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  • Via Molfino 126
    Panoramastraße

    16032 San Rocco
    Italien
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  • Telefonnummer +39 01 85773835

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    • Qype User Len…
    • Schaffhausen, Schweiz
    • 164 Freunde
    • 334 Beiträge
    5.0 Sterne
    12.10.2007

    La Cucina di Nonna Nina liegt oberhalb von Camogli in dem zauberhaften Örtchen San Rocco di Camogli. Fährt man durch die Via Molfino zur Kirche hin, ist das Restaurant unschwer zu finden. Nicht weil die Gasträume zur Straße hin liegen, sondern weil zwei Schilder, ein gelbes sogar vom örtlichen Verkehrsverein, kaum zu übersehen sind. Aber auch sonst ist die Küche von Großmütterchen Nina ziemlich bekannt. Einige meinen sogar, sie wäre schon längst kein Geheimtipp mehr und das Restaurant deswegen uninteressant. Das sollte Sie aber von einem Besuch nicht abhalten. Sie würden es bereuen.

    Unten im Haus findet sich ein Spezereiwarenladen von Nonna Nina und deswegen müssen Sie rechts vom Haus an den gut sortierten Blumenkübeln vorbei die Treppe hoch. Und oh Wunder, Sie stehen im Paradies, oder beinahe. Vor Ihnen liegt ein gut beschützter Innenhof zwischen Haus und Hang. In San Rocco gibt es nämlich kaum ebenen Boden. Das Paradies ist überdacht und es könnte also sogar regnen. Aber das tut es an der ligurischen Küste im Sommer kaum, und falls doch, werden Sie bei den ordentlichen Temperaturen für eine Abkühlung dankbar sein. Der Innenhof ist auch kein gewöhnlicher, sondern eine grüne Oase. Irgendwo im Haus sind die Küche und wohl auch weitere Restauranträume. Aber bleiben wir im Garten.

    Haben Sie Appetit? Wie überall in Ligurien gibt es bei Nonna Nina Gemüseküchlein zur Vorspeise. Ja, Nonna Nina ist dafür geradezu berühmt. Haben Sie eine gemischte Vorspeise bestellt, gibt es auch welche mit maritimen Zutaten. Als ersten Hauptgang gibt es beispielsweise Gnocchi di Gamberi oder Linguine alla Genovese. Gnocchi sind wie unsere Nockerl, in Ligurien aber oft auch mit Kastanienmehl statt Weizenmehl zubereitet. Linguine sind nicht allzu breite, flache Nudeln. Aber das wissen Sie ja alles. Als zweiten Hauptgang würde ich den Stockfisch empfehlen. Er ist im Nonna Nina über alle Zweifel erhaben. Aber fragen Sie ruhig nach andern Köstlichkeiten, Hauptsache, sie kommen aus dem Meer. Dann ist Nonna Nina für seinen Cappon magro berühmt. Wenn Sie nun glauben, das wäre ein Kapaun, liegen Sie falsch. Den Kapaun gibt's in Italien zu Weihnachten und nicht am Meer. Cappon magro ist eine ligurische Spezialität und besteht aus abwechselnden Schichten verschiedener Gemüsearten und Fisch, veredelt mit einer Sardellen-Petersilien-Oliven-Sauce. Dass dabei mit Knoblauch eingeriebene Brotscheiben als Unterlage herhalten müssen, versteht sich. Auch dass die Langusten den krönenden Abschluss obendrauf bilden. Nun gibt es aber nicht nur Fischgericht, obwohl beinahe ausschließlich, aber ein sehr gutes Kaninchen mit Oliven werden Sie trotzdem auf der Karte finden. Apropos Karte: Stören Sie sich nicht, dass die Gerichte in dem typischen Dialekt der Gegend beschrieben sind. Mailänder haben da auch Mühe. Währenddem Sie eine kleine Verdauungspause gemacht haben, blieb mir Zeit, noch etwas nachzuschlagen. Ein Reporter vom Corriere della Serra war vom Sorbetto al mandarino beeindruckt, dies zum Nachtisch. Mir haben die gemischten Beeren aber immer besser gefallen. Sie passen besser ins Paradies.

    Nun wollen Sie bestimmt noch wissen, woher der Name des Restaurants herkommt. Der Begriff La Cucina di Nonna Nina wird in Italien häufig benutzt, etwa, wenn es um Rezepte geht. Hausfrauenart eben. Mittlerweile kenne ich einen großen Teil des Personals, aber keine Dame mit silberweißem Haar die auch noch Nina heißt. Schade. Ich hätte gerne zur Mystifizierung beigetragen.

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