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  • 4.0 Sterne
    30.4.2009
    Erster Beitrag

    Wer nach Wismar kommt, wundert sich, dass diese schöne Stadt seit dem Mauerfall von 58000 auf 45000 Einwohner geschrumpft ist. Nicht umsonst hat die UNESCO bereits 2002 die gesamte Altstadt zum Weltkulturerbe erklären lassen  und man sieht mit Genuß die viele schönen alten Bauwerke, die die schöne Architektur der Hanseaten widerspiegelt, und von denen der Krieg reichlich übrig gelassen hat.

    Wismar wurde bereits im 13. Jahrhundert gegründet, die Gegend war allerdings schon viele Jahrhunderte vorher besiedelt und es gab bereits Plätze mit ähnlichem Namen. Um 1226 entschlossen sich die Herren von Mecklenburg aber zu einer größeren Ansiedlung, die Stadt entstand auf dem Reißbrett und zog schnell zahlreiche Neusiedler und Mönche der Dominikaner und der Benediktiner an, innerhalb von 50 Jahren war die erste Siedlungsphase vollendet, eine Stadtmauer errichtet, die die Grenzen der heutigen Altstadt markiert. Bereits kurz nach Gründung wurde Wismar Mitglied der Hanse und war schnell wichtiger strategischer Ort im Kampf gegen Seeräuberei. Die Stadt blühte und war eine willkommene Beute der Schweden im Dreißigjährigen Krieg, die sich hier gern niederließen und zahlreiche schöne Gebäude errichteten, die heute noch hier zu sehen sind. Preußen und Dänen hatten kurze Intermezzos, die Schweden regierten aber letztlich bis 1806  dann gaben sie Wismar aus Geldnot gegen ein erhebliches Pfand an das Herzogtum Mecklenburg-Schwerin ab. Kurioserweise verzichtete Schweden erst 1903 endgültig auf die Wiedereinlösung des Pfandwertes, so dass Wismar erst seit diesem Zeitpunkt offiziell wieder eine deutsche Stadt ist  die Wismarer feiern aus diesem Grund ihr jährliches Schwedenfest.

    Der Marktplatz bildet den absolut geplanten Mittelpunkt der Altstadt, er ist exakt 10 000 Quadratmeter groß, auch das ist geplant, denn auf dem Reißbrett wurde er exakt als Quadrat von 100100 Metern gezeichnet. Um den Platz herum sieht man zahlreiche schöne historische Bauwerke, darunter das Reuterhaus das Stadtgeschichtliche Museum Schabbellhaus. und den Alten Schweden ein schönes dunkles Ziegelsteinhaus im hanseatischen Stil, das aus der Schwedenzeit stammt, ebenso wie das beeindruckende klassizistische Rathaus, die ehemalige Kommandantur der Besatzer (1817-1819). Seitlich auf dem Platz steht die Wasserkunst, ein prunkvoller Pavillonbau, der einst der Wasserversorgung der Bürger gedient haben soll.

    Man kann wunderbar auf dem Platz sitzen und den Anblick der Bauwerke genießen, was aber nicht so schön ist (und dafür den Stern Abzug), ist die Tatsache, dass hier immer noch Autos fahren und gar parken dürfen  und dass es hier keine richtig gute Gastronomie zu geben scheint  der Platz kann nichts dafür, wäre aber eine Verkehrsberuhigung und weitaus bessere Lokale allemal wert.

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