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  • 5.0 Sterne
    27.4.2012

    Es ist beeindruckend mal die Planken eines Segelschiffes mit eigenen Füsssen zu betreten. Zu sehen wie die Menschen gelebt haben und wie der Handel in früheren Zeit abgewickelt wurde.
    So bekommt man viel besser mit, was es bedeutete auf einem Handelsschiff zu arbeiten und zu leben.
    Allein schon der Gedanke bei Strum auf die Masten steigen zu müssen.
    Ich habe in den 80 ziger Jahren selbst auf einem Handelsschiff gearbeitet, zwischen unserern modernen Motorschiffen und den Segelschiffen liegen Welten.
    Man sagt auch . Früher waren die Schiffe aus Holz und die Männer aus Eisen, heute sei das umgekehrt.

  • 4.0 Sterne
    26.6.2013
    1 Check-In hier
    Aufgelistet in 200 Review Challenge 2013

    Meine Vorschreiber Carlos L. und Alexander H. haben hervorragende Berichte über die Rickmer Rickmers geschrieben - dem ist wenig hinzuzufügen.

    Zwei Dinge kennzeichnen dieses Schiff:

    1. Die Rickmer Rickmers bietet die perfekte Gelegenheit, die Schifffahrt der Vergangenheit kennen zu lernen. Die Zeiten, als Großsegler noch die Weltmeere beherrschten. Als Museumsschiff transportiert sie den Besucher in diese Zeiten. Wer über die Planken schreitet oder durch die "Innereien" des Schiffes schlendert, den umgibt der Hauch der nostalgischen Seefahrt. Wobei - die war damals alles andere als eine Vergnügungsfahrt. Für den Hamburger Hafen an den Landungsbrücken ist sie ein echter Hingucker.

    2. Die Rickmer Rickmers ist heute auch ein gastronomischer Betrieb. Das Restaurant ist für das Publikum geöffnet und man kann es sich in maritimer Umgebung gut gehen lassen. Achtung: Wir drinnen im Restaurant ist, hat schon vor dem ersten Glas Wein/Bier das Gefühl, leicht angesäuselt zu sein. Liegt an den schräg nach außen laufenden Planken, der Boden ist nicht eben.

    Nachteilig empfinde ich die Tatsache, dass man im Bauch des Schiffes von der Außenwelt abgeschottet ist. Die kleinen Bullaugen lassen nur ein wenig Außenlicht herein, Hinausschauen entfällt nahezu.

    Ich weiß nicht, wer für das Catering zuständig ist. Mehrere Lunch-/Dinnererfahrungen haben mir keine Gourmet-Highlights gebracht. Bodenständig ist eine gute Beschreibung. Gelegentlich auch richtige Enttäuschung. So letzte Woche bei einer geschlossenen Veranstaltung, als das vorbestellte Zanderfilet alles andere als ein Esserlebnis war: Zu trocken, zu viele verbliebene Gräten für ein Filet, die Kartoffeln zu fest, der Spargel na ja, und die Sauce Bearnaise schmeckte mir wie ein Fertigprodukt.

    Man kann die Rickmer Rickmers für Veranstaltungen, Feste, Feiern in Teilen oder ganz mieten.

    Fazit: Für das Schiff vergebe ich gerne fünf Sterne, für die Gastronomie bleiben nur drei. Gesamt also vier.

  • 5.0 Sterne
    13.4.2011

    Für mich als Wiener Landratte bin ich natürlich sehr fasziniert von alten Segelschiffen und hier in Hamburg hat man die Gelegenheit ein als Museum ausgebautes Segelschiff zu besichtigen die Rickmer Rickmers. :-)

    Hier etwas zur wechselvollen Geschichte des Schiffes:

    Die RICKMER RICKMERS wurde im Jahre 1896 als Vollschiff aus Stahl auf Querspanten auf der firmeneigenen Werft in Bremerhaven gebaut und nach dem Enkel des Firmengründers benannt.

    Der Rumpf ist 97 m lang, 12,20 m breit, der Tiefgang betrug 6 m. Das Schiff war zu der Zeit mit 1.980 BRT und 3.067 TDW vermessen, die mittlere Raumtiefe betrug 7,70 m. Als Vollschiff hatte der Segler eine Segelfläche von 3.500 m2. Die Indienststellung erfolgte im August 1896.

