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Empfohlene Beiträge

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    • Qype User Lea-Ch…
    • Potsdam, Brandenburg
    • 2 Freunde
    • 24 Beiträge
    5.0 Sterne
    19.10.2010

    Faszinierend fand ich die Analogie der Erkrankung von Heintzen sowie eine Darstellung des Klinikparks von Becker. Herrlich auch ein Brief - Entlassungsgesuch (von Dallmayr?). Mein absoluter Favorit ist jedoch die Kuh die auf katholisch geht.

    Hingehen, ansehen!

    Als PiA gibt's sogar Gratiseintritt möp

    • Qype User bibers…
    • Heidelberg, Baden-Württemberg
    • 6 Freunde
    • 38 Beiträge
    5.0 Sterne
    12.1.2010

    Es handelt sich um eine Ausstellung psychisch kranker Künstler. Der Psychiater Hans Prinzhorn hat die Werke Anfang des 20. Jahrhunderts gesammelt. Ich habe die Ausstellung am 10. Januar 2010 besucht. Ich war sehr beeindruckt über die Nähe und die Ähnlichkeit der ausgestellten Werke mit den Surrealisten einerseits und afrikanischer Kunst andererseits.
    Besonders gefallen haben mir die Holzplastiken eines schizophrenen Maurers, der sich in seinen etwa 30 cm hohen Werken mit dem Militarismus der Wilhelm II Ära, dem Katholizismus und seinen erotischen Obsessionen beschäftigte. Die Männer hatten alle einen Backenbart wie Wilhelm II und teilweise einen riesigen dionysischen Phallus wie in griechischen Plastiken. Andererseits stellte er auch den Heiland oder seltsame Zwitterwesen dar, sie sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale aufwiesen.

    Bei den weiblichen Künstlern beeindruckte mich vor allem Unica Zürn, eine depressive Werbegrafikerin, die teilweise Gedichte in ihre Gemälde einfügte. "Ich weiß nicht wie die Liebe geht..." Ein Kabinett der Ausstellung ist der Entwicklung von Unica Zürn gewidmet, die immer wieder in Psychiatrien behandelt wurde und die sich 1970 das Leben nahm. Auch andere Künstler wie Hans Bellmer, Joseph Schneller, Carl Lange, August Natterer haben in Sütterlin in die Bilder hineingeschrieben, was teilweise ein ziemliches Augenpulver war.
    Weiterhin waren einige Werke surrealister Künstler ausgestellt wie André Breton, "Nadia" oder "surrealistisches Manifest". Dabei kommen eindrucksvoll die Analogien der Surrealisten und der kranken Künstler zur Anschauung wie die ecriture automatique, dessin automatique, paranoisch kritische Methode. Dabei werden Assoziationen spontan zu Papier gebracht, die rational zunächst gar keinen Sinn ergeben, wie zum Beispiel der "Wunder-Hirthe" auf dem Titelbild der Ausstellung. Es handelt sich um einen Hirten mit Schäferstab und Hund der über eine Frau wacht, die die Beine spreizt. Max Ernst war von Hans Prinzhorns "Bildnerei der Geisteskranken" so fasziniert, dass er das Buch noch im Erscheinungsjahr mit nach Paris nahm, wo es gleichsam zur (Bilder) Bibel der Surrealisten wurde.
    So ähnelt zum Beispiel Max Ernst Gemälde "Das Innere der Sicht" von 1931 verblüffend dem Wunder-Hirthen von August Natterer von 1913.

    • Qype User CAssie…
    • Heidelberg, Baden-Württemberg
    • 0 Freunde
    • 16 Beiträge
    5.0 Sterne
    18.4.2012

    Sehr sehr interessantes Museum. beindruckend und empfehlenswert ist die Sonderaustellung der Insassen der Psychatrie. Verstörend und faszinierend zur gleichen Zeit.

    • Qype User buchst…
    • Heidelberg, Baden-Württemberg
    • 0 Freunde
    • 22 Beiträge
    5.0 Sterne
    11.11.2010

    ab von hauptstraße und museen ist die sammlung prinzhorn ein kleines, empfehlenswertes museum mit teils sehr interessanten sonderausstellungen der kunst von patienten der psychiatrie.

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