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    • Qype User Muelle…
    • Pähl, Bayern
    • 28 Freunde
    • 19 Beiträge
    5.0 Sterne
    31.3.2008

    Willkommen auf Deutschlands größtem Männerspielplatz!

    So steht es auf der Webseite. Hat mein Mann wohl nicht gelesen, als er mir einen Panzerfahrkurs zum Geburtstag schenkte.

    Wir machen uns also auf den Weg nach Brandenburg, wo wir beide vorher noch nie waren - landschaftlich schon mal ein Erlebnis. Am nächsten Tag vom Hotel auf zum Panzerfahrgelände. Traumhaftes Wetter, allerdings jede Menge Schlamm, da es tags zuvor geregnet hatte. Na, paßt ja.

    Auf dem Gelände: Jede Menge Männer und ca. 3 Frauen. Viele nur zum Gucken (die Frauen alle). Wir werden freundlich in Empfang genommen und bekommen eine kurze Einweisung 'an Land'. Dann gehts rauf bzw. rein in das Ungetüm. Ich war als erstes 'dran' und mußte durch die Luke ins Innere verschwinden. Lederkäppi mit Interfunk auf, dann weitere Anweisungen nur noch durch selbiges. Kurze Erklärung der Technik (ist kein Hexenwerk nach dem Motto 'Keep it simple'), dann wird das Monster angelassen. Laut ist es. Und dann schon das erste Handicap: Ich bin nur 1,65 m groß und komme schwer an die Pedale (vor allem nicht mit Sneakers, die man tunlichst tragen sollte). Irgendwie klappt es dann doch, aber schon das nächste Problem: Die Schaltung geht extrem schwer für zarte Frauenhände, vor allem, wenn man wie ich Linkshänder ist (Schaltung ist rechts).

    Naja, irgendwie kriege ich es doch gebacken und los gehts. Man sieht nicht, was um einen herum ist, nur das, was unmittelbar vor einem ist, nicht nach oben, nicht nach unten - der Sehschlitz ist mikroskopisch. Fahren auf Verdacht irgendwie. Fängt aber an, richtig Spaß zu machen! Klar, ist ein Bergungspanzer mit 600 PS, da geht was! Gerade fange ich an, mich einigermaßen sicher zu fühlen, dann heißt es anhalten. Beim Losfahren würge ich 'das Ding', wie ich es inzwischen nenne, gnadenlos ab. Kommentar des Fahrlehrers: 'Jetzt dacht ich grad, sie hat's raus'. hmpf

    Also, weiter gehts. Nach ca. 35 Minuten heißt es 'Fahrerwechsel'. Insgeheim bin ich froh, das geht doch ganz schön auf die Muskeln und die Konzentration. Ich darf auf dem Oberdeck Platz nehmen, und mein Bester übernimmt. Oben haut es mir bei der Fahrt das Gebälk ganz schön durcheinander (jaja, wir schenken uns nichts), aber ein Riesenspaß ist das auch - zu sehen, wo man vorher nur auf Verdacht langgefahren ist.

    Schließlich ist auch diese Fahrstunde zu Ende, wir steigen aus, recht froh, die Lederhauben wieder los zu sein - wird doch ganz schön warm darunter.

    Aber wenn wir schon mal hier sind Es gibt noch das Angebot, mit einem Schützenpanzer eine Runde zu drehen - stehend hintendrin, ein Profi fährt. Wir und 6 Bergisch-Gladbacher nehmen Platz (heißt, wir stellen uns in die Luken und versuchen Halt zu finden). Und ab geht die Luzie - nochmal mit so richtig Schmackes. Am Ende des Tages habe ich jede Menge blaue Flecken in der Hüftregion, aber eine Mordsgaudi war es auf alle Fälle.

    Kleines Goody für die Teilnehmer: man bekommt ein Video von seiner Fahrt, eine Urkunde und einen Panzerführerschein. Ob mir der im Ernstfall was hilft?

  • 5.0 Sterne
    20.11.2008
    Erster Beitrag

    Toller Beitrag von Muellerin, aber auf eines möchte ich an dieser Stelle noch hinweisen: Die Kartenanzeige ist z.Z. komplett falsch. Die Panzerfahrschule befindet sich in der Nähe von Fürstenwalde, nicht Angermünde, also gut 50km südlicher als derzeit angezeigt. Es gibt zwei Steinhöfel, aber die PLZ gehört definitiv nach Steinhöfel bei Fürstenwalde, dass übrigens die Amtsgemeinde ist. Könnte für die Wochenendplanung ja entscheidend sein, oder?

    • Qype User QlMa…
    • Potsdam, Brandenburg
    • 15 Freunde
    • 54 Beiträge
    4.0 Sterne
    6.8.2010

    Obwohl der Preis mit ca. 130 EUR für eine halbe Stunde Fahrt ziemlich hoch ist, lohnt sich diese Erfahrung, wenn man nicht gerade Panzerfahrer bei der Bundeswehr war oder ist. Man erhält vor der Fahrt eine ausführliche Einweisung und während der Fahrt bekommt man ständig Hinweise über Funk vom Personal. Wie nicht anders zu erwarten haben die Mitarbeiter einen zackigen und militärischen Ton. Die Panzer sind zwei ausgemusterte Modelle aus der tschechischen Armee, natürlich wurden die Waffen und Panzerung entfernt - das ist Vorschrift zur Einfuhr nach Deutschland.
    Für ein ganz besonderes Erlebnis kann man auch mit dem Panzer alte Autos verschrotten.

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