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    • Qype User vonZah…
    • Berlin
    • 2 Freunde
    • 3 Beiträge
    5.0 Sterne
    9.4.2008

    Ich kann sagen, dass ich in meiner Studienzeit in einem richtigen Denkmal gewohnt habe. Um das Studentendorf zu mögen, muss man freilich etwas an der Architektur der 50er Jahre finden, aber aus der Zeit ist es ein echtes Glanzstück. Gerade in Berlin lernt man das viele Grün zu schätzen, das einen umgibt, es fehlt auch die Anonymität der Wohnblöcke in der Innenstadt. Schnell kann man Freunde aus der ganzen Welt finden, das internationale Kochen in den Wohnbereichsküchen ist mir in besonders lieber Erinnerung.

    Großartig natürlich auch die Partys, durchschnittlich drei am Tag, und - wenn man keine Einladung hatte - der Club A18.

    Gut finde ich, dass das Studentenwerk jetzt endlich etwas für die Sanierung tut, zuletzt waren manche Häuser doch arg heruntergekommen.

    • Qype User Skater…
    • Berlin
    • 32 Freunde
    • 271 Beiträge
    1.0 Sterne
    30.3.2010

    Es ist schon einige Zeit her, dass ich mal im Studentendorf gewohnt habe. Allerdings würde es mir nach wie vor sehr schwerfallen, eine Empfehlung dafür abzugeben.

    Die Anlage ist halt ein Studentenwohnheim, größtenteils noch im baulichen Zustand der 1960er und 70er Jahre. Auch die Lage (schwache Busanbindung, S-Bahnhof ca. 20 Minuten zu Fuß entfernt) ist eher unattraktiv. Die wenigen sanierten Häuser vermietet man an FU-Programmstudenten für fast das Doppelte. Beim Rest wird halt das Nötigste gemacht und ansonsten dem Verschleiß sowie dem Wandalismus freie Hand gelassen.

    Mit der Gemeinschaft sah es meiner Erfahrung nach auch ziemlich mau aus, zumal die Zusammensetzung der Einwohnerschaft eher ungünstig ist, aber das kann Glückssache sein. Und was die Freundlichkeit des Personals angeht, ist auch noch Luft nach oben.

    Neu-Berlinern kann ich ans Herz legen, mit geringfügig mehr Geduld beim Suchen nach Alternativen in der Innenstadt Ausschau zu halten. Auch als Zwischenstation zum Wohnungssuchen ist das Studentendorf nicht geeignet, da es in der Regel eine Mindestvertragslaufzeit von einem Jahr vorschreibt (in der privaten Immobilienwirtschaft zwar üblich, bei Wohnheimen jedoch nicht).

    • Qype User Yoshit…
    • Berlin
    • 0 Freunde
    • 1 Beitrag
    1.0 Sterne
    26.10.2010

