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  • 4.0 Sterne
    22.4.2012

    Don't call it a comeback!

    Die "Schwabinger 7" war die erste Bar, die ich in München kennengelernt habe und es war sofort Liebe auf den ersten Blick. Auch heute noch fasziniert mich der krasse Kontrast zum sonst so edlen Schwabing.

    Mittlerweile ist die "Schwabinger 7" umgezogen. Von Feilitzschstraße 7-9 (woher wohl auch der Name kommt) in die Feilitzschstraße 15 (ehemalige Gummizelle). Man muss sagen, dass sich der Besitzer Manila und sein Team wirklich Mühe gegeben haben, nach langem, leider vergeblichen Kampf, den Geist der 7 weiterleben zu lassen. Die alte Bar wurde abgetragen, die Tische, das Personal und die Getränkekarten mitgenommen. Gerüchten zufolge soll sogar die alte Tapete die Wände der neuen "Schwasi" zieren ;)

    Klar die neue "Schwabinger 7" ist nicht mit der alten zu vergleichen, doch trotzdem gilt: "nirgendwo stürzt man schöner ab als in der 7!".
    Was mir persönlich sehr abgeht, ist dass nicht mehr auf den Tischen getanzt wird (zumindest bei den Malen wo ich dort war) und natürlich fehlt auch der "Raucherhof". So ist man gezwungen, jedes Mal die Treppen hochzulaufen, was manchmal schon ein großes Problem darstellen kann ;)

    Die Getränkepreise und die Musik sind zum Glück gleich geblieben. Alternativer Rock von Bodycount über Guns'N Roses bis Metallica etc.
    Es gibt wohl kaum gemischteres Publikum als in der "Schwasi", vom Punk, Manager, oder Penner, hier sind einfach alle gleich und jeder ist hier willkommen. Das macht auch den Charme dieser Bar aus. Jeder redet mit jedem, ein idealer Ort um mal allein um die Häuser zu ziehen und neue Gesichter kennenzulernen...

    Die Bedienung ist sehr kompetent und freundlich.
    Ich finde es wirklich schade und bedenklich, dass die alte "Schwabinger 7" geschlossen wurde, trotzdem ist die neue allemal einen Besuch wert. Ich habe auch hier schon den einen oder anderen amüsanten Abend verbracht.

    Wer sich an die Schwabinger 7 erinnern kann, war nicht dort ;)

  • 3.0 Sterne
    26.3.2014

    Vornweg - ich kann leider keine Vergleiche zur alten Schwabinger 7 ziehen, da ich diese nie besucht habe.
    Letzten Sommer ist eine Freundin mit mir in die neue Schwabinger 7 gegangen und ich muss sagen, ich war positiv überrascht. Sehr nette Barkeeper, die Preise sind vollkommen in Ordnung, die Musik, welche sehr rocklastig ist, finde ich persönlich super - aber das ist ja eine Frage des Geschmacks. Wer Rock nicht mag, ist dort im Normalfall nicht sonderlich gut aufgehoben, es gibt allerdings auch manchmal Ausnahmen. Das Ambiente ist irgendwie schön markant und hat irgendwie was einladendes für mich.
    Es gibt allerdings auch einige Minuspunkte - die Türsteher schreien willkürlich rum, wenn man oben, beim rauchen ist, obwohl es wirklich ruhig war. Ich persönlich wurde bereits angeschrien, ohne überhaupt geredet zu haben.
    An manchen Tagen ist zudem das Publikum sehr sehr seltsam, aber gut, gerade das macht die Schwasi ja aus, jeder geht irgendwie mal hin, das soll hier kein direkter Minuspunkt sein. Was mich einfach extrem stört, ist der unmenschlich bestialische Geruch der dort oft herrscht und die hinter der Bar teils extrem mangelhafte Hygiene, die ich bereits des Öfteren mit ansehen durfte. Gläser spülen muss anscheinend nicht unbedingt sein, etc.
    Alles in allem aber mag ich die Schwasi sehr gerne und empfehle sie auch gerne weiter! Weiterer Pluspunkt sind die langen Öffnungszeiten, je nach Besuch bis 5 Uhr morgens oder länger! :)

  • 4.0 Sterne
    28.5.2010

    Schwabinger 7 - und dein Absturz ist Hundert Prozent gegeben! Eine halbe Stunde in diesem Loch und du bist verloren.

    Das Schwabinger ist dunkel, es stinkt, es ist eine winzige Höhle und absolut kultverdächtig. Hier treffen sich am Schluss doch alle Versager, Trinker und Fans die dann die Nacht durch feiern.

