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    • Qype User Stine8…
    • Hamburg
    • 0 Freunde
    • 2 Beiträge
    5.0 Sterne
    23.9.2009

    Schade, wenn ein so tolles Hotel schließt.
    Wollte eigentlich vor kurzen da ein Zimmer reservieren....

    Danke für die tolle Unterkunft und Betreuung.Das Hotel war der Hammer....:-)

    • Qype User Len…
    • Schaffhausen, Schweiz
    • 164 Freunde
    • 334 Beiträge
    4.0 Sterne
    1.11.2006

    Das Hotel Hanseatic in Winterhude ist das ideale Refugium für Menschen, die Hotels eigentlich nicht mögen und trotzdem einige Tage in Hamburg verbringen wollen. Bis vor ca. drei Jahren hatte ich pro Monat mindestens drei Nächte oder mehr in diesem sympathischen Haus gewohnt.

    Angefangen hatte alles mit Christian von Alvensleben. Das ist der Fotograf, der so unwahrscheinlich schöne Fotoproduktionen macht und wahrscheinlich der würdigste Nachfolger von Reinhard Wolf ist. Dem erzählte ich, dass ich große Hotels verabscheue. Die Inneneinrichtung und der Service ist in großen Häusern so uniform, dass man nie weiß, wo man gerade ist; zumindest in halbwachem Zustand. Er sagte: Probieren Sie es doch mit dem Hanseatic.

    Das kleine Hotel Hanseatic liegt in Winterhude und hat nur 14 Zimmer. Manche meinen, es läge in der Flüsterpropaganda-Hitliste weit oben. Das ist mir egal, solange ich da immer mein Lieblingszimmer erhalte. Die Patriziervilla liegt etwas versteckt an einer flachen Biegung der Sierichstraße. Zimmer auf der Rückseite des Hauses haben einen fantastischen Gartenblick. Aber jetzt komme ich zum Eigentlichen und meinem Lieblingszimmer: alle Zimmer sind unterschiedlich eingerichtet, und das mit besonderem Geschmack. Mein Lieblingszimmer ist komplett japanisch ausgestaltet, nur das Bett entspricht europäischen Gepflogenheiten.

    Früher gehörte das Hansatic einem gewissen Herr Schlüter. Der war zuvor Geschäftsführer im Atlantic und hatte sich mit dem Juwel einen Jugendtraum verwirklicht. Zum Konzept gehört immer noch eine sehr aufmerksame und persönliche Betreuung, ein sagenhaft gutes Frühstück mit mindestens acht verschiedenen Sorten selbst gemachter Marmelade, Eier von glücklichen Hühnern, etc., etc. Dann ein Aufenthaltsraum mit einer gut sortierten Bar (free-of-charge!) und eine Bibliothek. Es gibt es Bücher, Bücher, Bücher. Die sind zum Lesen da und ich habe öfters welche nach Hause genommen, um sie auszulesen. So gut ist das Sortiment.

    Herr Schlüter, übrigens ein begehrter Darsteller in Commercials, war sich nie zu schade, sich persönliche Vorlieben seiner Gäste zu merken. So wusste er zum Beispiel, dass ich gerne meinen Koffer selbst auspacke, zu nächtlicher Stunde Rote Grütze mag und gerne mit dem Alsterdampfer vom Fährhaus Winterhude in die Stadt fahre. Er kannte auch meine Lieblingsautoren und war mit neuen Empfehlungen immer zur Stelle.

    Es scheint so zu sein, dass seine Nachfolgerin Melanie Zobels seine Passion, alles für die Gäste zu tun, mit übernommen hat und großzügig ist. Darum hat sie bestimmt nichts dagegen, wenn ich hier ein Marmeladenrezept verrate:

    Konfitüre Hanseatic
    Zum Nachkochen hier eine Aprikosen-Himbeer-Konfitüre:

    Zutaten:
    1 kg Aprikosen, 1,5 kg Gelierzucker, 500 g Himbeeren

    Zubereitung:
    Die Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen, das Fruchtfleisch in dünne Scheiben schneiden, mit dem Gelierzucker vermischen, abgedeckt über Nacht ziehen lassen. Die Himbeeren verlesen, nicht waschen! Aprikosen-Zuckermischung unter Rühren zum Kochen bringen, 4 Min. sprudelnd kochen lassen, immer umrühren. Himbeeren, püriert und durchs Sieben gegeben, untermischen, alles nochmals zum Kochen bringen, knapp 1 Min. kochen. Topf vom Herd nehmen, die Marmelade in die ausgespülten Gläser geben und sofort verschließen.