    Unter dem Kommando von Kapitän Hermann-Hinrich Ahlers verließ der Segler mit einer Besatzung, die aus dem Kapitän, zwei Steuerleuten, je einem Koch, Zimmermann, Segelmacher und Donkeyman, elf Voll- und drei Leichtmatrosen sowie vier Schiffsjungen bestand, Bremerhaven und versegelte nach Hongkong. Von dort kehrte die RICKMER RICKMERS beladen mit Reis und Bambus zurück an die Weser.

    Der Segler hat viele glückliche Reisen für die Reederei gemacht, aber es waren auch einige sehr unglücklich verlaufende Reisen darunter. So die Reise, die im August 1903 begann und mit dem Abreiten eines Taifuns 1904 und dem Anlaufen von Kapstadt in Südafrika als Nothafen endete. Dort wurde der havarierte dritte Mast ersetzt und das Vollschiff zur Bark umgetakelt. Als solche kehrte sie im Dezember 1904 - zwei Monate zu spät - nach Bremerhaven zurück.

    Die Reisen verliefen wechselvoll; schnellen folgten langwierige Reisen und so wurde 1912 das im Hafen von Delfzyl liegende Schiff von der Reederei sang- und klanglos an die Hamburger Reederei Carl Christian Krabbenhöft verkauft und versegelte unter dem neuen Namen MAX nach Chile in die Salpeterfahrt.

    Im Jahre 1916 auf der Heimreise wurden die Azoren angelaufen. Im neutralen Portugal wurde das Schiff widerrechtlich beschlagnahmt, den Engländern zur Verfügung gestellt und transportierte von nun an als FLORES Kriegsmaterial. Nach Beendigung des Krieges wurde der Segler von den Engländern an die Portugiesen übergeben und damit war das Leben als Fracht-Großsegler zu Ende.

    Die portugiesische Marine begann mit dem Umbau und setzte das Schiff als Schulschiff für den Nachwuchs der Marine wieder in Fahrt. Wo früher wertvolles Frachtgut gestaut war, wohnten jetzt Kadetten, die mit der See vertraut gemacht werden sollten.

    Um 1930 herum wurden zwei 350 PS KRUPP Diesel-Motoren als Hilfsantrieb mit den dazugehörenden Hilfsmaschinen eingebaut. Damit stieg der Komfort des Schulschiffes gewaltig.

    Der letzte große Auftritt des Schiffes, das unter den Portugiesen den Namen SAGRES erhalten hatte, war 1958, als es die Regatta der Segelschulschiffe vor der norwegischen CHRISTIAN RADICH gewann. Da die Portugiesen 1962 die ehemalige ALBERT SCHLAGETER als SAGRES II in Besitz nahmen, wurde die SAGRES ausgemustert, abgetakelt und unter dem Namen SANTO ANDRE als Hulk an die Marinewerft gelegt. Dort gammelte das Schiff bis 1983 still als Depotschiff vor sich hin.

    Der Verein ,,Windjammer für Hamburg" e. V. wurde 1974 von Wilhelm ,,Fiete" Schmidt und einigen Hamburger Bürgern gegründet mit dem Ziel, einen Tiefwasser-Segler als Seefahrts--Denkmal und Museum nach Hamburg zu holen. Dank einiger großzügiger Spender konnte der Segler von der Firma Bugsier nach Hamburg geschleppt und am 7. Mai 1983 anläßlich des Hafengeburtstages dem Verein übergeben werden. Der 7. Mai 1983 war der Tag, an dem die wenig schön aussehende Hulk SANTO ANDRE als RICKMER RICKMERS den Gästen des Hafengeburtstages vorgestellt wurde. Einige Tage konnte die Bevölkerung das Schiff an den Landungsbrücken besichtigen.

    Danach wurde das Schiff an den Europakai HDW verholt und die eigentliche Arbeit begann. Von der Werft und einigen Hafen-Dienstleistungsfirmen wurde mit dem Abräumen der großen Teile vom Oberdeck begonnen, um den Technikern die Möglichkeit zur Feststellung von eventuellen Schäden und Erstellung von Plänen zu geben. Nach vielen Diskussionen wurde dann zur freiwilligen Hilfe aufgerufen - und sie kam. Ein Stamm von ca. 50 Helfern hat an den Wochenenden, Sommer wie Winter, in einem Jahr das Schiff entsorgt, so daß eine Übersicht über den Gesamtzustand möglich war. Anfang 1984 wurden dem Verein ABM-Mittel zur Verfügung gestellt. So konnten u. a. arbeitslose Schiffbauer und Schweißer eingestellt werden. Von dem Zeitpunkt an gingen die Reparaturen zügig voran.

