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    • Qype User aarp6…
    • Nürnberg, Bayern
    • 1119 Freunde
    • 914 Beiträge
    5.0 Sterne
    22.6.2010

    (Siehe Foto unten) Das Synagogendenkmal an der Spitalbrücke mit dem Relief der im August 1938 abgebrochenen Hauptsynagoge am Hans-Sachs-Platz von Reinhard Heiber (1988) und einer davor befindlichen Gedenkstele von August Hofmann (1970) Die Synagoge am Hans Sachs Platz wurde nach Plänen von Adolf Wolff errichtet und 1874 durch Bürgermeister Otto Stromer von Reichenbach eingeweiht. Auf Anweisung von Julius Streicher wurde sie am 10. August 1938 abgerissen. Nach dem Krieg wurde das Grundstück mit Büro- und Wohngebäuden sowie einem neuen Pegnitz-Ufer-Weg überbaut und somit auch aus dem Stadtgrundriss gelöscht. Erst seit 1988 erinnert ein Gedenkstein an die ausradierte Synagoge. (Siehe Foto unten) Gedenktafel für Leo Katzenberger zwischen Synagogendenkmal und Leo-Katzenberger-Weg Leo Katzenberger stammte aus dem unterfränkischen Maßbach und betrieb mit seinen Brüdern bis zu den Novemberpogromen 1938 das Springmann-Schuhwarenhaus und war von 1939 bis 1942 erster Vorsitzender der jüdischen Kultusgemeinde Nürnbergs. Er wurde im März 1942 in einem Schauprozess vom Sondergericht Nürnberg wegen Verstoßes gegen die Volksschädlingsverordnung zum Tode verurteilt, nachdem er wegen eines angeblichen außerehelichen Verkehrs mit einer nichtjüdischen Frau denunziert worden war. Die Hinrichtung erfolgte am 3. Juni des gleichen Jahres in München. Der Vorsitzende Richter Oswald Rothaug wurde nach dem Krieg zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. (Siehe Foto unten) (Bildquelle: delcampe.net ) Blick von der Insel Schütt zum Nordufer der Pegnitz: Im Hintergrund sieht man das Heilig-Geist-Spital mit der Spitalbrücke und zwei der insgesamt drei Kuppeln der ehemaligen Hauptsynagoge. (Siehe Foto unten) Das Synagogendenkmal und der Schuldturm in einer Ansicht: Gedenken an ein Gräuel des 20. Jahrhunderts und eine Mahnung an die Grausamkeit und Willkür des Mittelalters nur durch den nördlichen Pegnitzarm voneinander getrennt zeigt dieses Foto. Die teilweise über Jahrzehnte im Schuldturm Eingekerkerten sollen erbärmlich in ihren Verliesen im Turmkeller geschrien haben, um Passanten zur Gabe von Almosen zu bewegen, welche diese in einen dafür vorgesehenen Opferstock werfen konnten. Gegen solche Bettelpraktiken wirken die heutiger Krüppel und Roma-Kinder gesittet und taktvoll.

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