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  • “Zudem find ich die Besitzerin echt klasse, die so unheimlich viel Liebe zur Musik zeigt, nur Vinyl auflegt und stets on top ist, was neue Sachen angeht.” in 6 Beiträgen

  • “Hoffentlich bleibt uns das "Malipop" noch lange erhalten, der dritte Bezirk im Speziellen und Wien im Allgemeinen nagt noch immer sehr an dem Verlust vom "Schwarzes(n) Cafe"...” in 5 Beiträgen

  • “Die Plattensammlung der Inhaberin ist wirklich enorm, umfasst alles, was ein alternativ-indie oder elektronisch angehauchtes Herz sich wünschen kann und wird ständig erweitert.” in 2 Beiträgen

Empfohlene Beiträge

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  • 5.0 Sterne
    16.7.2014

    Ja, ich weiß, dass das Wort "Kult" in den letzten zwei Jahrzehnten überstrapaziert worden ist, aber wenn es überhaupt eine Berechtigung hat, dann für dieses Lokal...

    Die Besitzerin hat dieses Lokal in den frühen 80ern eröffnet, die Ära von Punk, New Wave, N.D.W., Gothic fand hier eine würdige Spielstätte. Die Dame hat ein äußerst profundes Musikwissen, hat immer die aktuellsten,  unkommerzielle Platten, lebt für die Musik und für ihr Lokal. Sie trägt immer ein schwarzes Kleid, eine aristokratische Blässe ihres Gesichtes sticht in diesem stets sehr dunkel gehaltenen Lokal hervor, die Besitzerin hat viel Ähnlichkeit mit der Morticia von der Addams family...

    Das berühmte Motiv über James Dean von Gottfried Helnwein, welches mit "Boulevard of broken dreams" betitelt ist, hängt als Poster im mittleren Bereich des Raums.

    Zum Essen gibt es nur Snacks, aber das ist verständlich bei einer one-woman-show, die Besitzerin "schupft" das Lokal ganz allein, Zeit zum groß aufkochen bleibt da nicht. Früher hatte sie immer einen köstlichen Salamitoast gemacht, den hat sie aber leider von der Karte gestrichen, geblieben ist der gewöhnliche Schinkenkäsetoast.

    Jemand der sie noch nicht kennt, könnte die Besitzerin für mürrisch und unnahbar halten. aber der Schein trügt, man kann (wenn das Lokal nicht zu sehr frequentiert ist) sich mit ihr stundenlang über Musik und alle anderen wichtigen Dinge des Lebens unterhalten. Gerne gibt sie auch immer stolz Auskunft über die jeweilige Platte, welche sie gerade spielt (wenn man sie denn fragt), sehr viele Interpreten habe ich erst durch sie kennengelernt. Sie ist sehr nett und sehr weise...

    Das Lokal selbst ist sehr klein, wie schon erwähnt, sehr dunkel, sehr gemütlich und familiär. Es kommen immer wieder Leute vorbei, welche schon seit 30 Jahren dort Gäste sind, aber auch neues Publikum wächst ständig nach. Live Konzerte gibt es auch hin und wieder, bei der Winzigkeit des Lokals ist das immer wieder eine logistische Herausforderung, wer unter Klaustrophobie leidet sollte fernbleiben...Die Toilette ist versifft, aber anscheinend ist das ein Merkmal vieler Alternativlokalitäten...

    Hoffentlich bleibt uns das "Malipop" noch lange erhalten, der dritte Bezirk im Speziellen und Wien im Allgemeinen nagt noch immer sehr an dem Verlust vom "Schwarzes(n) Cafe"...

  • 5.0 Sterne
    8.10.2014

    Superst!
    Wer einen günstigen Spritzer trinken will dabei schöne ordentliche Indie oder Rockmusik hören will - der ist im Malipop genau richtig, die Besitzerin betreibt den Laden schon seit Jahren und es ist immer wieder gemütlich dort.
    Die musik ist einfach unschlagbar - alles wird auf Vinyl aufgelegt und es reicht von indie bis hin zu neueren Sachen wie Pefrume Genius, sehr beeindruckend mitten im Herzen des dritten Bezirkes auf sowas zu treffen!
    Preise sind für alles mehr als günstig, die Atmosphäre an alte Rockzeiten liegt klar auf der Hand und für Musikliebhaber einfach das richtige dort! Manchmal etwas zu laut aber stets am Punkt!

  • 4.0 Sterne
    21.8.2010
    Aufgelistet in Wien mit Hund

    Das Malipop ist für mich der Inbegriff von "klein aber fein". Das dürften auch andere so sehen, denn immerhin steht es schon fast so lange, wie ich auf der Welt bin.