    Das Schiff wurde gedockt, Ultraschall-Messungen wurden vorgenommen, die Stahlplatten gesandstrahlt und gestrichen und der Innenausbau vorangetrieben. Das Deck wurde mit Holz belegt, die Takelage vervollständigt, der Maschinenraum hergerichtet und Ballast an Bord genommen. Im Maschinenraum ist eine Dampfmaschine sowie einer der Krupp-Dieselmotoren zu sehen. Zusammen werden so die drei Antriebsarten der letzten 100 Jahre - Wind, Dampf, Diesel

  • 4.0 Sterne
    6.9.2010
    Aufgelistet in Kultur pur

    Das schönste Schiff an den Landungsbrücken ist ohne Zweifel die Rickmer Rickmersen. Die alte Lady wurde 1896 gebaut und ist schon seit 100 Jahren ausrangiert. Seitdem ist der Großsegler ein Museumsschiff und kann seit 1987 in Hamburg besichtigt werden. Wer sich also mal wie ein Seemann von vor 100 Jahren fühlen will, kann sich hier austoben.
    Die Rickmer Rickmersen fuhr mit Wind, Diesel und Dampf, was dem Besucher hier ausführlich erklärt wird. Neben der Takelage an Deck, sind im wieder hergerichtete Maschinenraum ist eine alte Dampfmaschine und ein Krupp-Dieselmotor zu sehen.
    Außerdem gibt es wechselnde Ausstellungen an Bord, wie aktuell Geschichte der Postschiffe.

  • 5.0 Sterne
    3.9.2010

    Die RICKMER RICKMERS ist einer der letzten Großsegler und vermittelt den Besucher des Hamburger Hafens noch ein wenig die alte Romantik der Seefahrt.

    Sie liegt seit 1987 als Museumsschiff in Hamburg ist aber 1896 in Bremerhaven als  Frachtensegler gebaute.

    Während des Ersten Weltkrieges wurde das Schiff beschlagnahmend und in dienst der Engländer zum Transport von Kriegsmaterial missbraucht.

    Nach Beendigung des Krieges wurde der Segler von den Engländern an die Portugiesen übergeben, die es bis 1962 als militärisches Segelschulschiff nutzten.

    Erst nach über 20 Jahren konnte diese Perle des Segelbaus durch ambitionierte Hamburger Windjammer Liebhaber nach Hamburg geholt werden und durch viel Überzeugungsarbeit, Schweiß und Geld in den heutigen Zustand versetzt werden.

    So dass seit September 1987 die RICKMER RICKMERS am Fiete-Schmidt-Anleger täglich zur Besichtigung freigegeben ist.

    Ich gehe dort aber nicht nur der Geschichte wegen gerne hin, die dort zum Anfassen nah ist, sondern auch der Gastronomie wegen.

    Das Restaurant und die Räumlichkeiten sind auch ein extra Besuch wert.

    Das Essen, welches dort serviert wird, ist gut gemacht und günstig. Gepaart mit der Aussicht auf den Hafen bzw. mit dem authentischen maritimen Ambiente vergeht die Zeit viel zu schnell. Die Servicekräfte waren bisher immer sehr nett und haben mir keinen Anlass zu Beschwerden gegeben.

    Wenn mann mal eine größere Gesellschaft hat, kann mann es sich hier auch sehr gepflegt und gut gehen lassen. Denn im hinteren Restaurantbereich gibt es noch separate Räume, die man anmieten kann.
    Zu beachten ist hierbei aber:
    - Die Frauen dürfen keine Pfennigabsätze tragen.
    - Auf den Tischen stehen keine Kerzen (wg. offenes Feuer) und die Decken höhe ist relativ niedrig.

    Alles andere kann mann aber selber organisieren oder wenn mann es etwas bequemer mag auch vom Gastro-Team Organisieren lassen. Die kennen sich natürlich mit ihren Räumlichkeiten am allerbesten aus. Dieses Service hab ich erst einmal genutzt aber auch hier hat alles Tippitoppi geklappt.

