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    • Qype User Höhlen…
    • Schwerte, Nordrhein-Westfalen
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    5.0 Sterne
    7.12.2009

    Einzigartig in Westfalen ist der Innenraum dieser faszinierenden romanischen Hallenkirche, der ersten dieser Art in Westfalen überhaupt. Decken und Gewölbe sind komplett ausgemalt - und zwar original erhaltene Malerei von 1220 - 1230! Ähnlich wie in der Wormbacher Kirche St. Peter & Paul finden sich auch in Soest die Tier- (Tyr) Kreiszeichen gemäß der damals beliebten byzantinischen Maltradition. Nicht wirklich christlich, aber begeisternd schön! Denn der deutsche Kaiser Otto II brachte mit seiner Frau Theophanu die arabische Kultur auch nach Westfalen. Ich kenne solch prachtvolle mittelalterliche Ausmalung eigentlich nur aus Florenz, daher kommen in der nächsten Zeit noch mehr (scharfe) Fotos hinzu, denn jetzt war bei einem Konzert nur mein Handy zur Hand. Sehr auffällig ist die etwas abseits gelegene Taufkapelle mit einem uralten romanischen Taufbecken, das niemals durch die schmalen Pfeilerdurchgänge gepasst hat. Also gab es vor der jetzigen Kirche eine Vorgängerkirche (wie meistens bei romanischen Bauten), in der dann dieses Taufbecken schon vorhanden war. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man unzählige bauliche Ungereimtheiten, denn die Kirche wurde durch das rasante Wachstum von Soest als Handelsmetropole des Mittelalters ständig erweitert und umgebaut. Wertvolle Ausstattungsdetails sollen zum Besuch dieses Kleinods anregen: ein romanisches Triumpfkreuz von 1230 - einmalig in ganz Europa, und nur noch in Gotland (weniger prächtig und jüngeren Datums) noch einmal zu finden. Die Grabesnische von 1240 als Kopie des Jerusalemer heiliigen Grabes, der Katharinenchor im Nordosten mit Darstellung der Katharina von Alexandria (Anfang 4. Jh.) in ihren Leidensstationen. Es finden sich Parallelen zu der romanischen Osnabrücker Katharinenkirche, unter der Fundamente eines uralten Rundtempels gefunden wurden, und zu der Drüggelter Kapelle, die sich bis heute den Charakter eines Rundtempels erhalten hat. St. Maria zur Höhe ist auch unter dem Namen Hohnekirche bekannt, um sich von der tiefer liegenden St. Maria zur Wiese (Wiesenkirche) deutlich zu unterscheiden. Ebenfalls einzigartig ist das Altarbild von 1470 mit Darstellungen des Kreuzwegs, des Todes und der Auferstehung Christi. Es ist ein Gemälde des Meisters von Liesborn, einer nahegelegenen Dorfgemeinde. Die Hohnekirche ist täglich von 10 - 16 Uhr (manchmal ausgedehnte Mittagspause) geöffnet.

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