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  • 5.0 Sterne
    2.9.2014
    1 Check-In

    Ein bewegender Ort des Gedenkens und Erinnerns.

    Das KZ Dachau war ja das erste von den insgesamt 24 "Stammlagern", in dem anfangs "nur" politische Gegner in "Schutzhaft" genommen wurden. Später wurden auch Geistliche, Homosexuelle, Zeugen Jehovas ("Bibelforscher") sowie Sinti und Roma hier eingesperrt.

    Das KZ Dachau ist das "Muster KZ", nach dem alle späteren Konzentrationslager im damaligen Deutschen Reich aufgebaut wurde.

    Das als kleiner Exkurs. Nun zur Gedenkstätte, wie sie sich heute dem Besucher zeigt.

    Von der Bushaltestelle sind es nur ein paar Schritte bis zum Besucherzentrum. Man kann sich dort bei einer Führung anmelden und da teilnehmen (3€), sich einen Audioguide für 3,50€ ausleihen (Achtung, es wird zusätzlich noch ein Pfand verlangt!) oder einfach gratis und  "führungslos" über das riesige Gelände streifen, das ja eigentlich nur einen kleinen Teil des damaligen KZs umfasst.

    Etwa 50m weiter den Kiesweg entlang sieht man links das ehemalige SS-Lager, das heute von der Bayrischen Bereitschaftspolizei genutzt wird, die Überreste vom Bahnhaltepunkt, an dem die Gefangenen das Lager erreichten und rechts das Jourhaus.

    Die Gedenkstätte betritt man durch eben dieses Jourhaus, dem Eingangstor zum Lager. Dort ist auch das Tor mit dem makabren Spruch "Arbeit macht frei".

    Nachdem man das Torhaus durchschritten hat kommt man auf den großen Appellplatz, der rechts von den Wirtschaftsgebäuden und links von den Baracken, in dem die Häftlinge vor sich hin siechten.

    Auf dem Appellplatz sind die verschiedenen Gedenk- und Mahnmale zu sehen, jedes auf seine Art eindrucksvoll.

    Von den Baracken sind 2 rekonstruiert, in denen der Entwicklung der Behausungen von Beginn des Lagers 1933 bis zur qualvollen Enge 1945 andeutungsweise erkennbar ist. Von den restlichen 34 Baracken stehen nur noch die Zementfundamente, die mit Kies aufgefüllt sind.

    Über die Lagerstraße, den zentralen Weg an den Resten der Baracken vorbei, kommt man zu den religiösen Gedenkorten wie der katholischen "Todesangst Christi" Kapelle, der evangelischen Versöhnungskirche, der russisch-orthodoxen Kapelle und natürlich zur jüdischen Gedenkstätte. Hinter der katholischen Kirche kann man durch einen ehemaligen Wachturm das Kloster Karmel betreten.

    Im Wirtschaftsgebäude ist ein Museum eingerichtet, das auf eindrucksvoller Art und Weise die Geschichte des Lagers und seiner Häftlinge beschrieben wird. Besonders empfehlenswert ist der 22minütige Dokumentationsfilm, der zwar schon etwas älter ist, aber trotzdem nichts von dem Grauen verloren hat.

    Direkt hinter dem Wirtschaftsgebäude liegt der sogenannte "Bunker", das Gefängnis des Lagers, in dem die Lagerinsassen in Dunkel- und Einzelhaft unglaubliche Quälereien wie das "Pfahlhängen" erdulden mussten.

    Wenn man an den religiösen Gedenkstätten nach links abbiegt, kommt man über eine kleine Brücke über die Würm zum Krematoriumsgelände. Über diesen Ort kann und will ich nichts schreiben, diesen Ort muß man erleben und auf sich wirken lassen.

    Wer noch nicht da war, sollte das unbedingt nachholen!

  • 5.0 Sterne
    14.8.2014
    1 Check-In

    Die Gedenkstätte ist sehr gepflegt und offen zugänglich. Für eine Führung zahlt man den Obulus von 3€, den definitiv jeder investieren sollte.
    Die Führung dauerte ca 3 Stunden und war sehr informativ.
    Kein reines "folgen Sie mir, wir müssen weiter", wie man das von anderen Führungen her kennen mag.
    Zwischen den einzelnen Punkten, an denen man während der Führung stehen bleibt und den Vorträgen lauscht, bekam man immer ein paar Minuten Zeit, sich Bereiche alleine anzuschauen, alles auf sich wirken zu lassen und aufkommende Fragen zu stellen.

    Sehr gerne wieder.

    Die Gedenkstätte ist, so wie sie ist, es definitiv Wert gepflegt zu werden.

  • 5.0 Sterne
    11.9.2013

    5 Sterne wider das Vergessen...

    2 ergreifende Plastiken wider das Vergessen...

    2 Orte Gottes wider das Vergessen:
    Todesangst Christi Kapelle und Evangelische Versöhnungskirche...

    1 Filmvorführung, die einfach sprachlos macht...

    Bitte wirklich NIE WIEDER!!!

  • 5.0 Sterne
    21.6.2010
    Aufgelistet in Sightseeing

    Ich finde, dass es wichtig ist die Gedenkstätte in Dachau regelmäßig zu besuchen... natürlich ist das kein Ausflug wie in den Zoo oder ein Museum.

    Ein Besuch des KZ Lagers in Dachau macht mich jedes Mal traurig und ich fühle mich dort alles andre als wohl... im Gegenteil. Es fühlt sich jedes Mal an, als würde ein schwerer schwarzer Schatten über mir liegen... Alleine die Vorstellung daran, was dort damals alles geschehen ist, macht mir regelrecht Angst. Aber auch gerade deshalb, finde ich es so wichtig, dass ich in regelmäßigen Abständen hier her komme und mich an die schlimmen Schicksale zu erinnere.