    Heißer Tipp für alle Briefmarkensamler:
    Auf dem Schiff gibt es auch ein Schiffspostamt, von wo man seine Ansichtskarten mit einem Sonderstempeln auf die Reise schicken kann. :)

  • 5.0 Sterne
    30.5.2013

    Für kleines Geld gibts hier ein tolles Museumsschiff, im Winter allerdings nur mit Wetterfester Kleidung zu empfehlen.
    Neben dem normalen Schiff gibts noch eine wechselnde Ausstellung zu erkunden. Hier sollte man mal gewesen sein!!!

  • 4.0 Sterne
    7.9.2010

    Ward ihr schon mal auf der Rickmer Rickmers? Noch nicht? Dann aber hin da, wenn ihr euch ein wenig für Segelschiffe interessiert. Denn dieses hier bei den St. Pauli Landungsbrücken ,gibt einen tollen Einblick  in das Leben an Bord dieses Windjammers.

    Das heutige Museumsschiff wurde 1896 in Bremerhaven gebaut und liegt seit 1987 im Hafen Hamburgs zur Besichtigung. Mit an Bord befindet sich auch ein Restaurant mit typisch haseatischer Küche. Der Eintritt ist nicht teuer und es gibt sogar einen tollen kleinen "Kiosk", der nicht nur Tyneff verkauft, sondern interessante Fachliteratur zum Thema Windjammer. Spätentens beim Abstieg kann man den tollen Blick auf den Hamburger Hafen geniessen.

    Im übrigen auch super  für Kinder geeignet.

  • 5.0 Sterne
    6.5.2007
    Erster Beitrag

    Auf der Rickmer Rickmers kann man sich anschauen, wie der Kapitän und die Mannschaft gelebt und gearbeitet haben.
    Ansonsten ist es einfach ein Erlebnis auf dem Schiff zu stehen und, in unserem Fall, in den Sternenhimmel zu schauen.

    Die Menüvorschläge sowie die Speisekarte des Gastronomiebetriebes hören sich sehr lecker an.

    Wir haben uns an der Kombüse ein Brötchen mit geräuchertem Lachs gegönnt.
    Es roch super lecker und schmeckte ebenso.
    Allein vom Aussehen her, war es kein Vergleich mit den üblichen Kioskfischbrötchen.

    Mehr unter rickmer-rickmers.info

    • Qype User gourme…
    • Hagen, Nordrhein-Westfalen
    • 952 Freunde
    • 1198 Beiträge
    5.0 Sterne
    2.1.2009

    Als ich zum ersten Mal die Landungsbrücken in Hamburg betreten habe, ist mir sofort schon von Weitem ein wunderschönes Segelschiff am Kai aufgefallen. Meine Hamburger Gastgeber lächelten nur milde ob meiner Aufgeregtheit und erklärten mir, dass die Rickmer Richmers ein Museumsschiff sei und ich es besichtigen könne.

    Das war natürlich eine tolle Sache für mich und ich hatte wohl einen ganz roten Kopf vor Begeisterung, hatte ich doch bisher nur das Vergnügen, mit einer 7m-Jacht auf dem Bigge-See im Sauerland zu segeln.

    Das Wetter war dazu so wunderschön, dass es eine Freude war dieses Schiff in seinen Details zu erkunden und zu betrachten. Sogar ein Weihnachtsbaum war an Bord.

    Auf eine Stärkung im Bordrestaurant habe ich schweren Herzens verzichtet, da es im Hamburger Hafen noch so viel gab, was ich mir unbedingt anschauen wollte.

    • Qype User Meidli…
    • Wien, Österreich
    • 100 Freunde
    • 561 Beiträge
    5.0 Sterne
    25.5.2009

    Für mich als Wiener Landratte bin ich natürlich sehr fasziniert von alten Segelschiffen und hier in Hamburg hat man die Gelegenheit ein als Museum ausgebautes Segelschiff zu besichtigen die Rickmer Rickmers. :-)

    Hier etwas zur wechselvollen Geschichte des Schiffes:

    Die RICKMER RICKMERS wurde im Jahre 1896 als Vollschiff aus Stahl auf Querspanten auf der firmeneigenen Werft in Bremerhaven gebaut und nach dem Enkel des Firmengründers benannt.

    Der Rumpf ist 97 m lang, 12,20 m breit, der Tiefgang betrug 6 m. Das Schiff war zu der Zeit mit 1.980 BRT und 3.067 TDW vermessen, die mittlere Raumtiefe betrug 7,70 m. Als Vollschiff hatte der Segler eine Segelfläche von 3.500 m2. Die Indienststellung erfolgte im August 1896.

