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    • Qype User Eich…
    • Berlin
    • 159 Freunde
    • 171 Beiträge
    5.0 Sterne
    15.8.2008

    Ganz oft schon war ich der einzige Besucher in diesem Gebäude. Und genau das hat mir auch stets so gut gefallen.

    Kulturforum. Ja klar: Schlangen vor der Neuen Nationalgalerie, Musikinstrumentemuseum, Feuer im Dach der Philharmonie.aber eine Kirche?
    Ach ja, da steht sie ganz verloren, vergessen, als einziger Überrest des ehemaligen Geheimratsviertels. Einiges hier wurde im Krieg zerstört, etliches war bereits vorher abgeräumt worden, um Platz für Speers Germania-Wahn zu schaffen. Die Nord-Süd-Achse sollte hier hindurchführen, immerhin 120 Meter breit. Es gibt eine Legende, dass die Nazis die Kirche für einen Schinkel-Bau hielten, weswegen sich der Abriss verzögerte. Es ist aber tatsächlich der Schinkel-Schüler Stüler gewesen, der das Bauwerk entwarf.

    Heute ist die Kirche auch als Ausstellungsort eingebettet in die Kunstlandschaft am ehemals West-Berliner Stadtrand. Zitiert wird die Tradition der (ebenfalls verschwundenen) Viktoriastraße, einer legendären Galerienmeile, an der beispielsweise Paul und Bruno Cassirer ihre Räume hatten, die Wilhelm II. so hasste, weil sie diese Dreckskunst aus Frankreich nach Berlin gebracht hatte. Tja, S.M. hätten die Schönsten Franzosen nicht gefallen.

    Auch die Kunstwerke in der Kirche sind nicht unumstritten. Ich finde sie sehr faszinierend, die Werke beispielsweise von Vadim Sidur und vor allem Gisela Breitling.
    Seit 2006 erinnert zum 100sten Geburtstag eine Tafel neben dem Eingang an Dietrich Bonhoeffer, der hier in der St.Matthäus Kirche 1931 zum Pfarrer ordiniert wurde, der wenig später in die Widerstandskreise gegen Hitler stieß und nach dem Attentat des 20. Juli 1944 in Flossenbürg erhängt wurde.
    Genug Ernst nun, denn der Ort macht vor allem Freude.

    Der mit Abstand lohnendste Euro, den man in dieser Stadt entrichten kann, ist die Gebühr für die Besteigung des Turmes. Ohne Schlange, ohne Gedränge. Ein herrlicher Blick und eine ungewöhnliche Perspektive sind den Treppen aufstieg allemal wert.

    Mein Tipp allerdings läutet: Planen Sie Ihren Aufstieg so, dass Sie sich nicht zur halben oder vollen Stunde im Treppenhaus (in dem die Glocken dann aktiv werden) aufhalten.
    Nicht lachen, jetzt. Obwohl, ich kann Sie eh nicht hören.

  • 4.0 Sterne
    17.9.2014

    Der Bereich des Kulturforums ist eigentlich eine Welt für sich. Denn hier war zwar nicht das Ende der Welt, sondern das Ende West-Berlins. Aber eben eine Randlage, eine Mauerlage. Dementsprechend wurde hier zu einer Zeit geplant, als "drüben" ganz nahe war.

    Und zwischen den Nachkriegsbauten, von denen Mies van der Rohes Neue Nationalgalerie für mich der architektonisch von außen schönste ist, mutet es fast schon skurril an, ein Kirchlein aus dem 19. Jahrhundert vorzufinden.

    Fast schon verloren steht es hier, unmittelbar am Parkplatz. Sicherlich, früher stand es nicht allein. Und hier waren es auch die braunen Machthaber, die etwas Kahlschlag gemacht hatten- schließlich sollte Germania entstehen. Und da war mehr als ein Bauwerk im Weg. Doch zum Glück wurde diesem Kirchlein Gnade gewährt.

    Außen historisch, innen modern. Aber dennoch merkwürdig, dass hier ein Kirchlein fast verloren in der Gegend herumsteht.

  • 4.0 Sterne
    20.9.2009
    Erster Beitrag

    Von aussen eine ganz normale Kirche zwischen Gemäldegalerie und Neuer Nationalgalerie gelegen, von innen sehr viel näher an der Neuen Nationalgalerie: ganz in weiß, modern, spartanisch, geometrische Formen, keine Schnörkel, Engel oder sonstige Dinge, nur weiß und moderne Gemälde.

    Für einsfünfzig kann man auch den Kirchturm besteigen, sollte man auch tun. Vorbei an den großen Kirchturmglocken gelangt man schnell nach oben, man darf nämlich nicht ganz hoch (wo der Turm schmaler wird), sondern nur bis knapp über die Uhr. Der Ausblick ist schön.

  • 5.0 Sterne
    15.2.2012

    War zum Konzert hier. Die Akustik ist gut und Parkmöglichkeiten gibt es auch.

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