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  • 5.0 Sterne
    10.1.2009
    Erster Beitrag

    Seit 1881 gibt es den Städtischen Gemeindefriedhof für Berlin in Friedrichsfelde, das damals noch außerhalb der Stadtgrenzen lag. Da er Bürgern aller Konfessionen und sozialen Schichten offenstand, kannte man ihn bald als Armenfriedhof, dann als Sozialistenfriedhof.

    1919 wurden Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg dort begraben, Karl Liebknecht und weitere 31 Opfer der Januarkämpfe am 25. Januar in einem Massengrab (für Rosa Luxemburg wurde ein leerer Sarg in die Grube gesenkt) und Rosa Luxemburg, nachdem man ihren Leichnam Monate später im Landwehrkanal gefunden hatte, am 13. Juni. Am 15. Januar waren sie festgenommen und ermordet wurden, von Freicorps-Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützendivision, die vom Rat der Volksbeauftragten um Friedrich Ebert nach Berlin beordert worden waren, um die politischen Unruhen niederzuschlagen und die Wahlen zur Nationalversammlung am 19. Januar 1919 zu sichern.

    Schon 1926 wurde das von Ludwig Mies van der Rohe entworfene Revolutionsmonument eingeweiht. Modern in seiner Strenge, zum Beflaggen geeignet, mit einem Sowjetstern versehen und der Inschrift Ich bin. Ich war. Ich werde sein. nach einer Zeile Freiligraths, die sich auf die 1848er Revolution bezieht und die Rosa Luxemburg in ihrem letzten Artikel zitiert hatte.

    1935 wurde es von den Nationalsozialisten zerstört, die Gräber wurden eingeebnet, und das in der hintersten Ecke des Friedhofs gelegene Grabfeld 64 stand unter strenger Beobachtung. Wer Blumen niederlegen wollte, wurde verhaftet,

    1946 wurde es provisorisch nachgebaut, 1951 als Gedenkstätte der Sozialisten neu gestaltet und immer wieder verändert. 2006 wurde ein Gedenkstein gesetzt und von Vertretern des rot-roten Berliner Senats eingeweiht, der die Inschrift Den Opfern des Stalinismus trägt.

    • Qype User KeW…
    • Leipzig, Sachsen
    • 0 Freunde
    • 15 Beiträge
    5.0 Sterne
    10.7.2009

    Wir waren, soweit man das von Friedhöfen sagen darf, von diesem Friedhof tatsächlich begeistert. Mit großem Engagement und viel Arbeit und Mühe hat man hier einen Ort des Gedenkens geschaffen. Neben der Gedenkstätte der Sozialisten ist es vor allem der aufwendig gestaltete und mit vielen Schrift- und Schautafeln versehene Rundweg, der uns sehr beeindruckt hat. Einzig und allein die Tatsache, dass Walter Ulbricht neben der von uns hoch verehrten Rosa Luxemburg noch immer ein Gedenkstein gewidmet ist, können wir nicht nachvollziehen. Dieser Name gehört unserer Meinung nach nicht in die Riege großer, für Gerechtigkeit kämpfender, mutiger Menschen, die mit dieser Gedenkstätte geehrt werden.

  • 5.0 Sterne
    18.3.2012
    1 Check-In

    Bei einem Städtetrip gehört für mich gerne auch mal ein Friedhofsbesuch mit Prominentengräbern dazu. Da hat Berlin einiges zu bieten. Und da ich am Freitag nur einen dieser Orte abklappern wollte, bin ich zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde. Eine schöne Anlage, gepflegt, guter ausgeschilderter Rundweg. Sicherlich eines der Highlights ist die Gedenkstätte der Sozialisten nebst der benachbarten Grabanlage Pergolenweg. In der Gedenkstätte der Sozialisten befinden sich in der Mitte mehrere Gräber (z.T. Symbolgräber), in der Umrandung befinden sich zahlreiche weitere Gräber, vor allem Urnengräber. Wenn man sich mit der deutschen Arbeiterbewegung, SPD, USPD, KPD und Gewerkschaften ein wenig auskennt, findet man hier zahlreiche Namen, die einem ein Begriff sind. Auch SED-Größen wie z.B. Walter Ulbricht und Wilhelm Pieck haben hier ihre letzte Ruhestätte gefunden. Dass Ulbricht, Pieck und Grotewohl sich ebenfalls in der Mitte befinden, halte ich für fraglich- aber auch dies ist deutsche Geschichte. Im Pergolenweg befinden sich Ehrengräber (Urnengräber) aus DDR-Zeit, die Neubelegungen gingen bis 1989. Auch hier findet man den einen oder anderen bekannten Namen wie z.B. Adolf Hennecke, Bruno Apitz, Hilde Benjamin, Konrad und Markus Wolf (ja, der Markus Wolf) usw.

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