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  • 3.0 Sterne
    5.3.2012
    Erster Beitrag

    Ich war heute mit einer Kanindecke im Pelzatelier von Herrn Schalm. Meine Eigentliche Absicht war ein neues Futter für die Decke. Ich wollte einen Rat des Fachmanns, ob sich das überhaupt lohnt. Herr Schalm hat mich ehrlich beraten und abgeraten, in die Decke erneut zu investieren. Trotz dieses ernüchternden Ratschlags kann ich das Pelzhaus nur empfehlen. Interieur und Auslagen
    Das Geschäft besteht aus einen kleinen Verkaufsraum, welches Holzvertäfelt ist. Man sieht eine klassische Regalontruktion, bei dem die Regale gefüllt sind mit vielen pelzigen Auslagen. Alles wirkt einladend. Herr Schalm hat eine Vielzahl an gegerbten Fällen, Pelz Accessoires, auch ein paar Decken, Stolas, Krägen, Hüte und ein paar Mäntel. Alles in allen sehr viel Artikel zur Ansicht. So kann man sich direkt ein Bild von den unterschiedlichen Fellen machen und die Haptik fühlen. Das gefällt mir sehr. Natürlich gibt es jetzt nicht viele Hochpreisige Auslagen, weil das wohl die Versicherungssumme ganz schön stressen würde, aber dennoch gibt es echt viele Auslagen, für solch ein kleines Geschäft. Die Qualität
    Herr Schalm beret fair, legt aber auch wert, dass er Qualität herstellt und distanziert sich von jeglicher unehrenhaften Arbeit. Er spricht, dass er faire, aber angemessene Preise macht. Qualität hat seinen Preis. Eben ein Handwerker der Alten Schule. Ein Kapuzenfellstreifen kostet um die 60 Euro. Ein gekerbtes Fell Tanuki um die 290 Euro. Kanadischer Fuchs 150 Euro. Die ausgelegten Waren sahen gut verarbeitet aus und die Qualität der Felle stimmt. Der Service
    Ich konnte kurz mit Herr Schalm sprechen. Der Handwerksmeister Jahrgang 1940 war redselig und hat Fragen geduldig beantwortet. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Pelzbranche und findet manchen aktuellen Modetrend nur noch zum Belächeln und zu Amerikanisch. Alles in alles ein Mann der alten Schule, etwas rau, aufrichtig aber ein ehrenhafter Handwerker. Ein Besuch lohnt sich sicher. Man sollte nicht zögern, mit einem Kleidungsstück zum Vorzeigen mal vorbeizukommen. Fazit
    Nachdem ich mit der Decke bei einem anderen Kürschner war, wurde mir eine andere Sicht geschildert. Zwar wurde ebenfalls gemeint, dass nicht alles so gut verarbeitet war, jedoch wurde mir schon Hoffnung gemacht, dass man mit der Decke noch was anfangen kann. Herr Schalm war in dieser Sicht meiner Meinung nach etwas zu undifferenziert und vielleicht hatte er auch einfach keine Lust, solche kleinen Dinge zu machen, welche ihn weniger herausfordern. Er ist eben ein alter Meister, der weiß, welche Aufträge er machen möchte und welche nicht. Meiner war leider nicht mit dabei.

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