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  • 5.0 Sterne
    17.6.2008
    Erster Beitrag

    Gleich hinter der deutschen Grenze, vielleicht eine knappe Autostunde von Oldenburg entfernt, findet man die mittelalterliche Festung von Bourtange, ein echtes Kleinod. Wer bei Festung jetzt steinerne Wehrtürme und enge Schießscharten erwarten sollte, sieht sich enttäuscht und sollte in Betracht ziehen, dass die Niederländer schon immer recht knapp an festem Baumaterial in Form von Steinen waren. Um 1580 benötigte aber Willem von Oranien eine strategische Festung gegen die Spanier, die Groningen besaßen. Was also bot sich besser an, als hier die Spezialitäten des Landes einzusetzen: Kanal- und Deichbau. Bourtange wurde eine Festung aus tiefen Wasserkanälen mit anliegenden steilen Graswällen, auf die man Kanonen und hölzerne Ausgucktürme positionierte. Eine höchst effektive Strategie, da die Angreifer mehrere dicht hintereinander liegende Wasserläufe ohne Deckung und unter genau vorberechnetem Kanonenfeuer bewältigen mussten. Eine anscheinend im Mittelalter unmögliche Aufgabe, so dass Bourtange unbesiegt blieb. Groningen wurde schließlich vollkommen isoliert und ergab sich 1594, so dass Bourtange Grenzfestung in die andere Richtung, nämlich nach Westen wurde  erst im 19. Jahrhundert wurde sie im Rahmen der modernen Kriegsführung dann überflüssig.

    Man trug einige der Wälle ab, funktionierte die Gebäude um und schüttete einige der Kanäle ebenfalls zu. 100 Jahre nach der Auflösung, um 1960 beschloß man dann aber, die Festung wieder in ihrem Originalzustand zu rekonstruieren, mittlerweile war nur nicht etwas mehr als die Hälfte der Wälle erhalten. Es ist beeindruckend, dass man es anscheinend entgegen aller ökonomischen Betreibungen der Zeit geschafft hat, den Verlauf von Kanälen und Wällen anhand von Plänen aus dem Jahr 1742 exakt originalgetreu wieder aufzubauen, so dass das kleine Dorf heute tatsächlich wieder mitten in einer Festung liegt.

    Man nähert sich Bourtange vom Eingang im Nordwesten, der Eintritt ist frei, aber für die örtlichen Museen kann man einen Pauschaleintritt lösen, was auch empfehlenswert ist. Zunächst läuft man auf Wegen entlang der äußeren Wälle und Wehrgräben, sieht nur Grün und Wasser, gelegentlich passiert man eine rote Holzbrücke, so eine wie Monet damals auch gemalt hat, mit hohem Holzjoch zum Aufklappen, man bekommt den Eindruck, Bourtange müsse wirklich großes sein, weil man so viele Wälle sieht  und gelangt schließlich über die Nordostbrücke in das kleine Dorf, das symmetrisch sternförmig konstruiert und auf den kleinen sehr hübsch von Linden umstandenen Marktplatz (Marktplein) ausgerichtet ist.

    Viele kleine Häusern aus roten aber auch sehr schönen gelben und braunen alten Ziegeln reihen sich aneinander, manche sind als Museen zu besichtigen, wie z.B. die Mühlen, die Synagoge, die Kapiteinswoning und die alten Baracken, kleine Cafés laden zum Sitzen auf den Sommerterrassen unter alten Linden ein, schnuckelige Läden, ein alter Uhrmacher, eine Bauernkirche, alles sehr hübsch, winkelig, alt und gleichzeitig schön begrünt mit blühfreudigen Pflanzen und Gemüse (wir sind in Holland!). Gleichzeitig immer beeindruckend bleiben diese grünen Wälle, die in Bastionen im Zickzack verlaufend immer wieder zwischen den Häusern hindurch leuchten  man kann auf ihnen um den Ort herum spazieren und auf Häuser, Wasserarme und Landschaft hinunter blicken. Paddler gleiten über die Kanälchen, dahinter fährt ein alter Pferdekarren mit weißer Plane auf die Äcker, Schafe stehen ratlos wirkend auf kleinen Inseln herum und grasen friedlich  so wie nun einmal die Festung im 21. Jahrhundert geworden ist..

  • 4.0 Sterne
    6.6.2010

    Eine der schönsten Festungen, die ich je in Holland gesehen habe. Der Eintritt ist frei, leider kann man seltener an Führungen in der Festung teilhaben und die Besichtigung von Häusern dort ist auch seltener möglich. Wir genießen die Zeit dort. Der Blick von den Grasswällen über das Land ist atemberaubend und der Marktplatz so pittoresk wie kaum ein anderer. Mehrfach im Jahr finden Veranstaltungen statt, es lohnt sich dann dabei zu sein.
    Im Winter ist die Festung Bourtange einzigartig , es lohnt sich an einem verschneiten Tag den Weg nach Bourtange zu machen.
    Anreise Von Papenburg ist man in 25 Min, von Dörpen in ca. 10 Min. mit dem Auto dort.

  • 1.0 Sterne
    22.6.2013

    Wir haben heute die Festung/Vesting Bourtange besucht. Am 22/23. Juni fand die Schlacht um Bourtange, bei dem der Besucher in der historischen Kulisse der Burg ein unvergeßliches Spektakel mit hunderten Akteuren mit mittelalterlichen Waffen und Uniformen erleben sollte.
    Doch es war eine einzige Enttäuschung. Zwar ist die Anlage gut in Schuss aber das Programm ist dürftig und keinesfalls ein Spektakel. Die Akteure agieren lustlos und fast gelangweilt, Kinderunterhaltung wird nicht geboten, die Gastronomie ist modern und nicht historisch und der Markt umfasst gerade einmal 8 Buden/Stände. Von Liebe zum Detail kann wahrlich nicht die Rede sein. Auch die Schauspiele wirken lieblos und kurzfristig einstudiert. Man könnte vllt über all diese Mißstände hinwegsehen, wäre nicht der teuere Eintritt von 8,00 pP erhoben worden.
    Das war ein Reinfall! Lieber zum Kivelingsfest: Kein Eintritt und dafür hohes Engagement.

  • 5.0 Sterne
    28.7.2012

    Die Festung Bourtange ist eine restaurierte Festung aus dem 17/18 Jahrhundert. Klasse, wie gut man das alles wieder herausbilden konnte. Man fühlt sich wieder in die damalige Zeit zurückversetzt. Leider fehlt es hier etwas an Touristenfreundlichkeit  gerade am Parkplatz wäre der ein oder andere Imbiss super gewesen. Die Picknick-Bänke sind leider wegen Wespen kaum nutzbar Aber für all das kann die tolle Festung nichts :)

    • Qype User Sportf…
    • Frankfurt am Main, Hessen
    • 0 Freunde
    • 54 Beiträge
    5.0 Sterne
    17.4.2011

    oben schon gut beschrieben
    Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall man kann hier sogar ein bißchen shoppen
    Schmuck
    geschirr etc alles sehr nett und nciht teuer! Sonntags angenehm!

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