• 5.0 Sterne
    30.10.2011
    Erster Beitrag

    Das Strandhotel in Buckow ist ein ungewöhnliches Hotel mit ungewöhnlicher Einrichtung, ungewöhnlichen Serviceangestellten und einer soliden Karte zu ungewöhnlichen Preisen.
    Wir kamen am späten Nachmittag, nach dem zweistündigen See-Rundgang, drinnen im Saal war alles belegt, viele ältere Herrschaften, Buckower und Berliner, mit und und ohne Hund, die meisten in Begleitung, fast wie letzte Woche am Bötzsee, allesinallem aber ungewöhnlicher.
    Im Strandhotel Buckow wird was geboten, viel Optik für wenig Geld, man wähnt sich in einem verwegen dekorierten Enviroment von Gilbert & George (vogue.de/people-parties/…) , einer inszenierter Puppenstube des Trivialen. Im Restaurant, im Raum ganz hinten, hängt ein 8meterlanges Landschaftsgemälde, ein beeindruckender rotlichtiger Schinken, besser als jede Fototapete.
    Im vorderen Bereich, im Café, steht die Vitrine mit Torten aus der eigenen Patisserie, irritierend hingemalter Freskenlook und kunsthandwerkliche Bilder in Petersburger Hängung. Ich bin beeindruckt ob des Mutes dieses Dekors  Walter Ulbricht und Lotte Lenya hätten ihre Freude daran gehabt. Der Innenraum der Villa [die zurzeit saniert wird] gleicht einem surrealen Panoptikum aus einer anderen Welt.
    Ebenfalls bunt gestaltet, die abgestufte Terrasse. Individuelle Tische auch hier und sehr individueller Service. Der Kellner, ein ungewöhnlich freundlicher junger Mann, der sich immerwieder nach dem Befinden erkundigt und formvollendet serviert. Er erinnerte mich an Forrest Gump, ich schloss ihn augenblicklich ins Herz.

    Wir entschieden uns für die Große Fischplatte, dazu einen guten Pfälzer Riesling. Eine gute Entscheidung, kaum zu bewältigen und von schmackhafter Konsistenz. Der Blick auf den wunderschönen Schermützelsee (berlin.de/special/reise/…) , im Bildhintergrund ein Heißluftballon, das Leben kann soo schön sein.
    Dieses Hotel gefällt mir und es ist kein Wunder, dass sich hier manch Berliner Prominenz einmietet. Orte von so ungewöhnlichem Charme gibt es heute nur noch selten.

  • 5.0 Sterne
    10.5.2013

    Auf einer Radtour haben wir im Strandhotel Buckow einen Stopp zum Abendessen eingelegt. Wir saßen auf der Terrasse im ersten Stock mit Blick auf den See. Gegessen haben wir Zander mit Spargel. Insgesamt waren wir sehr zufrieden: ein toller Blick auf den See + gutes Essen + gemütliches Ambiente.