    Unter dem Kommando von Kapitän Hermann-Hinrich Ahlers verließ der Segler mit einer Besatzung, die aus dem Kapitän, zwei Steuerleuten, je einem Koch, Zimmermann, Segelmacher und Donkeyman, elf Voll- und drei Leichtmatrosen sowie vier Schiffsjungen bestand, Bremerhaven und versegelte nach Hongkong. Von dort kehrte die RICKMER RICKMERS beladen mit Reis und Bambus zurück an die Weser.

    Der Segler hat viele glückliche Reisen für die Reederei gemacht, aber es waren auch einige sehr unglücklich verlaufende Reisen darunter. So die Reise, die im August 1903 begann und mit dem Abreiten eines Taifuns 1904 und dem Anlaufen von Kapstadt in Südafrika als Nothafen endete. Dort wurde der havarierte dritte Mast ersetzt und das Vollschiff zur Bark umgetakelt. Als solche kehrte sie im Dezember 1904 - zwei Monate zu spät - nach Bremerhaven zurück.

    Die Reisen verliefen wechselvoll; schnellen folgten langwierige Reisen und so wurde 1912 das im Hafen von Delfzyl liegende Schiff von der Reederei sang- und klanglos an die Hamburger Reederei Carl Christian Krabbenhöft verkauft und versegelte unter dem neuen Namen MAX nach Chile in die Salpeterfahrt.

    Im Jahre 1916 auf der Heimreise wurden die Azoren angelaufen. Im neutralen Portugal wurde das Schiff widerrechtlich beschlagnahmt, den Engländern zur Verfügung gestellt und transportierte von nun an als FLORES Kriegsmaterial. Nach Beendigung des Krieges wurde der Segler von den Engländern an die Portugiesen übergeben und damit war das Leben als Fracht-Großsegler zu Ende.

    Die portugiesische Marine begann mit dem Umbau und setzte das Schiff als Schulschiff für den Nachwuchs der Marine wieder in Fahrt. Wo früher wertvolles Frachtgut gestaut war, wohnten jetzt Kadetten, die mit der See vertraut gemacht werden sollten.

    Um 1930 herum wurden zwei 350 PS KRUPP Diesel-Motoren als Hilfsantrieb mit den dazugehörenden Hilfsmaschinen eingebaut. Damit stieg der Komfort des Schulschiffes gewaltig.

    Der letzte große Auftritt des Schiffes, das unter den Portugiesen den Namen SAGRES erhalten hatte, war 1958, als es die Regatta der Segelschulschiffe vor der norwegischen CHRISTIAN RADICH gewann. Da die Portugiesen 1962 die ehemalige ALBERT SCHLAGETER als SAGRES II in Besitz nahmen, wurde die SAGRES ausgemustert, abgetakelt und unter dem Namen SANTO ANDRE als Hulk an die Marinewerft gelegt. Dort gammelte das Schiff bis 1983 still als Depotschiff vor sich hin.

    Der Verein ,,Windjammer für Hamburg e. V. wurde 1974 von Wilhelm ,,Fiete Schmidt und einigen Hamburger Bürgern gegründet mit dem Ziel, einen Tiefwasser-Segler als Seefahrts--Denkmal und Museum nach Hamburg zu holen. Dank einiger großzügiger Spender konnte der Segler von der Firma Bugsier nach Hamburg geschleppt und am 7. Mai 1983 anläßlich des Hafengeburtstages dem Verein übergeben werden. Der 7. Mai 1983 war der Tag, an dem die wenig schön aussehende Hulk SANTO ANDRE als RICKMER RICKMERS den Gästen des Hafengeburtstages vorgestellt wurde. Einige Tage konnte die Bevölkerung das Schiff an den Landungsbrücken besichtigen.

    Danach wurde das Schiff an den Europakai HDW verholt und die eigentliche Arbeit begann. Von der Werft und einigen Hafen-Dienstleistungsfirmen wurde mit dem Abräumen der großen Teile vom Oberdeck begonnen, um den Technikern die Möglichkeit zur Feststellung von eventuellen Schäden und Erstellung von Plänen zu geben. Nach vielen Diskussionen wurde dann zur freiwilligen Hilfe aufgerufen - und sie kam. Ein Stamm von ca. 50 Helfern hat an den Wochenenden, Sommer wie Winter, in einem Jahr das Schiff entsorgt, so daß eine Übersicht über den Gesamtzustand möglich war. Anfang 1984 wurden dem Verein ABM-Mittel zur Verfügung gestellt. So konnten u. a. arbeitslose Schiffbauer und Schweißer eingestellt werden. Von dem Zeitpunkt an gingen die Reparaturen zügig voran.

