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    • Qype User Schnup…
    • Hamburg
    • 126 Freunde
    • 111 Beiträge
    5.0 Sterne
    22.8.2007

    Weil es in diesem Winter besonders nett ist bei Ralph und Renate Glühwein zu trinken:
    --------------------

    Ralf, er heißt übrigens Ralf und nicht Ralph wie sein Cafe, ist ein Baum von einem Mann, rund 2 m groß, Hände wie elegante Bratpfannen und hat immer, wahrhaft immer, eine unheimlich nette Ausstrahlung. Mit dieser Ausstrahlung und Physiognomie passt er wunderbar in diesen schönsten Park, der Ende des 18. Jahrhundert von Baron Voght angelegt wurde, später erst wurde dann ein Teil davon durch die Familie Jenisch besessen und letztlich von der Stadt Hamburg gekauft.

    Und Ralf ist nicht alleine. Seine Frau Renate, erheblich kleiner in Körpergröße, wen wunderts, steht ihm in sympathischer Ausstrahlung aber in nichts nach.

    Die beiden leben ihre Träume, mit dem Cafe haben sie den ersten Traum erfüllt, ein weiterer schlummert an der italienischen Küste noch so vor sich hin. Das erfragt man am besten selber, wenn die Schlange einmal nicht so lang ist.

    Das Cafe, man kann ausschließlich draussen sitzen, war in der Tat einmal Klohäuschen und wurde vor dem drohenden Abriss durch die Initiative und die aufgekrempelten Ärmel von Ralf & Renate gerettet. Toiletten, für einen öffentlichen Park höchst saubere, gibt es glücklicherweise immer noch, denn wer sich hier einmal niederlässt auf mehrere Kaffees, Biere oder im Winter Bio-Glühweine (ich bin kein Biomensch, finde den Bioglühwein auch nicht so lecker, aber einen anderen haben sie nicht), der freut sich, dass man alt Bewährtes bewahrt hat.

    Und wenn man hier draussen sitzt, hat man die zentralen Anlauftstellen des Parks direkt im Blick: direkt vor der Nase das Barlach-Haus, Museum mit regelmäßig wechselnden Ausstellungen, vom Kiosk nur getrennt durch eine großzügige Kinder-/Hunde-/Väter-/Opispielwiese, zur linken Hand das Gewächshaus mit - ich würde mal sagen - sehr exotischen und interessanten Pflanzen und zur rechten Hand das herrschaftliche Jenisch-Haus, dass allerdings den Blick auf die rund 1.000 dahinter liegende Elbe verdeckt. Eigentlich kann man die Elbe auch ohne das Haus nicht sehen, aber man kann sehen, dass Schiffe fahren, da man die obereren Aufbauten und Container sieht und den Eindruck gewinnt, sie führen durch den Park.

    Oben drüber ist die Einflugschneisse von Airbus, so dass man jetzt in immer häufiger werdenden Abständen den neuen Airbus-Superflieger A 380 mit einem Abstand von rund 200 Metern von unten sehen kann. Ich mag das ganz gerne, man merkt, man lebt in einer Großstadt, die Mütze fliegt noch nicht vom Kopf und die Aufschriften auf den Heckflossen eignen sich, das Fernweh nicht gänzlich zu verleugnen (Singapore Airlines etc.)

    Ralphs ist Richtung Osten ausgerichtet, d.h. je später im Jahr desto eher fällt der Schatten auf den Kopf. Es gibt selbstgebackene Kuchen, Eis, Würstchen und Dellen (Frikadellen) und am Sonntag morgen kann man hier auch lecker frühstücken, wenn man mit Brötchen, Brot, Butter, Marmeladen, Aufschnitt, Kaffee, Saft etc. zufrieden ist und nicht einen Brunch erwartet, der einen für den Rest des Tages aufs Sofa verdammt.

    Ob geöffnet ist, hängt vom Wetter ab, aber wenn es nicht mit schwacher Prognose ohnehin schon Sturzbäche regnet, ist meistens zuverlässig offen. Geöffnet solange noch nette Gäste da sind und es Sinn macht, ausdrücklich keine Kneipe zum Versacken.

    Herzlichst, Schnuppidu

  • 4.0 Sterne
    8.3.2008
    Erster Beitrag

    Ein Samstagmorgen im März: Die Sonne strahlt. Während sich manche noch von der vergangenen Partynacht erholen, haben wir schon einen längeren Spaziergang durch den Jensichpark unternommen, der eigentlich nach seinem genialen Schöpfer Caspar Voght Park heißen sollte. Wer sich aus Hamburgs Zentrum westwärts hierher begibt, reist ein wenig aufs Land und gleichzeitig in eine andere Epoche. Wir bewundern monumentale Laubbäume, hören das Bächlein Flottbek elbwärts plätschern, blicken teuren Hunden nach, die über weite Wiesen tollen und lassen uns immer wieder gern blenden vom Weiß des Jenischhauses, das die ganze herrliche Anlage dominiert.

