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  • 4.0 Sterne
    20.8.2012

    So dann möchte ich mich auch nochmal zur documenta auslassen. Ich habe nicht viel Ahnung von Kunst, von zeitgenössi scher schon gar nicht. Aber ich lebe in dieser Stadt und verschließe nicht die Augen davor, was während der 100 Tage in dieser Stadt alles passiert. WIR sind dann, wenn auch nur für kurze Zeit, eine richtige Metropole. Ein unzähliges Sprachenwirrwarr welches man 5 Jahre lang nur sehr selten in dieser Stadt vernehmen kann. Die Lokale haben deutsch-englische Speisekarten, der schnoddrige Nordhesse, bzw. die meisten zeigen sich ganz weltoffen und das Wetter ist gut. Brad Pitt war da und in der HNA ein Rolls-Royce aus dem Orient abgebildet, die Kuratorin outet sich als Fußballfan, Erdbeeren und Hunde sollen die Weltherrschaft übernehmen. Ganz spannend also, leider hab ich nicht ganz so viel Zeit mich all diesen Dingen hinzugeben, aber ich habe mein Bestes getan.
    Sehr gut gefallen haben mir die Objekte am Hauptbahnhof, aus neutraler keine Ahnung hab Sicht, fand ich die am Beeindruckendsten. Auch die vielen über die ganze Karlsaue verstreuten Kunstobjekte haben mich sehr inspiriert und ich fand sie echt ansprechend. Als Hundebesitzer am coolsten natürlich der dog run. Klasse Sache um mal anders seinen Vierbeiner auszulasten, die Frage was das jetzt mit Kunst zu tun hat, stell ich mir nicht, sondern ich genieße lieber den offensichtlichen Spaß den wir beide(ich und Hund) dort hatten und hoffentlich noch mal haben. Ganz großes Kino die Weinbergterassen. Die fand ich echt beeindruckend und ich danke hiermit dem Kasseler Gartenamt und den unzähligen Arbeitern die von der Arbeitsagentur dazu gewonnen wurden, sich für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, dieses wunderschöne Kleinod so schön herauszuputzen, dass es ohne Lebensgefahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte.Ein Dank den wie der örtlichen Presse zu entnehmen war, der documenta gmbh ja nur schwerlich über die Lippen kommt. Das hat mir richtig gut gefallen und die Schönheit dieses Platzes hat mich sehr überrascht und beeindruckt. Wunderbar auch das Ottoneum, ganz besonders die Objekte mit dem Bezug auf Regenwald.
    Erwartungsgemäß beeindruckend die Objekte in der documenta Halle, erwartungsgemäß hinter meinen Erwartungen total zurück geblieben wie bei jeder documenta eigentlich das Fridericianum. Erwartungsgemäß ebenso die arrogante, selbstherrliche, ich bin wichtig Mentalität vieler Besucher. Ich bin ein Star, ich darf meine Wasserflasche mitnehmen, mein Rucksack ist kein Rucksack, meine Tasche und ich wir beide sind eine in Fleisch gewordene Einheit, meinen Helm setz ich nicht auf, nein der Stein am Weinberg wird nur auf andere fallen, niemals auf mich denn ich bin WICHTIG. Gut gefallen hat mir die stoische Ruhe und Gelassenheit der Menschen an den Eingängen und der Aufpasser auf die Kunstobjekte, die sich dies alles einhundert Tage lang anhören dürfen.
    Richtig enttäuschend fand ich die Objekte in den Weinbergstollen. Da hätte man meines Erachtens viel, viel mehr machen können und da hab ich in der Tat, großartigeres erwartet und da hätte auch großartigeres stattfinden können.
    Ansonsten liebe documenta, schön das du da warst und noch einige wenige Zeit hier bleibst, danach wird es wieder sehr still hier.

  • 2.0 Sterne
    16.8.2012
    Erster Beitrag

    Nach meinem letzten Besuch sind über 30 Jahre vergangen und man sieht
    eigentlich keine Entwicklung. Immer noch die gleichen Installationen in
    Schaukästen, für deren Verständnis man 3 Seiten im Katalog lesen muss. Sonst sieht man nur Absonderliches unter Plexiglas.
    Platt und vor allem nicht aktuell. Ich hatte den Eindruck, dass die meisten Ausstellungsstücke der
    dOCUMENTA 13 über 30 Jahre alt sind. Da habe ich auf anderen
    Kunstschauen wesentlich ansprechenderes und anregenderes gesehen. Ich denke auch, die zeitgenössische Kunst ist tatsächlich viel gegenständlicher als dort gezeigt, bin da aber kein Fachmann, vielleicht aheb ich auch einfach die Flaschentrockner, Gipseimer und Fettberge über. Die Auwiesen hatten mehr etwas von einer Bundesgarten- denn von einer Kunstschau.
    Ich
    bin geneigt zu sagen: langweilig
    P.S.: Gastronomie sah nicht einladend aus. Mein Tipp wäre Orangerie, dort sah das Essen gut aus, nette Location, ich habe aber dort nicht gegessen, nur ein Eiskaffee, der war in Ordnung.

    • Qype User jailbr…
    • Kassel, Hessen
    • 0 Freunde
    • 9 Beiträge
    4.0 Sterne
    17.9.2012

    Nur drei Beiträge zur documenta! Das muss geändert werden. Dies war meine erste dOCUMENTA in Kassel. Wie schon beschrieben ist der positive Nebeneffekt, dass alle Straßen voller interessanter Menschen und die Stadt sehr belebt ist. Allein aus diesem Grund würde ich mir wünschen, dass die documenta häufiger stattfinden würde.
    Insgesamt habe ich drei Tage auf der d13 verbracht. Das sehr dicke und schwere Guidebook war mir zu teuer, weshalb ich versucht habe auf eigene Faust Kunst zu erleben. Auch habe ich eine Führung im Kulturbahnhof mitgemacht. Die sogenannten dTours sind aus meiner Sicht sehr empfehlenswert, denn man kann sich nicht nur alleine Gedanken machen, sondern diese mit einer Gruppe teilen und austauschen. Der Kulturbahnhof war auch für mich das Highlight mit den interessantesten Installationen. Nicht alle kann man verstehen. So gab es zum Beispiel einen sehr großen Schrotthaufen, welchem ich wirklich keinerlei Sinn abgewinnen konnte. Trotzdem war der Kulturbahnhof ein sehr schöner Ausstellungsort. An der Aue hat mir gut gefallen, dass man nicht unbedingt eine Eintrittskarte brauchte, um Kunst zu erleben. Hierbei ist mir besonders das Kunstwerk mit den Galgen im Gedächtnis geblieben. Das Fridericanium war für mich ohne Führung etwas schwer zu verstehen. Trotzdem waren alle Schauplätze für mich einen Besuch wert. Ich bin kein großer Kunstexperte, aber ich versuche mich immer auf die Kunstobjekte einzulassen und meist gibt es einen oder mehrer interessante Aspekte. Ich freue mich schon jetzt auf die documenta 14 !!!

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