Verpflegung der ehrenamtlichen Helferinnen des Dt. Verbandes Frau und Kultur e.V.: lecker Suppe, lecker Kartoffelsalat und lecker Kuchen! Diese Zeit sollte man sich trotz Weihnachtsstress nehmen und es sich in der "Kantine" gut gehen lassen. Es gibt ausserdem ein Musikprogramm: mehrmals pro Tag finden Darbietungen verschiedenster Gruppen statt.

    • Qype User Kathar…
    • Bremen
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    • 49 Beiträge
    5.0 Sterne
    25.11.2010

    Der Besuch des Hospitals lohnt sich nicht nur zu Weihnachten, im Gegenteil, im Sommer findet man hier kühle Ruhe und ein beeindruckendes Zeugnis der Sozialstruktur der mittelalterlichen Gesellschaft. Mittelalter-Fans kommen voll auf ihre Kosten und mitgeschleppte,eigentlich total uninteressierte staunen, das selbst das Mittelalter nicht nur schlimm, grau und dreckig war - mit dem nötigen Kleingeld zumindest konnte man schon vor über 700 Jahren im Alter hier einen Platz ergattern. Die kleinen Abteile entstanden später und wurden bis 1970 noch als Zimmer genutzt. Eine Reise in vergangene Zeiten!

    • Qype User vera83…
    • Bonn, Nordrhein-Westfalen
    • 0 Freunde
    • 38 Beiträge
    5.0 Sterne
    25.12.2010

    Ist man zu entsprechender Zeit in Lübeck, sollte man sich den Weihnachtsmarkt in diesem historischen Gebäude nicht entgehen lassen. Nicht nur die "Ausstattung" und Präsentation ist interessant. Klar, es gibt überall Weihnachtsmärkte, aber hier werden besondere Produkte angeboten, alles Handarbeit, etwas, was man nicht überall bekommt. Beim ersten Besuch hatten wir Glück und es hatte sich noch keine Schlange an Eingang gebildet, am nächsten und übernächsten Tag musste man Wartezeiten von mind. 15 Minuten in Kauf nehmen.

    • Qype User elegan…
    • Lübeck, Schleswig-Holstein
    • 0 Freunde
    • 47 Beiträge
    1.0 Sterne
    22.7.2009

    interessant, muss man mal gesehen haben, aber ewig schlange stehen zur weihnachtszeit lohnt sich nicht, künstlerische weihnachtsmärkte gibt es auch in anderen städten ohne stundenlanges anstehen!!!! tourinepp!!!

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