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  • 94-96 Commercial Street
    London E1 6LZ
    Vereinigtes Königreich
    Brick Lane, Shoreditch
  • Transit Information Central Circle District Hammersmith & City Metropolitan Route berechnen
  • Telefonnummer +44 20 7251 0848
  • Webseite des Geschäfts stjohnbreadandwine.com
    • Qype User lola-l…
    • Hamburg
    • 2 Freunde
    • 24 Beiträge
    5.0 Sterne
    22.2.2011

    Ich war im November ein Wochenende in London. Wir wollten abends, zu einem angesagten, aber auch sehr britischen Restaurant. Wir sind so auf das St. John in einem Reiseführer gestoßen. Perfekte Wahl!
    Wir kamen in das sehr gut besuchte Restaurant und ich fühlte mich sofort wohl. Es war eine warme, lockere Atmosphäre in dem rustikalen, schlichten Stil der Einrichtung.
    Wir haben verschiedene Gerichte bestellt um alles probieren zu können und die Portionen waren auch nicht so groß. Eher kleine, köstliche Portionen.
    Wir haben Wachtelschenkel, Ochsenleber mit Salat, riesen Krebs und andere Gerichte gegessen, dazu Brot und Wein. Es war zu lecker. Interessante, außergewöhnliche Gerichte. Als Nachtisch haben wir einen Turm aus, geschlagener Sahne, Baiser, Ahornsirup und Früchten gegessen es nannte sich 'Queen of Puddings' und war ein Traum! Es war ein Dessert das ich so schnell nicht vergessen werde!
    Das St. Johns war ein Volltreffer und es ist ein Muss für ein unvergessliches Wochenende in London.

    • Qype User Herr_P…
    • Hamburg
    • 54 Freunde
    • 50 Beiträge
    5.0 Sterne
    20.10.2010

    Fergus Henderson, der große Star, Autodidakt und Erneuerer der Britischen Hochküche, hat nicht nur die stammhauseigene Bäckerei ausgelagert, das St.John Bread & Wine gegenüber dem Spitalfields Market ist sein zweites Restaurant. Die hübschen T-Shirts mit Schweine-Illustration, die ich aus dem Internet kenne, gibt es hier nicht, auch signierte Ausgaben der Kochbücher des Meisters, Nose to Tail Eating: A Kind of British Cooking und Beyond Nose To Tail, sind nicht vorrätig. Dafür können französische Weine, hausgemachte Marmeladen, frisches Brot und süße Backwaren erstanden werden. Und wenn wir wollen gibt es auch noch einen Tisch für uns. Heute Abend. Wir wollen. Und wie. Später erfahre ich, dass sich das schon 2003 eröffnete St. John Bread & Wine unter Kulinarikern größter Beliebtheit erfreut, es gleicht dem Stammhaus im Stil, ist weniger formel und nicht schon Wochen im Voraus ausgebucht. Auch die Speisekarten ähneln einander, tragen beide deutlich des Meisters Handschrift, im Mutterhaus St. John Bar & Restaurant Smithfield finden sich lediglich ein paar Hauptgänge mehr auf der Karte. Schnell füllen sich die Holztische im weiß gekachelten und warm beleuchteten Raum, ein gute gelauntes und, wie überall in Londoner Restaurants, überraschend junges Publikum freut sich mit uns auf einen schönen Abend. Die ca. 80 Sitzplätze sind größtenteils doppelt belegt, wir sind erste Runde, 18.30 Uhr dazu der Hinweis, eventuell später an die Bar-Boards entlang der Wand umziehen zu müssen. Da wir erst vor drei Stunden reserviert haben sind wir sehr einverstanden. Wir entscheiden uns für acht der 16 Vorspeisen. Wo wir schon mal hier sind. Wir wollen alle Teller teilen, kaum eines der Gerichte kostet mehr als 7 Pfund (also knapp 8 Euro), im Schnitt also 4 Euro pro Nase. Unheimlich. Wir starten mit Cauliflower, Leeks & Butter Beans und es ist dies eines der absoluten Höhepunkte des noch jungen Abends: ein Salat von kleinen, rohen (!) und dementsprechend knackigen, aromatisch-scharfen Blumenkohlröschen, kombiniert mit weichen Riesenbohnen, scharfem Lauch, würzigen NonPareilles Kapern und einer leichten Mayonnaise die die Geschmäcker und Texturen freundlich zusammen führt. Eine großartige Komposition. Nur vermeintlich schlicht. Il faut le faire!, sprach Eckart Witzigmann neulich klug in eine Fernsehkamera: das muss man erstmal machen, da muss man erstmal drauf kommen. Mussels & Laverbread das sind Miesmuscheln aus Colchester in Essex, butterzarte, gelbe Miesmuscheln in einem feinwürzigen Algen (Laverbread)-Sud. Alles ist hier wenig gesalzen und kein Salzkorn zu wenig. Die aussergewöhnliche Zartheit der Muscheln ist mir ein köstliches Rätsel. Mir ist klar, dass man Muscheln zu Gummi kochen kann, ein wenig Hitze brauchen sie aber schon, diese hier wirken wie Niedrigtemperatur gegart und lösen sich im Mund in Wohlgefallen auf. Die herzliche Sommelière hat uns für die ersten Gerichte einen Weißwein aus der Weinkarte empfohlen, die ausschließlich französische Gewächse listet. Wir genießen einen 2008er La Grange Aux Belles Anjou blanc 'FRAGILE', von der Loire, funkelnd, mit einem Duft von rohen, geschälten Mandeln, leicht rauchig, mit viel Apfel und Pfirsich. Der passt auch zum Foie Gras & Duck Liver Toast, eine dicke Scheibe hausgebackenes, Bauernbrot mit Knusperkruste, streifig geröstet und warm mit schmelzender Paté von Entenleber und Foie Gras bestrichen, mit Fleur Du Sel bestreut. Reich, warm, cremig, buttrig, gerreicht mit winzigen Cornichons die deutlich saure Akzente setzen. Die Perfektion des Einfachen. Beetroot Tops & Ticklemore, das sind im Buttersud geschmorte, süße Rote Bete Blätter, kontrastiert von hauchdünnen, rohen Gelber Bete-Scheiben, die mit Essig gesäuert wurden, darüber zwei dünnne Streifen junger Ticklemore-Käse, ein milder, milchweißer Ziegenkäse. Junge Kellner mit gepflegten Vollbärten und Surfer-Frisuren servieren in Windeseile das Bestellte, freundlich, charmant, auf Augenhöhe, lässige Jungs! Teller werden nur im Notfall oder auf Anfrage ausgewechselt, geleerte Weinflaschen bleiben erstmal als Erinnerung auf dem Tisch stehen, mich stört das irgendwie heute nicht, es unterstreicht den Abendessen-Charakter des Essens und passt zur lockeren, lärmigen Atmosphäre. Alle Kellner sind in weiße Kochjacken gehüllt und Anfangs war ich ein bißchen in Sorge, ob der Service das Bestellte in der offenen Küche auch noch selbst zubereiten muss, doch unser Waiter beruhigte uns, die Kochjacken für die Servicemitarbeiter seien eine Idee von Fergus Henderson: it means: its all about the food! Der Rotwein wir entkorkt, ein 2008er Chateau de Lascaux, J.B. Cavalier, Pic Saint Loup aus dem Languedoc und bis auf Weiteres mein neuer Lieblingsroter: schwarzpfeffrig-beerig mit Kräuteraromen, saftigen Backpflaumen und Tabac, reich und komplex ohne zu überfordern  der Wein duldet, begleitet und bereichert die kommenden Speisen. Unsere Sommelière ist großartig! Ox Heart, Watercress & Pickled Walnut passen beispielsweise sehr gut, dass

