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    • Qype User Len…
    • Schaffhausen, Schweiz
    • 164 Freunde
    • 335 Beiträge
    5.0 Sterne
    20.10.2007

    Das Kloster und die Bucht von San Fruttuoso sind einen Besuch wert. Aus unterschiedlichen Gründen. Nehmen wir die Wanderer, die entweder von Ruta über den Weg nach Portofino die Abzweigung durch den Naturpark direkt zum Meer wählen. Oder entweder von San Rocco oder dem entgegengesetzten Portofino über luftige Höhen die Küstengegend erkunden. Sie haben es gut, denn jede Variante führt durch Landstriche, die Natur pur bieten. Und nach San Fruttuoso.

    Dann gibt es auch die passionierten Bootsfahrer. Ob auf eigenen Planken oder auf denen der Gemeinden Camogli oder Santa Margherita Ligure, ihnen ist eine faszinierend Umschiffung der Halbinsel nach San Fruttuoso gewährleistet. Es sei denn, sie sind anfällig gegen Seekrankheit oder Hitze. Was schon mal passieren kann.

    Nun zu den Freunden der Historie. Auch die kommen auf ihre Kosten, denn San Fruttuoso wäre nicht San Fruttuoso, wenn es nicht die Abbazia, die Abtei mit dem Kloster gäbe. Hier etwas Literatur: Das Kloster wurde im 8. Jahrhundert gegründet. Im 10. Jahrhundert wurde es von Sarazenen zerstört, aber Jahre später wieder aufgebaut. Die Architektur weist auf einen byzantinischen Baustil hin. Die Abtei diente bis ins 15. Jahrhundert Benediktinermönchen als Unterkunft und wurde später von der Genueser Familie Doria als Grabstätte genutzt. Zum Schutz des Klosters ließ die Familie Doria 1550 einen Wehrturm, den Torre dei Doria, errichten. So weit so gut, nur, in jüngerer Zeit gab es einige Bürokraten, die an der Restaurierung etwas zu mäkeln hatten, und das mit Recht. Sieht man Details wie Fenster genauer an, hätte man doch das eine oder andere besser machen können; zum Beispiel die Glaseinlagen. Aber Hauptsache gesund, ich meine, der Bau ist trocken. Alles Genörgel feinsinniger Baustilkundler lenkt nämlich davon ab, dass San Fruttuoso mit seiner Abbazia ein Kleinod ist. Welch herrlicher Gedanke, in dieser Bucht ein Kloster zu bauen! Und was für ein bezaubernder Anblick! San Fruttuoso ist ein Gesamtkunstwerk. Basta.

    Ist man erstmal da, auf dem einen oder anderen Weg, und hat die geschichtlichen Erkundungen hinter sich, lockt der kleine aber feine Kiesstrand. Es ist allerdings grober Kies, aber das sind wir in Ligurien gewohnt. Ganz Faule lassen sich nun etwas zum Schlemmen bringen, direkt ans Wasser zum Liegestuhl. Gourmets wollen einen ordentlichen Tisch und aufrecht sitzen. Auch das ist möglich. Es gibt einige kleine Restaurants, munter verteilt über die Felsen. Pflicht ist natürlich irgendetwas aus dem Meer auf den Teller. Geradezu unabdingbare Pflicht ist die Lasagne. In Ligurien sind das breite aber dünne Nudelplatten, die in kochendem Wasser sorgfältig bewegt werden, damit sie nicht kleben. Von der Mamma. Dann werden sie flugs auf den Teller geschichtet und sofort mit etwas Pesto alla genovese überträufelt. Nun sollte das Gläschen Weißwein nicht fehlen und die Welt wäre in Ordnung.

    Nicht ganz. An der Anlegestelle drängelt ein Herr mit Boot. Der führt Sie zu Christus. Wie bitte? Selbst für Ungläubige gibt es in der Bucht von San Fruttuoso etwas Wahres: den Christo in sechzehn Meter Tiefe. Die Idee für die Statue hatte ein gewisser Duilio Marcante. Gefertigt wurde das Kunstwerk vom Bildhauer Guido Galletti. Und abgesenkt wurde das Ding durch die Feuerwehrtaucher aus Genua. Papst Pius der XXII. gab den Segen. Das war 1954. Nun können Touristen durch den Glasboden des Bootes gläubig in die Tiefe blicken. Einmal im Jahr tritt dann auch ein junger Mann mit Vornamen Sauro auf den Plan. Er reinigt den Cristo degli abissi mit seinem Hochdruckstrahler von den Algen. Die gibt es in Ligurien auch. Und der zweiundneunzigjährige Tauchpionier Luigi Ferraro sagt zufrieden dazu: Ich bin immer ein Kind des Meeres gewesen. Meine Welt und die meiner Freude ist unter Wasser. Na dann.

    • Qype User minima…
    • Berlin
    • 2 Freunde
    • 11 Beiträge
    5.0 Sterne
    21.3.2013

    Ein wahrhaft wundervoller Ort, welchen man noch mehr würdigt, wenn man ihn über einen der Wanderwege erreicht hat. Wir hatten uns für die Route von San Rocco entschieden. Landschaftlich einer der Höhepunkte unser Italienreise, aber auch nichts für ungeübte oder gar ältere Menschen, da der Pfad recht abenteuerlich verläuft und stellenweise starke Nerven erfordert. Einen Besuch ist auch die Batterie wert. Den Rückweg haben wir mit der Fähre bestritten

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