Qype Logo Bei Yelp registrieren

Qype hat sich Yelp angeschlossen um dir noch mehr Beiträge, Community und Geschäfte zu bieten. Weitere Infos.

  • 5.0 Sterne
    2.11.2010
    Erster Beitrag

    hoch über Meran (und wenn man Glück hat über den Wolken) verrät schon der volle Parkplatz daß sich die Einkehr hier lohnt. Feine Südtiroler Küche
    Die Suppe mit Schwarzplentenknödel hat wie es sich gehört mit kräftigem Fleischgeschmack was ja leider viel zu selten ist. Hier dagegen war sie wirklich ein Genuss der nur noch von dem nussigen Geschmack des Knödels überboten wurde.
    Und danach die nächste Überaschung: Der lapidar als Hirschbraten angekündigte Hauptgang war wohl eher ein Hirschrücken wenn nicht gar Filet. dazu zwei Nockerl mit buttriger Polenta und (selbstgemachte?) Preiselbeerkompott.
    Zum Glück war noch etwas Platz für eine Nachspeise. Hier war das eher "heimische" Maroni-Törtchen dem exotischen mangosorbet & Törtchen mit Schokomousse auf hohem Niveau überlegen.
    Einzig beim Wein hätte ich mir etwas mehr Beratung gewünscht (auf wenn die Aussage "die sind alle gut" wahrscheinlich nicht falsch war)

    • Qype User Firlef…
    • Hamburg
    • 0 Freunde
    • 110 Beiträge
    5.0 Sterne
    26.7.2013

    Tolles Restaurant in Spitzenlage. Sensationeller Panoramablick ùber Meran bis hin nach Bozen. Der Service ist erstklassig und die Küche absolut gigantisch. Nicht ganz günstig, aber jeden Euro wert. Ein Erlebnis.

    • Qype User testtw…
    • Reichertshausen, Bayern
    • 51 Freunde
    • 544 Beiträge
    5.0 Sterne
    14.9.2008

    Welten liegen dazwischen: Sterzing und Vellau

    Nach einer menschlich megaenttäuschenden Szene im frisch vom Michelin besternten Restaurant KLEINE FLAMME des Burkhard Bacher in Sterzing musste ich einmal mehr die bittere Erfahrung machen, dass Kochkunst eher selten etwas mit Herz zu tun hat.

    Nur ein Haus im winterlich tristen Südtirol konnte meine angeschlagene Seele wieder gerade richten, Sabine Gamper vom Oberlechner in Vellau. Sie hat keinen Michelin-Keks bekommen, denn im Grunde genommen ist es gar kein Stern, sondern eher ein kleines Mandel-Plätzchen. Sie braucht den roten Stern auch gar nicht, denn sie besitzt einen unverleihbaren Herz-Stern.
    Beim Kochen hält Sabine mit dem Eisacktaler locker mit.

    Die Seelenheilung begann mithausgemachten Raviloi, gefüllt mit Rote Bete, Kassler und Kümmel. Perfekt und sicher verstand sie es, den Kümmelgusto in richtigen Bahnen zu halten. Dazu trank ich aus Sabines wohl sortirtem, bezahlbaren (!) Keller eine Flasche Campaner 2008 Gewürztraminer der Kellerei Kaltern. Er passte vorzüglich zum urig-feinen, ur-gesunden Nudelauftakt. Da muss ich nicht nach Bangkok, brauche keine Show bei der Weinempfehlung, sondern freue mich lieber mit meiner Brieftasche um die Wette.

    Noch einmal Sabine, bevor Ehemann Peter durfte. Hirschcarpaccio auf Birnencarpaccio und Ingwer im Thunfischtatar sind hilflose Tester-Worte für ein himmlisches Gedicht. Sabine stellte ihr kreatives Schmankerl unter das Motto Meran trifft Mittelmeer. Genau, dachte ich mir, als ich den Teller bewunderte, genau, warum muss ich eigentlich bei Burkhard Bacher betteln gehen?
    Damit mir eines unschönen Tages endlich ein Licht aufgeht! Kapiert, es musste heute sein. Ist ja Advent!

    Ab diesem Moment der Erkenntnis ging es mir wesentlich besser.

    Zeit für mein spezielles Hausgericht beim Oberlechner in Vellau, bei Peter Gamper, es war die pikante Version des Hausklassikers Fleischkrapfelen mit Steinpilzsoße und Kartoffelpüree. Einmal im Jahr etwa brauche ich das, obwohl der Wildperfektionist ohne Reagenzglasgewabere und Wasabiwürzerei viele andere Köstlichkeiten anbietet, in der Karte und durch Kamillas ehrlich menschelnde, liebe Ansage. Ich habe schweren Herzens nur ein Leiberl verdruckt, denn es musste Platz bleiben für Sabines Wahnsinnsdessert: Kokossoufflee (aus der Ecke hoher Schwierigkeitsgrad) mit Kokos-Bananen-Eis und frischen Früchten rund um den Erdball. Damit meine Nerven ausgiebig Zucker bekamen.

    In der kalten Nachtluft, mit Blick auf das funkelnde Meran unter mir, fiel mir der noch taufrische, gute Rat eines Wirts vom Tegernsee ein:
    Du musst dich endlich von den Scheinheiligen trennen, denen du nichts wert bist. Lasse dich ja nicht von ihrem Händedruck täuschen. Schüttle dafür denen die Hand, die sie dir auch zum Helfen geben.

