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  • 4.0 Sterne
    28.5.2008
    Erster Beitrag

    Welcher Hamburger Elbspaziergänger kennt es nicht, das Finkenwerder Lotsenhaus, zumindest die Silhouette am südlichen Elbufer ist jedem bekannt und dient als gutes Wegzeichen zwischen Altona und Blankenese, als Hoffnungsschimmer auf eine Rast oder einfach als Ausblicksmotiv von einem der Cafés bei Teufelsbrück. Das Gebäude ist unverwechselbar, aus der fermne meint man zuerst, der Turm sei eine Ruine, die die Zeit oder der Krieg angenagt habe, so schief sieht das Dach aus  und erst bei genauem Hinsehen sieht man, dass der abgeflachte Dachbau auf der einen Seite eine Radarkonstruktion trägt, die die Ungleichmäßigkeit erzeugt. Ebenfalls asymmetriasch ist auch der Rest des baus: Vom Turm nach links ein langes, nach rechts ein kurzes Haus mit Spitzgiebel, frontal davor zwei runde Anbauten, ebenfalls ungleich groß.

    Trotz dieser Dysharmonien war es der große Fritz Schumacher, der dieses Gebäude errichten ließ und für die Planung verantwortlich war. Als der Hafen um 1910 nach Westen erweitert wurde, brauchte man für die Hafenlotsen einen vorgelagerten Posten  und hier wurde ein regelrechter Wachtturm am Strom geschaffen, ein breiter Ausguck und einfache Mannschaftsquartiere. Auf 28 Meter Höhe hat man aus der 14 Meter mal 1,50 Meter großen Fensterfront der Wachleiterstation einen vollkommenen Überblick auf die Elbe  bis zum Wedeler Yachthafen (allerdings nur per Radar im Detail). Der Bildschirm zeigt dem Wachleiter an, wie viele Schiffe auf der Elbe fahren und wann sie in Hamburg ankommen. Das Revier der Hafenlotsen fängt in Blankenese an und geht bis in die Billwerder Bucht. Die Station wurde übrigens 1914 fertig gestellt, diente aber im ersten Weltkrieg als Soldatenquartier und wurde erst 1924 von den Lotsen bezogen. Schumacher selbst war von seinem Werk begeistert, es war eines seiner ersten Bauwerke, zumindest ist folgender Satz von ihm überliefert: Wenn dann zwischen den Schiffen einzelne Lichter aufflammten, die einfallende Dämmerung alle Dissonanzen aufzulösen begann und das Ganze mehr und mehr zu einem atmenden technischen Wunderwesen zusammenwuchs, wachte der Wunsch mächtig in mir auf, in dieses unbestimmt wogende Gebilde eine feste Masse hineinsetzen zu dürfen, die wie ein unerschütterlicher Wächter darin aufragte. Das hat er auch so gemacht.

    • Qype User ghaziF…
    • Hamburg
    • 0 Freunde
    • 7 Beiträge
    4.0 Sterne
    26.11.2010

    Für mich als Hobbyfotografin ist das Lotsenhaus ein absolutes Lieblingsmotiv. Man kann hier wunderschöne Aufnahmen mit fahrenden Containerschiffen im Hintergrund machen. Ich habe hier auch schon tolle Aufnahmen bei den verschiedensten Lichtverhältnissen gemacht. Ein unverwechselbares, maritimes Motiv für einen schönen Bilderrahmen über der Couch!

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