    Zudem find ich die Besitzerin echt klasse, die so unheimlich viel Liebe zur Musik zeigt, nur Vinyl auflegt und stets on top ist, was neue Sachen angeht. Man hört dort definitiv immer das, was sonst nirgendwo läuft - und ebenso immer gefällt es auch. Musiktechnisch also ein absoluter Insider-Tipp, der unbedingt besucht werden sollte.

    Ein Punkt, der mir nicht gefallen hat, war dass die Besitzerin sehr penibel darauf war, dass mein Hund die gesamte Zeit den Beisskorb draufhaben musste, obwohl ich ihn eh schon hinter meinen Sessel geschoben hatte und er ganz ruhig geschlafen hat. Die Hundeinkompabibiltät war dann auch der Grund, warum ich sehr lange nicht mehr hingegegangen bin.

  • 4.0 Sterne
    20.4.2010
    Erster Beitrag

    Ein wirkliches Kleinod im Dritten ist dieses Lokal. Die Chefin ist ein Original, sie zapft Bier, serviert, legt Schallplatten auf, räumt und wäscht ab - alle Aktionen setzt sie mit Bedacht und stoischer Ruhe und Gelassenheit. Das Publikum im kleinen Lokal ist gemischt, manche sind wohl schon beim Eröffnung des Lokals dagewesen.

    Insgesamt eine nettes Lokal für Bier mit Freunden.

  • 5.0 Sterne
    21.8.2010

    Mein bester Freund fragte mich vor einigen Wochen, ob wir denn nicht ins Malipop gehen wollten. Ich hab' mit diesem Namen sofort Bob Marley assoziiert, da mein Freund einen starken österreichischen Dialekt hat und deshalb werden einige Konsonanten ein bisschen anders ausgesprochen...

    Also sind wir im dritten Bezirk herumspaziert, der ja nicht gerade sehr bekannt ist für das Wiener Nachtleben. Ich habe mich ohne irgendwelche Erwartungen mitschleifen lassen und bin hin und weg von diesem Beisl! Der Eingang ist sehr unscheinbar, die Kneipe selbst recht dunkel, aber gemütlich. Es gibt Tische mit Couches und welche mit normalen Sessel. Ich tendiere dazu, es mir auch beim Fortgehen gemütlich zu machen und deshalb ließen wir uns auf einer Couch nieder. Die Besitzerin und gleichzeitig Kellnerin kam zu unserem Tisch, nachdem sie noch schnell selbst die Platte des Plattenspielers (!!!!) wechselte und brachte uns nach nur zwei Minuten unsere Getränke - okay, da waren noch keine anderen Gäste ...

    Musikmäßig legt sie Platten auf, die man als normalsterbliche Person (also ohne Musik studiert zu haben oder ohne sich total für die Musik der 60er zu interessieren) zu 100% nicht kennt, die mir aber trotzdem sehr gut gefallen hat.

    Ab und zu gibt es auch live-Konzerte von kleineren Bands in diesem Lokal. Da wirkt die Besitzerin dann etwas forsch, wenn die Band gerade am Spielen ist und die Gäste sich weiter unterhalten wollen. Sie kommt dann zum Tisch und sagt höflich, aber bestimmt: "Bitte hören Sie auf zu Sprechen. Die Band ist wirklich gut! Sie hat es verdient, dass man ihr zuhört!"

  • 5.0 Sterne
    15.9.2010

    Das Malipop - benannt nach den Gründerinnen Margit und Lisa (wobei mittlerweile nur noch Margit Wolf übrig geblieben ist) - ist im dritten Bezirk eine absolutes Muss. Nicht nur, weil der dritte Bezirk an abendlichen Gestaltungsmöglichkeiten sonst nicht allzu viel zu bieten hat, sondern weil es wirklich ein nettes und gemütliches Lokal ist, in dem man trinken, sich unterhalten und dabei auch noch sehr gute Musik genießen kann.

    Die Plattensammlung der Inhaberin ist wirklich enorm, umfasst alles, was ein alternativ-indie oder elektronisch angehauchtes Herz sich wünschen kann und wird ständig erweitert. Auf Musikwünsche reagiert die Inhaberin - die gleichzeitig auch die einzige Person ist, die in dem kleinem Lokal die Gäste bedient - zwar eher abgeneigt, wenn man aber besonders lieb fragt, könnte die übernächste Platte eventuell die von einem gewünschte sein.

    Was in diesem Lokal sehr schlecht ankommt, sind im Besonderen zwei Dinge: Die Füße auf die Bank stellen und beim Hereinkommen die Tür offen lassen. Beide Faux-Pas regen Fr. Wolf sehr auf und bleiben ihr (sehr lange!) im Gedächtnis. Ein wenig eigen ist sie schon, das kann man nicht abstreiten. Aber genau das macht auch den Charme des Lokals aus.