    Das Schiff wurde gedockt, Ultraschall-Messungen wurden vorgenommen, die Stahlplatten gesandstrahlt und gestrichen und der Innenausbau vorangetrieben. Das Deck wurde mit Holz belegt, die Takelage vervollständigt, der Maschinenraum hergerichtet und Ballast an Bord genommen. Im Maschinenraum ist eine Dampfmaschine sowie einer der Krupp-Dieselmotoren zu sehen. Zusammen werden so die drei Antriebsarten der letzten 100 Jahre - Wind, Dampf, Diesel

    • Qype User Hallel…
    • Hamburg
    • 518 Freunde
    • 453 Beiträge
    5.0 Sterne
    1.6.2010

    Der ehemalige Ostindien-Fahrer erinnert an die Zeit der großen Segelschiffe.

    Die Ricker Rickmers - ebenfalls Museumsschiff und nicht weit von der Cap San Diego entfernt - wurde 1896 in Bremerhaven gebaut und war einer der letzten Großsegler mit Stahlrumpf. Im Grunde war sie aber bereits bei ihrem Stapellauf ein seetechnischer Dinosaurier, denn etwa 80 Jahre nach Erfindung der Dampfschiffahrt waren die Tage der Segelschifffahrt eigentlich schon gezählt.

    Die ständige Ausstellung gibt Einblicke in das Leben an Bord eines Windjammers, die Sonderausstellungen widmen sich ganz unterschiedlichen Thmene - im Herbst 2007 wurden beispielsweise Skulpturen einer Hamburger Künstlerin gezeigt.

    • Qype User qyzumz…
    • Pretzfeld, Bayern
    • 1 Freund
    • 367 Beiträge
    5.0 Sterne
    5.5.2009

    Die Rickmer Rickmers bietet Fahrensmännern und Landratten die Möglichkeit, sicher an der Pier vertäut realistische Einblicke in das harte Leben an Bord der großen Frachtsegler zu bekommen.

    Besonders erwähnenswert finde ich das Schiffspostamt, von wo man seine Ansichtskarten mit Sonderstempeln auf die Reise schicken kann, zur erhöhten Freude der briefmarkensammelnden Empfänger.

    Im Museumsladen bekommt man auch hochinteressante Fachliteratur zum Thema Windjammer, nicht nur den üblichen Andenkenkram.

    Ein Besuch lohnt sich, auch und gerade wenn man es selbst nur zum Segelschein A für Binnenfahrt und nie zum eigenen Kiel gebracht hat.

    Mast- und Schotbruch!

  • 5.0 Sterne
    10.8.2009

    Der Besuch ist nicht teuer, dafür aber sehr interessant. Kinder interessieren sich natürlich nicht wirklich für das Schiff, unsere haben sich aber trotzdem gut amüsiert, auf diesem Piratenschiff.
    Die Austellung über das letzte Weizenrennen fabd ich sehr interessant und denke, dass man in Hamburg für wesentlich bescheuertere Attraktionen wesentlich mehr Geld ausgeben kann!

  • 5.0 Sterne
    22.10.2011

    Als Hamburger Deern bin ich ja quasi mit diesem Schiff im Hafen aufgewachsen, allerdings hat es mich erst dieses Jahr mal hinein verschlagen. Toll ist sie, die Rickmer Rickmers.

    Hat man erstmal den günstigen Eintrittspreis bezahlt, gibt es hier (fast) keinen Bereich, der nicht frei zugänglich wäre  und mit der Ausstellung unter Deck und der Gestaltung des Innenlebens des Schiffes hat man sich wirklich viel Mühe gegeben.

    Ich kann jedem nur empfehlen, sich dieses wunderschöne Museumsschiff einmal genauer anzusehen  und vielleicht ja auch das gastronomische Angebot zu nutzen  es lohnt sich :)

    Und ein bereits erwähntes Highlight ist echt das Schiffspostamt, das die Postkarten mit dem Originalstempel der R.R. verziert!

    • Qype User rosi19…
    • Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern
    • 2 Freunde
    • 33 Beiträge
    5.0 Sterne
    11.12.2008

    Ein Blick in die Vergangenheit auf einem historischen Schiff. Man sieht wie das Leben an Bord früher gewesen ist.
    An Deck hat man einen wunderschönen Ausblick über den Hamburger Hafen.
    Es ist ein Erlebnis, das man sich unbedingt einmal gönnen sollte.

