Qype Logo Bei Yelp registrieren

Qype hat sich Yelp angeschlossen um dir noch mehr Beiträge, Community und Geschäfte zu bieten. Weitere Infos.

Bearbeiten
  • 5.0 Sterne
    9.9.2010

    Der Hochstrahlbrunnen am Schwarzenbergplatz gehört sozusagen zu meiner Nachbarschaft. Oft genug gehe in dort spazieren und ruhe mich auf den Bänken rund um den Brunnen aus.

    Dieser erstrahlt jeden Sommer in den buntesten Lichtern wieder und katapultiert Unmengen von Wasser in die Höhe schießt. Ein tolles Schauspiel, dem man auch nach 17 Jahren täglichen Sehens zuschauen kann.

    Eine Begegnung mit dem Brunnen werde ich nie vergessen. Ich war 17 und war mit Freunden in Vösendorf fort. Danach mussten wir in den 1. Bezirk fahren, weil wir sonst nicht wussten wo es Pizza und Kebapstände gibt. Mit dem Essen im Gepäck fuhren wir auf den Schwarzenbergplatz, verschlangen wie Löwen die Pizzaschnitten mit dem Blick auf den Brunnen gerichtet.

    Bis nicht ein Freund die Trinkwasserpumpe entdeckte und.... wir klatschnass den Weg nachhause suchten ;-)

  • 5.0 Sterne
    18.8.2010
    Erster Beitrag

    Der Schwarzenbergplatz ein Platz auf dem man auch Platz hat.
    Die Meisten als Plätze bezeichneten Orte in Wien sind eigentlich keine Plätze.
    Der Schwarzenbergplatz ist ein echter Platz auf dem man auch Platz hat.

    Zwischen Kärntner Ring, Stadtpark und Belvedere, findet man ihn und am Besten kommt man zu Fuß hin (er ist umringt von einem sehr schönen Teil Wiens; ein Spatziergang schadet also nicht), oder mit den Straßenbahnen D,1,2 und 71, oder mit dem Bus 4A!

    Was man dort sicher nicht übersieht ist das Sowjetische Befreiungsdenkmal.
    Sehr schön anzusehen und erfrischend, weil davor auch noch ein Hochstrahlbrunnen steht, der anlässlich der Fertigstellung der 1. Wiener Hochquellenleitung gebaut wurde!
    Es ist echt super sich gemütlich zum Brunnen hinzupflanzen, die Füße ins Wasser baumeln zu lassen und die Sonne zu genießen (wenn sie mal da ist).

    Nebenbei kann man die schönen umliegenden Gebäude betrachten, wie z.B. die französische Botschaft. Für kaltes Trinkwasser ist auch gesorgt. Hier steht nämlich wie so oft in Wien ein Trinkwasserbrunnen. Man kann es hier also länger aushalten.

  • 5.0 Sterne
    21.8.2010

    Ein Platz der Geschichte und Geschichten

    Der Schwarzenbergplatz ist definitiv mein Lieblingsplatz in Wien. Hier habe ich immer das Gefühl von Freiheit und Fortschritt. Obwohl ja ein Denkmal den Platz prägt, das gar nichts damit zu tun hat, oder doch ? Immerhin waren die Sowjettruppen an der Befreiung Wiens nach dem 2.Weltkrieg beteiligt, obwohl sie nicht beliebt waren hier. Mein Opa hat mir erzählt, das am Schwarzenbergplatz, der ja sowjetische Zone war, ein Schwarzmarkt war nach dem Krieg. Das Denkmal für den russischen Soldaten ist außerdem wichtig, schließlich sind viele Russen im Krieg gefallen. Der Entwurf des Denkmals für die rote Armee wurde von den Russen im Februar 1945, noch bevor sie Österreich erreicht hatten, in einem Architektenwettbewerb, gewonnen von Major S. G. Jakovlev , entschieden.

    Bei der Enthüllung hielten Karl Renner, Leopold Figl, Ernst Fischer und Theodor Körner  Reden, in denen sie der Sowjetarmee dankten, aber auch die Unabhängigkeit Österreichs betonten, um von den Westaliierten nicht für eine russische Marionettenregierung gehalten zu werden.
    Das Denkmal wurde später von der Bevölkerung liebevoll der "Erbsenkönig" genannt. Das hatte mit einer Hilfsaktion zu tun, die die Russen für die Wiener Bevölkerung abhielten, oder aber mit dem Handel am Schwarzmarkt.