    Der Alptraum Berlins

    Lass dich von der schicken Broschüre und der tollen Internetseite des Studentendorfes nicht blenden, die Realität sieht nämlich unfassbar übel aus.
    Einfach alles, wirklich alles an diesem Dorf ist grauenhaft.
    Ich wohne seit 2 Semestern in einem der sogenannten Studentenbuden EXTRA (also ein Einzelzimmer) für unverschämt teure 195 Euro im Monat. Die Zimmer sind unerträglich klein und erinnern eher an Gefängniszellen, nicht nur der Größe wegen sondern auch aufgrund des Komfort, welcher leider nicht existiert.
    Die Fenster isolieren unschlagbar schlecht, es regnet und zieht ins Zimmer, hinzu kommt dass die uralt Heizung auf höchster Stufe gerade mal lauwarm rüber kommt, eine vor allem im Winter sehr tolle Kombination. Bei mir steht die Heizung deshalb schon seit Monaten auf höchster Stufe, man zahlt ja wenigstens keine Nebenkosten in diesem Rattenloch. Wer auf die dumme Idee kommen sollte mal eben im Winter das Fenster zu öffnen, um ein bisschen zu lüften, der darf sich freuen dass es im Anschluss gefühlte 2 Jahre dauert bis das Zimmer wieder halbwegs warm erscheint.
    Ein wirklich warmes, kuscheliges und gemütliches Zimmer kannst du dir im Winter jedoch komplett abschminken, dafür sind die Heizungen einfach zu mies, für Leute die empfindlich auf Kälte reagieren, bzw. sich schnell mal ne Erkältung einfangen also die Hölle.
    Der kostenlose WLAN-Internetzugang ist ein schlechter Witz. Eine 3000er Leitung für 25 Leute.
    Nein, ist wirklich kein Tipp-Fehler. YouTube-Videos oder ähnliches sind somit ungenießbar, hinzu kommt dass der Router mehrmals täglich den Geist aufgibt und man immer wieder mal stundenlang kein Internetzugang hat. Hin und wieder fällt er auch mal den ganzen Tag aus, gerade für Studenten also echt topp.
    Die Wände der Zimmer müssen offensichtlich aus Styropor bestehen, ich kann es mir nicht anders erklären. Man hört jedes Wort und jedes noch so kleine Geräusch seines Nachbarn, meiner spricht leider eine Fremdsprache, ansonsten wüsste ich mittlerweile wohle jedes noch so kleine Detail seines Privatlebens. Es ist dementsprechend fast unmöglich konzentriert zu lernen oder nur zu lesen, da eine ununterbrochene Geräuschkulisse dafür keine Möglichkeit lässt. (Ich habe das Glück an der Außenseite des Hauses zu wohnen, und habe somit nur einen Nachbarn. Ich will mir nicht vorstellen wie es ist links und rechts einen zu haben.)
    Ich könnte allein über die Zimmer seitenweise so weiter schreiben, aber ich würde gerne auch noch ein paar andere Glanzstücke erwähnen.
    Genau wie alles andere in diesem Dorf sind natürlich auch die Gemeinschaftsbäder steinalt, völlig abgenutzt und ekelerregend dreckig. Es gibt in der Regel 2 Duschkabinen mit versifften Kacheln und abgewetzten Duschvorhang. Ein stinkendes und nie sauber anzutreffendes Klo befindet sich in einem kleinen Vorraum am Eingang des Bades. Es gibt offiziell zwar einen Reinigungsdienst, der 2 Mal die Woche die Gemeinschaftsräume reinigt (also auch Küche und Flur), jedoch merkt man schnell dass das Wort reinigen hier mehr so Placebo-ähnlich verwendet wird. Soll heißen, man weiß zwar dass geputzt wurde, leider sieht man davon absolut gar nichts. Und da es sich hier schließlich um ein Studentenwohnheim handelt, sind fast alle Mieter junge Leute die frisch von zu Hause ausgezogen sind und somit nicht unbedingt gewohnt und erst recht nicht geneigt sind ihren eigenen Dreck zu entfernen.
    Fazit Bad: Wer das Bad um der Körperhygiene wegen aufsucht, wird sich im Anschluss nicht selten schmutziger fühlen als vorher.

    Nun zur Gemeinschaftsküche:
    Sieht leider nicht sonderlich besser aus als das Bad. Es gibt keinen Ofen, nur ein paar, wie soll es auch anders sein, steinalte und versiffte Herdplatten, bei denen es fast schon ein physikalisches Wunder darstellt dass diese überhaupt noch funktionsfähig sind. Selbstverständlich liegt überall dreckiges Geschirr und Essensreste rum, die 2 Mülleimer die in der Küche stehen werden so gut wie nie geleert und sind stets pyramidenförmig mit allem möglichen stinkenden Zeugs getürmt, jeder kann sich also vorstellen dass ALLEIN der Geruch beim betreten der Küche den Appetit beleidigt, schaut man sich dann noch im Raum selbst um hat sich das mit dem Hunger schnell mal wieder erledigt. Es gibt auch noch eine Mikrowelle und `nen Toaster, Zustand dürfte mittlerweile wohl jedem klar sein.
    Vor der Küche stehen noch 2 Kühlschränke, wie immer völlig unzureichend für so viele Bewohner, hinzu kommt, dass gerade wenn es um den Kühlschrank geht, das Wort Gemeinschaft wohl großgeschrieben wird, denn es wird sich auch gerne Mal beim Vorrat des Mitbewohners bedient. (Anmerkung: Dies kann natürlich keine Kritik am Studentendorf Schlachtensee darstellen, sondern ist auf die größtenteils jugendlichen Mitbewohner zurückzuführen, aber ich denke dass es hier durchaus sinnvoll erscheint dies zu erwähnen)
    Fazit Küche: Wie oben bereits erwähnt wohne ich seit 2 Semestern hier, die Küche habe ich KEIN EINZIGES MAL genutzt. Aus Ekel.

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