  • 4.0 Sterne
    21.4.2011

    Sehr interessantes Schiff, wo man u.a. Titanic spielen kann (wer hat das nicht schon gemacht? I'm the king of the world!!!), Fotos vor dem Ruder aufnehmen kann, und eine informative Ausstellung besuchen kann. Zumindest sah die Ausstellung sehr informativ aus - nachdem ich den halben Tag Museen besucht habe, konnte ich kein Text mehr lesen :-) Jedenfalls eine Sehenswürdigkeit, die ich gerne weiterempfehle!

    • Qype User wothom…
    • Hamburg
    • 12 Freunde
    • 62 Beiträge
    5.0 Sterne
    19.11.2006

    Die Rickmer Rickmers ist das historische Windjammer, der an den Landungsbrücken liegt. Nicht nur ein gutes Ziel für Ausflüge und Besichtigungen, sondern auch eine gute Location zum Mieten für Feiern aller Art im rustikalen Ambiente. Man darf zwar leider nicht an Deck mit Blick auf den Hamburger Hafen bechern, aber auch unter Deck bietet das Schiff jede Menge Flair. Nicht unbedingt stylish, aber trotzdem klasse.

  • 4.0 Sterne
    18.9.2008

    Ein Muss für alle Schiffliebhaber. Die Rickmer Rickmers ist schön restauriert und praktisch alles im Schiff ist zugänglich. Vom Maschinenraum über die Kombüse bis zur Kapitänskajüte. Für Hungrige gibts was im Restaurant zu beissen. Dieses habe ich jedoch nicht ausprobiert.

    • Qype User kersti…
    • Hamburg
    • 53 Freunde
    • 101 Beiträge
    5.0 Sterne
    14.12.2010

    Klasse Museum, klasse Segelschiff!!

  • 5.0 Sterne
    14.3.2011

    Die Rickmer Rickmers ist sehr gut erhalten und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Momentan gibts dort eine Sondersausstellung zur Familiengeschichte Rickmers. Kann man sich gut mal ansehen. Auch zu empfehlen ist das Restaurant. Es ist nichts Abgehobenes sonder gut bürgerliche Küche mit viel frischem Fisch! Fazit: Sollte man gesehen haben!

    • Qype User LVP_H…
    • Hamburg
    • 9 Freunde
    • 88 Beiträge
    5.0 Sterne
    20.3.2011

    Eigentlich wurde hier schon alles gesagt, bzw. geschrieben.
    Wir haben das Schiff letzte Woche mit 6 jährigem Kind besichtigt. Aus der von uns vorsichtig geschätzten Stunde Besichtigungszeit wurden über 3 Stunden. Das Schiff ist wunderschön, hervorragend erhalten und einfach nur beeindruckend. Einfach nur auf Deck zu stehen und über die Elbe zu blicken...wunderbar!
    Die Ausstellung über den Werdegang der Familie Rickmers war interessant und ansprechend gestaltet. Besonders angetan hatte es uns das kleine Kino mit dem Film über die Pamir.
    Wir empfehlen den Besuch des Schiffes uneingeschränkt weiter.

  • 5.0 Sterne
    16.10.2010

    Wer sich für Schiffe interessiert, kommt um einen Besuch der Rickmer Rickmers nicht umhin. Mal abgesehen davon, dass sie viel größer ist als die Gorch Fock (die lag zufällig nebenan) kann man sich in ihr völlig frei bewegen. (Fast) alles ist zugänglich. Zwei Restaurationen laden zum Pausieren ein. Das Essen dort war gut und nicht zu teuer. Uneingeschränkt empfehlenswert.

    • Qype User honeym…
    • Hamburg
    • 40 Freunde
    • 75 Beiträge
    5.0 Sterne
    13.12.2010

    Ein sehr schönes Selegschiff + Museum .. hab es schon ofter besichtigt und werde es auch wieder tun!

    Kann ich nur empfehlen.

    • Qype User Kiolia…
    • Hamburg
    • 1 Freund
    • 36 Beiträge
    4.0 Sterne
    20.4.2011

    Unbedingt einen Besuch wert!