    Ich möchte die Augen nicht davor schließen, was hier damals passiert ist. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die es einfach verdrängen oder vergessen wollen. Ich versuche mich regelmäßig daran zu erinnern indem ich Gedenkstätten, Museen besuche oder einfach darüber lese oder Berichte ansehe. Und ich gehöre auch nicht zu denen, die sich einfach nicht dafür interessieren, was im zweiten Weltkrieg hier vor sich ging.

    Die KZ-Gedenkstätte Dachau ist wichtig! Und daher kann ich nur dazu raten sich hier zu informieren und zu erinnern... gerade auch wir jungen Leute.

    "Dachau - die Bedeutung dieses Namens ist aus der deutschen Geschichte nicht auszulöschen. Er steht für alle Konzentrationslager, die Nationalsozialisten in ihrem Herrschaftsbereich errichtet haben."
    Eugen Kogon

  • 3.0 Sterne
    16.6.2010
    Erster Beitrag

    Dachau verbinde ich immer mit dem Konzentrationslager. Ich bekomme ein mulmiges Gefühl, wenn es heißt "ich hole dich ab, lass uns nach Dachau fahren".

    Am Tor ist der berühmte und viel zitierte Spruch "Arbeit macht frei" angebracht. 1933 wurde das Lager für politsche Häftlinge eröffnet - 41.500 Menschen starben hier.

    1965 wurde das Lager auf Initiative ehemaliger Überlebender als Gedenkstätte wieder eröffnet.
    Das Besucherzentrum, bei dem ein neuer Eingang geschaffen wurde, der den Weg der Häftlinge nachvollzieht, gibt es erst seit 2009. Es gibt geführte Rundgänge oder die Möglichkeit, mit dem Audioguide selbst seine Erkundungen zu machen. Und wem noch nicht der Appetit vergangen ist, kann ins Café einkehren.

  • 5.0 Sterne
    4.7.2010

    Als Kind habe ich die KZ-Gedenkstätte in Dachau noch nicht besucht , trotzdem verfehlte sie in dieser Zeit ihre Wirkung auf mich nicht, denn immer wenn ich mit meinen Eltern im Dachauer Hinterland unterwegs war, führte der Weg dorthin zwangsläufig über die alte Römerstraße, welche direkt an der Mauer des ehemaligen Konzentrationslager entlang läuft und meine Fragen ließen nicht lange auf sich warten. Allein schon dadurch, dass die alten Wachanlagen Gespräche über die Verfolgungen der NS-Zeit evozieren, hat sich die Entscheidung, dass Lager nach dem Krieg zu erhalten, gelohnt.

    Dass sich die Gedenkstätte nicht darauf beschränkt, Mahnmal zu sein, ist ein großes Verdienst der Verantwortlichen: Führungen werden angeboten und Informationen bereit gestellt, die einen die Hintergründe des Terrors verstehen lassen.
    Großartig auch die Aktivität der Gemeinschaft der ehemaligen Lagerhäftlinge, die die Dokumentation in Vorträgen und durch ihre Präsenz bei Gedenkveranstaltungen um die Dimension des persönlichen Erlebens bereichern.

  • 5.0 Sterne
    12.5.2013

    Ich war heute mit einer Gruppe junger Menschen in der KZ-Gedenkstätte Dachau - jenem KZ, das von März 1933 bis April 1945 mit wenigen Monaten Unterbrechung in Betrieb war. Es ist wichtig, dass gerade auch junge Menschen diese Gedenkstätte besuchen und das Elend der KZs so verinnerlichen, dass es so eine Zeit nie mehr geben kann!

  • 5.0 Sterne
    21.6.2010

    Selten hat man größere Probleme, als eine Gedenkstätte wie Dachau zu kategorisieren, sich im Zweifelsfall auch noch als "Fan" zu betiteln. Es erscheint als völlig unangebracht. Dennoch ist es wichtig, andere zu einem Besuch zu animieren.

    Ich bin definitiv kein Stimmungsmacher gegen alle Formen von Schmuckwerk zu WM-, Song Contest- und was nicht alles Zeiten. Aber zumindest sollte man hin und wieder die wiederentdeckte Begeisterung für Fahnen, Blumenketten und allerlei Schnickschnack hinterfragen.  

    Ein Besuch in Dachau ist bewegend und schwer zu ertragen, aber lohnend.

    Bevor ich aber in immer unangemessen erscheinenden Phrasen erkläre, wieso es wichtig ist, die Erinnerung aufrecht zu erhalten, lege ich jedem ans Herz, Dachau zu besuchen und es persönlich auf sich wirken zu lassen.

  • 5.0 Sterne
    27.6.2010

    Die Gedenkstätte Dachau muss jeder gesehen haben - und nicht nur gesehen, sondern auch bewusst gemacht werden. Hier kann nichts verdrängt oder vergessen werden. Vielmehr sollte man sich immer wieder mit der deutschen Geschichte auseinandersetzen und sich fragen, wie es soweit kommen konnte.

    Meistens kommt man gezwungenermaßen als Schüler hierher, so auch in meinem Fall. Doch erst wenn man selbst dorthin geht, bewusst, und sich Zeit lässt den Ort des Grauens auf sich Wirken zu lassen, erst dann nimmt man das Ausmaß des Schreckens wahr, von dem dieser Ort zeitlos zeugen wird.

    Zum Glück gibt es bis heute Zeugnisse und Beweise für die Gräueltaten jener Zeit...und verhindern das Vergessen oder Verdrängen....

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