    • Qype User Mindeg…
    • Bremen
    • 0 Freunde
    • 25 Beiträge
    1.0 Sterne
    9.9.2009

    Das Hotel Hanseatic ist leider seit ca. 2 Jahren geschlossen, und diese schöne alte Villa wird gerade abgerissen (9.September 2009).

    • Qype User Gentri…
    • Berlin
    • 0 Freunde
    • 8 Beiträge
    5.0 Sterne
    18.6.2012

    Hanseatischer geht es nicht . leider ist das Hotel nicht nur geschlossen  sondern schon abgerissen  auch das Prem ist nun fort  die Fassade bleibt stehen  dahinter wird alles schöner und zeitgemäßer  was immer das bedeutet  
    Ein Nachruf auf das hanseatischste aller Hamburger Hotels!
    Hier also noch einmal mein Kommentar, den an anderer Stelle eh wieder kein Schwein liest  
    Es ist ein Trauerspiel ! In der Zwischenzeit sind Freunde in die Sierichstrasse gezogen  so dass ich immer noch einen schönen Blick auf das hanseatischste aller Hotels hatte: Als Hamburger habe ich einmal selber dort übernachtet und von diesem Zeitpunkt an alle meine Gäste dort untergebracht! Wenn jemand fragte: Was ist denn so besonders an Hamburg, was macht diese Stadt aus, dann habe ich nur gesagt : nächtigt im Hanseatic, genießt es und ihr wisst, was hanseatisch bedeutet ! Mit Herrn Schüler (Wolfgang Schüler  nicht Schlüter  war danach Quatiersmanager in St. Georg  ) ging auch ein ganzes Stück vom ganz besonderen Scham verloren  nie wieder war es ganz genau so wie zu seinen Zeiten  Herr Schüler ist und bleibt der quintessentielle Hanseat .
    Auch ich hatte es schon seit Jahren gespürt  gerade als Gebohrener, der nur noch zu Besuch in die so geliebte Heimatstadt kam: Erst stückweise  dann ganz rapide und immer schneller veränderte sich die Stadt in Richtung Großstadt-Einheitspröttel  Werber in Gucci an Stelle von Gentlemen in blauen Blasern  teures Schickes statt dem grauen Cashmere Strickjäckchen, selbst im Haerlin serviert man nun das Dessert (wir benutzen hier ja lieber das englische Wort Pudding) auf länglichen, rechteckigen Platten ("Königskuchenplatte nannte es die Großmama), die dann auch noch schräg gestellt wird! Als ich den Abrissbagger sein Werk verrichten sah, war das für mich der Endpunkt dieser Entwicklung  ein ganz typisches Stück Hamburg fiel der Abrissbirne zum Opfer  nicht nur ein Gebäude, ein Stil, sondern auch das letzte Beispiel dieser ganz besonderen Lebensart ! Auch das Prem ist nun fort  das Abtei steht zum Verkauf (lässt sich gem. der Anzeige des Maklers wieder mühelos in ein Privathaus oder zeitgemäße (!!!) Eingentumswohnungen umwandeln, bei Bobby Reich riecht es nach alten Fett und Hamburg ist immer weniger Hamburg  sondern nur eine schicke Großstadt mit viel Geld ! Lieber Herr Schüler  retten Sie Hamburg und eröffnen doch bitte ein neues Hotel ! Der Name ist schon da, Hanseatic, was denn sonst! Das Abtei steht zum Verkauf  nur noch entmüllen und hanseatisieren und es kann los gehen ! Aber bitte nur mit dem japanischen Stellschirm im Frühstückszimmer und Herrn Bonsai und mindestens 7 selbst gemachten Marmeladen (wir werden ja bescheiden  ) ! Danke an Herrn Schüler und Frau Zobel, dass wir es so lange genießen durften

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