    Als wir das letzte Mal dort waren, konnte ich kaum noch irgendwelche Konturen wahrnehmen, alles zerfloss zu einem düsteren, irrwitzigem Einheitsbrei - wie geil!

  • 5.0 Sterne
    16.5.2010
    Erster Beitrag

    Gerüchte um die Schließung der Kultkneipe gab es schon immer. Fakt ist: es gibt sie immer noch.
    Vorsichtshalber hat Inhaber Manila (Gerd Waldhauser) aber schon mal eine Ersatzkneipe mit dem schönen Namen "Gummizelle" gegründet.  Die Schwabinger Sieben steht für das sehr sparsam vertretene Underground München und erinnert mit seinem unambitionierten Service ein bisschen an die autonomen Jugendcentren der 80er Jahre. Auch das Getränkeangebot ist retro und hart, z.B. Underderbergkranz. Aber die Stimmung ist bombastisch, besonders am Wochenende. Wo hat man schon mal erlebt, dass eine ganze Kneipe mit Publikum aus den unterschiedlichsten Alters- und Sozialschichten geschlossen "Im just a gigolo" grölt?
    Nur für Unerschrockene - es kann passieren, dass man Prügel angedroht bekommt!

  • 4.0 Sterne
    22.5.2010

    Eine verruchte, verrauchte dunkle Spelunke ist das Schwabinger 7. Nicht mehr und nicht weniger.

    Und sie ist Kult.

    Hier gibt es ausser Bier eigentlich nur noch, hart eingesessene Trinker, im Stile Charles Bokowskis, die einen auch gerne mal auf einen Drink einladen. Das nächste mal, werden sie sich allerdings nicht mehr an dich erinnern und finden dich entweder aufs neue wieder wahnsinnig interessant oder würdigen dich keines Blickes.

    Whatever happens in the Schwabinger 7, stays in the Schwabinger 7.

    Cheers, mates!

  • 4.0 Sterne
    1.6.2010

    Der Gründer und Besitzer betreibt die Schwabinger 7 seit gefühlten 100 Jahren. Genauso oft sollte die Kultkneipe auch schon abgerissen werden. Aber wie es sich für Kultobjekte gehört: Der Laden ist zäh. Der Chef wird übrigens Manila genannt. Und ein Typ mit einem solchen Namen kämpft natürlich bis zum Umfallen. Und wenn es doch bald soweit sein sollte, würde ein ganz großes Stück Kneipenkultur in München verloren gehen.

    Die Schwabinger 7 gehört einfach dazu. Schon sehr oft bescherte sie mir in den letzten Jahren einen angenehmen Rausch. Denn darum geht's hier: es darf, nein, es muss getrunken werden. Dementsprechend rau geht es zu. Natürlich nicht ohne den typischen Boazn-Charme. Ach ja, die bayerische Herzlichkeit verbunden mit der Liebe zum Bier.

    Antialkoholiker sollten einen großen Bogen um die Sieben machen. Sonst sind sie es die längste Zeit gewesen. Hoffentlich überlebt die Spelunke noch einige Jahre. Denn besonders viele dieser Art gibt es nicht mehr in München. Schade eigentlich.

  • 4.0 Sterne
    15.6.2010

    Die Schwabinger 7 - kurz Schwasi - ist wohl die älteste Kult Kneipe die sich in Schwabings-Kneipen Viertel tummelt. Immer wieder wird die Schwasi von Gerüchten umgeben, die ihr das letzte Stündlein voraussagen - nichts desto trotz, die Schwasi macht weiter. Denn ohne die Sieben wär Schwabing wohl nicht mehr Schwabing! Das Standardgetränk in der verruchten Kneipe: Bier. Schon die ersten Schritte in die Schwasi zeigen ein anderes Bild von Schwabing. Ein Altes!
    Es ist nicht jedermanns Sache, aber es ist etwas besonderes in Schwabings Straßen. Das Alter der Gäste liegt meist bei 25 aufwärts - eher noch älter. Jedoch verirren sich ab und an auch ein paar Jungspunde in die schon heiligen Gemäuer der Schwabinger Sieben. Hier sind noch Rock und Oldies zu Hause, bei denen man sein kaltes Bier genießen kann. Schnell kochen die Grade über in der Schwasi. Viel bewegen ist meist auch nicht drin - so voll ist es meist am Wochenende. Aber um einmal ein anderes Schabinger Bild kennenzulernen - fern ab der allzu bekannten Münchner Schickeria - ist man in der guten alten Schwabinger Sieben richtig. Aber wie schon gesagt es ist nicht jedermanns Sache, aber reinschauen und sich in den Schwasi-Bann ziehen lassen hat doch auch was!

