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    • Qype User Len…
    • Schaffhausen, Schweiz
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    • 334 Beiträge
    5.0 Sterne
    15.10.2011

    Brutzeln für Unbedarfte: 10)
    (Siehe Foto unten)
    Eierschwämmli: Köstlichkeit aus dem Wald
    Das letzte Gericht unserer Serie (qype.com/lists/706824-Br…) für unbedarfte, aber unentwegte Brutzler, Gulasch mit Paprika, passte gut in einen lauen Sommerabend. Nun klopft aber der Herbst mit Macht an unsere Tür. Die Schatten werden länger und bisweilen riecht es modrig. Vor allem im Wald. Aber auch auf dem Wochenmarkt. Dort gibt es nämlich Pilze. Auch Eierschwämmli. Der Eierschwamm, der gemeinhin als Pfifferling oder wissenschaftlich als Cantharellus cibarius bezeichnet wird, ist wie gemacht, unsern Speiseplan im Herbst aufs Köstlichste zu befruchten. Wobei Pilze allgemein natürlich keine Frucht, noch nicht mal eine Pflanze sind. Die eukaryotischen Lebewesen bilden neben Tieren und Pflanzen ein eigenständiges Reich. Kein Wunder, da es vermutlich über 1.000.000 Arten Pilze gibt. Und die ersten vor 1200 Millionen Jahren in der Evolution auftauchten.
    (Siehe Foto unten)
    Schalotten: Unentbehrlicher Begleiter zum jüngsten Gericht
    (Siehe Foto unten)
    Speck gewürfelt: Beilage für Nicht-Vegetarier
    Wir wenden uns hier aber nicht dem Hallimasch in Oregon zu, der als größtes Lebewesen der Welt gilt und 880 Hektar groß und zirka 600 Tonnen schwer ist. Auch nicht den psilocybinhaltigen Pilzen wie dem Magic Mushroom. Auch wenn Sie das gerne gehabt hätten gilt unsere Nase ganz dem Eierschwamm. Der riecht auf dem Markt erdig, in der Pfanne köstlich und auf dem Teller, richtig und trotzdem einfach zubereitet, entfaltet er seine ganze Pracht. Nebenbei gesagt habe ich die absolut delikatesten Eierschwämmli in einem Landgashof im Appenzellerland gegessen. Draußen im Garten mit einem Rehfilet und Kräutern. Wobei meine Erinnerung bestimmt durch die angenehme Begleitung veredelt wurde. Aber keine Sorge. Pfifferlinge gibt es jetzt überall und um Ihre angenehmen Mitesser brauche ich mir bestimmt keine Gedanken zu machen.
    (Siehe Foto unten)
    Frische Kräuter: Krönung auf der Sahne
    (Siehe Foto unten)
    Malerischer Teller: Ruckzuck gemacht und gut
    Also: Schalotten kleinwürfeln und in Butter anbraten. Kleine Speckwürfel mitbrutzeln. Vegetarier lassen diese weg. Die geputzten Eierschwämme dazugeben. Putzen bedeutet hier keinesfalls abspülen, sondern nur die Erde etwas abklopfen. Kurz anschmoren und dann mit etwas Weißwein ablöschen. Statt Wein geht auch Gemüsebrühe. Spät salzen und pfeffern. Das frühe Salzen würde die Pilze matschig machen. Nicht zu lange köcheln lassen und dann etwas Sahne dazugeben. Kurz vor dem Anrichten gehackte Kräuter darüber streuen. In meinem Fall waren es Petersilie und Schnittlauch. Gut passt auch Kerbel, Thymian oder sogar Koriander. Aber Vorsicht: Sie sollten den feinen Geschmack der Eierschwämmli nicht überdecken. Das wäre schade. Was gut dazu schmeckt sind Vollkornnudeln oder Kartoffelstampf oder einfach ein Stück Brot. Das geht zum Tunken der Soße auch. Und falls es die Haushaltskasse zulässt ein Stück Wild. Aber pur würdigen Sie die Eierschwämme am Besten. Nun können die Frühnebel aufsteigen und die Blätter fallen. Mal schauen, was es demnächst gibt.

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