    • Qype User claudi…
    • London, Vereinigtes Königreich
    • 0 Freunde
    • 2 Beiträge
    5.0 Sterne
    20.12.2006

    Graucho Marx stellte einmal die Frage nach den 3 kürzesten Büchern der Welt. Die Antwort war: 1. Tausend Jahre deutscher Humor, 2. Italienische Heldensagen und 3. Schätze der britischen Küche.
    Dass Punkt 1 so nicht mehr stimmt, weiss die Welt seit der Uraufführung von Deutschland - ein Sommermärchen. Dass auch Punkt 3 so nicht mehr richtig ist, wissen noch die wenigsten.
    Im St. John gibt es ausschließlich britische Küche. Die Gerichte sind schnörkellos und erscheinen auf der Karte erst einmal völlig unspektakulär. Beim ersten Bissen bewahrheitet sich, dass ein Gericht nie besser als die Qualität seiner Zutaten sein kann. Im St. John wird alles selbst hergestellt: vom Brot bis zum Senf. Alles vom Schwein ist die Spezialität des Hauses, nicht irgendein Schwein, sondern viele unterschiedliche Schweinearten, die so vorzüglich und saftig sind, dass eine Soße nur stören würde. Als Vorspeise empfiehlt sich Seafood. Unbedingt probieren sollte man auch die Käseplatte: verschiedenste Stiltons, Cheddars und weniger bekannte englische Käsesorten aus ganz kleinen Käsereien nehmen es locker(!) mit jeder französischen Käseplatte auf.
    Das St. John empfiehlt sich übrigens auch zum Frühstücken. Mein Favorit ist das Bacon Sandwich: bester knuspriger Bacon auf selbstgemachten Ketchup und selbstgebackenen Brot.
    Das Publikum im St. John ist wie alles im Londoner Osten jung und hipp. Und nach dem Festschmaus gibt es einige Bars und Clubs nur ein paar Meter weiter, die zu besuchen es sich ebenfalls lohnt.
    Btw: Das St. John hat auch ein Kochbuch herausgebracht, welches sicher nicht das kürzeste Buch der Welt ist ;-)

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