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    • Qype User apolaf…
    • Berlin
    • 40 Freunde
    • 137 Beiträge
    5.0 Sterne
    21.9.2010

    Diese Klinik verdient eine volle Punktzahl. Ich werde nicht das Essen in den Mittelpunkt rücken oder ähnliches.
    Die Kompetenz der Ärzte überzeugte mich, endlich nach 5 Jahren wurde eine Diagnose gestellt. Warum landete ich nicht früher hier? Das ganze Haus strahlt eine große Freundlichkeit aus, Ärzte, Schwestern, Krankenpfleger usw.
    nehmen ihren Beruf sehr genau.
    Es gibt einen Andachtsraum und eine wunderschöne Umgebung.Ich fühlte mich hier sehr wohl und beginne nun einen neuen Lebensabschnitt.

  • 1.0 Sterne
    30.5.2011
    Erster Beitrag

    Reise-Etappe 2 von 5 Tja, gern hätte ich mich hier angeschlossen und 5 Sterne vergeben. Das kann ich leider nicht verantworten. Weshalb? Nun  zuerst muss ich sagen, dass ich auf der Station 7 war, an die 3 Monate. Wie die Diagnose genau lautet, darüber wurde mit mir nicht weiter gesprochen. Depression ist dann der Verschlüsselungsbegriff für die Datenbank. Wie lange der Aufenthalt dauern würde, insbesondere nachdem ich dann schon ein paar Wochen dort war  keine Aussage. Dass nebenbei noch ein Familienleben, Arbeitsleben etc. läuft und die Finanzen zum Problem werden können. War kein Thema. Zuerst ein paar positive Dinge: Die Umgebung und das Gelände sind wunderbar! Sie tragen ganz bestimmt zur Erholung bei. Auch einige Therapien (Gestaltung, Tanz, Qi Gong) waren hilfreich und unterstützend. Viele der Pflegerinnen und Pfleger auch. Danke dafür! Auch für den Umstand, dass ich nach Jahren zu dem Film
    Video link: youtube.com/watch?v=FrDQ…
    einen völlig neuen Bezug bekommen habe. Ehrlich. Grandios. Womit ich dann aber auch am Ende der Aufzählung angekommen bin. Und das ist angesichts der Kosten, den mein Ausfall insgesamt mit sich brachte, grotesk. Das Essen ist eine Katastrophe gewesen. Nein, ich bin kein Gourmet. Wer das nicht glaubt, möge Bewertungen von mir lesen. Hier ist sehr deutlich das Krankenhausmanagement zu erleben: Kostensenkung. Lieblos, freudlos, convenience total. Die wöchentliche Kochgruppe war dagegen immer das Highlight. Hier konnten wir für 60 EUR (die bitte aus Kostengründen NICHT auszuschöpfen waren) für 25 Personen kochen (ja, richtig. 2,40EUR pro Person). Vorspeise / Salat, Hauptgang und Nachtisch. Das war bei vorliegenden Kochkünsten fast immer gelungen. Zum regulären Essen: Ich vermute stark, dass von den Entscheidern und Mitarbeitern so gut wie niemand dieses Essen zu sich nimmt. Eine Mitpatientin wurde nach ein paar Monaten auf ihren körperlichen Zustand angesprochen (Krämpfe, Kopfschmerzen etc.). Sie solle sich doch besser ernähren (Eine leitende Ärztin). Das würde ich ja gern, aber ich habe kein Geld. Das Essen hier ist alles, was ich bekomme. Mmmh. Sollte dies der Ärztin entgangen sein? Bestimmt nicht. Ohnehin ist es mit der Fürsorge so eine Sache hier auf der Station 7. Eine Patientin bricht in Tränen aus  Eine andere Ärztin: Ich bringe Sie auf ihr Zimmer. Hmmm. Mal in den Arm nehmen? Trost spenden? Oder doch besser Tabletten und Tropfen? Ein Therapeutenwechsel stößt an die Grenzen der Physik, wirklich! 3 ganze Diskussionsrunden à 1,5 Stunden mit allen Patienten der Station (26), der Stationsleitung, Ärztin, psychologischer Leitung zur Frage: Warum kann es keinen Therapeutenwechsel geben? Man soll sich wundern: Es wurde keine Antwort gegeben. Stattdessen (unfassbar dumpf!): Was macht das jetzt mit ihnen? Zumal die Einzetherapie mit 1-2 Stunden pro Woche ohnehin schon sehr dünn ist (man bedenke: vollstationärer Aufenthalt! 24/7, die Ausgänge / Besuche zu Hause nicht mitgerechnet). Leider waren außer des Pflegepersonals und der damaligen Stationsleitung irgendwie alle noch in ihrer therapeutischen Ausbildung. Das nenne ich verantwortungsvollen Umgang mit Menschen. Ich habe in den 3 Monaten nicht einmal die Frage gehört: xyz habe ich gehört. Habe ich das so richtig verstanden?  eine grundlegende Fragetechnik in diesem Beruf, um sich zu vergewissern, ob man mit seinen Vorstellungen zum Patienten auf dem richtigen Weg ist. Was genau dann all die dort Beschäftigten jeweils über Wochen in ihren Team-Meetings und Schicht-Übergaben über uns Patienten zu besprechen hatten  es wurde nich an uns zurückgespiegelt. Ich hätte mir sehr gewünscht, wenn einmal jemand gesagt hätte: Wir glauben, dass Sie Was meinen Sie dazu? Liegen wir da richtig? Diese Art des Umgangs mit Menschen ist allerdings den Spöttern in Weiss nicht angeboren. Die Personen, die wirklich etwas drauf hatten, haben dann auch nicht mehr demonstrativ ihren weissen Oberliga-Kittel spazieren geführt. Mein Gott ist das durchschaubar! Lasst mich durch, ich bin (wichtig!) Arzt! Sorry  das ist armseelig. Der Begriff Kundenorientierung traf dann auch auf blankes Entsetzen und Unverständnis. Tja. Wer aber bitte zahlt denn den ganzen Aufzug dort? Und erwartet im Gegenzug hilfreiche Leistungen? Mal bei Wikipedia nachschauen, was einen Kunden ausmacht (de.wikipedia.org/wiki/Ku…) 1 Woche dürfte pro Bett mit den vollen Infrastrukturkosten + Personal etc. ca. 2.000  2.500EUR kosten. Sind zwischen 25.000  36.000EUR Kosten für die Klinik bei 3 Monaten Aufenthalt. Dazu Krankentagegeld, waren nochmal für die gesamten 9 Monate 20.000EUR. zzgl. der großzügigen Ausgleichszahlung durch meinen Arbeitgeber (wir wären mit 3 Kindern und ohne Einkommen nämlich  schwupps  an der Armutsgrenze gelandet). Was sollen uns diese Zahlen sagen? Nun, ganz einfach  die Klinik hat sich bei diesen Kosten, vom Fernbleiben der Familie und den Belastungen für die Ehefrau  verdammt noch mal zu kümmern und die Mittel reflektiert einzusetzen! Wenn

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