  • 5.0 Sterne
    13.8.2012

    Ich sag's mal ganz offen: Ich gebe hier 5 Sterne, weil ich für dieses Hotel werben möchte!
    Und ich bestätige: Ich bin weder verwandt noch verschwägert noch in sonstiger wirtschaftlicher Verbundenheit. Ich bin einfach nur ein Gast gewesen.und das auch schon zum zweiten Mal.
    Buckow ist aus vielen Gründen mal eine kleine Reise wert. Da gibt es den Schermützelsee. Da gibt es das Brechthaus. Da gibt es die äußerst freundlichen, ja schon herzlichen Ureinwohner. Da gibt es das Strandhotel. Da gibt es Ruhe, Ruhe und die Stille.
    Nach zwei Tagen reicht's dann auch wieder, außer man hat noch irgendeine Neigung, das Strandhotel als Reisezentrum zu nutzen und die umliegende Gegend zu erkunden.
    Kommt man aus Berlin, ist man natürlich erstmal völlig geerdet und überrascht, dass man Stecknadeln auch noch fallen hören kann. An vielen Punkten dieses Dorfes ist es nahezu malerisch, dem Berliner an sich ist dieses Wort weitestgehend fremd, nehme ich mal an. Also, Entspannung für Auge und Ohr.
    Wir waren zum zweiten Mal im Strandhotel und haben auch zum zweiten Mal die gleichen Touren gemacht. Tag 1 (ein halber Tag) wurde das Dorf erkundet, Minigolf gespielt, die Kirche mal von innen beäugt, ein kleiner Flohmarkt war auch noch hintendran..niedlich. Tag 2 wurde dann vollends von der Natur eingenommen, einmal um den See und einmal über den Hügel hinterm Hotel und schon war mehr Sauerstoff im Körper als in zwei Wochen Berlin (biochemisch haltlos, ich weiß, dient auch nur der Anschaulichkeit).
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    Meine Vorredner haben das ja schon prächtig verbalisiert, kann daher alles nur noch bestätigen. Ergänzungen sollten aber gemacht werden: Forrest Grumt ist wesentlich selbstsicherer geworden als noch in 2011, aber die Nähe zur Filmfigur ist immer noch in starker Ausprägung gegeben und fällt sofort ins Auge. .obwohl.man kommt ins Wanken.er hat Zuwachs bekommen!! Sein Bruder? Ne, also äußerlich nicht ganz. Aber Bruder im Geiste..hihi..ja, das ist der beste Ausdruck dafür. Während unserer Anwesenheit belegten beide (leider) verschiedene Schichten, weswegen ein direkter Vergleich nicht machbar war. Wobei das vielleicht im Moment noch zu viel des Guten wäreman käme aus dem Schmunzeln (wirklich nicht böse gemeint!!!) nicht mehr raus. Wir fanden beide super!!
    Das Strandhotel wurde baulich erweitert! Mittlerweile gibt es zwei Pensionen. Ebenso wurde am Interieur gerührt, die Zimmer wurden etwas aufgemotzt, sieht zwar nicht aus wie im Adlon, aber für die Verhältnisse ist das wahrlich ein Gewinn. Etwas hellhörig sind die Wände, aber das ist nunmal selten aus dem Weg zu räumen und wiegt nicht schwer bei meiner Bewertung. Jetzt kommt noch eine Sauna hinzu, ein kleiner Wellness-Bereich, da bin ich dann auch gespannt (will sagen, wir kommen wieder!). 65 EUR das Doppelzimmer mit Frühstück, da gibt es nichts zu meckern.
    Das Essen ist vorzüglich! Ich meine mal, das war das beste (Bio-)Schnitzelfleisch, was ich je zwischen den Zähnen hatte!! Ich hatte übrigens auch die Nummer mit den Forellenfilets und dem Käse. War erstmal spannend, aber irgendwie passt es, man glaubt es kaum. Die Preise sind absolut indiskutabel, im äußerst positiven Sinne. Wenn es euch möglich ist, lasst das bitte so, und hört auf, an der ewigen Preisschraube zu drehen, das passt alles so, wie es ist, und die Bude ist voll. Ein wenig könnte man noch an der Weinauswahl feilen, aber eine wirkliche negative Kritik soll das bestimmt nicht sein.
    Alles, was da oben geschrieben steht, und letztendlich die 5 Sterne beziehen sich nicht auf den Bewertungsmaßstab, den man bei einem HighEnd-Hotel oder -Restaurant ansetzt, sondern bezieht sich auf die vorgefundenen Verhältnisse und auf das, was man dort erreichen will. Und das ist aller Ehren wert!!!!
    Was aber uns als Resümee aufgefallen ist: Die Türen stehen offen, man ist sofort Teil des Ganzen, lebt sofort mit, ob man laut ist oder leise, es wird alles akzeptiert. Das macht ein gutes (bezahltes) Ambiente aus.
    Weiter so.

  • 2.0 Sterne
    8.9.2012

    Ich kenne das Strandhotel seit Jahren und haben die Veränderung natürlich mit Interesse verfolgt.
    Der Gesamteindruck ist wirklich gut. Vor allem die vielen Blumen erzeugen mit der alten Bausubstanz eine schöne Atmosphäre.
    Es iist aber schon bedauerlich, dass bei Um- und Anbau kein Linie konsequent verfolgt wurde. Ich möchte hier nicht in alle Details gehen. Fenster mit innen liegenden Sprossen stammen aus den 90er Jahren, wo das ästhetische Bild häfig der Kostenfrage untergeordnet wurde. Auch die Kunstlederlehnstühle im vorderen Teil würde ich dringend austauschen.
    Das Essen ist sehr durchschnittlich. Die Ente war versalzen, was passieren kann. Dem Essen fehlt die Phantasie, wobei ich keinen Goumetmaßstab ansetze. Allein der Besuch der Stobbermühle (auf etwas höherem Preisniveau), die aktuell geschmacklich wieder auf sehr gutem Niveau unterwegs ist, zeigt den feinen Unterschied. Das Schweineschnitzel war für fast 15 Euro überteuert. Nachdem sich der Heißhunger nach einer Arbeitswoche gelegt hatte, blieb nach dem Essen kein wohltuender Nachgeschmack. Leider.

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