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    • Qype User Iris…
    • Heidelberg, Baden-Württemberg
    • 85 Freunde
    • 86 Beiträge
    5.0 Sterne
    31.8.2007

    "Reif für die Insel" steht auf dem Prospekt des Restaurant Kollerinsel. Man könnte auch sagen: "wenn dich der Koller packt, geh auf die Kollerinsel"

    Was für ein schönes Wochenende, vielleicht das letzte mit sommerlichen Temperaturen. Also, die Vierbeiner eingepackt und von Brühl aus mit der Fähre über den Rhein auf die Insel! (Fußgänger zahlen 0,50 Cent, wer mit dem Auto kommt 3,50 Euro die einfache Fahrt und bei sofortiger Hin-und Rückfahrt-Buchung 6.-Euro). Man kann aber auch über Speyer ohne Inanspruchnahme einer Fähre zur Kollerinsel kommen.

    So, nun gehts los:
    Kurz nach 10.00 Uhr fährt die erste Fähre. Im Auto, meine Wenigkeit, mein Hund und ein Pflegehund, der laut Herrchen Wasser eklig findet und nicht schwimmt. Vor mir schon ein paar Fahrzeuge, Fußgänger und Radler. Alle auf die Fähre und schon "stechen wir in See" bzw. die paar Meter über den Rhein.

    Während ich umständlich mein Handy davon überzeugen will, ein Foto unseres Pflegehundes bei seiner Kapitänstour über das Wasser zu machen, schreit plötzlich alles: "Weg, weg, zur Seite!!!"
    und schon ist es passiert. Ein Frachter hat die Fähre von hinten gerammt und endlich hab ichs auch gemerkt! Ach, herrje. Ein Hund der nicht schwimmen will neben mir auf dem Beifahrersitz und mein Hund brav hinten im Kofferraumabteil, gesichert durch ein Auffanggitter.

    Und nun? Fremdhund anleinen, Fensterscheiben hoch und am besten mal aussteigen. Ne, gell?! Nun geht der Motor der Fähre aus? Na, toll! So hab ich mir den Sonntag vorgestellt. Motorlos und unlenkbar auf dem Rhein treiben.

    Hubschrauber, Fernsehen, Rettungsinseln und ich live dabei! Nix mit Sonnenbaden, schwimmen, lecker Essen. Gehen wir schon unter? Irgendjemand hilft einem gestürzten Radfahrer auf einen Stuhl. Ein paar Meter noch bis zum Ufer, aber die Fähre dreht sich erst mal in Zeitlupe. Ade, Du schöne Welt! Zwei junge Mädels blicken schockiert, die Hände vors Gesicht gehalten. Wohl die Mutter nimmt beide in den Arm. Bilder wie im Fernsehen.

    Sitze immer noch im Auto. Solange es nicht blubbert bleiben wir erst mal sitzen.

    Aha, der Motor meldet sich wieder! Langsam machen wir eine Wendung und sehen erneut das rettende Ufer. Jawoll, so ist es brav, liebe Fähre Puh, angelegt. Als wäre nichts gewesen, verlassen alle ganz brav das nicht sinken wollende Schiff! Nur der gestürzte Radfahrer sitzt noch auf seinem Klappstühlchen.

    Also gut, dann fahren wir mal los. Hab ja schließlich die Sonntagsbrötchen im Gepäck und meine Bekannten warten schon mit dem Frühstücksei am Campingwagen!

    Wir verbringen einen superschönen Tag. Und- von wegen, der Pflegehund schwimmt nicht. Er schwimmt wie ein "Seehündchen"!!!

    Gegen Abend kehren wir dann ins Restaurant Kollerinsel, bzw. dessen Biergarten ein. Draußen ist Selbstbedienung, aber eine freundliche Bedienung nimmt drinnen die Bestellung auf und bringt uns unser Essen an den Tisch. Wir laben uns an Salattellern und Steaks. Es gibt kurpfälzische Spezialitäten und selbstgebackenen Kuchen. Der Pferdehof bietet Kutschfahrten, Reitstunden und Ausritte an.

    Ein Tag, in einer anderen Welt. Urlaub direkt vor der Haustür. Hätte ich das im heißen Sommer 2003 schon gewußt, hätte ich auf der Fähre bestimmt nach einer "Saisonüberfahrtskarte" gefragt! (gibt es glaub ich nicht, wäre aber doch eine Idee...)

    Auf der Insel stehen unzählig viele Campingfahrzeuge. Hat was von Dänemark oder sonstigem idyllischem Strandleben. Schade nur, wie überall auf dieser Welt: Es gibt auch hier die "schwarzen" Schafe, die Dreck zwar machen, aber nicht beseitigen. Wäre schade, wenn das Naturerlebnis auf dieser Insel irgendwann mal total reglementiert werden würde. Bisher konnte ich keinen deutschen "Schilderwald" ausmachen, wo steht, was alles verboten ist. "MÖNSCH" lasst doch diesen herrlichen Naturgarten so wie er ist! Feiert eure Feste, freut euch UND räumt danach wieder auf. So, dass mußte ich einfach noch loswerden.

    Und: im Herbst komme ich auf alle Fälle wieder. Dann bewaffnet mit meinem Lenkdrachen! Kein Sendemast und keine Stromleitungen weit und breit. Mein Drachen wird Purzelbäume schlagen.

    Nachtrag: am Abend, auf dem Heimweg wieder auf der Fähre... Auf meine Frage an den Kassierer, ob die Fähre denn Schaden genommen hätte, kam die lapidare Antwort: Isch fahr scho 20 Jahre zur See (hi, hi....), dass passiert öfters.........

    Aha, ist mir klar... geht ja auch nur kerzengeradeaus für die Schiffe, die den Weg der Fähre kreuzen.... da kann man ein anderes Boot ja leicht übersehen......

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