    Allmählich überkommen uns Durst und etwas Appetit und glücklicherweise fällt mir ein, dass da doch dieses kleine, ehemaligen Toilettenhäuschen war, oben bei der großen Eisenpforte, auf dem Weg zu den Gewächshäusern, wo ich schon vor zwei Jahren einmal gemütlich gesessen hatte. Die Freude ist groß, als wir feststellen, dass die Betreiber des Lokals auch im Vorfrühling lieber hier draußen in Klein-Flottbek ihre Zeit verbringen und den Parkbesuchern schon ab 11 Uhr Stärkung anbieten. Ein besonderes Glück auch deshalb, weil es hier draußen sonst kaum Angebote gibt, mal abgesehen vom stilvollen Café im Jenischhaus, wo eine vierköpfige Familie nicht unter 25 EUR (= 50 DM) davonkommt für zweimal Tee, Limonade und Torte für alle.

    Der Kiosk ist da in jeder Beziehung die attraktivere Option: Die Preise sind moderater, man sitzt draußen in der Sonne, und auch Kinder fühlen sich hier freier, was wiederum der Erholung der Eltern zu Gute kommt. Für schlecht durchblutete Naturen jeden Alters liegen Decken bereit.

    An einem Samstag hält sich der Auftrieb in Grenzen, aber auch an einem Sonntag musste ich nicht lange auf die Bestellung warten. Heute gibt es Bio-Frikadellen mit selbstgemachten Kartoffelsalat für die Freunde zum Preis von 4,70 EUR und für mich eine exzellente Wallnuss-Apfeltorte, die auch Baronin Voght nicht abgelehnt hätte. Der Cappuccino ist mit 2,30 EUR noch bezahlbar und das in Hamburg nur selten anzutreffende französische Kultgetränk Orangina darf für sensationell günstige 1,80 EUR genossen werden. Ein famoser Ort, um einen Ausflug nach Klein-Flottbek ausklingen zu lassen.

    Das einzige, das hier stört, was aber die freundlichen Betreiber des Lokals auch nicht abstellen können, ist der Lärm der Düsenflugzeuge, die gelegentlich, über Kiosk und Park hinwegdonnern. Der Qyper Schnuppidu, der im Herbst 2007 hier weilte und der ansonsten viel Schönes und Wahres über das Lokal notiert hat, hörte im Dröhnen der Motoren den Klang der neuen Welt. Ein Vorteil, wenn man sich derart für Technik begeistern kann. Wir hätten auf dieses Getöse gern noch ein Weilchen verzichtet, mögen weder Airbus noch den scheußlichen Ausblick auf Finkenwerder, weiter unten am Fluss. (Wer alte Ansichten kennt, muss weinen.)

    Auch könnte Betreiber Ralf überlegen, ob er sein Lokal nicht umbenennt in Ralphs oder Ralfs. Denn dieses alberne Apostroph-S existiert nun einmal nur in der englischen Sprache, und es passt so wenig wie Airbus in dieses ansonsten so elegante und vor Bildungsbegeisterung nur so strotzende Ambiente.

  • 4.0 Sterne
    22.8.2013

    und auch heute ist es wieder nett hier!
    der wein schmeckt, die bedienung ist nett,
    man sitzt angenehm in ruhiger & schöner umgebung!
    das einzige, was vielleicht verbessert werden könnte: etwas mehr auswahl bei den speisen und der cafe könnte auch noch leckerer sein.
    aber das ist wirklich meckern auf hohem niveau :-)

  • 4.0 Sterne
    4.4.2011

    Jenischpark ohne diese herzliche Lokation wäre ein Apfelbaum ohne Äpfel

  • 4.0 Sterne
    4.6.2008

    Am oberen Ende des Jenischparks kann man dieses kleine Café fast übersehen, denn der große Strom der Spaziergänger fließt hier auf der Achse zwischen S-Bahn Klein Flottbek, Jenischhaus und Elbufer hin und her, so dass nur hartnäckige Parkbesucher oder Kunstfreunde, die das Barlach-Haus anstreben, diesen Ort erreichen. Ralph ist tatsächlich ein Kiosk, aber dieser Name ist eigentlich eine Beschimpfung, das Kiosks eigentlich in großen Mehrzahl Discounter-Würstchen, Billigkartoffelsalat, Aldiapfelschorle, Folienkuchen, Fertigtoast und Kistenbier zu überhöhten Preisen an ausgehungerte Wanderer aushändigen und kraft ihrer Monopolstellung am Wege mit wenig Aufwand zum Millionär werden, weil Opa Egon irgendwann einmal vor 150 Jahren ein paar Quadratmeter Ufer an der Elbe inklusive ewig währender Schanklizenz ergaunert hat.