    Als ich mittags in Sterzing verlassen habe, hat mir der Wirt gleich mehrmals die Hand geschüttelt. Umsonst.
    Er hat den Michelin-Stern bekommen und mich verloren.
    anno 2009
    ..................................................­............................................
    paradies für leib und seele

    Fünfhundert Meter, Höhenmeter, über Meran, am Südhang der Texelberge, im Oberlechner von Vellau, am gewitterschwangeren Abend, hätten Sabine und Peter Gamper dem Ex-Hidalgokoch Miragoli das Fürchten gelehrt, wäre er bei meinem Abendessen dabei gewesen.

    Aber bis hier herauf ist es weit, serpentinig und nur zwei Handvoll Feinschmecker passen auf den klitzekleinen Balkon. Bei weniger monsunigem Wettergebahren tischt man zusätzlich auf der Rustikalterrasse auf, damit ein paar Glückliche mehr in den Gampergenuss kommen können. Und dieser Genuss ist auch beim Trinken ungeschmälert, wenn man Sabine-Mädl einfach nur machen lässt. Die gebürtige Terlanerin hat sich inzwischen zu einer Sommelieuse gemausert, die ihrem Heimatort alle Ehre macht. Sie kann natürlich mengenmäßig nicht annähernd an die beiden Keller von Kohlern und Burgstall heran, aber was ihr an Flaschen fehlt, macht sie mit leicht verstecktem, herzlichen, echten Charm locker wett. Kongenial empfiehlt sie die richtigen Tropfen zu den sensationellen Herdzaubereien ihres Mannes. Überdies steuert sie, gar nicht selten, sogar Kleinigkeiten zum Menü bei, die einfach großartig sind. Was selbst eingefleischte Stammgäste meist nicht wissen, da sie kein Aufheben von ihrem Können macht. Sie ist eher eine Stade.
    (gilt nich für das Autofahren).

    Und den Peter kriegt man sowieso kaum aus der Küche heraus. Wenn ich jetzt die einzelnen Gänge nur beim Namen nenne, dann ist das keine Faulheit, sondern nur Unvermögen, sie adäquat zu beschreiben. Am einfachsten ist es, hinfahren und genießen. Aber vorher anrufen, unbedingt.

    Der Tanz beginnt, in Bozen hängt ein sauberes Gewitter und liefert die vorzüglich passende, theatralische Kulisse.

    Vellauer Käse mit Mango, Tomaten, Bauernbrot und Salat.
    Dazu trinke ich einen Kerner vom Pacherhof im Eisacktal, Jahrgang 2007, ein wuchtig fruchtiger Tropfen, ein Meisterstück von Andreas

    • Qype User qyelk…
    • Wismar, Mecklenburg-Vorpommern
    • 0 Freunde
    • 7 Beiträge
    5.0 Sterne
    11.8.2013

    Super Adresse für einen schönen Abend, bei dem alles stimmt. Gastfreundlichkeit, Panorama und in der Küche steht ein Zauberer .

    • Qype User sturmu…
    • Diepholz, Niedersachsen
    • 1 Freund
    • 225 Beiträge
    5.0 Sterne
    23.8.2012

    Beim Bürgermeister, rundherum alles gelungen. Dort ist die beste Küche weit und breit, eigentlich im Sternebereich. Der Blick über Meran und Algund bis weit nach Bozen ist einmalig. Mit dem Bus ab Meran und Algund oder mit dem Sessellift ab Algund. eine Straße für geübte Autofahrer ist vorhanden , dann keinen Wein trinken- Serpentinen!

  • 5.0 Sterne
    31.8.2012

    Auf der suche nach einer Lokalität für unser letztes Abendessen in Südtirol viel die Wahl (aufgrund der 5 Sterne Bewertungen) auf den Oberlechner. Die Anfahrt war schon recht spektakulär, ging es doch steil bergauf. Der Ausblick war grandios! Die Gaststube sehr nett und recht modern eingerichtet. Die Karte versprach eine gute Auswahl an Gerichten. Und so entschied ich mich für nahezu die gleich Speisenfolge wie hcii unten weiter beschrieben hat. Erst die Knödelsuppe 'Oberlechner' anschließend den Hirschbraten ( was in Wirklichkeit Hirschrückenfilet war) und als Dessert den Topfenauflauf mit Erdbeer-Rhabarber-Kompott und Sauerrahmeis. Kurz gesagt  Zum Daniederknien! Die Knödel in der sehr leckeren Fleischbrühe waren geschmacklich und von der Konsistenz hervorragend. Der Hauptgang sehr gut, wenn auch das Rotkraut ein klein wenig zu trocken war, aber das hat die Soße und natürlich der Hirsch alles herausgerissen. Und das Dessert war ebenfalls köstlich. Die Qualität des Essens ist natürlich nicht mit einer typischen Tiroler Pizzeria vergleichbar um somit zahlt man dann auch ein wenig mehr, aber ich muss sagen, das habe ich hier wirklich gerne getan. Für 2012 hat der Oberlechner von dem Restaurantführer Gault Mileau eine Auszeichnung bekommen (13 Punkte) und das will sicher schon was heißen. Ich kann das lokal nur empfehlen. Auch der nächtliche Blick in das Etschtal von Meran bis fast nach Bozen war sehr schön!!!

Seite 1 von 1