  • 5.0 Sterne
    15.6.2010

    Die ideale Umschreibung dessen, was München ausmacht, ist die Schwabinger 7. Mitten in dieser vom Slogan "Weltstadt mit Herz" geplagten Idylle, gibt es das bestimmt abgründigste, was man sich unter Kneipe vorstellen kann. Es lohnt sich erst ab Mitternacht oder später hin zu gehen. Und dann traf man dort neben Berufsalkoholikern und anderen Heimatlosen, so ziemlich alles, was München zu bieten, Künstler und Lebenskünstler, Schlipsträger und Sekretärinnen, Partyschlampen und hier her verschleppte, ahnungslose Mädchen...
    Ich war etwa 13 als ich das erste Mal in diesen Genuss kam und weiß nicht, was mich mehr beeindruckt hat, "Only You" von den Platters zum Kerzenlicht, Manila, der Chef des Ladens, oder der nicht mehr erkennbare Boden, der unter einer Schicht aus Zigarettenkippen,  Alkohol und was auch immer mit den Füßen nicht mehr zu ertasten war. Glücklicher Weise war es zu dunkel, um das genauer zu sehen. Die Größe des Raumes und dass, was er zu fassen vermag, lassen einen an die Party-Bude des Teufels in  "Der Meister und Margarita" denken.  

    Die schwarzen Wände schweißgebadet, klebrige Tische und wenn man Pech hat auch das, worauf man sitzt und es ist nicht nur wegen der alkoholisierten Stimmung, sondern schon auf Grund des Platzmangels sicher, dass man sich hier nahe kommt. Es hilft, nicht nüchtern her zu kommen. Hier darf auch geraucht werden, so man Mitglied wird - für 1€ kann man an der Türe eine Mitgliedskarte erstehen.

    Diese schönste Hölle auf Erden verdient ihren legendären Ruf ganz und gar ausschließlich Manila, dem sicher charmantesten Mann in ganz München, der in den 30 Jahren, die ich ihn kenne, vermutlich konserviert durch Alkohol so gut wie nicht gealtert ist. Ich war immer wieder fasziniert von dem Glück, dass er ausstrahlt, was nicht ganz ungefährlich ist - meine Haare standen einmal in Flammen, als ich ihm am Tresen einer anderen Münchner Kneipe versonnen lauschte... aber das ist einen andere Geschichte.  

    Eigentlich soll sie ja dauernd geschlossen werden, die Schwabinger 7. Vor kurzem hat sie wieder mal ein "Aus" überlebt. Aber wer tatsächlich noch nicht hier war, sollte die Chance ergreifen, so lange es sie noch gibt. Wer München gesehen haben will, kann sie getrost links liegen lassen, wer diese Stadt erlebt haben will, kommt um eine durchzechte Nacht in der Schwabinger 7 nicht herum.

  • 4.0 Sterne
    21.5.2010

    Legendärer geht's nicht mehr! Die Sieben hat schon allein deshalb absoluten Geheimtippcharakter, weil sie für Nichtwisser und Laufkundschaft fast unauffindbar ist. Versteckt zwischen einem Schmuck- und Accessoire-Laden und Mamas Kebap Haus liegt eine schwere Holztür, eine Art Lieferanteneingang.
    Öffnest du sie, siehst du- eine Wand, in ca. 50cm Entfernung. Wenn du dich nach links den schmalen Gang entlang schiebst und die versteckte Stufe hinunterstolperst, hast du das Herz der Spelunke erreicht; Anerkennung mischt sich in deinen Blick, denn noch nie hast du einen Laden gesehen, in dem du prinzipiell nur wenige Meter vor dir erkennen kannst: gegen 23.00Uhr wegen der schummrigen Beleuchtung, ab 24.00Uhr wegen der Überfüllung. Ergatterst du einen Platz an einem der rohen, dicken Holztische, die mit Messerritzerein übersäht sind, lehnst du deine Ellbogen in Lachen aus dunklem Bier und lernst in bierzeltähnlichem Gedränge Menschen von einer Seite kennen, die dir neue Welten eröffnet. Doch bekommst du Durst und wirfst dich in den Kampf um einen Platz an der Bar, so kehrst du womöglich nie wieder zurück...

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