    Nein, Ralph ist eigentlich kein Kiosk dieser Art. Zwar holt man sich hier das zu Verzehrende auch am Tresen ab, aber das ist auch schon alles kioskische hier. Dem durstigen Sommerwanderer fällt nach 7 Kilometer Elbuferweg als erstes auf: Hier gibt es riesige Getränke, bei der Hitze ist so eine Halbliterrhabarberschorle für 3,40 Euro mehr als das einzig wahre, sie rettet mein verdorrendes Leben  und ist dazu noch ökologisch korrekt, wie alle Säfte hinterm Tresen. Die Karte verweist darauf, dass man sich hier bemühe, vorwiegend biologische Kost anzubieten, da man nicht anbieten wolle, was man selbst nicht genießen würde. Möge dieses Dogma in den Hirnen aller Gastronomen Einzug halten. Obwohl: Unten am Elbufer sehen einige Kioskwirte ja auch aus, als hätten sie ihre Diät aus Frikadellen, Kartoffelmayonäsesalat und Bier lebenslang einnehmen müssen Hier bekommen wir einen köstlichen Walnuß-Apfel-Kuchen aus eigener Produktion und haben dazu viel Ruhe und einen schönen Blick auf die grünen Hügel des Jenischparks, inklusive alter Bäume und des prachtvoll weiß strahlenden Jenisch-Hauses. Wenn es noch ein paar Sonnenschirme gäbe, wäre das Ganze fast perfekt.

    • Qype User Matt…
    • Hamburg
    • 13 Freunde
    • 28 Beiträge
    5.0 Sterne
    30.11.2006

    Nicht nur weil Ralph ein Freund von mir ist sag ich: RALPH'S ROCKT!

    • Qype User rud…
    • Hamburg
    • 0 Freunde
    • 14 Beiträge
    5.0 Sterne
    30.10.2007

    Ralph's Kiosk im "Pleasureground" des Jenischpark ist die Bereicherung des Jahrzehnts für die Gegend! Für das fantastische Sonntagsfrühstück sollte man eine gewisse Resistenz gegen schreiende Kleinkinder mitbringen, aber da kann ja nun niemand was für. Den umfangreichen Lobgesängen meiner Vorredner schließe ich mich in allen Punkten an: Ralf und seine Toilettenbutze sind einfach kioskgewordene Sympathie, und die Qualität der liebevoll zubereiteten Dinge ist stets vorbildlich.

    • Qype User rudrud…
    • Hamburg
    • 0 Freunde
    • 13 Beiträge
    5.0 Sterne
    5.8.2007

    Dieser "Kiosk" oder besser dieses Café lebt durch die Betreiber, die mit viel Liebe ein altes WC-Häuschen im Jenischpark zu einem Treffpunkt mit Wohlfühlfaktor umgebaut haben. Der ideale Ort um - verbunden mit einem Parkspaziergang - abzuschalten.

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Über dieses Geschäft

Besonderheiten

Ralphs Kiosk - das Parkcafé liegt in Hamburgs schönstem Landschaftspark, dem Jenischpark, der zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert ist.
Mit einem HVV Ticket können Sie, von Hamburgs Landungsbrücken über Finkenwerder eine kostengünstige Bootstour elbabwärts durch den Hamburger Hafen zum Anleger Teufelsbrück, der sich direkt an der Elbchaussee gegenüber des Jenischparks befindet, in die Kunst-, Natur- und Kaffeegeschichte des Hamburger Westens gelangen.
So wird der Nachmittag, für alle Generationen, zu einem besonderen Erlebnis.
Neben leckeren Torten, köstlichem Becking Kaffee und kleinen Snacks in Ralphs Kiosk -  dem Parkcafé, bietet der Jenischpark neben seiner Einzigartigkeit als Natur- und Landschaftspark vierteljährlich wechselnde Kunstausstellungen im Ernst Barlach Haus und eine kulturhistorische Ausstellung über den Gründer des Parks Baron Caspar Voght im Jenischaus, einer Aussenstelle des Altonaer Museums. ... wir sehen uns www.imjenischpark.de

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