    Das einzige was mich persönlich am Malipop immer noch etwas stört, ist der enorme Zigarettenkonsum der Gäste. Das Lokal ist winzig und schlecht durchlüftet, weshalb hier selbst passionierte Raucher ab und an über Kopfschmerzen klagen.

  • 5.0 Sterne
    30.9.2010

    Der dritte Bezirk ist nicht unbedingt ein Garant für ungetrübte Ausgehnächte und durchfeierte Nächte. Ein Lichtblick allerdings stellt das Malipop dar, das schon seit mehr als 20 Jahren existiert und sich seither immer treu geblieben ist. So wird hier beispielsweise nur Vinyl aufgelegt, wie nett ist das denn... Wer also endlich wieder hören will, wie Musik wirklich klingt, ist hier gerade richtig. Die Atmosphäre ist berauschen durgemütlich und stimmig, alles passt hier perfekt zusammen und ergibt ein harmonisches Ganzes. Die Landstrasser Szene ist damit bestens aufgewertet. Vor allem zur vorgerückten Stunde vergisst man schon mal, dass man sich mitten im Dritten befindet und wähnt sich in stylisherem Umfeld.

    • Qype User garfie…
    • Wien, Österreich
    • 1 Freund
    • 28 Beiträge
    5.0 Sterne
    19.6.2012

    Das Malipop ist einerseits eine wahrliche Institution im
    Dritten und andererseits immer noch ein Geheimtipp. Benannt ist das kleine Lokal in der Ungargasse nach den
    Gründerinnen Margit und Lisa und ist ein sehr nettes und gemütliches Lokal, in
    dem man trinken, sich unterhalten und dabei auch noch sehr gute Musik genießen
    kann. Musik und diverse Benimmvorschriften
    Die Plattensammlung der Inhaberin (es ist nur mehr Frau
    Margit übrig) ist unschlagbar - sie umfasst alles, was ein alternativ Indie-Rock
    oder elektronisch angehauchtes Herz sich wünschen kann und wird ständig
    erweitert. Nicht nur musikalisch ist das Malipop jung geblieben. Auf Musikwünsche reagiert die Inhaberin zwar manchmal abgeneigt,
    wenn man aber besonders lieb fragt, könnte die übernächste Platte eventuell
    eine der Gewünschten sein. Manchmal gibt es auch Live-Konzerte (natürlich nur kleinere
    Bands), jedoch sollte man dann die Unterhaltung einstellen, da einen sonst die Besitzerin
    ermahnt: Bitte hören Sie auf zu Sprechen. Die Band ist wirklich gut! Sie
    hat es verdient, dass man ihr zuhört! Zu den Benimmregeln gehört auch keine Füße auf die Bank
    oder Sessel zu stellen, die Tür offen zu lassen und mit einem Hund ohne
    Maulkorb zu kommen  noch besser ist es ohne Hund zu kommen. Auch  erhöhte Gesprächslautstärke
    und Schmusereien werden mehr oder weniger mütterlich abgemahnt.
    Trotz all diesen Eigenheiten ist das Malipop das ideale
    verlängerte Wohnzimmer für Musikliebhaber, einfach gemütlich. Das Lokal ist für weniger tolerante Nichtraucher ungeeignet,
    da es gelegentlich etwas stärker verraucht ist ( ein kläglich gescheiterter
    Versuch es nett zu umschreiben). Es gibt nur 5 Tische, wobei die beiden größten
    recht rasch vergeben sind. Kulinarisch wird von vielen Stammgästen der Schinken-Käse-Toast
    sehr gelobt, verständlich, denn mehr gibt es nicht  wozu auch.

  • 4.0 Sterne
    8.9.2010

    Die Besitzerin, die mich immer an die eine Beatniks - Künstler - Szene aus Hairspray erinnert, führt das Lokal in der Ungargasse, wahrscheinlich seit Jahrzehnten, wie ihr zweites Wohnzimmer.  Jede Komponente scheint ihren Geschmack und ihre Vergangenheit wiederzuspiegeln. Wenn man den liebevoll zubereiteten Averna Sour oder den Schinken-Käse-Toast - irgendwie schafft es die Dame, den Sachen mehr Wert zu verleihen, als die meisten anderen. Genießend, ist man ihr auch nicht wirklich böse, wenn sie einen wegen Gesprächslautstärke oder Schmusereien mütterlich zurechtweist. Der strenge Blick lässt einen Respekt vor ihr haben und man will dass sie einen mag. Ihr Alter ist schwer zu erraten, man nimmt an sie war mal grazilste Balletttänzerin wovon das Grazile immer noch hoch präsent ist. Ihre wunderbare Plattensammlung legt sie je nach persönlicher Auswahl, gekonnt auf den alten Spieler und die Gäste wippen wie auf Befehl vorsichtig mit.

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