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  • 4.0 Sterne
    24.3.2013
    12 Check-Ins

    Namensgeber dieses Parks mit Spielplatz ist der Hamburger Hautarzt Paul Gerson Unna, der zusammen mit dem Apother Beiersdorf das erste Wund-Pflaster entwickelte. Der Unnapark war der letzte Privatpark Eimsbüttels, hier befand sich die Dermatologische Klinik der jüdischen Familie Unna. 1949 wurde das Grundstück von der Stadt Hamburg gekauft und über viele Jahre zu einem öffentlichen Park mit Seerosenteich umfunktioniert.

    Heute ist der leicht hügelige Park überwiegend mit Rasen bedeckt. Im Sommer wird hier überall gegrillt oder in der Sonne herumgelegen  und im Winter bieten die seichten Hügel die beste Möglichkeit zum Schlitten fahren in Eimsbüttel.

    Vor einigen Jahren wurde der große Spielplatz neu gestaltet. Es gibt nun für alle Altersgruppen eine große Auswahl an recht neuen Spielgeräten: von klassischen Schaukeln und Wippen mit Sandkiste für kleinere Kinder bis hin zu Schienen geführten Skateboards für etwas ältere Kinder. Die oft sehr schmutzigen Toilettenhäuser wurden vollständig demontiert.

    • Qype User Dotti…
    • Hamburg
    • 30 Freunde
    • 34 Beiträge
    3.0 Sterne
    12.2.2008 Aktualisierter Beitrag

    Hey - im Unnapark gibts nicht nur Gefälle, hier gibt es auch eine Eimsbüttler documenta! Seit letztem Frühjahr stehen hier coole, glitzerne, futuristische Skulpturen. Ich sehe in ihnen so etwas, wie einen sehr dünnen Elefanten oder die Grundrisse eines arabischen Luxushotels oder so. Und mit jedem Kauf einer Niveadose haben wir dieses neue kulturelle Aushängeschild mitfinaziert. Du bist Mäzen!

    Was die Kinder davon halten? Bäume haben mehr Stil.

    3.0 Sterne
    12.2.2008 Vorheriger Beitrag
    Nächste Woche gibt es Schnee. Und dann treffen wir uns im Unnapark. Denn da gibt es ein Gefälle. Die… Weiterlesen
  • 3.0 Sterne
    8.12.2008
    Erster Beitrag

    Klein aber fein!
    Im Sommer gut zum Sonnenbaden und im Winter super zum Rodeln für die Kleinen!
    Einfach mal den Altag vergessen zwischen der Arbeit!

  • 4.0 Sterne
    19.5.2012

    Unna-Park, der Park des Leukoplast-Erfinders.
    (Siehe Foto unten)
    Professor Dr. Paul Gerson Unna (1850-1929), ein angesehener jüdischer Dermatologe am UKE, kaufte 1883 das Grundstück an der damaligen Parkallee (heute Osterstraße), Ecke Heußweg und erbaute hier eine Hautklinik, die Villa Elisabeth. Im Laufe der Jahre wurden 6 weitere Krankenhäuser auf diesem Gelände errichtet. In einem von ihnen wurden ab 1897 sogar Leprakranke behandelt.

    Als Wissenschaftler feierte Unna große Erfolge, er erfand zum Beispiel für die Firma Beiersdorf das Leukoplast. Unna überließ seine Forschungsergebnisse und Erfindungen unentgeltlich der Pharmaindustrie. Nach seinem Tod 1929 setzten seine 4 Söhne sein Werk fort, aber ab 1933 sahen sie sich zunehmender Verfolgung durch die Nazis ausgesetzt.

    Im Juli 1943 wurden große Bereiche des Klinikgeländes durch Bomben zerstört. Durch die finanziell angespannte Lage der Familie Unna, verursacht durch die Naziverfolgung, sahen sich die Söhne nach dem 2. Weltkrieg gezwungen, das Gelände zum Verkauf anzubieten. 1949 kaufte die Stadt Hamburg das Grundstück, um hier einen öffentlichen Park zu schaffen.
    (Siehe Foto unten)
    1956 fand die Einweihung des Unna-Parks statt. Man kann sich vorstellen, dass nach den Jahren des Krieges, die Eimsbüttler Bürger diese neu geschaffene Grünfläche dankbar annahmen.
    (Siehe Foto unten)
    Für mich, als geborene Eimsbüttlerin, die ich als Kind hier gespielt und gerodelt habe, ist es beruhigend zu sehen, dass sich auch mal etwas nicht ändert. Das einzige Element das heute fehlt, ist das kleine Wasserbecken, es wurde irgendwann zugeschüttet.
    (Siehe Foto unten)
    Sonst ist hier alles, wie zu meiner Kindheit: die Rasenfläche, auf der bei schönem Wetter gepicknickt wird, die Bäume, besonders die Kastanien (natürlich größer und prächtiger als in meiner Kindheit), der Spielplatz und die Bänke für die Mamis und Papis.
    (Siehe Foto unten)
    Und auch die Bänke am Eingang von der Schwenckestraße, auf dem die Menschen ihre Zeit verbringen, die andernorts nicht so gerne gesehen sind. Hier gehören sie dazu.
    (Siehe Foto unten)
    Der kleine Hügel, der damals wie heute als Rodelberg benutzt wird, verbirgt übrigens einen Röhrenbunker aus dem 2. Weltkrieg.
    (Siehe Foto unten)
    Eine Veränderung gibt es noch, das öffentliche Toilettenhäuschen zum Eingang Osterstraße wurde abgerissen und nicht ersetzt. Dafür wurde eine Rampe gebaut, die es Rollstuhlfahrern und Eltern mit Kinderkarren ermöglicht, die Treppe zu umfahren. Hier haben sich ein paar Graffitikünstler ausgetobt.
    Diesmal mit Motiven, die ich sehr ansehnlich finde.
    (Siehe Foto unten) Fazit: Der Unnapark ist nichts Spektakuläres, kein Park, für den man extra von weither anreisen muss. Aber er erfüllt seinen Zweck, er dient der Erholung, bietet Platz zum Spielen und auch das Auge kann sich am Grün erfreuen.
    (Siehe Foto unten)

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