    Positiv:
    - sehr günstiger Eintritt (angemessen in Anbetracht der kleinen Ausstellungsfläche)
    - realistisch nachgestellte Zimmer unter Deck (1.Teil der Ausstellung)
    - Sonderausstellung (2.Teil): etwas Bild/Text-lastig aber interessant
    - tolle Lage im Hafen...kann man gut mit anderen Aktivitäten verbinden

    Negativ:
    vielleicht etwas zu klein, falls man eine aufwendige Ausstellung erwartet hat...

    Fazit: lohnt sich!!

    Tip: es gibt ein Restaurant. Wir haben es nich getestet, aber es sah sehr schön aus und ist eine tolle Lokation!

  • 5.0 Sterne
    10.9.2010

    Ick heff mol en Hamborger Dreemaster sehn ... die Rickmer Rickmers! Es muss wohl so etwas wie Eifersucht gewesen sein, weshalb der Reeder Carl Krabbenhöft die 1912 übernommene Rickmer Rickmers in "Max" umgetauft hat. Das Segelschiff, das 1896 in Bremerhaven auf der Werft des Rickmer Clarsen Rickmers gebaut wurde, liegt heute, nach vielen Überfahrten nach Hongkong und Chile und nach der Beschlagnahmung durch die Portugiesen im 1. Weltkrieg, die ihrerseits das Schiff nach England verbrachten, um es dann nach dem Krieg wieder zurück zu erhalten und als Segelschulschiff einsetzten, wohlbehalten im Hamburger Hafen. Nach der Ausmusterung als Schulschiff verkam die Rickmer Rickmers als Lager, war nicht mehr seetüchtig und der Verschrottung nahe. Ein Hamburger Verein kaufte das Segelschiff zurück und restaurierte es aufwendig - das Resultat könnt ihr am Ende der Landungsbrücken täglich bestaunen und besichtigen. Ihr könnt die Rickmer Rickmers auch für private Feiern buchen.

  • 4.0 Sterne
    11.10.2010

    Ich muss zugeben, dass ich eher eine Landratte bin, von meiner Herkunft her. Von daher war mir auch einige Zeit nicht bewusst, was ein Windjammer eigentlich genau ist. Durch den Besuch auf dem Museumsschiff Rickmer Rickmers im Hamburger Hafen habe ich dann doch einiges dazulernen können :) Zum Beispiel dass die Rickmer Rickmers 1896 in Bremerhaven gebaut wurde und sie einer der letzten Großsegler mit Stahlrumpf war. Im Grunde war sie aber bereits bei ihrem Stapellauf "veraltet", denn in etwa 80 Jahre nach Erfindung der Dampfschiffahrt waren die Tage der Segelschifffahrt eigentlich schon gezählt. Es gibt eine Ausstellung, die immer gezeigt wird. Diese gibt Einblicke in das Leben an Bord eines Windjammers. Des Weiteren gibt es noch die Sonderausstellungen, die sich ganz unterschiedlichen Themenbereichen widmen und variieren. Ich fand es auf jeden Fall spannend einen Einblick in das damalige, auch durchaus harte Leben an Bord zu erhalten. Ein Besuch lohnt sich und man outet sich nicht mehr so schnell als Landei ;)

  • 4.0 Sterne
    21.3.2008

    Bei einem kürzlichen Besuch in Hamburg waren wir auch auf der Rickmer Rickmers zu Gast und besichtigten dieses liebevoll restaurierte Museumsschiff, was angesichts der wechselvollen Geschichte des Schiffes durchaus lohnenswert ist. Einziger Wermutstropfen und Grund für den kleinen Punktabzug waren die Erläuterungen auf den Schautafeln. Da werden wirklich Fachausdrücke mit Fachausdrücken erklärt, und nach dem Besuch der Ausstellung sind Landratten wie ich dann nur wenig schlauer als zuvor
    Sehr positiv überrascht wurden wir bei unserem Besuch jedoch auf ganz andere Weise: Da es zeitlich gut passte, beschlossen wir auf der Rickmer Rickmers essen zu gehen. Eine wahre Offenbarung! Der Service war toll, stets schnell zur Stelle und freundlich, und das Essen wirklich fantastisch. Wir waren vier Personen und hatten sehr unterschiedliche Gerichte bestellt, eines hatten wir jedoch gemeinsam: wir waren begeistert vom Essen, das noch dazu -meiner Meinung nach- angesichts der gebotenen Qualität und Menge ziemlich günstig ist. Wer sich also die Besichtigung des Schiffes vornimmt, sollte sich das hervorragende Bordrestaurant keinesfalls entgehen lassen.

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