    Hier habe ich immer das Gefühl in Ruhe Zeitung lesen zu können und das das " mein Platz " ist. Warum weiss ich auch nicht.
    Vielleicht hängt das auch mit meinem Besuchen im Stadtkino zusammen, das auch am Schwarzenbergplatz ist, oben Richtung Rennweg. Oder damit, das hier das "Haus der Industrie" steht, selbst ein Denkmal der Industriegeschichte Österreichs, in dem mein Opa als Direktor des Oberösterreichischen Molkereiverbandes oft eingeladen war. Hier hat sich die Geschichte Österreichs auf eine ganz praktische Art Richtung Zukunft entwickelt, unter tatkräftiger Hilfe aller wirtschaftlich denkender Menschen nach dem 2.Weltkrieg.
    Ich gebe zu, das vermittelt mir bis heute das Gefühl einer gewissen Sicherheit, auch in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.
    Und das hat wieder gar nichts mit dem Scharzmarkt der Russen nach dem 2.Weltkrieg zu tun:)

  • 5.0 Sterne
    28.8.2010

    Tagsüber ein netter Anblick. Der Hochstrahlbrunnen bringt ein wenig Abwechslung auf den sonst so protzigen, aber tristen Schwarzenbergplatz. Der Brunnen und Statue des Russischen Soldaten sind Denkmalgeschützt.

    Das konnte ich sogar am eigenen Leib erfahren: Es war ca. 4.30 Uhr Nachts im Spätherbst. Wir, zwei Freundinnen und ein Freund von mir, wurden eben erst aus der Bar rausgeschmissen. Keine Chance mehr auf ein Bier, aber noch voller Tatendrang. Wie dem auch sei: der Hochstrahlbrunnen schien uns eine adäquate Beschäftigungsmöglichkeit zu sein. Kurz mal die Schuhe ausgezogen und flutsch...schon waren wir drinnen. Es war zwar bitterkalt, und so richtig Spaß hats auch nicht gemacht, aber hey: wir waren halbnackt im Spätherbst im Hochstrahlbrunnen baden. Der Vorbeifahrenden Polizei hat das aber nicht so gefallen.

    Die Situation kannten sie offensichtlich schon, jedenfalls reagierten sie eh recht leger. Nur kurz die Daten aufgenommen und mit dem Finger gedeutet, dass bitte in Zukunft zu unterlassen...hat nicht ganz so gut geklappt.

  • 5.0 Sterne
    8.9.2010

    Der Hochstrahlbrunnen kann mehr als bloss unheimlich schön zu leuchten, sobald es dunkel wird.

    Die Anordnung der Düsen, deren Höhe und Ausrichtung stehen nämlich für die 365 Tage im Jahr, sieben Tage der Woche, die zwölf hohen Strahlen stehen für die Monate. 30 niedrige Strahlen gibts für die Tage im Monat und 24 für die Stunden des Tages. Wer hätte das gedacht? Hier steckt also ganz schön viel mehr dahinter als hübsch sein..

    • Qype User zy…
    • Wien, Österreich
    • 1 Freund
    • 37 Beiträge
    3.0 Sterne
    4.12.2008

    Der Hochstrahlbrunnen ist ein Blickfang am unteren Ende des Schwarzenbergplatzes. Am schönsten - als Photomotiv - an Sommerabenden, wenn die Wasserspiele farbig angestrahlt werden. Er erinnert an den Bau der ersten Hochquellleitung - der Wasserleitung aus den steirischen Alpen, woher Wien seit über 100 Jahren sein hervorragendes Trinkwasser bezieht.
    Die verschiedenen kleinen Düsen und Strahlen sind nach einem komplizierten Prinzip angeordnet, welches Tage, Wochen, Stunden und Monate symbolisieren soll

  • 5.0 Sterne
    22.8.2010

    "Wos geht bei Dir?" Diese liebevolle Anfrage meines Busenfreundes erreichte mich um 23:36 Uhr an einem mehr als schwülen Sommerabend per SMS. Ich, zu diesem Zeitpunkt gerade mal zum Einschalten des Ventilators fähig, musste doch tatsächlich über diese Frage sinnieren. Ja, was geht eigentlich? Nicht eben viel, zugegeben. Es entspann sich ein erotischer SMS-Verkehr, der mich noch mehr zum Schwitzen brachte. Die einzige Alternative: wir mussten einander an einem kühleren Ort treffen und zwar sofort. Die Frage war nur: wo? In Wien um diese Zeit, na viel Glück. Mir kam eine naheliegende Idee: auf zum Hochstrahlbrunnen am Schwarzenberg Platz! 15 Minuten später und ausgerüstet mit Grappa, einer Decke und natürlich Teddy, meinem mehr als erfreuten Hund, im Schlepptau war ich vor Ort. Rasch fanden wir einander und ein nächtliches Asyl in einer der lauschig-intimen Lauben rund um das Kriegerdenkmal, vor uns der angestrahlte und Kühle versprühende Brunnen und feuchte Wiesen, die es besonders Teddy angetan hatten. Am Rücken liegend klauten wir in inniger Vertrautheit Sterne vom Himmel und gaben uns ganz dieser wundersam-leichten Sommernacht hin. Eine halbe Flasche Grappa und mehrere Stunden später tauchten wir beide wieder aus dieser verzauberten Nacht auf und begrüßten klar im Kopf und leicht im Herzen den erwachenden Morgen. Fazit: Um eine schöne Nacht zu haben, brauchts nicht viel -  Hauptsache, man ist in bester Gesellschaft.

Seite 1 von 1