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  • 5.0 Sterne
    24.9.2011
    Erster Beitrag

    In etwas merkwürdiger Position hinter dem Rathaus findet man die alte Stadtkirche von Teterow, auch als Kirche St. Peter & Paul zu Teterow bekannt, ein weiterer Vertreter der norddeutschen Backsteingotik. Von außen fällt das Bebäude in erster Linie durch seinen sehr gedrungenen quadratisch angelegten Turm auf, der mit zahlreichen Zierfensterbögen geschmückt ist.
    Für die Städte Mecklenburg-Vorpommern ist diese Kirche in der Relation ein relativ alter Bau, denn seine frühesten Teile, Chor und Sakristei, stammen aus dem frühen 13. Jahrhundert und zeigen die Elemente der Spätromanik. Der fast 40 Meter hohe Turm und die beiden überhohen Seitenschiffe, die die Kirche im Stil einer gotischen Basilika erweiterten, folgten erst im Laufe des 15. Jahrhunderts. Diese Erweiterung wurde immer wieder kritisiert, schon im frühen 19. Jahrhundert schrieb Georg Christian Friedrich Lisch über das Langhaus: Es hat 2 im 15. Jahrh. angebauete Seitenschiffe, welche sehr hoch hinaufgeführt sind und die ursprüngliche Construction des Mittelschiffes zum großen Theile vernichtet haben.
    Im Innenraum findet man diverse sehenswerte Elemente, die den Besuch der Kirche lohnenswert machen  eine sehr nette Gemeindemitarbeiterin führte uns mit viel Engagement! Sehr schön fanden wir den uralten Taufstein aus Granit mit verschiedenen reliefartigen Verzierungen, der als hochrangig eingestuft wird. Dominant im Raum ist der Marienkrönungsaltar aus dem 14. Jahrhundert an der Westwand, er zeigt sowohl die Marienkrönung, die Apostel mit Pals auch 17 weitere Heilige, in der zweiten Lage zeigt sich eine Passionsgeschichte in 16 Einzelgemälden, dir demselben Künstler zugeschrieben ist, der auch als Urheber des Rostocker Dreikönigsaltars gilt.

    Eine früher im Hauptschiff befindliche Kanzel ist im Turmraum aufgestellt, sie stammt aus der Renaissance. Desweiteren sehenswert: das große ebenfalls gotische Triumphkreuz über dem Zugang zum Chorraum und einige mittelalterliche Fresken aus dem 14. Jahrhundert.
    Der weitere Rest der heutigen Ausstattung stammt aus der Zeit einer Renovierung im neugotischen Stil um 1880. Die Orgel, die auf einem barocken Prospekt steht ist ein Neubau.

  • 5.0 Sterne
    27.5.2013

    Benutzer mostro hat auch hier wieder einen wundervollen Beitrag geschrieben, der keine Wünsche offen lässt. Ich beschränke mich daher auf das Mahnmal aus der Wendezeit. Es wurde aus dem Stahl eines Schützenpanzers von einem Teterower Schmied hergestellt und trägt  o Wunder  das Zitat aus der Bibel Schwerter zu Pflugscharen. Wie könnte man das besser symbolisieren, als in dieser Form.

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