• 5.0 Sterne
    20.10.2008
    Erster Beitrag

    Am vorletzten Tag unseres Portugalbesuches beschlossen wir uns den, anlässlich der Weltausstellung im Jahr 1998 entstandenen,
    neuen und modernen Teil von von Lissabon anzuschauen.
    Er ist ja ganz leicht und sehr schnell mit der Metro (wurde auch für die Exop 98 gebaut) zu erreichen, vom Rossioplatz, Praca Dom Pedro IV wie er offiziell heißt, geht es zuerst mit der grünen Linie bis Alameda und dann mit der roten Linie bis Oriente. Die einzelnen Stationen, die wir sehen konnten, sind alle sehr schön von verschiedenen Künstlern gestaltet und vor allem sehr sauber.
    Bei der Endstation empfing uns ein riesiges Fliesenwandbild, nicht unbedingt mein Geschmack, (Siehe Foto unten) aber als wir die Metrostation verließen kamen wir aus dem Staunen nicht heraus.

    Hinter uns über der Station ein Meisterwerk moderner Architektur, von dem Stararchitekt Santiago Calatrava
    14 m über dem Boden auf einer Brückenkonstruktion erhebt sich der Bahnhof Oriente, wo Züge aus Paris, Madrid, der Algarve und Porto kommen. Auf riesigen Betonstützen, die sich wie Baumwurzeln kreuzen, liegen die Bahnsteige und darüber ist ein Dach aus weißem Stahl mit durchsichtigem Glas in gotischen Spitzbögen. (Siehe Foto unten) Es sieht aus wie ein weißer Palmenhain und aus den gleichen Baumaterialen, nur in Form von Muscheln, besteht der Übergang zum Einkaufzentrum Vasco da Gama. (Siehe Foto unten)
    Es ist das drittgrößte Einkaufsparadies in Lisboa und auf drei Ebenen befinden sich Geschäfte und Imbißstationen.
    Die Geschäfte sind täglich bis 24 Uhr geöffnet.
    Wieder sehr beeindruckend das riesige Glasdach über das ständig Wasser fließt. (Siehe Foto unten)

    In einem der kleinen Schnellimbisse im 2. Stockwerk setzten wir uns auf die Terrasse um ein Wasser zu trinken und auf die Toilette zu gehen.
    Da gab es eine Überraschung im Waschraum, es gab keine normalen Waschbecken sondern unter dem Wasserhahn war eine Platte aus Plexiglas mit eingelassenen Wollfäden, gestrickten Teilen, schöne Fächer und verschiedensten Accessoires aus dem Haushalt. (Siehe Foto unten)

    Von der Terrasse hatten wir einen schönen Blick auf das Gelände, direkt vor uns eine riesige Skulptur, ein Kunstobjekt von dem Portugiesen Jorge Vieira Menschliche Sonne und dahinter den Tejo und die Gondelbahn. (Siehe Foto unten)

    Es war ziemlich viel los, denn es war ja Sonntagnachmittag und viele Lissabonner nützen die Gelegenheit zum Einkaufen und anschließend in einem der Restaurants an der schönen Uferpromenade zu essen oder zu bummeln.
    Wir spazierten anschließend auch die Uferpromenade entlang bis zum Turm Vasco da Gama, benannt nach dem berühmten portugiesischen Seefahrer zur Zeit Columbos, der 140 m hohe Turm wurde als Gegenstück zum Torre de Belém 500 Jahrhunderte später errichtet. Er hat die Form eines Schiffmastes mit aufgespanntem Segel und auf seiner Spitze hängt ein Mastkorb in dem sich ein Luxusrestaurant befindet. (Siehe Foto unten)
    Dahinter die über 17 km lange Brücke Vasco da Gama, über den Tejo.
    Daneben ist eine Gondelbahnstation, die Gondeln schweben entlang des Ufers bis zum im Süden liegenden Ozeaniums.
    Das Oceanário ist das größte Aquarium Europas, aber das besuchten wir leider nicht.

    Erwähnenswert sind auch noch die 2 riesigen Wohnhäuser, die das Einkaufzentrum links und rechts flankieren und die Form eines Schiffsbuges haben. (Siehe Foto unten)
    Die Wohnungen sind immer über 2 Stockwerke und sollen von EUR 500.000,00 bis zu 1,5 Mill. Euro kosten !

    Auch die Verbindungsstrassen vom Fluss zurück zur Station sind sehr schön gestaltet mit Steinbänken im gestreiften Design, tollen Sonnenschirmen und viel Platz für spielende Kinder. (Siehe Foto unten) Vor allem sehr gepflegt und sauber.

    Ich finde es jedenfalls sehr interessant auch diesen modernen Teil von Lissabon zu besichtigen und war von der Architektur sehr beeindruckt.

    • Qype User robert…
    • Berlin Charter Township, Vereinigte Staaten
    • 13 Freunde
    • 63 Beiträge
    5.0 Sterne
    7.2.2011

    So viel Architektur auf einem Gelände. Müsste ich in Lissabon leben würde ich die Gegend nehmen. Die Altstadt ist ja eher einfach und ein wenig schmuddelich.. Hier blitzt es und alles ist mit sehr viel Ideenreichtum bespickt. Rasenflächen zum Turnen, eine Seilbahn, die vielen Hochhäuser....

Seite 1 von 1